Also spaßhalber? Mann, da müsste man so einige Behauptungen überprüfen, nicht nur die die der Esoterik

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Wird auch getan. Was meinst Du, womit sich die Wissenschaft so allgemein beschäftigt? Damit, Behauptungen über die Realität aufzustellen und Realitätschecks zu unterziehen.
Und das ganze dient nicht nur dem Spaß, sondern auch dazu, das Wissen der menscheit zu mehren.
Daher nehme ich als Referenz gerne Fälle mit Tieren (wo möglich). Weil diese kaum beeinflussbar sind. Und beim gegenständlichen Beispiel gibt es eine eindeutige Indikation (gefunden/nicht gefunden). Und meine Bekannte ist so vertrauenswürdig für mich, weil selber sehr realistisch eingestellt, dass ich es ihr glauben kann, wenn sie sagt, dass sie 90% der bisher gesuchten Tiere auch gefunden hat.
1.) Tiere sind durchaus auch beeinflussbar.
2.) Auch "realistisch eingestellte" Menschen sind nicht gefeit vor den von mir immer wieder aufgeführten Fake-Effekten. Sonst wäre die methodik in den Wissenschaften nicht notwendig. Das hat nichts mit vertrauenswürdigkeit zu tun - ich bin durchaus überzeugt davon, dass Deine bekannte auch glaubt, was sie so erzählt. Ich bin aber nicht überzeugt, dass sie sich ausreichend vor besagten Fake-Effekten schützt, um aus ihren Berichten irgendwelche Behauptungen über Pendeln, Channeln und was weiß ich, was da so angewendet wird, ableiten zu können.
Da hast Du auch gleich einen impliziten Gegentest drinnen - denn die Besitzer ohne entsprechende Methodik konnten ihr Tier nicht finden.
Das ist schonmal Quatsch. Als ich ein Kind war, ist uns eine Katze zugelaufen. Die eigentlichen Halter haben das Tier gefunden, ganz einfach, indem sie immer weiter rumgefragt haben.
Den Hund von Nachbarn haben wir auch mit einer Nachbarschafts-Suchaktion wiedergefunden, ohne Pendel oder was weiß ich was zu befragen.
Ich kenne meine Wahrnehmung, und weiss ob ich ihr in einem gegenständlichen Fall vertrauen kann. Ich mache ja auch keine Studie dazu, wenn ich "behaupte" draussen regnets. Das ist ein Faktum, das ich wahrnehmen kann, und das aus Erfahrung ziemlich eindeutig ist. Ich wurde auch schon in einigen Fällen überzeugt, die ich eindeutig angezweifelt habe (also kein positiver Bias).
Und durch diese Behauptung so vor Fake-Effekten gefeit zu sein, macht man sich etwas vor.
"Draußen regnets" ist eine plausible Behauptung. Die erfordert keine sehr starken Belege. Wenn eine Behauptung aber wissenschaftlich unplausibel ist - d.h. bisherigen Kenntnissen widerspricht und/oder unnötige Entitäten postuliert - wird die Belegpflicht stärker.
Wenn ich Dir ein Foto von einem Pferd auf der Wiese zeige, wirst Du nicht viel drüber nachdenken.
Wenn ich Dir ein Foto von einem fliegenden Pferd mit flügeln zeige, wirst Du an Photoshop denken und weitaujs stärkere Belege fordern,. ehe Du in Betracht ziehst, dass da alles mit Rechten Dingen zugegangen ist.
Und DAS ist auch richtig so.
Da dann zu sagen: "Ich weiß, was ich wahrnehme, und ich irre mich nicht und habe damit solchen Firlefanz wie gute Methodik nicht nötig" damit macht man sich nur selbst was vor.
Natürlich würde die Trefferwahrscheinlichkeit steigen. Aber es schließt eben eine Einflussnahme des Probanden mit ein.
Und diese erhöhung der Trefferwahrscheinlichkeit würde sich in der Statistik niederschlagen.
Was soll ich selektiv wahrnehmen, wenn ich z.B. monatelang humple, dann gehe ich zum Energetiker, und das Problem ist noch in der Behandlung weg? Natürlich wünsche ich mir, dass das Problem weg ist. Das würde ich bei einem Arzt auch, und würde trotzdem wieder aus der Praxis humpeln, vielleicht um ein Rezept reicher. Beides probiert - kein Vergleich.
Du nimmst uz.B. selektiv wahr, dass es einmal gut geklappt hat und ignorierst und vergisst die Fälle, wo es nicht klappte. Die "gefühlte Statistik" ist damit schonmal gebiast. Dazu kommen dann noch Placebo-Effekt (Suggestion) im positiven Sinne beim Energietiker und im negativen Sinne beim Arzt (so, wie Du hier über die "Schulmedizin" schreibst, kannst Du mir nicht erzählen, dass Du da frei von Nocebo-Effekten bist - denn damit würdest Du Dich eindeutig auch nur selbst täuschen)
Natürlich ist es zum Schaden des Klienten. Denn Klienten gehen nun einmal zum Energetiker. Und wenn dort die Qualität nicht sichergestellt ist, dann ist die Chance für einen Hereinfall größer. Weil sich halt Menschen nun einmal in ihrer Unkenntnis oft überschätzen.
Wäre natürlich eine nette Verschwörungstheorie, dahinter eine gezielte Einflussnahme der Schulwissenschaft zu sehen.
Wenn daran nichts dran ist, dann sind zwischen gelernten und ungelerten Energetikern herzlich wenig qualitative Unterschiede.