Schulmedizin vs. alternative Heilungsmethoden

Aber weiß du, was mich nachdenklich macht, wie viele hier schon in psychotherapeutischer Behandlung waren. Scheint wohl Usus zu werden.

Da hast Du nicht ganz unrecht. Die Fälle von Psychotherapie müssen zwangsläufig mit unserer Gesellschaft zunehmen. Einer der Faktoren, die die Entstehung bzw. Verarbeitung von Traumata (inklusive meiner Mikrotraumata) beeinflussen ist die soziale Einbettung des Menschen. Und diese wird in unserer Gesellschaft immer schlechter. Neue Traumatisierungen ergeben sich durch unsere immer menschenunwürdigere Arbeitswelt.
Der zweite Faktor ist, dass sich heute um wesentlich mehr Themen zielführend gekümmert wird, als das früher der Fall war. Früher war man halt depressiv, begann zu Trinken, hat sich irgendwann vielleicht mal umgebracht. Heute wird versucht auch diesen Menschen zu helfen.


Mich beschleicht da ein ganz ungutes Gefühl, denn die Berufsbezeichnung Psychotherapeut zu erlangen, ist heute noch einfach. 15 Monate Fernstudium mit ein paar Wochenstunden zur Vorbereitung zum HP Psychotherapie.

Einmal grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Wir haben bei uns ja auch die Unterscheidung zwischen Psychotherapeuten, klinischen Psychologen (beides Psychologie-Aufbaustudien) und Dipl. Lebensberatern (separate Ausbildung, 5 Semester).

Der Unterschied ist lediglich: der Lebensberater ist konzentriert auf die praxisrelevanten Dinge im Umgang mit dem Klienten, während das den beiden Schulmedizinischen Richtungen vorhergehende Psychologiestudium sehr viel Theorie (Statistik, Philosophie, psychologische Testung etc.).
Der gesetzliche Unterschied: der Lebensberater darf nur mit nach schulmedizinischen Kriterien "gesunden" Menschen arbeiten.

Was jedoch bei jedem psychologisch arbeitenden Menschen wesentlich wichtiger ist, als die theoretische Ausbildung, ist die Menge und vor allem Qualität an Selbsterfahrung, die er im Rahmen seiner Ausbildung macht.

Und direkt zum Psychologen oder Psychiater, dann hat man was, oder man will was Bestimmtes (Rente, Umschulung usw.) erreichen oder soll konform gemacht werden.

Ja. Die Einstiegsschwelle bei Psycho* ist in der Bevölkerung noch immer sehr hoch, auf Grund des geschichtlich schlechten Rufs der Psycho*.

Psychiatrische Diagnosen werden natürlich immer mehr Mode und sind eine bequeme Form der Arbeitsunfähigkeit.

"konform machen" passiert meistens bei Kindern, gerade bei Indigo- und Kristallkindern, die eben ihre Welt sehr in energetischer Form wahrnehmen.
 
Werbung:
Mappt nur auf Joeys Aussage der "evidenzbasierten" Wissenschaft. Komischerweise sind Marketing und Werbung nur für die eigenen Methoden evidenzbasiert (und das sogar sehr gut), weniger gut, wenn es um die Werbeaussagen geht. Da lebt sie dann plötzlich von Falschaussagen, Übertreibungen, unbewiesenen Behauptungen .... Auch das ist "Wissenschaft"!

Nein, das ist KEINE Wissenschaft. Es ist eine Wissenschaft, diese Sätze zu erstellen - übrigens bedient man sich da auch der diversen Fake-Effekte, die man hier dann absichtlich ausnutzt.

Wobei sich daraus ja auch eine spannende Frage ergibt: Wie viel Wissen braucht die Menschheit eigentlich für ihr Überleben?

Wieviel Musik braucht die menschheit für ihr Überleben? Wieviel Kunst braucht die Menschheit für ihr Überleben? Wieviel Internet braucht die menschheit für ihr Überleben? Alls diese Fragen wirst Du mit "weniger, als wir haben" beantworten können. Und, was lernen wir daraus?

Ja, das hat aber mehrere Ursachen, und nicht nur die Methodik. Auch mit Methodik wurden falsche und unvollständige Denkansätze "bewiesen", die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben.

Und weißt Du auch, wieso es sich als falösch heraus gestellt hat? Waren es Wünschelrutengänger, Pendler oder Channels, die das gesagt haben? NEIN!

Wenn Du der Wissenschaft Lücken im Erkenntnisgewinn vorwirfst, so ist dem gegenüber die von Dir so hoch gehaltene Erfahrung ein einziges sehr großes und sehr tiefes Loch.

Aber das Potential wäre größer, z.B. durch esoterische Mittel, ASW etc. beeinflusst zu werden.

Beleg für diese Behauptung!

Ebenso warte ich immernoch auf einen Beleg für Deine Behauptung mit Wundheilung und energetischer Arbeit. Um einen Beleg aus dem Weg zu gehen, hast Du das zwar schon "Pipifax" genannt etc... aber das befreit Dich nocht davon. Beleghen,. oder zugeben, dqass diese Behauptung auf extrem dünnen Eis steht, und sehr plausibel auf den diversen Fake-Effekten beruhen kann.

Es ist schon niedlich, wie Du so mir nichts Dir nichts einfach Behauptungen in den Raum stellst. Und auch nur im Ansatz zu zeigen, dass sie stimmen, dass sich bei diesen Behauptungen nicht um Suggestion, selektive Wahrnehmung etc.

Für dich mag das eine sensationelle Geschichte sein, innerhalb der Esoteriker ist das eine normale Arbeit ... mit keinerlei Grund es sensationeller erscheinen zu lassen, als es tatsächlich ist. Die Esoterik ist Gott sei Dank in der internen Weitergabe von solchen Geschichten von "Anglerlatein" sehr weit entfernt.

Ja, auf der anderen Seite des Anglerlatein - d.h. weitaus stärker "geanglerlateint", als normal. Gerade auch in der Esoterik wird viel übertrieben (stille-Post-Effekt), Fakten, die den Effekt negieren, ignoriert (selektive Wahrnehmung), suggeriert (Placebo- und Nocebo-Effekt) etc.

Kennst Du z.B. den Fall Pam Reynolds. Eine Frau hatte während einer sog. Stand-Still-OP - eine sehr tief greifende OP, bei der zuerst der Körper unterkühlt wird, der Körper unterkühlt wird und das Blut abgelassen wird - der Patient also eine Weile klinisch tod ist - eine Nahtoderfahrung. Sie macht dabei auch verifizierbare Angaben über den OP-Verlauf. Auf Esoterik-Seiten ist dann immer schön zu lesen, dass sie z.B. das Operationswerkzeug - eine Knochensäge - bis ins letzte Detail beschreiben konnte, und alle Ereignisse, die verifiziert werden konnten während der "Tod-Phase" stattfanden, wo auch keineHirnaktivität gemessen werden konnte. DAS IST FALSCH und auf selektive Wahrnehmung und dem stille-Post-Effekt zurückzuführen. Alleine schon, wenn man sich den Originalbericht von Sabbon anschaut, sieht man die Diskrepanzen in den Geschichten. Die "Tod-Phase" muss nämlich immernoch so kurz wie möglich gehalten werden und wird erst dann eingeleitet, wenn das Aneurysma - um das es hier geht - halbwegs zugänglich ist und der Neurochirurg entscheidet, dass es notwendig ist. Reynolds berichtet davon, wie eine Frau sagte, dass sie nicht an eine leistenaterie rankomme, und ebenso berichtet Reynolds davon, wie sie sieht, wie ihr der Schädel aufgebohrt wird. BEIDES Ereignisse, die weit vor der "Tod-Phase" stattfanden. Ebenso deutet Sabon selbst drauf hin, dass Reynolds beschreibung der Knochensäge (Midas Rex) NICHT bis ins Detail stimmt.
Mit diesen Fakten wird eine Interpretation der Geschichte, die ohne eine Seele, die den Körper verlässt auskommt, wieder weitaus plausibler. Aber diese Fakten, die die Geschichte weniger sensationel machen, werden von den Esoterikern ausgeblendet. Und andere Dinge werden übertrieben. Selektive Wahrnehmung und Stille-Post-Effekt in ihrer Reinform.

Oder, kennst Du die berühmte Geschichte der "100 Affen", wo angeblich Affen auf einer Insel Fertigkeiten erlangten, die eine andere weit entfernte Affengruppe erlernt haben. Sie wird gerne erwähnt, wenn es um "kollektives Bewusstsein" und ähnlichem geht. Auch diese Geschichte erweist sich, wenn man sie genau anschaut als wenig verwunderlich.

Und so geht es mit vielen Geschichten, die auf dem Esoterimarkt so unterwegs sind. Dahinter steckt nicht einmal bewusste Lüge oder böse Absicht. Es sind normale gut bekannte und gut untersuchte Effekte der menschlichen Wahrnehmung und Erinnerung(-sweitergabe). Und wissenschaftliche Methodik hilft diese und andere Fake-Effekte zu reduzieren.

Recht gute Erfolgsberichte mit Personensuche gibt es auch aus der Personensuche in den USA, wenn Esoteriker beigezogen werden.

Die zufälligen Erfolge werden medienwirksam erwähnt, und alle Misserfolge werden dann unter den Teppixch fallen gelassen. Auch das ist ein Fake-Effekt - zumindest so lange, bis Du gut belegen kannst, dass hier wirklich alle Fälle betrachtet werden und die Trefferquote überzufällig groß ist.
 
Überrascht mich schon ein wenig.








Welches Buch?

Über Mängel in der wissenschaftlichen Methodik in der evidenzbasierten medizin - aufgrund wirtschaftlicher Interessen - schreibt Ben Goldacre sehr viel. Seine Bücher sind da sehr lesenswert.

Nur mal schnell meine Quellen:

Zur Wissenschaftlichkeit der Ärzte:

http://blog.gwup.net/2013/10/02/bessere-arzte-bessere-patienten-bessere-medizin/

Und zu den Studien:

http://de.testingtreatments.org/tt-main-text/
 
Man kann schlecht einen "Nebenwirkungskatalog", wie z.B.:
- es könnte zur Trennung kommen/ ihr Partner könnte sie nicht mehr mögen/ sie könnten ihren Partner nicht mehr mögen, jemand könnte jemanden anderes finden ... oder es bleibt, wie es ist
- sie könnten finanziell schlechter/ besser stehen oder es bleibt, wie es ist
- sie könnten ihre Kinder rausschmeißen/ sich besser mit ihnen verstehen oder es bleibt wie es ist
- ihr Blutdruck könnte steigen (oder fallen) oder auch nicht
- sie könnten Freunde gewinnen/ verlieren oder auch nicht
- sie könnten ihren Chef verärgern/ erfreuen oder auch nicht
... und weitere hunderte Punkte (auch der Himmel könnte einem auf den Kopf fallen und das könnte man unter Umständen dem Therapeuten anlasten :D - je nach Perspektive)

Wer sprach hier von einem Katalog? :confused:

Klartext reden, dass das Leben durch die Therapie vollständig umgestürzt werden kann, dass 40% der Psychotherapien beim Patienten wirkungslos bleiben, weitere 10% sogar eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bewirken können... wer weiß das schon?

Nur, wer dazu nachhaltig recherchiert und das tun, wie Du selbst schon sagtest, die wenigsten "Normalbürger".

Wer behauptet, eine Psychotherapie sei immer wirkungsvoll und positiv, irrt sich einfach.

LG
Any
 
Wieviel Musik braucht die menschheit für ihr Überleben? Wieviel Kunst braucht die Menschheit für ihr Überleben? Wieviel Internet braucht die menschheit für ihr Überleben? Alls diese Fragen wirst Du mit "weniger, als wir haben" beantworten können. Und, was lernen wir daraus?

Nix. War nur ein philosophischer Gedanke so im Schreiben ;).

Und weißt Du auch, wieso es sich als falösch heraus gestellt hat? Waren es Wünschelrutengänger, Pendler oder Channels, die das gesagt haben? NEIN!

Weil die dahinter liegenden Modelle eben unvollständig waren.

Wenn Du der Wissenschaft Lücken im Erkenntnisgewinn vorwirfst, so ist dem gegenüber die von Dir so hoch gehaltene Erfahrung ein einziges sehr großes und sehr tiefes Loch.

Das mag sein. Letztendlich läuft es nur auf eines hinaus: Die Wissenschaft hat Lücken, und kann daher nicht eindeutig nachweisen, dass esoterische Methoden nicht funktionieren. That's it.

Ja, auf der anderen Seite des Anglerlatein - d.h. weitaus stärker "geanglerlateint", als normal. Gerade auch in der Esoterik wird viel übertrieben (stille-Post-Effekt), Fakten, die den Effekt negieren, ignoriert (selektive Wahrnehmung), suggeriert (Placebo- und Nocebo-Effekt) etc.

Die zufälligen Erfolge werden medienwirksam erwähnt, und alle Misserfolge werden dann unter den Teppixch fallen gelassen. Auch das ist ein Fake-Effekt - zumindest so lange, bis Du gut belegen kannst, dass hier wirklich alle Fälle betrachtet werden und die Trefferquote überzufällig groß ist.

Tja, genau das nennt sich Marketing ;). Würdest Du ein Produkt basierend auf Marketingaussagen beurteilen?
 
Ein Beispiel: eine verheiratete Frau geht wegen Depressionen in Psychotherapie und währenddessen kommt sie zur Erkenntnis, ihre Ehe tut ihr nicht gut und sie trennt sich. Lebt von da an mit den Kindern alleine und in Armut, weil sie keinen Job hat. Hier ist die Nebenwirkung das wirtschaftliche und psychische Deseaster (Einsamkeit) als direkte Folge der Therapie.

Sowas ist tatsächlich eine Nebenwirkung von Psychotherapie und das wude auch schon untersucht. Die Studien sind lediglich nur Fachleuten zugänglich. Sicherlich nicht ohne Grund.

LG
Any

p.s. ich hatte damals in einer Diskussion mit Ireland dazu begonnen zu recherchieren und war selbst ganz erstaunt.

pps. u.a. hier ein Artikel aus den Medien dazu: http://www.spiegel.de/gesundheit/ps...nnte-risiken-und-nebenwirkungen-a-869344.html


Ich würde eher sagen es ist die Folge ihres Nachdenk prozesses und die Therapie war nur der Auslöser , und als Alleinerzieherin in Armut verbringen
aber in PT gehen ... weiß nicht ob da nicht doch irgendwas geschönt ist .
Wie siehts aus mit Alimenten ?

Eine Frauenfreundschaft ist nichts anderes . Deine beste Freundin kommt zu dir erzählt dir ihr leid und sie trennt sich nach euren Gesprächen mut ihrem Mann -> gleiches Ergebnis .
 
Das da was nicht stimmt? Du ortest also eine Verfehlung des Psychotherapeuten, weil er der Dame nicht gesagt hat, dass sie wenn sie ihren Mann verlässt eventuell mit weniger Geld zurande kommen müsste? (Was ua. bei ihr dann ja auch dazu führen könnte, dass sie bei ihm bleibt, aber bitte) Ernsthaft jetzt? Das klingt irgendwie schon nach "amerikanischen" Verhältnissen ala "Auf der Mikrowelle stand nicht, dass ich darin nicht meine Katze trocknen kann, die verklag ich!"

:D:thumbup:
 
Das ist in meinen Augen absoluter Schwachsinn.

Dass die Frau jetzt mittellos da steht liegt nicht an der Psychotherapie, sondern daran, dass sie in einer Partnerschaft ausharrte, obwohl sie ihr nicht guttat und sich gleichzeitig nicht darum kümmerte, finanziell unabhängig zu bleiben. Deshalb ist sie jetzt völlig verarmt.

Ihre jetzige Situation ist eine Nebenwirkung ihrer jahrelangen Fehlentscheidung und Lethargie.

Aber es gibt immer Leute, die für eigene Lebenssituationen gern anderen die Verantwortung übergeben.

Ich habe selbst oft genug erlebt, dass Frauen und Männer erst während der Therapie den Mut hatten zu artikulieren, dass sie die Ehe nicht mehr aufrecht erhalten wollen. Manche haben sich aber trotzdem nicht getrennt, wobei vielfältige Bedenken, Ängste und Gründe eine Rolle spielten. Und manche haben sich getrennt.

Entschieden haben sie sich selbst.

:thumbup:
 
Ich würde eher sagen es ist die Folge ihres Nachdenk prozesses und die Therapie war nur der Auslöser , und als Alleinerzieherin in Armut verbringen
aber in PT gehen ... weiß nicht ob da nicht doch irgendwas geschönt ist .
Wie siehts aus mit Alimenten ?

Eine Frauenfreundschaft ist nichts anderes . Deine beste Freundin kommt zu dir erzählt dir ihr leid und sie trennt sich nach euren Gesprächen mut ihrem Mann -> gleiches Ergebnis .

Natürlich verantwortet eine Heilmethode auch das, was nicht beabsichtigt geschieht mit dem Patienten.

Es wird sich von den "Heilern" gerne herausgeredet, sie seien nicht verantwortlich, weil "sowas" ja auch ohne PT hätte passieren können. Dann kommt genau das ins Spiel, was Esokritiker den Esos vorhalten: keine Verantwortung übernehmen wollen, für das, was den Menschen dann widerfährt.

Wie gesagt, gravierende einschneidende negative Veränderungen zählen tatsächlich zu den Nebenwirkungen einer PT. Das geht bis hin zum Suizid des Patienten.

LG
Any

p.s. weil Isisis und deiner Meinung nach kann es gar kein Problem mit Esomethoden geben, weil der Patient ja auch so seine Entscheidungen hätte treffen können. ;)
 
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Ein Beispiel: eine verheiratete Frau geht wegen Depressionen in Psychotherapie und währenddessen kommt sie zur Erkenntnis, ihre Ehe tut ihr nicht gut und sie trennt sich. Lebt von da an mit den Kindern alleine und in Armut, weil sie keinen Job hat. Hier ist die Nebenwirkung das wirtschaftliche und psychische Deseaster (Einsamkeit) als direkte Folge der Therapie. [...]

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/psychotherapie-hat-kaum-bekannte-risiken-und-nebenwirkungen-a-869344.html[/url]

Hey, das hatte ich gestern ja total übersehen. Spannende Diskussion!

Natürlich ist es eine zweischneidige Sache. Ich schaue bei solchen Gegebenheiten immer wieder darauf, dass ich auch Informationen zum Umfeld hole und diese zumindest in ihren Konsequenzen mit berücksichtige.

Genauso nehme ich z.B. für eine Paarberatung kein Paar, das nicht bereit ist, sich auch damit auseinanderzusetzen, dass diese Beratung auch zu einer Trennung führen kann.

Was wäre ethisch eher vertretbar? Jemanden in seiner Depression/Opferrolle zu belassen, vielleicht im Spiegel gedemütigt und abgewertet durch den Partner? Oder demjenigen den Weg in seine persönliche Freiheit zu ermöglichen, und damit eben auch den Weg aus einer im Endeffekt sowieso nicht tragfähigen Beziehung zu ermöglichen?

Natürlich gibt es bei der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit einige Nebenwirkungen. Nur - ob dieser Prozess jetzt durch einen Therapeuten angestoßen wird, oder sich möglicherweise auf Grund der eigenen Persönlichkeitsentwicklung über eine längere Zeitspanne von selber ergibt, ist eigentlich egal.

Da ist den Therapeuten wahrscheinlich schon oft vorzuwerfen, dass sie auf das Krankheitsbild und nicht auf den Menschen fixiert sind. Was aber auch in den üblichen 50min Sitzungen praktisch kaum anders geht.
 
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