Und warum sind da noch keine positiven Testresultate irgendwo veröffentlicht, die noch weitere Kriterien wissenschaftlicher Methodik gehorchen?
Möglicherweise, weil es noch niemanden interessiert hat? Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass irgendein Mediziner seine Diagnosen deshalb aus den Karten beziehen würde.
Wie oft klappt sowas, und wichtiger wie oft klappt es nicht?
Die Fälle die ich kenne haben alle geklappt (no na net, mit den Misserfolgen geht keiner hausieren). Die wenigen Leute die ich kenne können das auch, und haben nahezu immer Erfolg. Das hängt aber auch von der Persönlichkeit des Kartenlegers ab, eben nur solche Fälle anzunehmen die auch eine vernünftige Chance haben. Das ist eine Sache der klaren Zielformulierung, der Konkretisierung von Fragen ... da muss man ein bisschen mehr können, als nur Karten legen.
Und wo sind dann die Experimente mit guter Methodik, die das belegen? Methodisch kein großes Problem zu erstellen und ethisch ebensowenig
Nochmal, wozu? Damit ein paar Wissenschaftler befriedigt sind?
Es geht ja darum zu sehen, ob der Klient überzufällig oft die richtige Antwort wählt. Ohne Kontrollgruppe - die Du hier klammheimlich abschaffen willst - ist die Auswertung unmöglich und die Aussagekraft von "Oh ja, das passt 100%", wenn die Klienten die Antworten sehen, ist wieder denkbar gering, wenn nicht eben auch die Möglichkeit getestet wurde, wie oft sie das zu texten sagen, die nicht speziel für sie angefertigt wurden.
Ich will gar nichts klammheimlich abschaffen. Ich sage lediglich, dass es auch einen Einfluss auf die Kontrollgruppe geben kann, der uns derzeit noch nicht bekannt ist, und daher zu einem Fehler in der Studie führen würde.
Ein Studiendesign: Ein Kartenleger ertsellt verschiedene Texte für alle Klienten. Ein Fake-Kartenleger erstetllt Fake-Texte. Nach einem gewissen Zeitraum wird jeder Versuchsperson beide Versionen gezeigt, und sie soll sagen, welcher Text die bessere Beschreibung des Zeitraumes, der Persönlichkeit oder was auch immer war.
Das wäre grundsätzlich möglich.
Ein anderes Studiendesign: Ein Kartenleger erstellt texte für jeden Teilnehmer. Jeder Teilnehmer bekommt ALLE teste und muss da heraussuchen, welcher text für ihn/sie geschriebn wurde.
Da könnten mehrere Texte zutreffen. Weil hier eben die Interpretation des Klienten mit getestet wird, und nicht nur die Leistung des Kartenlegers.
Und gerade die Hotlines haben uach viel Erfolg, und die Kunden sind begeistert davon. Ist das Kundenurteil da plötzlich nichts mehr wert, obwohl Du es an anderer Stelle schon als angeblich unschlagbares Argument angeführt hast?
Z.B. ist der Unterschied, dass ich beim Kartenlegen mit einer Problemstellung komme, und einen Hinweis für die Richtung haben möchte, in die es gehen kann. Dagegen zum Energetiker komme ich mit einem psychischen oder physischen Problem, das einen klaren Output (Heilung/keine Heilung) hat.
Eben, der "Praxisnachweis" sagt rein gar nichts darüber aus. Nur mit guter wissenschaftlicher Methodik kann man da evtl. aussagen machen. Und solange da die reproduzierbar positiven Effekte ausbleiben, gibt es KEINEN Grund davon auszugehen, dass da mehr dran sein könnte als Barnum-Effekt, Cold Reading, Hot Reading, selbsterfüllende Profezeiungen, Suggestion, selektive Wahrnehmung etc.
Natürlich, und auch mit Prüfungen im Rahmen der Ausbildung. Nur diese Handhaben haben die Esoteriker genau nicht. Denn ich buche ein Seminar, und kann das dann als Gewerbe ausüben, ob ich es kann oder nicht. Und das ausbildende Institut hat keinerlei Handhabe.
Schau, wie läuft es denn? Früher war im österreichischen Gewerberecht definiert, dass man den Energetikerschein erst mit Reiki II bekommt. Was bedingt, dass ich von einem Lehrer überhaupt für die Ausbildung angenommen werde, d.h. im Idealfall meine Entwicklung die für den 1. Grad angestrebt ist erreicht habe und die entsprechenden ethischen und fachlichen Voraussetzungen und die persönliche Verantwortlichkeit mitbringe. Habe ich das nicht, dann bekomme ich auch keinen Gewerbeschein.
So, jetzt kommt die g'scheite Wissenschaft, und redet dem Gesetzgeber ein, dass das ja eh alles unwirksam ist. Was ist die Folge?
Reiki wurde vollständig freigegeben. Heute kann ich in Ö jederzeit Reiki anbieten, egal was ich tatsächlich kann. Ein echter Erfolg der Wissenschaft! Und leider zum Schaden der Klienten.