Unfall bei "Wetten das"

Wenn man die Scheuklappen aufhat, wird man die allerdings schwer finden...

Ob mit oder ohne Scheuklappen: Wenn man kein zielführendes Ziel, hehe, vor dem geistigen Auge hat, ver- und begnügt man sich mit Spielarten.

Ein blindes Huhn muss nur so viel Körner finden wie es Hunger hat. :banane:
 
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Schuld hätte unter Anführungszeichen gestzt gehört...
In gewissem Sinne ist ers, aber...er hat es nicht besser gewusst, denn sonst hätte er da nicht mitgespielt.

Die Frage, ob er da mitgespielt hätte, wenn er den Ausgang gewusst hätte, stellt sich mir gar nicht, ebenso wenig wie die Schuldfrage, denn für mich ist es etwas ganz Selbstverständliches, dass der Vater auf seinen Sohn stolz sein möchte und dass der Sohn seinen Vater stolz machen möchte. (Und das ist doch auch der Idealfall, wenn man bedenkt, dass es Väter gibt die ihre Söhne unterdrücken, verprügeln, abschieben, nicht anerkennen oder was auch immer.) Und unter dem Gesichtspunkt betrachtet, würde sich jeder Vater schon allein dadurch schuldig machen, dass er überhaupt Vater geworden ist.
Aus allen Berichten geht hervor, dass Samuel vorher einige Male gefragt wurde, ob er sich sicher ist, dass er es machen möchte und zwar Samuel und nicht sein Vater und er selbst war es auch, der "ja" dazu gesagt hat.
Wäre jetzt ein Vater, der seinen Sohn davon abgehalten hätte und ihm somit in gewisser Weise klar gemacht hätte, dass er ihm das nicht zutraut, anstatt ihm Mut zu machen und an ihn zu glauben, der "bessere Vater" gewesen ?

Also für mich hat das Wort Schuld, ob nun in gewisser Weise oder unter Anführungszeichen überhaupt gar nichts hier zu suchen. Für mich ist es eine tragische Fügung des Schicksals und dafür kann niemand etwas. Theoretisch hätte es ja auch gut gehen können und das ist etwas, das man nie rausfinden wird, wenn man es erst gar nicht versucht.

LG
Stern
 
Also für mich hat das Wort Schuld, ob nun in gewisser Weise oder unter Anführungszeichen überhaupt gar nichts hier zu suchen. Für mich ist es eine tragische Fügung des Schicksals und dafür kann niemand etwas. Theoretisch hätte es ja auch gut gehen können und das ist etwas, das man nie rausfinden wird, wenn man es erst gar nicht versucht.

LG
Stern

:thumbup: Genau, Schuld, egal ob mit oder ohne Anführungszeichen, passt nicht zu dieser Thematik.
Aber es ist eben einfacher zu begreifen - wenn ich einen Schuldigen ausmachen kann, hab ich selbst nichts mehr damit zu tun. Ich glaube, Sündenböcke werden immer gebraucht, damit Menschen die Tatsache verdrängen können, dass es so etwas wie Schicksal gibt, gegen das wir machtlos sind und das ertragen werden muss.

lg
Gabi
 
sternja schrieb:
denn für mich ist es etwas ganz Selbstverständliches, dass der Vater auf seinen Sohn stolz sein möchte und dass der Sohn seinen Vater stolz machen möchte.
Es gibt aber auch sowas wie falschen Stolz. Wieviele Elternteile wollen in ihre was reinprojizieren,was sie selbst nicht erreicht haben. Es könnte sein, daß der Sohn von sich aus das gar nicht wirklich wollte, er es vielmehr unter Druck machte, um seinen Vater gerecht zu werden!?
Wieviele Väter zwingen ihren Söhnen auf, ein Studium zu machen, obwohl die lieber Handwerker oder Künstler geworden wären? Gut, das ist wenigstens nicht lebensgefährlich...
Sicher hatte Samuel die letztendliche Entscheidung, denn hätte er sich geweigert, hätte sein Vater auch nichts machen können.
Und das ist doch auch der Idealfall, wenn man bedenkt, dass es Väter gibt die ihre Söhne unterdrücken, verprügeln, abschieben, nicht anerkennen oder was auch immer.
das wär dann das andere Extrem
Aus allen Berichten geht hervor, dass Samuel vorher einige Male gefragt wurde, ob er sich sicher ist, dass er es machen möchte und zwar Samuel und nicht sein Vater und er selbst war es auch, der "ja" dazu gesagt hat.
Ja, aber aus welchen Motiv heraus hat er das getan? Und sein Vater hat laut Berichten Gottschalk dazu bewogen, daß er diese Wette annehmen soll.
Wäre jetzt ein Vater, der seinen Sohn davon abgehalten hätte und ihm somit in gewisser Weise klar gemacht hätte, dass er ihm das nicht zutraut, anstatt ihm Mut zu machen und an ihn zu glauben, der "bessere Vater" gewesen ?
Er wäre besser gewesen, wenn er keine Forderungen gestellt und keinen Druck ausgeübt hätte. Vielleicht hätte er seinem Sohn darauf aufmerksam machen müssen, daß dies gefährlich ist und er sich selbst oder jemand anderen nichts beweisen müsse.
Das setzt natürlich voraus, daß er Druck gemacht hat. Wir wissen es nicht....
Also für mich hat das Wort Schuld, ob nun in gewisser Weise oder unter Anführungszeichen überhaupt gar nichts hier zu suchen. Für mich ist es eine tragische Fügung des Schicksals und dafür kann niemand etwas. Theoretisch hätte es ja auch gut gehen können und das ist etwas, das man nie rausfinden wird, wenn man es erst gar nicht versucht.
Ich geb dir da schon auch recht, denn vielleicht liege ich völlig falsch.Schuldzuweisung ist nicht wirklich angebracht, denn wie gesagt, wars letzten Endes Samuel Entscheidung, obwohl ich doch der Meninung bin, daß es kein Zufall war, daß der Unfall grad mit seinem Vater passierte. Auch Gottschalk und das ganze ZDF Team werden daraus Konsequenzen ziehen müssen.
Die "äusseren" Ursachen sind ja bekannnt, er sprang zu früh, er hatte Druck (Zeit) und es war eine Situation, die er zuvor noch nie hatte (Publikum).
Ich schliesse auch die Möglichkeit nicht aus, daß es einfach passierte, weil es eben passiert ist.
Da hier ja astrologisch versucht wird eine Erklärung zu finden, hab ich eben meine Sicht dargestellt, wie es sein könnte.
Und natürlich, wenn nie wer was wagt, gäbe es viele Sportarten nicht, es würde dann jeder vielleicht nur mehr Karten spielen oder andere ungefährliche Dinge machen.
Wie immer es auch war, wir können darüber nur spekulieren, und ich hoffe, daß er wieder auf die Beine kommt.
 
Hallo Forum.

Warum muss ich überhaupt immer alles Begreifen. Woher weiß ich, das es gerecht oder ungerecht ist? Die Lebenswege sind unterschiedlich. Wie soll ich da jeden begreifen können?


Viele Grüße

Jonas
 
:thumbup: Genau, Schuld, egal ob mit oder ohne Anführungszeichen, passt nicht zu dieser Thematik.
Aber es ist eben einfacher zu begreifen - wenn ich einen Schuldigen ausmachen kann, hab ich selbst nichts mehr damit zu tun. Ich glaube, Sündenböcke werden immer gebraucht, damit Menschen die Tatsache verdrängen können, dass es so etwas wie Schicksal gibt, gegen das wir machtlos sind und das ertragen werden muss.

lg
Gabi

Das darf man nicht verallgemeinern! Sicher wird sehr oft ein Schuldiger gesucht, um Verantwortung abgeben zu können. Aber man muss auch differenzieren, wo ist man selber schuld und wo ist ein anderer Schuld, der grad am längeren Ast sitzt (zB Politik).
An Schicksal glaube ich nicht...wer bestimmt es?
Schon klar, daß vieles ertragen werden muss, das bringt das Menschsein schon mit sich, aber alles auf das Schicksal zu schieben, ist ja auch nichts anderes, als einen Sündenbock zu suchen-in deinem Fall das Schicksal!
 
Hallo Forum.

Warum muss ich überhaupt immer alles Begreifen. Woher weiß ich, das es gerecht oder ungerecht ist? Die Lebenswege sind unterschiedlich. Wie soll ich da jeden begreifen können?


Viele Grüße

Jonas

wir begreifen eh fast nichts. Man diskutiert trotzdem darüber..
Niemand weiss, obs gerecht oder ungerecht ist....
Aber wenn ein Flugzeug abstürtzt, wird dem auch nachgegangen und neimand sagt "egal, wir begreifen das eh nicht, warum es abgestürzt ist", "es war Schicksal" oder "die Lebenswege der abgestürzten sind unterschiedlich",.....nein, es wird nach der Ursache geforscht und nur dadurch ist es möglich, in Zukunft Sicherheitsrisiken auszuschliessen.
 
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Hallo Forum.

Warum muss ich überhaupt immer alles Begreifen. Woher weiß ich, das es gerecht oder ungerecht ist? Die Lebenswege sind unterschiedlich. Wie soll ich da jeden begreifen können?


Viele Grüße

Jonas

Hallo Jonas,

es gibt bestimmt viele Menschen, die "nicht verstehen müssen", die annehmen und das ist manchmal wahrscheinlich auch der bessere Weg, besonders bei schicksalhaften Ereignissen, weil uns eh der ganz große Durchblick fehlt und wir nur aus unserer schnipselhaften Wahrnehmungsmöglichkeit heraus die Dinge betrachten können.

lg
Gabi
 
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