Endlich mal eine vernünftige diskussionsgrundlage.
Talen schrieb:
Ich lebe in der Gegenwart, immer!
Ich kenne aber anhand meiner Erinnerungen meine Vergangenheit oder die Vergangenheit aus meiner Sicht. Die Zukunft wird erschaffen durch meine Gedanken, Taten, Zusammenkünfte, Entscheidungen, also alle mir bewussten und unbewussten Ereignisse aus der Vergangenheit und Gegenwart. Ich lebe aber trotzdem in der Gegenwart.
Bist du dir da absolut sicher ??? - Was ist GEGENWART.
Was verstehst du darunter. Sicher ich lebe *hier* auch in der Gegenwart.
Aber wo bin ICH da eigentlich wirklich drauf ausgerichtet, jeder Gedanke ist in seiner Entstehung doch schon wieder Vergangheit auch wenn ich mich mit dem JETZT beschäftige.
So, und den größten Teils unsere Lebens befinden wir uns in Gedanken mit denen wir dann *Gegenwart* definieren, in der Vergangenheit rumhängen oder uns die Zukunft ausmalen.
Da sind wir zwar in *der* Gegenwart aber nicht wirklich im Hier und *JETZT*.
Ich weiß nicht, ob ich dich hier richtig verstanden habe.
Würde das bedeuten, wenn ich meinen Fokus nicht auf die Zukunft sondern auf die Gegenwart auf das Jetzt lenke, wird die Transformation zustande kommen?
Also wenn ich das Jetzt hier und tatsächlich jetzt bewusst wahrnehme und keine Gedanken über die Zukunft verschwende, werde ich mein Bewusstsein transformieren?
Vom Ansatz her ja.
In dem Augenblick wo du wirklich
JETZT erlebst, ändert sich radikal deine Perspektive, warum willst du dir dann noch spekulative *Gedanken* über deine *Zukunft* machen, wenn du sie in allen deinen Möglichkeiten doch vor dir ausgebreitet
direkt *siehst* ??
Dieser Schritt ist echte Transformation, geht aber eben nur über die besagte Neutralisation deiner *gedanklichen* VOR-Stellungsmuster die Deine *Realität* ausmachen und mit der du dich als ICH identifizierst und daran mit deinem Bewußtsein gebunden bist.
Dieser *Durchgang* ist mit dem Tod vergleichbar, da DU von dieser VOR-Stellung nichts mitnehmen kannst, sonst würde es wieder daVOR stehen und dir die Sicht versperren und dich ablenken.
Daher meine Aussage : Ohne Neutralisation ist Transformation nicht möglich.
Es reicht schon, dieses JETZT auch nur für eine tausendstel Sekunde live zu ERLEBEN, es ist gleichbedeutend mit dem *Augenblick* in der Ewigkeit.
Wer selbst zum *Lichtstrahl* wird dann hört Zeit auf zu existieren. Und Bewußtsein hat ebenfalls keine *Masse*. (Bitte nur als analogen Vergleich sehen).
In dem Augenblick wird auch wieder eine Gedanke entstehen, der das auch dann wieder in einem Vorstelluingsmuster wiederspiegeln wird.
Nur wird sich dann deine *Sichtweise* vollständig und nicht vorhersagbar verändert haben.
Du wirst einfach nicht mehr derselbe sein, obwohl du dich selbst da zum erstmal wirklich gesehen hast.
Ich meine, es kann ja tatsächlich etwas dran sein aber es würde mich noch mehr darüber interessieren. Mir ist bewusst, dass es immer viele Möglichkeiten gibt und wohl keine besser als die andere ist. Es sind individuelle Möglichkeiten, bzw. jeder kann individuell davon Gebrauch machen und eben auf die individuelle Art und Weise.
Ich sage nicht, dass z.B. diese Möglichkeit die einzige und die beste ist. Ich sage, es ist eine Möglichkeit von vielen. Welche die effektivste ist und die gründlichste, kann eigentlich auch niemand entscheiden, weil möglicherweise jede dieser Möglichkeiten auch individuell angepasst ist.
Ich würde aber behaupten, der Aufstieg bedeutet, es kommt nicht auf die eine oder auf die andere Methode, gut für den Einzelnen schon aber es werden vergleichbar zu der Vergangenheit der Menschheit massenhaft Menschen aufsteigen, weil erstens wir also unsere Seelen das beschlossen haben und zweitens, weil der Kosmos die Möglichkeiten zur Verfügung stellt, auf kollektiver Ebene.
Auch diese Überlegungen weisen in diese Richtung, da hast du durchaus recht.
Nur im letzten Satz möchte ich noch was anfügen.
Der Kosmos stellt nicht zur Verfügung sondern, IST lediglich die Möglichkeit.
*Wir* betrachten Kollektivität und dem Aspekt eines einzelnen und das ist wieder ein Konzept, da wir nicht wissen können was Kollektiv überhaupt ist.
Das zeigt dein Ausdruck das da was ist, das etwas zu Verfügung stellt.
Daraus resultiert auch die Sicht des gemeinsamen Aufstiegs, der so aber nicht sein kann, da er immer aus der Sicht eines Einzelnen gemacht wird.