Schulmedizin vs. alternative Heilungsmethoden

Hi Joey, kannst du vielleicht nochmals kurz darauf eingehen, inwiefern du über Nebenwirkungen der Psychotherapie aufgeklärt wurdest... was das bedeutet bzw. was du meinst,... worauf du dich beziehst? :)
 
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:lachen:

Also unter Nebenwirkungen einer Psychotherapie könnte ich mir wenns hoch kommt etwas in der Art wie: Unruhe, Schlaflosigkeit, Erstverschlimmerung... und auch der häufige Wunsch abzubrechen, wenns "brenzlig" wird...weiter noch die totale Abhängigkeit vom Therapeuten und Gefühlskarussell von totaler Anbetung und Hörigkeit bis völliger Ablehnung und Hass ihm gegenüber, usw. vorstellen.

Also konkrete Folgen des "in den Wunden wühlens und Ängste sowie sich selbst ungeschminkt konfrontierens" , was ja bei egal welchenTherapiearten in der Regel nie ausbleibt.

Aber .... mal sehen, was Joey oder auch Ireland meinen, über was man denn aufgeklärt wird wenn man über "Nebenwirkungen einer Psychotherapie" aufgeklärt wird.

In der Therapieform, die ich präferiere, sollte es einem Klienten zu keinem Zeitpunkt schlechter gehen, es wird nicht in Wunden gewühlt (eigentlich genau das Gegenteil), und es wird nicht konfrontiert (max. nachgefragt, aber nicht mit der Intention der Konfrontation).
Daß niemals ein Rat gegeben werden darf, gilt für alle Therapieformen (das ist eine absolute Grundlage für eine Psychotherapie).

Die Haltung der Verhaltenstherapie ist ähnlich.

Ich vermute, Du siehst eher die psychoanalytischen und evtl. tiefenpsychologischen Verfahren. Wie diese jetzt ablaufen, kann ich nicht sagen (bei uns wird nicht so gearbeitet und ich kenne auch niemanden näher, der noch so arbeitet), früher kam bei diesen Therapieormen ggfs. zu Erstverschlechterungen, "Wunden wühlen", "Brenzligkeiten" bis hin zu "Machtspielchen" (mir fällt da spontan das Thema Anorexie ein, das heute kompett anders, ja schon fast gegenteilig behandelt wird) u.ä. (ich habe noch vage selbsterlebt, wie einzelne so arbeiteten; es gibt aber auch viel Literatur dazu).
(auf diese Aspekte bezog sich der erste Link von Anevay)

Generell wird es aber sicher auch unter Analytikern ganz fantastische Therapeuten geben und unter den anderen Formen nicht so tolle Leute - wie in allen anderen Berufen auch.

Der ausschlaggebendste Prädiktor für Therapieerfolg ist das gute Verhältnis zwischen Therapeut und Klient und dafür zahlt die Krankenkasse Probesitzungen.

Wenn es zu totaler Ablehnung, Hörigkeit oder Anbetung kommt, hat die Therapie keinen Sinn mehr.

"Nebenwirkungen" ergeben sich aus der transparenten Aufklärung über die Therapieform, deren "Werkzeuge", die ggfs. zum Einsatz kommen können und sämtliche Methoden sowie die Definition der Haltung des Therapeuten.

Man kann schlecht einen "Nebenwirkungskatalog", wie z.B.:
- es könnte zur Trennung kommen/ ihr Partner könnte sie nicht mehr mögen/ sie könnten ihren Partner nicht mehr mögen, jemand könnte jemanden anderes finden ... oder es bleibt, wie es ist
- sie könnten finanziell schlechter/ besser stehen oder es bleibt, wie es ist
- sie könnten ihre Kinder rausschmeißen/ sich besser mit ihnen verstehen oder es bleibt wie es ist
- ihr Blutdruck könnte steigen (oder fallen) oder auch nicht
- sie könnten Freunde gewinnen/ verlieren oder auch nicht
- sie könnten ihren Chef verärgern/ erfreuen oder auch nicht
... und weitere hunderte Punkte (auch der Himmel könnte einem auf den Kopf fallen und das könnte man unter Umständen dem Therapeuten anlasten :D - je nach Perspektive)


Die Ziele definiert der Klient (bei dem Verfahren, das ich präferiere), obwohl das der zweite Link, den Anevay gepostet hat, etwas anders sieht:
Zunächst entscheiden Psychotherapeut/-in und Patient/-in während einer diagnostischen Phase (höchstens fünf bis acht Sitzungen) gemeinsam über Beginn und Zielsetzungen einer Psychotherapie.
http://www.bmg.bund.de/krankenversicherung/leistungen/psychotherapie.html

Ich vermute, daß damit eher gewisse Grenzen gemeint sind - kein Therapeut kann ethisch vertreten, einen Klienten dabei zu unterstützen, ein besonders effizienter Bankräuber zu werden o.ä..
 
Ich vermute, daß damit eher gewisse Grenzen gemeint sind - kein Therapeut kann ethisch vertreten, einen Klienten dabei zu unterstützen, ein besonders effizienter Bankräuber zu werden o.ä..

Das ist auch nicht seine Aufgabe, er soll und muss helfen und das Augen öffnen kann auch schmerzhaft sein, ist es in der Regel auch.

DER Unterschied zur Esoterik.
 
Irgendwo habe letzthin einen Artikel gelesen, in dem festgestellt wurde, dass 2 Drittel der niedergelassenen Ärzte zugeben, dass sie wissenschaftliche Studien nicht wirklich beurteilen können.

Überrascht mich schon ein wenig.

Z.B. Ireland erwähnt es öfter: Nur was von der Kasse übernommen wird, ist gut.

Ireland ist z.B. eine gegnerin der Psychoanalyse und Tiefenpsychologie. Die wird allerdimngs von der Kasse übernommen . zumindest wurde sie vor 5 Jahren noch von der Kasse übernommen; ich kenne den heutigen Stanbd nicht. In diesem Wissen ihrer Ansichten sind Irelands derartige Äußerungen durchaus zu relativieren.

Wenn ich einen Mediziner brauche, dann will ich einen, der evidenzbasiert arbeitet.

ich auch.

Und ich will sicherlich keinen, der seinen Fakeeffekten ausgeliefert ist.

Je nachdem, wie streng Du das siehst, mehr oder weniger unmöglich. Denn vor diesen Fake-Effekten ist niemand gefeit.

Zum Glück brauche ich Ärzte nur selten, den Letzten 2001 weil ich von ihm feststellen ließ, dass alle meine Werte wieder im grünen Bereich sind. Er hat mir also meine Heilung bestätigt. Und das hat er kompent gemacht.

Ich brauche auch nur selten einen. Im allgemeinen erfreue ich mich guter Gesundheit.

Wie ich einem Buch entnahm, sind die meistverbreiteten Studien heute sog. Marketingstudien. Man will ein neues Medikament in den Markt bringen. Und bietet deshalb den Ärzten die Mitarbeit an einer Studie an. dazu muss aber der Arzt erstmal das Medikament verschreiben. Und je öfter er das Medikament verschreibt, desto höher ist seine Bezahlung. Der wissenschaftliche Wert dieser Studien geht natürlich gegen Null.

Welches Buch?

Über Mängel in der wissenschaftlichen Methodik in der evidenzbasierten medizin - aufgrund wirtschaftlicher Interessen - schreibt Ben Goldacre sehr viel. Seine Bücher sind da sehr lesenswert.

Und dass Mängel im Gesundheitssystem sowie methodische Mängel in diversen Studien zu finden sind, bestreitet niemand.

Und? Was sollen wir daraus lernen? Macht das die esoterischen Behauptungen wahrer?

Zur Esoterik: Meiner unmassgeblichen Meinung kann man 95% der Methoden bedenkenlos in die Tonne klopfen. Bei den restlichen 5% würde sich ein genaues Nachschauen ev. lohnen.

Und warum? Was macht diese 5% so plausibel, dass sich ein genaueres Nachschauen lohnen würde?
 
Überrascht mich schon ein wenig.



Ireland ist z.B. eine gegnerin der Psychoanalyse und Tiefenpsychologie. Die wird allerdimngs von der Kasse übernommen . zumindest wurde sie vor 5 Jahren noch von der Kasse übernommen; ich kenne den heutigen Stanbd nicht. In diesem Wissen ihrer Ansichten sind Irelands derartige Äußerungen durchaus zu relativieren.



ich auch.



Je nachdem, wie streng Du das siehst, mehr oder weniger unmöglich. Denn vor diesen Fake-Effekten ist niemand gefeit.



Ich brauche auch nur selten einen. Im allgemeinen erfreue ich mich guter Gesundheit.



Welches Buch?

Über Mängel in der wissenschaftlichen Methodik in der evidenzbasierten medizin - aufgrund wirtschaftlicher Interessen - schreibt Ben Goldacre sehr viel. Seine Bücher sind da sehr lesenswert.

Und dass Mängel im Gesundheitssystem sowie methodische Mängel in diversen Studien zu finden sind, bestreitet niemand.

Und? Was sollen wir daraus lernen? Macht das die esoterischen Behauptungen wahrer?



Und warum? Was macht diese 5% so plausibel, dass sich ein genaueres Nachschauen lohnen würde?

Nicht, daß meine Aussagen falsch verstanden werden: es ist so gemeint, daß alles, was die Kassen nicht übernehmen eher nicht taugt.
Ich stehe auch ein paar Dingen sehr skeptisch gegenüber, die die Kasse übernimmt (von gewissen Hustensäften u.ä. :D bis hin zu Psychotherapieverfahren).

Das mit den Psychotherapieverfahren hat ne lange Geschichte und zig Hintergründe - wenn ich hier lang und breit meine Sicht aus allen Facetten (bis hin zu den politischen) dazu darlegen würde, wäre das eine Perspektive von vielen.
Ein Psychoanalytiker hätte genauso seine Sichtweise und wir könnten uns gewiss stundenlang streiten ;), uns Studien um die Ohren hauen, die Historie auslegen, ethische Gesichtspunkte interpretieren ... usw..
Das wird auf ein "paar Ebenen darüber" auch (ähnlich, aber auf einem anderen Level) gemacht und das ist gut so.
Nur so gibt es Weiterentwicklung.
 
Einfach Mensch #610
Okay, dann ist eben so, dass die Psychotherapie methodisch nicht in der Lage ist nach zu weisen, dass sie mehr als der Placebo-Effekt bewirkt.
Nur, die wissenschaftliche Basis ist eben schwach

Einfach Mensch #625
Stand der Wissenschaft ist die randomisierte Doppel-Blind-Studie mit Placebo-Kontrolle.

Nenne mir doch eine über psychotherapeutische Methoden (ohne Psychopharmaka-Einsatz).

Die Methodischen Bedingungen wurden von Ireland schon ausgiebigst dargestellt und verlinkt.
Hier sind ein paar Studien zum Thema "Wirknachweis in der Psychotherapie"

Wirksamkeit psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlungen bei psychischen Störungen von Kindern und Jugendlichen
Eine systematische Auswertung der Ergebnisse von Metaanalysen und Reviews. Teil I: Angststörungen und depressive Störungen

Verlag Hans Huber, Zeitschrift für Kinder- u. Jugendpsychiatrie 2008
M. Bachmann1, Ch. Bachmann

Kronmüller, Klaus-Thomas / Polstelnicu, Ilinca / et.al
Zur Wirksamkeit psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen
Studie incl. Wartekontrollgruppe

Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 54 (2005) 7, S. 559-577


ZUR WIRKSAMKEIT VON PSYCHOTHERAPIE BEI DEPRESSIONEN
MARTIN HAUTZINGER
Psychotherapie 3. Jahrg. 1998, Bd. 3, Heft . 1

Das ist ein besonders interessante Metaanalyse mehrerer Studien mit psychotherapeutischer Intervention (kognitive Verhaltenstherapie, interpersonelle Psychotherapie), Kombinationsthp (Psychopharmaka + Psychotherapie), Psychopharmaka allein und Kontrollgruppen (unspez. Placebobehandlung) mit Follow-up Untersuchungen (längste bis bis 2 ½ Jahre) zur Kontrolle von Depressionsrezitiven.
Aus ethischen Gründen wurden Wartekontrollgruppen genommen.
In der Gruppe der milden unipolaren Major Depressions (nach DSM II) zeigte sich oberflächlich kein signifikanter Unterschied zwischen den 4 Gruppen – bei genauerer Analyse wurde jedoch eine höhere Drop-out Rate bei den reinen Pharmako- und den Placebogruppen sichtbar und im Follow-Up eine höhere Rezitivrate.
Über die gesamten Studien hinweg waren signifikant bessere Scores und klinische Beurteilungen und vor allem eine deutlich geringere Rezitivrate bei der kognitiven Verhaltenstherapie und der IP im Follow-Up sichtbar bzw. bei schweren Major Depressions (nach DSM II) bei der Kombinationstherapie und den psychotherapeutischen Verfahren.
 
Hi Joey, kannst du vielleicht nochmals kurz darauf eingehen, inwiefern du über Nebenwirkungen der Psychotherapie aufgeklärt wurdest... was das bedeutet bzw. was du meinst,... worauf du dich beziehst? :)

Die Therapeutin hat mir erklärt, dass sie mich nach bestem Wissen und Gewissen behandeln wird, dass es allerdings natürlich vorkommen kann, dass sie Äußerungem von mir in den falschen Hals kriegt bzw. psychologisch falsch deutet. Sowas kann dann mitunter zur Folge haben, dass sich durch die Gespräche mein Zustand nicht verbessert, sondern verschlechtert. Ebenso deutete sie drauf hin, dass bei einer guten Therapie ja zwischen Therapeut und Patient die "Chemie dtimmen" muss. wenn das nicht der Fall ist, ist die Therapie auch eher schädlich - es kommt allerdings vor, dass es für beide schwer rechtzeitig zu erkennen ist und die Notbremse zu ziehen.

Ich musste auch unterschreiben, dass ich über diese Risiken aufgeklärt wurde - wie bei fast allen medizinischen Eingriffen.
 
Die Methodischen Bedingungen wurden von Ireland schon ausgiebigst dargestellt und verlinkt.
Hier sind ein paar Studien zum Thema "Wirknachweis in der Psychotherapie"

Wirksamkeit psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlungen bei psychischen Störungen von Kindern und Jugendlichen
Eine systematische Auswertung der Ergebnisse von Metaanalysen und Reviews. Teil I: Angststörungen und depressive Störungen

Verlag Hans Huber, Zeitschrift für Kinder- u. Jugendpsychiatrie 2008
M. Bachmann1, Ch. Bachmann

Kronmüller, Klaus-Thomas / Polstelnicu, Ilinca / et.al
Zur Wirksamkeit psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen
Studie incl. Wartekontrollgruppe

Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 54 (2005) 7, S. 559-577


ZUR WIRKSAMKEIT VON PSYCHOTHERAPIE BEI DEPRESSIONEN
MARTIN HAUTZINGER
Psychotherapie 3. Jahrg. 1998, Bd. 3, Heft . 1

Das ist ein besonders interessante Metaanalyse mehrerer Studien mit psychotherapeutischer Intervention (kognitive Verhaltenstherapie, interpersonelle Psychotherapie), Kombinationsthp (Psychopharmaka + Psychotherapie), Psychopharmaka allein und Kontrollgruppen (unspez. Placebobehandlung) mit Follow-up Untersuchungen (längste bis bis 2 ½ Jahre) zur Kontrolle von Depressionsrezitiven.
Aus ethischen Gründen wurden Wartekontrollgruppen genommen.
In der Gruppe der milden unipolaren Major Depressions (nach DSM II) zeigte sich oberflächlich kein signifikanter Unterschied zwischen den 4 Gruppen – bei genauerer Analyse wurde jedoch eine höhere Drop-out Rate bei den reinen Pharmako- und den Placebogruppen sichtbar und im Follow-Up eine höhere Rezitivrate.
Über die gesamten Studien hinweg waren signifikant bessere Scores und klinische Beurteilungen und vor allem eine deutlich geringere Rezitivrate bei der kognitiven Verhaltenstherapie und der IP im Follow-Up sichtbar bzw. bei schweren Major Depressions (nach DSM II) bei der Kombinationstherapie und den psychotherapeutischen Verfahren.

Danke für die Links. :)

Nur zur Erklärung für evtl. Mitleser:
eine Major Depression ist die "psychotische" (den Begriff gibts im DSM nicht mehr, aber darunter können sich viele noch eher was vorstellen) Form der Depression, d.h. mit Halluzination und Wahn einhergehend.
Klinisch kann das so aussehen, daß eine Person mit dieser Form der Depression (unbehandelt) im Bett liegt und definitiv nicht mehr aufstehen kann. Sie kann demnach nichts mehr essen, trinken, nicht mehr zur Toilette und auch nicht mehr aus dem Fenster springen. Sie wäre nach wenigen Tagen tot, wenn nichts geschehen würde (und sowas passiert leider immer wieder).
Eine Kommunikation ist (in der Regel) unmöglich und somit auch irgendeine Form von Psychotherapie.
In diesem Fall ist Medikation unerläßlich, Grundpflege angesagt und u.U. zunächst intensivmedizinische Betreuung (je nachdem, wann dieser Mensch gefunden wird).
Dann - irgendwann - kann man (und der Bedarf ist nicht immer gegeben, weil es ganz unterschiedliche Gründe für diese Krankheit gibt - das zeigt die Diagnostik) mit Psychotherapie beginnen - unterstützt von Medikamenten.
 
Die Methodischen Bedingungen wurden von Ireland schon ausgiebigst dargestellt und verlinkt.
Hier sind ein paar Studien zum Thema "Wirknachweis in der Psychotherapie"

Wirksamkeit psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlungen bei psychischen Störungen von Kindern und Jugendlichen
Eine systematische Auswertung der Ergebnisse von Metaanalysen und Reviews. Teil I: Angststörungen und depressive Störungen

Verlag Hans Huber, Zeitschrift für Kinder- u. Jugendpsychiatrie 2008
M. Bachmann1, Ch. Bachmann

Kronmüller, Klaus-Thomas / Polstelnicu, Ilinca / et.al
Zur Wirksamkeit psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen
Studie incl. Wartekontrollgruppe

Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 54 (2005) 7, S. 559-577


ZUR WIRKSAMKEIT VON PSYCHOTHERAPIE BEI DEPRESSIONEN
MARTIN HAUTZINGER
Psychotherapie 3. Jahrg. 1998, Bd. 3, Heft . 1

Das ist ein besonders interessante Metaanalyse mehrerer Studien mit psychotherapeutischer Intervention (kognitive Verhaltenstherapie, interpersonelle Psychotherapie), Kombinationsthp (Psychopharmaka + Psychotherapie), Psychopharmaka allein und Kontrollgruppen (unspez. Placebobehandlung) mit Follow-up Untersuchungen (längste bis bis 2 ½ Jahre) zur Kontrolle von Depressionsrezitiven.
Aus ethischen Gründen wurden Wartekontrollgruppen genommen.
In der Gruppe der milden unipolaren Major Depressions (nach DSM II) zeigte sich oberflächlich kein signifikanter Unterschied zwischen den 4 Gruppen – bei genauerer Analyse wurde jedoch eine höhere Drop-out Rate bei den reinen Pharmako- und den Placebogruppen sichtbar und im Follow-Up eine höhere Rezitivrate.
Über die gesamten Studien hinweg waren signifikant bessere Scores und klinische Beurteilungen und vor allem eine deutlich geringere Rezitivrate bei der kognitiven Verhaltenstherapie und der IP im Follow-Up sichtbar bzw. bei schweren Major Depressions (nach DSM II) bei der Kombinationstherapie und den psychotherapeutischen Verfahren.

die Mühe kannst du dir bei EinfachMensch/Crossfire sparen...

in der nächsten Diskussion in ein paar Wochen behauptet er wieder dasselbe - das geht seit Jahren so

ebenso wie das hier

Ein gutes Beispiel ist die Gestalttherapie. Genauso unbewiesen wie EMDR. Aber inzwischen kassenzugelassen. Schließlich hat ein Kurs in Gestalttherapie den Therapeuten 15.000 € gekostet.

dem Herrn wurde jetzt mehrfach erklärt, daß das Unsinn ist.

z.B. hier
https://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=4124201&highlight=Gestalttherapie#post4124201


Ich kenne nur die Unterform Psycho-Kinesiologie. Und die wurde von der Therapeutin noch sehr modifiziert und bei mir erfolgreich angewandt.

ja so erfolgreich, daß dank überaus suggestiver Ärmchen-Befragung 'rauskam', daß du Jesus und Buddha warst und eine der Urseelen, die die Welt erschaffen haben.

Lese ich jetzt bei PSIRAM den Artikel über Klinghardt, dann find eich nur: Es wurde kein wissenschaftlicher Beweis erbracht.
Und dann wird eine Verbindung zu Hamer konstruiert, weil Klinghardt Hamer in einem seiner Bücher erwähnt hat. Und zwar in einer Zeit, wo Hamer durchaus noch als Mediziner galt.

Aber, deshalb ist Psychokinesiologie heute als unwirksame, esoterische Methode verschrieen.

Quatsch - auch damit kommst du immer wieder.
Allein die Logik: weil bei Klinghardt Hamer erwähnt wird, als wär Klinghardt der einzige, der damit rummacht, ist Kinesiologie verschrieen. Ja ne ...is klar.
Ich selbst habe Psychokinesiologie als wirksam erlebt (Skeptiker stellen natürlich sofort den kausalen Zusammenhang in frage, wobei sie sich nicht die Mühe gemacht haben, meine Buch über meine Heilung zu lesen).

Ich hab mir die Mühe gemacht, deine hanebüchenen Bücher im Schnellverfahren zu lesen.
Sollten diejenigen, die du alle wegen einer Überprüfung angeschrieben hast auch da reingeguckt haben, wundert mich die reihenweise Ablehnung keineswegs.
Ich empfehle denen, die sich hier nach der X-ten deiner Wiederholungen immer noch die Mühe machen, dir detailliert zu antworten, das auch mal zu tun. Drüberfliegen reicht.

Und ich habe die Methode, auf der Basis meiner Erfahrungen, weiterentwickelt. Dabei fielen auch die esoterischen Bestandteile weg.

Es gibt rd. 70 Fallberichte, davon mehr als 70 % mit positiven Auswirkungen. Interessiert aber keine Forschungsinstitution. Es sei denn, ich finanziere das Ganze.

jo...rund 30 Leute oder so haben dank Ärmchen-rauf-und-runter, deine Jesusstory 'mitgeschrieben' und bestätigt - sehr postitiv - die in ähnlichen Versatzstücken eh so seit Jahren kreuz und quer im IT und diversen Büchern kursiert:D

Sei's drum. Ich leide nicht mehr. Und wer das auch nicht mehr will, kann es an Hand meiner Beschreibung im Internet selbst versuchen.

Nun, das ist ja in zig Threads nachzulesen, wie du über Mobbing klagst, wenn man deine diversen Behauptungen kritisiert und hinterfragt.
Und immer wieder dein Gejammer, daß doch kein Schwein nen paar tausend Euronen, geschweige denn ne halbe Million für deine unglaublich tolle Methode zum Fenster rauswerfen will. Das ist echt gemein. :trost:

Und obwohl auch nicht kommerzielle Werbung in diesem Forum untersagt ist, läßt du keinen Thread aus, um für 'deine Methode' samt deiner
Bücher kräftig Werbung zu machen.
 
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Die Esoterik ist eine Einnahmequelle, was erwartest du ?

Nur, auf dem absteigenden Aste und darum wird so gezetert. Was jemand privat macht, würde nämlich keinen Furz interessieren, auch wenn er um den Couchtisch im Indianergeschrei rumspringen würde. Lass ihn, oder sie, wenn es schön macht.

Wer um den Tisch tanzen will oder esoterische heilmethoden nutzen will, soll das tun. Weder kann noch will ich jemanden groß dran hindern. ich will aber meine Ansichten dazu aufschreiben (durchaus auch in der Hoffnung, zu überzeugen).

Schau dir nur Questico an, war ja Thema hier. Anfangszeiten waren die Gesprächskosten bei 1,99 Euro/min.
Wo sind sie heute ? Gratisgespräche und das meiste verdient daran Questico.

Hat so etwas von Mediamarket, saubillig, finanzierbar für jeden, ohne Aufschlag.

Warum fällt mir nur grad Räumungsverkauf ein. Das letzte Aufbäumen!

Mag sein... ich bin da aber nicht so sicher/optimistisch.

Questico hat ja nicht als Esoterik-Anbieter angefangen, sondern als Telefon-beratungshotline für alle möglichen Themen - u.a. Beratung übers Gärtnern etc. Mit abstand die größte nachfrage bekam aber der Themenbereich Astrologie und esoterische Lebensberatung. Also hat Questico sich darauf spezialisiert.
 
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