Schulmedizin vs. alternative Heilungsmethoden

Ich mag dieses 'versus' im Threadtitel nicht - denn es ruft zu Für oder Wider auf. Das wird nicht funktionieren.

Beides ist notwendig - es geht um Integration, Erweiterung, neue Horizonte - Einbezug im Sinne von Ganzheitlichkeit.

Es gibt noch vieles, das wir auf Verstandesebene nicht erklären können - aber es ist schon da, war immer da. Der Raum für (Weiter)Entwick-lung sollte sichergestellt sein, das erfordert aber dass wir offen sind, auch dass wir uns aus einem (gedanklichen) Sicherheitsrahmen herausbegeben müssen/sollen/wollen.
 
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Weil die dahinter liegenden Modelle eben unvollständig waren.

Und auch das wurde jeweils mit hervorragender wissenschaftlicher Methodik gefunden und nicht durch Pendler, Wünschelrutengänger oder sonstwem.

Das mag sein. Letztendlich läuft es nur auf eines hinaus: Die Wissenschaft hat Lücken, und kann daher nicht eindeutig nachweisen, dass esoterische Methoden nicht funktionieren. That's it.

Nicht-Existenzen kann man grundsätzlich nicht nachweisen.

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich nicht, oder stimmt nur das Modell, mit dem gesucht wurde, nicht? Gibt es keine fliegenden Spaghettimonster, oder stimmt nur das Modell, anhand dessem gesucht wurde, nicht? Bewirkt mein Niesen wirklich keine Heilung, oder stimmt nur das Modell nicht. Mit solchen Argumenten machst Du Deine Behauptungen nicht-falsifizierbar, was sie wissenschaftlich erst Recht - und mit ebenfalls guten Gründen - ins Abseits stellt.

Und solange kein Nachweis da ist, gibt es KEINEN guten Grund davon auszugehen, dass da was dran sein könnte. Die Nachweispflicht ist bei den Leuten, die Behauptungen aufstellen, nicht bei denen, die sie anzweifeln.

Tja, genau das nennt sich Marketing ;). Würdest Du ein Produkt basierend auf Marketingaussagen beurteilen?

Wenn ich gut an die Fakten herankomme, die dem ganzen widersprechen, nicht. Und in der Esoterik kenne ich sehr viele Fakten, die derartige Geschichten, wie sie erzählt werden, plörtzlich lächerlich aussagelos machen.
 
Natürlich verantwortet eine Heilmethode auch das, was nicht beabsichtigt geschieht mit dem Patienten.

Ok.

Ein Mensch macht eine Psychotherapie. Nach einer Sitzung geht er nachdenklich nach hause. Dabei ist er so in gedanken, dass er nicht aufmerksam ist und von einem Auto angefahren wird.

Nebenwirkung der Psychotherapie?

Wie stark muss die "Nebenwirkung" kausal mit der Behandlung zusammenhängen?

Es wird sich von den "Heilern" gerne herausgeredet, sie seien nicht verantwortlich, weil "sowas" ja auch ohne PT hätte passieren können. Dann kommt genau das ins Spiel, was Esokritiker den Esos vorhalten: keine Verantwortung übernehmen wollen, für das, was den Menschen dann widerfährt.

Wie gesagt, gravierende einschneidende negative Veränderungen zählen tatsächlich zu den Nebenwirkungen einer PT. Das geht bis hin zum Suizid des Patienten.

Durchaus berechtigt. Allerdings wie weit lassen sich diese Veränderungen kausal auf die Therapie zurückführen?
 
Was wäre ethisch eher vertretbar? Jemanden in seiner Depression/Opferrolle zu belassen, vielleicht im Spiegel gedemütigt und abgewertet durch den Partner? Oder demjenigen den Weg in seine persönliche Freiheit zu ermöglichen, und damit eben auch den Weg aus einer im Endeffekt sowieso nicht tragfähigen Beziehung zu ermöglichen?

Mir geht es nicht um Moral oder Ethik, sondern um Verantwortung des Behandlers ggü. seinen Patienten/Klienten, wie sie hier auch von esoterischen Anbietern nahezu unendlich eingefordert wird. Wo hier gesagte wurde, dass ein Anbieter alternativer Methoden wischiwaschi labert, damit sein Patient glaubt er würde geheilt, genauso wischiwaschi ist ein PT, wenn er seinem Patienten Harmlosigkeit der Nebenwirkungen der Therapie suggeriert.

Das ist oft auch das einzige "Argument", was dann noch kommen kann: die böse Suggestion dem Patienten gegenüber durch den Esoheiler, der den Patienten suggestiv von Arztbesuchen oder medizinischen Behandlungen abhält.

Wenn, dann bitte auf beiden Seiten mit gleichem Maß messen und nicht von einer Seite, die nicht mal heilen darf, mehr abfordern als von denen, die Heilberufe offiziell ausüben dürfen.

Ethik wäre ein neues Thema, finde ich.

LG
Any
 
Ein Beispiel: eine verheiratete Frau geht wegen Depressionen in Psychotherapie und währenddessen kommt sie zur Erkenntnis, ihre Ehe tut ihr nicht gut und sie trennt sich. Lebt von da an mit den Kindern alleine und in Armut, weil sie keinen Job hat. Hier ist die Nebenwirkung das wirtschaftliche und psychische Deseaster (Einsamkeit) als direkte Folge der Therapie.

Sowas ist tatsächlich eine Nebenwirkung von Psychotherapie und das wude auch schon untersucht. Die Studien sind lediglich nur Fachleuten zugänglich. Sicherlich nicht ohne Grund.

LG
Any

Ein Beispiel: eine verheiratete Frau geht wegen Gewalt in der Ehe in Psychotherapie und währenddessen kommt sie zur Erkenntnis, ihre Ehe tut ihr nicht gut und sie trennt sich. Lebt von da an mit den Kindern alleine und in Armut, weil sie keinen Job hat. Hier ist die Nebenwirkung das wirtschaftliche und psychische Deseaster (Einsamkeit) als direkte Folge der Therapie.

Sowas ist tatsächlich eine Nebenwirkung von Psychotherapie und das wude auch schon untersucht. Die Studien sind lediglich nur Fachleuten zugänglich. Sicherlich nicht ohne Grund.
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Was so Fachleuten wie dir dank deiner ständigen Kontakte zu 400-500 echten Wissenschaftlern so alles zugänglich ist, ist voll der Hammer.

Gut, daß du uns mal aufklärst.
 
Ich mag dieses 'versus' im Threadtitel nicht - denn es ruft zu Für oder Wider auf. Das wird nicht funktionieren.

Beides ist notwendig - es geht um Integration, Erweiterung, neue Horizonte - Einbezug im Sinne von Ganzheitlichkeit.

Gerne. Dazu muss aber auch gezeigt werden, dass diese "neuen Horizonte" wirklich wirken. Und das geht nunmal nur mit guter Methodik.
 
Ein Beispiel: eine verheiratete Frau geht wegen Gewalt in der Ehe in Psychotherapie und währenddessen kommt sie zur Erkenntnis, ihre Ehe tut ihr nicht gut und sie trennt sich. Lebt von da an mit den Kindern alleine und in Armut, weil sie keinen Job hat. Hier ist die Nebenwirkung das wirtschaftliche und psychische Deseaster (Einsamkeit) als direkte Folge der Therapie.

Sowas ist tatsächlich eine Nebenwirkung von Psychotherapie und das wude auch schon untersucht. Die Studien sind lediglich nur Fachleuten zugänglich. Sicherlich nicht ohne Grund.
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Was so Fachleuten wie dir dank deiner ständigen Kontakte zu 400-500 echten Wissenschaftlern so alles zugänglich ist, ist voll der Hammer.

Gut, daß du uns mal aufklärst.

Zumal in diesem modifizierten Beispiel... ist das auch eine Geschmackssache, was man dann "negative Wirkung" nennt. Ich wäre lieber arm und Single als in der Beziehung geschlagen dafür und materiel abgesichert.
 
Mathmatik ist eine beschreibende Geistes-Wissenschaft und keine beobachtende Naturwissenschaft.

Die Naturwissenschaften bedienen sich der Mathematik als eine Art beschreibende Sprache. Nichtexistenzen sind deswegen trotzdem pronzipiel nicht beweisbar.

Mathematisch gesehen kann ich eine nichtexistenz doch errechnen. ja, ich kann so gar mit nichtexistenten Variablen rechnen. Beispiel: ein unbekannter, nichtexistenter Mann kauft 10 kg unbekannte nicht existente Früchte zu einem Preis von 2 Euro /Kg. Das sind genau 10 Früchte, weil einer dieser Früchte wiegt 1kg.. Nun isst Herr Nichtexistent jeden Tag 1 Frucht. in 10 Tagen hat er 0 nichtexistente Früchte... ;)

Beweise mir, dass ich keinen unsichtbaren feuerspeienden Drachen in der Garage habe.
Die Schwiegermutter auf Besuch? Wrum steckst du sie aber in die Garage? ;)

Beweise mir, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.
Der Beweis liegt auf der Hand.. Wenn es den Weihnachtsmann nicht gibt, nicht gäbe, dann würde es auch kein Wort geben, den was es nicht gibt, braucht man ja auch nicht zu beschreiben..

Und es gibt eigentlich fast alles, wenngleich manches nicht oder nie für Augen sichtbar und auch nicht für Hände greifbar sein wird.. aber es gibt es,

und das nichts zu beweisen... hm... ist sowieso fraglich.. andererseits, wenn jemand "nichts im Hirn" hat, braucht man gar keine Beweise, das merkt man einfach

Alles Behauptungen, an die Du wahrscheinlich selbst im Traum nicht denken würdest, die sich aufgrund von Beobachtungen und strenger Logik nicht widerlegen lassen.

Darum gilt: Solange etwas nicht gut belegt wurde, besteht kein Grund davon auszugehen, dass es existiert. Und für unplausible Behauptungen gilt das stärker.

wo fängt bei dir das "Gut belegt" werden an, vor allem wer darf Deiner Meinung nach etwas belegen?

Ich kann dir nicht belegen, das ich den Wunsch habe, nächste Woche nach Australien zu fliegen. Aber dieser Wunsch deswegen nichtexistend, nur weil ich ihn nicht für dich belegen kann?
 
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