Schulmedizin vs. alternative Heilungsmethoden

Der in jedem Fall gefährlich wäre, sobald es in Richtung irgendeiner Heiltätigkeit geht.

Nur was auch den Schulmedizinern, die sich da ggf. die Hände reiben sicherlich nicht klar ist ... im Gegensatz zur Schulmedizin, die ein einfacher "Lerngegenstand" ist, erfordert praktisch jede Arbeit mit Energie eine persönliche Entwicklung (eben die eigenen Blockaden zu lösen). Das schaffen selbst bei den Esoterikern nur sehr wenige.

Und die Blockade in Dir, zu erkennen, dass sie sehr wahrscheinlich auf Suggestion, selektive Wahrnehmung, "Cum hoc ergo propter hoc" und andere Fake-Effekte reinfallen, die sie ja tunlichst nicht ausschalten wollen, wirst Du offensichtlich nie lösen.

Nein? Es war zwar ein kleiner Zweig, aber seitdem - ich glaube - die Bachblüten nicht mehr von Einzelpersonen sondern nur durch die Pharma hergestellt werden dürfen, ist diese Tätigkeit allen anderen verboten (Scherz, kann eh jeder zu Hause machen, aber offiziell verkaufen darf er sie halt nicht mehr).

Aha. Welche große Pharma-Firma stellt denn Bachblüten her? Die sind NICHT evidenzbasierte Medizin - also KEINE Schulmedizin. Sie wurden also NICHT einverlaibt, was Du behauptest geschehen würde.

Das ist richtig. Praktisch jeder Kräutertee ist für irgendetwas nützlich. Nur so lange es Regelungen gibt, dass der Esoteriker schon bestraft wird, wenn er seinen Klienten etwas aufschreibt (weil das nämlich die Ausstellung eines Rezepts ist :lachen: ...) ....

Zeig mir das entsprechende Gesetz.

Ganz einfach, indem man das so tut, wie es Jahrtausende lang auch Menschen geholfen hat. Und das hat mit den Methoden des 150 Jahre alten Kindchens Medizin so gar nichts am Hut.

Hat es denn Menschen Jahrtausende wirklich geholfen? Oder sind sie Jahrtausende auf selektive Wahrnehmung, Suggestion (a la: "das hat schon immer geklappt, also muss es klappen" - auch das suggeriert), Fehlattributionen und anderem reingefallen? Ohne gute methodik wirst Du diese Frage nicht so ohne weiteres beantworten können. Und, wenn die Behauptung gut belegten wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht, so spricht viel für die Fake-Effekte.

Das ist leider nur bedingt so, zumindest dass Forschung dann auch veröffentlicht wird, und sich auch in entsprechenden Produkten niederschlägt. Tatsächlich wird aber an dem geforscht, was am meisten Gewinn für die Pharmaindustrie bringt, denn die müssen ihre hohen Dividenden ausschütten. Wenn also bei der Forschung etwas abfällt, dann eher zufällig als gezielt. Oder nur dann, wenn ein entsprechender Markt da ist.

Ändert nichts dran, dass geforscht wird, und dass dabei im Gegensatz zur Esoterik im Idealfall (Publikationsbias etc. mal beiseite gelassen) Ergebnisse mit guter Methodik bei rauskommen. Wenn mehrere Studien wiederholt positiv ausfallen, die Behauptung plausibel ist und keine methodischen Mängel bestehen, so ist die untersuchte Behauptung wahrscheinlich wahr.

Das sieht man ja auch bei manchen Krankheiten, die einfach pharmakologisch deshalb nicht erforscht werden, weil es viel zu wenige Betroffene gibt, als dass sich das lohnen würde.

Und können Energetiker diesen Menschen besser helfen als mit Placebo, Suggestionen, "cum hoc ergo propter hoc" etc.?

Die Heilerfolge sind sensationell. Aber gerade bei schwereren Krankheiten eher auf internationaler Ebene, aber nicht in Europa. In Europa haben wir nur durch Zufall mal den einen oder anderen High-End Energetiker. Die meisten beschränken sich selber auf Grund der Gesetzeslage. Und wenn geheilt wird, wird sicher nach Aussen nicht viel darüber geredet.

Auch wieder klassische Ausrede. Die Erfolge schnell in die Ferne verfrachten, damit es schön schwer überprüfbar bleibt.

Feldversuch mit 5-10 Probanden klein genug?

Werblindung? Randomisierung?

Joey, mindestens 60-70% der Esoteriker sind Hausfrauen, z.T. aus recht bildungsfernen Schichten! Da liest sich keiner in wissenschaftliche Methodik ein. Wie gesagt, es gibt ganz wenige Energetiker die in der Lage wären, eine Studie korrekt durchzuführen.

Spricht nicht gerade dafür, dass sich die Leute darüber groß Gedanken machen, ob sie ni9cht doch auf die bekannten und von mir immer wieder aufgezählten Fake-Effekte reinfallen - bzw. dass die gedanken über ein Stures "Ich und andere bilden uns doch nichts ein!!!!!" hinaus gehen. Das macht die Behauptungen also nicht weniger fragwürdig.

Studie ohne Kontrollgruppe muss nichts Negatives sein. In manchen Fällen kann man halt keine Kontrollgruppe machen. Wie gesagt, in der Esoterik ist eher ein psychologischer als ein medizinischer Nachweis zu führen.

Auch in der Psychologie gibt es Studien mit Kontrollgruppe. Und sofern sich nicht gut die Zufallstrefferquote theoretisch ableiten lässt, ist die Aussagekraft aus Studien ohne Kontrollgruppe nur extrem begrenzt.

Für diese Schwingung gibt's seit ein paar Jahren Messgeräte. Da bin ich aber auch nicht up to date, was diese technischen Umsetzungen betrifft.

Zeig mir ein Link, wo solche Messgeräte beschrieben werden.

Wie werden sie geeicht/kalibriert?

Was messen sie genau?

Ich bringe die Leute zusammen und schaue die Ergebnisse mit. Was die dann tun und wie sie auswerten ist ihre Sache. Aber ich denke es wird auf Grund der Rahmenumstände eine recht gute Auswertung geben.

Und Dir wurde nicht erzählt, was es für eine Auswertung genau geben wird?

Mir geht es mal nur darum, dass Menschen sinnvoll geholfen werden kann. Und wenn ihnen ein Fake helfen kann, dass sie in ein paar Wochen krebsfrei sind, dann soll es so sein.

Wie weit der Placebo-Effekt Krebs heilen kann, weiß ich nicht. Nehmen wir mal an, dass der Einfluss von Suggestion etc. auf Krebs klein ist. Dann gibt es immernoch diverse Menschen, die im Rahmen einer alternativen Therapie von Krebs geheilt wurden. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Therapie und Heilung ist damit aber NICHT gezeigt. Der Fake-Effekt, dem man hier unterliegt ist "cum hoc ergo propter hoc". Um einen kausalen Zusammenhang nahezulegen muss gezeigt werden, dass die Rate der Heilerfolge größer ist als die Rate der Spontanheilungen.

Es ist also in diesem Fall nicht der Fake-Effekt, der heilt, und der dazu führt, dass ein Mensch (unter vielen Versuchen dann) nach ein paar Wochen krebsfrei ist, sonder der Fake-Effekt sorgt dafür, dass man durch diese Koinzidenz glaubt, es bestünde ein kausaler Zusammenhang dazwischen (der NICHT gut belegt ist).

Kleine Randbemerkung: Das Beispiel Krebs wurde hier von KingOfLions aufgeführt. Wenn ich jetzt darauf antworte heißt das NICHT, dass ich von alternativen Heilmethoden die 100%iger Krebsheilung fordere, um dran zu glauben. Das nur als Ergänzung, falls Any wieder mit ihrem Kopfkino kommt, die Kritiker würden kritisieren, die Esoterik können keine Krebsheilung und auch nicht 100% und alles.

Wenn von Krebheilung gesprochen wird, dann mitunter auch deswegen, weil die Esoteriker und Anbieter esoterischer Methoden diese behaupten (wie hier deutlich zu sehen)l.

Aber trotzdem hat dieses System eben Lücken. Und leider gerade im psychologischen/psychoenergetischen Bereich, wo es sehr schwierig ist Methoden mit einer Kontrollgruppe zu testen. Oder dann, wenn eben das Modell fehlt, warum oder wie etwas passiert, und was die korrekten Rahmenbedingungen für einen Test wären.

Lieber ein System mit kleinen Lücken als ein System, das eine einzige große Lücke ist.

Und zu dem Modell habe ich schon sehr viel Stellung bezogen. Wozu von einem fehlerhaften Modell ausgehen, wenn
  • in "freier Wildbahn" angeblich die Erfolgsquote so hoch ist - da müssen die Anbieter/Behaupter ja alles richtig machen
  • dennoch herzlich wenig Studien mit guter Methodik das behauptete Phänomen belegen
...?
 
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Hm, mag sein, dass manche KL so arbeiten. Ich habe hier das Problem, dass ich mit so Allgemeinsätzen nix anfangen kann. So arbeite ich nicht. Auch Zukunftstendenzen spielen eine sehr untergeordnete Rolle, trotz diverser Meldungen á la "das hat sich genau so zugetragen, wie du geschrieben hast".

Was wären denn so Sätze, die Du sagst/schreibst?

"Kann geholfen werden oder nicht" ist für mich nicht unbedingt der richtige Satz. Die überwiegende Anzahl der Kunden will keine Hilfe, sondern Antworten = Vorhersagen à la "ja/nein", "dann und dann passiert dieses oder jenes" usw. Darum habe ich ja von Neugier-Fragen geschrieben. Jemand, der Hilfe möchte, fragt ganz anders.

Mit "kann geholfen werden" meine ich, dass den Klienten überzufällig oft richtige Aussagen gegeben werden.

Ganz ehrlich, Joey? Ich glaube nicht, dass das funktioniert. Beim sogenannten Rundumblick nicht, wo es um allgemeine Aussagen zu verschiedenen Themen geht (vermutlich zu allgemein, da würde ich als Proband schon mal sehr unsicher werden, was denn nun "meine" Prognose sei) (...)

Ich dachte, Du arbeitest nicht mit Allgemeinsätzen? Was sind Allgemeinsätze anderes als Sätze, die einfach oft passen, so dass der Kunde unsicher wird, wenn ihm verschiedene angeboten werden?

(...), und bei Legungen auf ein bestimmtes Thema bezogen auch nicht, weil die innere Schwingung des Kunden zum Zeitpunkt der Anfrage bzw. des Anrufs anders ist als weiss ich wann später. Das alles ist sehr situationsabhängig bzw. spielt die Tagesverfassung eine Rolle. Was zum Zeitpunkt der Kartenlegung auf der Seele brennt, kann innerhalb von Stunden schon wieder ganz anders sein, und die Schwingung ist eine völlig andere. (...)

Und was bringen dann in diesem Kontext Legungen?

(...)Ich persönlich halte nicht viel von Zukunftsvorhersagen. Da kommt zwar immer mal wieder etwas davon in die Auswertung, aber die Hauptarbeit ist eine andere. Und ich weise jedes Mal darauf hin, dass man Zukunftsvorhersagen nicht zuviel Gewicht geben soll. "Mensch" gestaltet seine Zukunft selbst, ob bewusst oder unbewusst.

Das Experiment wäre auch modifizierbar und muss nicht Zukunftsprognosen beinhalten - auch mit Persönlichkeitsanalysen bzw. Aussagen über Menschen allgemein lässt sich sowas machen.

Wenn die Aussagen zu wenig konkret sind, als dass ein Mensch die für sich erstellte Aussage (im Nachhinein) entdecken kann... was bringen dann die legungen?

Wenn die Aussagen konkret genug sind... warum fallen herzlich viele Menschen bei Versuchen, wie ich sie hier beschrieben habe, durch?

Ich war auch eine Zeit lang bei Lines tätig. Habe sehr viel gelernt, vor allem darüber, wie man es NICHT macht. :D Insofern bin ich dankbar für diese Zeit, war für meine Entwicklung durchaus wichtig. Der Buchtitel gefällt mir nicht, ich empfinde ihn als provokant (war vermutlich auch so beabsichtigt). Erleuchtung hat mit Kartenlegen nichts zu tun. Kartenlegen, wenn es beruflich gemacht wird, ist eine Dienstleistung, sonst nix. Auch wenn sie durchaus gewisse Qualitäten erfordert.

Natürlich ist der Buchtitel Provokation. Na und?
 
Joey schrieb:
Was wären denn so Sätze, die Du sagst/schreibst?

Ich schreibe situationsbezogen, klar und deutlich. Einzelne Sätze irgendwo aus einem Kontext zu reissen, halte ich für nicht zielführend, und eine mehrere A4-Seiten lange Auswertung werde ich hier sicher nicht widergeben.

Joey schrieb:
Mit "kann geholfen werden" meine ich, dass den Klienten überzufällig oft richtige Aussagen gegeben werden.

Für mich sind richtige Zukunftstendenzen/-prognosen zweitrangig, da steht was anderes im Vordergrund. Ob da jetzt eine Aussage überzufällig ist oder nicht, ist nicht wirklich relevant. Jede Beratung ist einzigartig, genauso wie der betreffende Mensch einzigartig und individuell ist. Nicht vergleichbar mit zig anderen, sonst wäre es ein Leichtes, Pauschaltexte zu schreiben, die bräuchte man dann nur noch auszudrucken - anstatt sich jedes mal von Neuem viele Stunden lang hinzusetzen daran zu arbeiten.

Joey schrieb:
Ich dachte, Du arbeitest nicht mit Allgemeinsätzen? Was sind Allgemeinsätze anderes als Sätze, die einfach oft passen, so dass der Kunde unsicher wird, wenn ihm verschiedene angeboten werden?

Solche, wie du sie als Beispiel angeführt hast, á la "Sie sind naturliebend" (no na, das sind in irgendeiner Form wohl die meisten). oder "Sie sind von Natur aus ein fröhlicher und positiver Mensch." (Wer hört das nicht gern?)

Nein, ich arbeite auch nicht damit, ich arbeite mit spirituellem Hintergrundwissen, mit Ursächlichkeiten, mit den Informationen, die in den Energiefeldern des Betreffenden gespeichert sind, usw. Will ich nicht näher ausführen.

Joey schrieb:
Und was bringen dann in diesem Kontext Legungen?

Tja, das ist mit ein Grund, warum ich die Line-Arbeit wieder aufgegeben habe. Weil das nicht *meins* ist, weil ich nicht wirklich Sinn darinnen sehe. Ist ganz leicht, eben mal bei einer Line anzurufen, aus einer momentanen "Laune" - Befindlichkeit - heraus. Dann führt man ein positives Telefongespräch, und schon geht's wieder besser. ;)

Joey schrieb:
Das Experiment wäre auch modifizierbar und muss nicht Zukunftsprognosen beinhalten - auch mit Persönlichkeitsanalysen bzw. Aussagen über Menschen allgemein lässt sich sowas machen.
Wenn die Aussagen zu wenig konkret sind, als dass ein Mensch die für sich erstellte Aussage (im Nachhinein) entdecken kann... was bringen dann die legungen?
Wenn die Aussagen konkret genug sind... warum fallen herzlich viele Menschen bei Versuchen, wie ich sie hier beschrieben habe, durch?

Solche Legungen sind keine Charakterbeschreibungen, wie etwa Astrologie usw., sondern Situationsbeschreibungen. Je mehr und ausführlicher ein Thema beleuchtet wird, umso weitreichender kann der Kunde damit etwas anfangen, er hat einen Wegweiser an der Hand. Mach zum selben Thema z.B. 3 Wochen später nochmal eine Legung, werden die Ergebnisse nicht mehr ident sein - weil der Mensch sich jederzeit verändert, seine Schwingung sich verändert usw. WENN schon Rat "von Karten" einholen - dann mit diesem Rat auch arbeiten. Dann hat der Kunde das für sich beste Ergebnis (kompetente Kartenlegung vorausgesetzt).

Joey schrieb:
Natürlich ist der Buchtitel Provokation. Na und?

Nix und. Provokation hab ich hier im Forum genug, ich muss mir das nicht in Buchform auch noch geben.

Wenn in Bezug auf Esoterik/Heiler usw. von Wissenschaftsseite her der Zeiger auf "negativ" steht, dann sei es so. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Menschen durchaus geholfen werden kann in ihrer Situation.

LP
 
Darf ich dir beim Thema Kartenlegen mal ein bisschen unter die Arme greifen? Denn da klingt aus deinen Fragen sehr viel Unkenntnis.

Da gibt es z.B. selbsterfüllende Profezeiungen, d.h. das Ereignis tritt aufgrund der Prognose ein, und nicht, dass die Prognose das Ereignis vorhersieht.

Ja, passt. Grundsätzlich wäre ein Test mit aufgeschriebener Frage und geheimer Antwort möglich.

Hot und Cold Reading betrifft Menschenkenntnis, womit man auch schon sehr viel ablesen kann.

Im Kartenlegen gibt's 2 Ebenen. Grundsätzlich sollte der Kartenleger nur auf Grund der Frage legen und das Bild auch ausschließlich auf Grund der Karten interpretieren. Kartenleger die spirituell entwickelt sind verwenden dann noch zusätzlich Channeling um die Informationen zum Kartenbild zu ergänzen.

Und Barnum-Effekt sind Aussagen, die super-speziel klingen, aber näher betrachtet auf fast alle Menschen zutreffen. Wie z.B.: "Du bist sehr nachdenklich, kannst Dich aber in richtiger Gesellschaft auch gehen lassen." oder: "Du liebst die Natur."

Bei einer solchen Antwort wäre das so ungefähr mein letzter Besuch bei diesem Kartenleger gewesen ;). Das ist Jahrmarktswahrsagerei.

Angenommen ein Klient würde erst nach einem halben Jahr die Prognose eines Kartenlegers und eine zufällige Prognoese über diesen Zeitraum bekommen. Glaubst Du, dass er bei seriösen und/oder guten Kartenlegern überzufällig oft die richtige Prognose wählt - d.h. die, die der Kartenleger erstellt hat?

Das Problem ist weniger von Seiten des Kartenlegers, sondern auf Seiten des Klienten. Der Kartenleger gibt natürlich einen Verlauf vor, mit dem der Klient jetzt Ereignisse aus seinem Leben matcht. Und dort wird es dann interpretativ, gerade bei sehr abstrakten Fragen.
"Du wirst die Liebe deines Lebens innerhalb des nächsten Jahres kennenlernen" - Gut, was ist das Ergebnis? Klient wird jetzt intensiv nach der Liebe seines Lebens Ausschau halten. Und sie vielleicht auch finden. Oder wird sie nicht finden, dann kann man immer noch sagen, er hat sie gefunden, aber nicht gesehen. Und schlussendlich hat eine Vorhersage über 1 Jahr hinweg nurmehr eine Eintrittswahrscheinlichkeit von etwa 70%.

Anders sind z.B. konkrete Fragen. Eine Freundin hat einmal einen entlaufenen Hund gesucht. Vorabklärung mit den Karten ob der Hund noch lebt und es ihm gut geht war positiv. Lokalisierung ausgependelt über dem Stadtplan. Verifikation über Remote Viewing. Der Hund wurde innerhalb der ausgependelten Häuser gefunden, war von einem Ehepaar aufgenommen und gefüttert worden.
Das ist dann Kombinationstechnik, wie sie gute Wahrsager heute verwenden.

Ja, wie ich schrieb: Man kommt mit der eigenen Unsicherheit nicht klar und wünscht sich Antworten, die über ein "vielleicht... vielleicht auch nicht." hinaus gehen.

Sehr viele Fragen beim Kartenlegen drehen sich um bestimmte Ereignisse oder Verläufe im Leben. Bei jenem Personenkreis der der Sucht anheimfällt sind es eher Unsicherheit, Entscheidungsschwächen, Kontaktarmut, Lebenszweifel.

Und? Kann den Menschen überzufällig gut geholfen werden? Ist eine Beziehung überzufällig oft zum Scheitern verurteilt, falls es der berater so in den Karten (oder wo auch immer) sieht?

Ich denke ja, wenn der Kartenleger wirklich gut ist. Wobei ein Nachweis hier sicher nur über konkrete und eindeutige Fragen möglich wäre. Beim Rest wäre weiterhin ein unbeweisbarer Interpretationsspielraum gegeben.

Wieso ist das wurscht? Es ist essentiel, um den Erfolg von Kartenlegern (medien etc.) zu erklären ohne übersinnliche (oder wie auch immer man das nennen will) Bereiche in Anspruch nehmen zu müssen. Wer also behauptet z.B. aus den karten etwas überzufällig gut ablesen zu können, muss zeigen können, dass er/sie es besser kann als selbsterfüllende profezeiungen, sowie Hot und Cold Reading es schaffen.

Auch dabei kommt es auf die Frage an. In der persönlichen Beratung erfolgt natürlich parallel die Wahrnehmung der psychischen Dispositionen des Klienten (kann auch, wenn auch schwächer, am Telefon oder in einer Mail wahrgenommen werden). Auch die Fragestellung gibt schon eine gewisse Indikation.
Selbst meine Lehrerin regelt daher die Rahmenumstände eher in einem Coaching, und beantwortet in diesem Rahmen nur konkrete auftretende Fragen über die Karten.

Dann wäre es kein Problem das in einem gut verblindeten test unter Beweis zu stellen: Einer Gruppe von Menschen werden zwei Prognosen erstellt - eine echte und eine halbwegs plausible zufällige. Am ENDE eines gewissen Zeitraumes kriegen alle Teilnehmer beide Prognosen und sollen auswählen, welches ihre Prognose ist. Glaubst Du, sie schaffen es überzufällig oft?

Da hast Du im Test aber schon einen Bias bei der Kontrollgruppe über die psychische Wahrnehmung dabei.
Besser wäre hier, eine Frage schriftlich zu stellen und blind beantworten zu lassen. Dadurch würde es nur ein Restrisiko im Gemeinschaftsbewusstsein geben, über das eine gefakte Antwort über die Wahrnehmung des falschen Propheten ebenfalls richtig sein könnte (einfache Intuition).

Was überhaupt bei Wahrsagen zu berücksichtigen ist: Grundsätzlich könnte jeder Mensch auch für sich selber wahrsagen. Für sich selber funktioniert die Intuition meistens nicht so gut, da eben von den eigenen Wünschen überlagert. Daher geht man zu dem neutralen Wahrsager, der eben diese eigenen Wünsche ausschließt (soferne er das selber kann).

Oder - statistisch etwas empfindlicher - sie kriegen alle echten Prognosen aller Teilnehmer und sollen ihre Prognose da raussuchen.

Das ist eine andere Technik und nicht mehr Karten legen!

Schau Dir mal das Buch "Erleuchtung gefällig" von Bernd Kramer an. In einem Selbstversuch hat er sowohl an Esoterik-Seminaren teilgenommen als auch sich als berater in einer (wenn auch kleineren) Hotline eingeschleust. Mit dem Qualitätsbewusstsein seiner Kunden scheint es nicht weit her zu sein - er hat viele gute Kritiken bekommen. Und das obwohl er nicht das behauptete kann (und im Buch auch nicht behauptet).

Gerade die Hotlines haben sehr oft sehr schlechte Leute. Selbst ein Praxisnachweis sagt noch nichts darüber aus, ob die Leute das wirklich können, und sich sowohl in den ethischen als auch technischen Grenzen des Verfahrens halten. Selbst berühmte "professionelle" Wahrsager arbeiten mit allen Fake-Mitteln (z.B. die berühmte Aussage 3 Wochen/3 Monate/3 Jahre). Alleine schon eine Vorhersage über 3 Jahre ist unseriös (Wahrscheinlichkeit 50%). Aber es vergrössert natürlich den Zeitraum in der ein passendes in die Voraussage interpretierbares Ereignis auftreten kann.
 
Generalisierte Angststörung wird zuerst it PT behandelt führt da szu keienm Erfolg erst dann gibt es Pillen -> Onkel Wiki fragen .

:D, vielleicht mal professionellere Seiten konsultieren, wenn's schon Internet sein soll?

Weisst du was geralisierte Angststörungen überhaupt sind ?
NAgst vor Spinnen Bienen oder sontiges Getier fällt da nicht hinein .

Kenne ich die Angststörung deines Freundes? Es war generell von Angststörungen die Rede ... und bei denen gibt's halt auch Pille. Z.T. auch wegen zusätzlicher verursachter oder paralleler anderer Störungen.

Nein aber begriffen was sie tun und wie sie wirken hast du auch nicht .

:lachen: No ja, ich hab' meinen Abschuss. Du auch?

Wenn du das nicht sehen kannst dann so leid es mir tut
bist a dummer Mensch.

Und wenn nochmal sowas kommt, dann wars die letzte Mail. Ich ersuche dich um respektvollen Umgang.
 
guten morgen an alle ;)

hier einige links zu der behandlung von generalisierten angststörungen:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/137451/Generalisierte-Angststoerung-Diagnostik-und-Therapie

http://www.institut-avm.at/ratgeber/angst/angst9.html

http://www.tellmed.ch/tellmed/Fachl...agnose_und_Behandlung_der_Sorgenkrankheit.php

ich denke man kann nicht aus einzelfällen schliessen wie solche ängste behandelt werden können/sollen/werden... jeder reagiert anders...

ich kenne aus meinem umfeld nur die behandlung mit therapie und medis kombiniert, ob dies nun sinn macht oder nicht sei dahin gestellt.... die medis wurden jeweils gleich in den ersten stunden "angeboten/aufgedrängt"... ect...

liebe grüsse petra

Ich pick mit den Link zum Ärzteblatt (und das betrifft ausschließlich die Diagnose GAS und NICHT die anderen Angststörungen!) mal heraus. Das Fazit lautet:

Vergleich einer Psychotherapie mit einer medikamentösen Behandlung

Es gibt kaum Daten zum Vergleich von Psycho- und Pharmakotherapie bei der GAS. In zwei kleinen Studien mit methodischen Problemen konnte kein Unterschied zwischen beiden Therapiemodalitäten gefunden werden; die Kombination von KVT und Diazepam war wirksamer als Diazepam allein (e13, e23). Aus diesen Studien können keine Rückschlüsse auf die Kombination einer Psychotherapie mit den derzeit empfohlenen Medikamenten gezogen werden. Da aber beide Behandlungsformen wirksam sind und vergleichbare Effektstärken haben, spricht nichts gegen eine Kombination. Bei der Überlegung, ob ein Patient eine psychotherapeutische oder pharmakologische Behandlung oder beides erhalten sollte, sind neben Wirksamkeitserwägungen folgende Aspekte für die Indikationsstellung wesentlich: Präferenz des Patienten, unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Wirkungseintritt, Schweregrad der Erkrankung, Komorbidität, Ökonomie, Zeitfaktoren, Verfügbarkeit von Psychotherapien und Qualifizierung des Therapeuten. In der Praxis wird häufig die Pharmakotherapie gleich begonnen, während sich bei der KVT selbst in Orten mit guter Versorgungslage oft mehrmonatige Wartezeiten ergeben (20). Wenn GAS mit einer komorbiden Depression einhergeht, sollte auf eine antidepressive Pharmakotherapie nicht verzichtet werden
(21).



Die Quelle "Ärzteblatt" hat einen anderen Blickwinkel (und den will ich nicht angreifen, nur verdeutlichen) als psychotherapeutische Quellen (ein Psychiater ist ein Arzt, ein Psychotherapeut kann auch ein Arzt sein, aber auch ein Psychologe - beide Gruppen haben unterschiedliche Perspektiven).

Ich habe fett gemarkert, was ausschlaggebend für die Überlegung bzgl. Therapie ist - wie bei allen anderen Krankheiten spielt nicht nur isoliert die Diagnose eine Rolle, sondern zahlreiche weitere Faktoren!
Je nachdem, wer (meist recht zufällig) der erste Ansprechpartner für den Betroffenen ist und wie der Betroffene aktuell (in dieser Situation und das ist ne problematische Sache) seine Probleme schildert, wird sich die Therapie gestalten.
Jeder Angstkranke hat Phasen/ Situationen, in denen er meint, es nicht mehr aushalten zu können - es wäre unethisch, ihm dann ein Medikament vorenthalten zu wollen.
Hat er jedoch erstmal die Erfahrung gemacht, daß ein Medikament gut wirkt, wird seine Bereitschaft zur Psychotherapie (die leider oftmals noch mit diversen Unsicherheiten/ speziellen Ängsten/ Peinlichkeiten assoziiert und Zeitaufwand verbunden ist) sinken.
Die große Gefahr ist, daß man sich so seine Abhängigkeiten (es müssen nicht einmal die stark süchtig machenden Medikamente sein) "heranzüchtet" - das Problem medikamentös, aber nicht kognitiv angeht.

Da spielt das komplexe Thema rein, daß viele Normalbürger die Kognition haben: für alles gibt es ne Pille und "gut is" (das wäre ein riesiges Extrathema, das man nicht in wenigen Sätzen abhandeln kann: welche Kognitionen haben Menschen bzgl. Gesundheit und Zufriedenheit - darf man nie Angst, nie Kopfschmerzen, nie Traurigkeit haben ... muß man immer gleich ne Pille/ nen Kräutertee usw. nehmen und/ oder nen Ansprechpartner/ Ratgeber haben oder gehört sowas einfach zu jedem normalen Leben dazu und ein erster Schritt wäre, das auch akzeptieren zu können ... automatisch ändert sich schon was ... ).

Wenn eine Angststörung mit einer weiteren schwerwiegenden Erkrankung (im Text wurde die Depression genannt und acuh davon gibt es mehrere Formen) ist der Fokus wieder ein ganz anderer.

Bei stationären Psychotherapien wird (wenn irgend möglich und soweit wie möglich) generell auf Medikamente bei "isolierten" Angststörungen verzichtet - viele der genannten zu bedenkenden Punkte, die im Text genannt werden, fallen aufgrund des Settings weg.
 
Mein Gott.
Wenn jemand anfängt sich tot zu ritzen gibt es neben freiheitseinschränkenden Maßnahmen auch die Möglichkeit eines starken Sedativums (Beruhigungsmittel) man könnte natürlich auch versuchen ihm lieb zuzureden. Vielleicht hört er ja dann auf. Aber wenn nicht, dann ist er tot.
 
Mein Gott.
Wenn jemand anfängt sich tot zu ritzen gibt es neben freiheitseinschränkenden Maßnahmen auch die Möglichkeit eines starken Sedativums (Beruhigungsmittel) man könnte natürlich auch versuchen ihm lieb zuzureden. Vielleicht hört er ja dann auf. Aber wenn nicht, dann ist er tot.

äh :confused: ... es geht momentan ausschließlich um Angststörungen und die haben mit Ritzen wenig zu tun.

Psychotherapie ist für Dich "lieb zureden"? (aha ... )
 
Was wünsch ich mir zu Weihnachten?

Eine randomisierten Doppel-Blind-Studie mit Placebo-Kontrolle eines psychotherapeutischen Verfahrens, z. B. EMDR. Und diese Studie muss methodisch so einwandfrei sein, dass selbst Joey dazu okay sagt.

Dann sind wir im Bereich Psychotherapie endlich im Bereich wissenschaftlicher Evidenz angelangt.

Aber, das Christkind gibt es auch nicht.
 
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äh :confused: ... es geht momentan ausschließlich um Angststörungen und die haben mit Ritzen wenig zu tun.

Psychotherapie ist für Dich "lieb zureden"? (aha ... )

Nö, ist es nicht. Schrieb ich auch nirgendwo.
Wie dem auch sei:

Ich wollte nur auf eine Sache hinaus, die du selbst schon aus dem Ärzteblatt zitiert hast:

Je nachdem wie stark ausgeprägt die Angst ist, sollte man vielleicht Medikamente nehmen.

Ich sprach nur vom Ritzen, um das zu verdeutlichen wie notwendig es sein könnte Medikamente zu geben / zu nehmen.
 
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