Selbstreflektion

  • Ersteller Ersteller MorningSun
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hab mein ganzes Leben lang, Verhaltensforschung betrieben, es ist mir ein leichtes, mein
Gegenüber zu erkennen, denn wenn man sich einmal selbst erkannt hat, erkennt man alle,
da einem nichts mehr fremd ist.

Das glaub ich jetzt nicht, weil... nur weil man sich selber kennt (oder zu kennen glaubt) - ich nehm mich da mal aus, weil ich mich auch immer wieder neu entdecke -, kann man nicht den ganzen Facettenreichtum anderer Psychen / Menschen kennen, man kann nur glauben, dass man etwas erkennt, weil es einem vielleicht vertraut ist, aus eigenen Wahrnehmungen, die man macht oder gemacht hat...
 
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Babys bringen kein Wissen über Räder oder Feuer mit sich.
Jedes Baby muss erneut "das Rad erfinden" in dem Sinne, dass es lernt, was überhaupt ein Rad ist und wie man es anwendet.
Und es muss auch für sich ganz konkret das Feuer erfinden in dem Sinne, was das ist und wozu man es braucht.
Da ist kein mitgebrachtes Räder- oder Feuer-Wissen, das ihm irgendwie nützlich sein könnte.
Jedes Neugeborene fängt diesbezüglich bei Null an.

Na, vor lauter Polemik das Differenzieren vergessen?

Ich halte Intis Beitrag für korrekter als deinen.
Was Inti aussagte, ist, dass das Kind erstmal mit sich und seinen körperlichen Fertigkeiten beschäftigt ist. Es ist klar, dass es mit Lernen bei Null anfängt, und das Lernen ist anfangs sowieso nicht kognitiv. Ganz konkret das Feuer erfinden, bedeutet für ein Kind, wie bekomm ich den Löffel zum Mund, setze ein Bein vor das andere, usw...usf.

Hingegen gibt es schon eine Art mitgebrachtes Feuer-und Räder-Wissen. Zum einen massenhaft zu finden in Bilder und Schulbüchern, zum andern in Form von Verhaltens-Schemata der Erwachsenen. Kinder lernen auch viel durch Nachahmung, und dies schon relativ früh.
 
Na, vor lauter Polemik das Differenzieren vergessen?

Ich halte Intis Beitrag für korrekter als deinen.
Was Inti aussagte, ist, dass das Kind erstmal mit sich und seinen körperlichen Fertigkeiten beschäftigt ist. Es ist klar, dass es mit Lernen bei Null anfängt, und das Lernen ist anfangs sowieso nicht kognitiv. Ganz konkret das Feuer erfinden, bedeutet für ein Kind, wie bekomm ich den Löffel zum Mund, setze ein Bein vor das andere, usw...usf.

Hingegen gibt es schon eine Art mitgebrachtes Feuer-und Räder-Wissen. Zum einen massenhaft zu finden in Bilder und Schulbüchern, zum andern in Form von Verhaltens-Schemata der Erwachsenen. Kinder lernen auch viel durch Nachahmung, und dies schon relativ früh.
schön auf den Punkt gebracht, finde ich. (y):)
 
Sehr richtig - ich kann lediglich vorher entscheiden ob ich eine Marionette sein will. Es ist wie mit der Hingabe, während ich in der Hingabe bin bin ich higegeben. Ich kann mich vorher entscheiden mich hinzugeben, aber sobald ich die Hingabe hinterfrage, bin ich wieder raus. So auch mit der Marionette, wenn ich zu zweifeln/zu reflektieren anfange bin ich keine Marionette mehr. Und der Zweifel ist authentisch, die Mariontte kann aber für sich selbst nicht authentisch sein, weil es dieses "sich selbst" dann gar nicht gibt.

LGInti

Hm, das trifft 's für mich nicht ganz.
Eine Marionette ist schlicht tot und wird von außen durch Fäden bewegt, aber der Mensch, der sich anpasst, wird ebenfalls von sich selbst bewegt, er entscheidet sich lediglich dazu, sich nach Anderen zu richten.
Es kann sogar sein, dass er dabei glücklich ist, weil 's eben das ist, was er WILL!
 
Hm, das trifft 's für mich nicht ganz.
Eine Marionette ist schlicht tot und wird von außen durch Fäden bewegt, aber der Mensch, der sich anpasst, wird ebenfalls von sich selbst bewegt, er entscheidet sich lediglich dazu, sich nach Anderen zu richten.
Es kann sogar sein, dass er dabei glücklich ist, weil 's eben das ist, was er WILL!

ja, schon.. manch einer fühlt sich halt wohler, wenn er keine Eigenverantwortung übernimmt.... ich durfte in letzter Zeit von Jemandem, der mir sehr wichtig ist, sehr viel darüber erfahren, was Eigenverantwortung eigentlich wirklich bedeutet... und er hat Recht, auch wenn ich mich noch nicht sooo mit dem Gedanken anfreunden kann...... Eigenverantwortung kann auch ziemlich öd sein... vor allem, wann man mal das Gefühl hat, geführt werden zu wollen.....
 
Hingegen gibt es schon eine Art mitgebrachtes Feuer-und Räder-Wissen. Zum einen massenhaft zu finden in Bilder und Schulbüchern, zum andern in Form von Verhaltens-Schemata der Erwachsenen. Kinder lernen auch viel durch Nachahmung, und dies schon relativ früh.
Da ist kein mitgebrachtes Wissen darüber, was ein Rad oder Feuer ist, und wie beides funktioniert.

Begründung:

Denn wäre ein solches Wissen vorhanden und verfügbar, dann würde es das Betrachten von Bildern in Schulbüchern und das Nachahmen von gesehenenen Verhaltensweisen Anderer ersparen.
Tut es aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
ja, schon.. manch einer fühlt sich halt wohler, wenn er keine Eigenverantwortung übernimmt.... ich durfte in letzter Zeit von Jemandem, der mir sehr wichtig ist, sehr viel darüber erfahren, was Eigenverantwortung eigentlich wirklich bedeutet... und er hat Recht, auch wenn ich mich noch nicht sooo mit dem Gedanken anfreunden kann...... Eigenverantwortung kann auch ziemlich öd sein... vor allem, wann man mal das Gefühl hat, geführt werden zu wollen.....

Ich finde, sich auch mal führen lassen und Eigenverantwortung widersprechen sich nicht, denn man muss ja trotzdem die Verantwortung für alles tragen, was sich aus dem Führenlassen ergibt.
 
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Das glaub ich jetzt nicht, weil... nur weil man sich selber kennt (oder zu kennen glaubt) - ich nehm mich da mal aus, weil ich mich auch immer wieder neu entdecke -, kann man nicht den ganzen Facettenreichtum anderer Psychen / Menschen kennen, man kann nur glauben, dass man etwas erkennt, weil es einem vielleicht vertraut ist, aus eigenen Wahrnehmungen, die man macht oder gemacht hat...
Mensch, erkenne dich selbst! - führt genau dahin, auch die anderen zu erkennen. Ohne sich selbst zu kennen, wäre es allerdings eine Sackgasse, da man solange in einen Spiegel schaut, bis man die eigenen Emotionen geklärt hat.
 
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