Relativierungen

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ich denke jeder spricht doch da mit was ihn in gewisser Weise auch angeht, ihn interessiert, ihn antickt ,..ob das nun verdrängung, Projektion oder anderes ist, eigentlich egal.

es gibt keinen der neutral und rein objektiv dran ist an den Themen.

Das gilt für alle Diskussionen, Relativierungen und andere Sprachgebräuche.

ich denke jeder ist er selbst, immer,
nur wir denken immer wir sind es nicht , wir müssen uns noch finden.
ist das Finden nicht einfach auch ein zulassen können und beobachten der eigenen Eigenart und Handlung?

Ich halte relativieren jetzt nicht für schlimm,
wenn es eben bei den Themen (wie bei dem *Rechts*) in einem auftaucht (relativieren) , und derjenige das Bedürfnis hat es so zu tun und auch so sieht, wäre er ja nicht er selbst wenn er es nicht aussprechen würde.
 
grad les ich deinen Eingangspost nochmal,
und ich möchte doch nochmal darauf eingehen:

Mir ist schon öfter aufgefallen, daß viele Menschen Dinge relativieren, anstatt sie einfach mal stehen lassen zu können....

gibt es, ja. viele Leute schreiben hier. jeder stellt was Eigenes hier hin, und Andere schreiben was dazu.
wenn nun also jemand etwas schreibt, was dem Erstschreiber nicht gefällt oder einem der anderen Leser,
dann kann der, dem es nicht gefällt, sich dazu ja äußern. nochmal: warum nicht? warum wird da bloß
geschwiegen, weil man beleidigt ist oder verletzt, provoziert, gedemütigt ... was auch immer .. warum nicht
schlicht und einfach entsprechend darauf antworten?

ich glaube, das haben "wir" zu wenig gelernt. wir trauen uns zwar gerade mal so, etwas zu sagen,
aber wenn daraufhin etwas zurückkommt, womit wir nicht gerechnet hatten oder was uns irgendwie
auf dem falschen Fuß erwischt, etwas in uns hervorgerufen wird, womit wir zunächst nicht klarkommen,
dann wissen wir nichts zu kontern - wobei dieses kontern ja nicht unbedingt "streiten" sein muß.
es kann ja auch eine Schilderung sein, wie das Geschriebene gerade auf uns wirkt, also was es mit uns macht,
und was wir stattdessen lieber hätten. wird es so nicht zum Beispiel auch in der sogenannten "gewaltfreien
Kommunikation" oder auch anderen Konzepten geraten? ich meine mich da bissl zu erinnern.


Da erzählt zum Beispiel einer, er hat es geschafft, dem Chef die Meinung zu sagen, und schon wird ihm vorgehalten, daß er das bei der Schwiegermutter nicht auch schon getan hat. Oder jemand erzählt, daß sein Hund gestorben ist und schon wird ihm von den vielen anderen Tieren, die jeden Tag sterben, erzählt.

na aber das ist doch immerhin was! es kommt überhaupt was, das ist besser als nix.
der Erzählende kann ja daraufhin sagen, daß ihm dies bei seiner Schwiegermutter nicht gelingt, weil .....
und daß die vielen anderen Tiere zwar auch sterben, an seinem Hund aber nunmal sein Herz hängt .....
warum weiß er dazu nicht zu antworten? woher kommt diese Sprachlosigkeit?

Warum können so viele Menschen nicht die Dinge einfach mal so nehmen, einfach stehen lassen?
Wenn sich jemand über etwas freut, die Freude lassen, wenn jemand wütend ist, ihm die Wut lassen?

darauf könnte man jetzt antworten, wenn jemand keine Reaktionen haben möchte
und keine Anregungen, dann wäre es geschickter, garnicht erst was zu sagen oder
von vornherein dazuzusagen "ich will bloß kurz mal was ablassen ....." oder sowas.
dann weiß man als Leser, daß darüber hinaus zumindest zunächst nichts gewünscht ist.

Warum nicht jemandem sein Interesse oder sein Wissen oder sein Engagement an etwas lassen,
anstatt ihm vorzuwerfen, daß er das alles nicht auch bei anderen Dingen oder Begebenheiten hat?

ist das denn wirklich immer ein Vorwurf, oder ist dieses einen Vorwurf darin sehen nicht vllt ein Irrtum?
und selbst WENN es ein Vorwurf ist, auch dann kann man diesen doch nutzen und was daraus machen.


ich hab mit diesem Thema auch zu tun, deshalb fallen mir dazu ja Sachen ein.
also ich schwebe da auch nicht drüber, sondern ich wurstel selber dran herum.
nicht unbedingt in Bezug aufs Schreiben im Forum, eher ansonsten.
 
grad les ich deinen Eingangspost nochmal,
und ich möchte doch nochmal darauf eingehen:



gibt es, ja. viele Leute schreiben hier. jeder stellt was Eigenes hier hin, und Andere schreiben was dazu.
wenn nun also jemand etwas schreibt, was dem Erstschreiber nicht gefällt oder einem der anderen Leser,
dann kann der, dem es nicht gefällt, sich dazu ja äußern. nochmal: warum nicht? warum wird da bloß
geschwiegen, weil man beleidigt ist oder verletzt, provoziert, gedemütigt ... was auch immer .. warum nicht
schlicht und einfach entsprechend darauf antworten?

ich glaube, das haben "wir" zu wenig gelernt. wir trauen uns zwar gerade mal so, etwas zu sagen,
aber wenn daraufhin etwas zurückkommt, womit wir nicht gerechnet hatten oder was uns irgendwie
auf dem falschen Fuß erwischt, etwas in uns hervorgerufen wird, womit wir zunächst nicht klarkommen,
dann wissen wir nichts zu kontern - wobei dieses kontern ja nicht unbedingt "streiten" sein muß.
es kann ja auch eine Schilderung sein, wie das Geschriebene gerade auf uns wirkt, also was es mit uns macht,
und was wir stattdessen lieber hätten. wird es so nicht zum Beispiel auch in der sogenannten "gewaltfreien
Kommunikation" oder auch anderen Konzepten geraten? ich meine mich da bissl zu erinnern.




na aber das ist doch immerhin was! es kommt überhaupt was, das ist besser als nix.
der Erzählende kann ja daraufhin sagen, daß ihm dies bei seiner Schwiegermutter nicht gelingt, weil .....
und daß die vielen anderen Tiere zwar auch sterben, an seinem Hund aber nunmal sein Herz hängt .....
warum weiß er dazu nicht zu antworten? woher kommt diese Sprachlosigkeit?



darauf könnte man jetzt antworten, wenn jemand keine Reaktionen haben möchte
und keine Anregungen, dann wäre es geschickter, garnicht erst was zu sagen oder
von vornherein dazuzusagen "ich will bloß kurz mal was ablassen ....." oder sowas.
dann weiß man als Leser, daß darüber hinaus zumindest zunächst nichts gewünscht ist.



ist das denn wirklich immer ein Vorwurf, oder ist dieses einen Vorwurf darin sehen nicht vllt ein Irrtum?
und selbst WENN es ein Vorwurf ist, auch dann kann man diesen doch nutzen und was daraus machen.


ich hab mit diesem Thema auch zu tun, deshalb fallen mir dazu ja Sachen ein.
also ich schwebe da auch nicht drüber, sondern ich wurstel selber dran herum.
nicht unbedingt in Bezug aufs Schreiben im Forum, eher ansonsten.
Ich finde es Klasse, dass du die Sprachlosigkeit aufgreifst. Sehe das wie du, dass "wir" es nicht gewohnt sind, unsere Empfindungen zu äussern. Es ist aber auch nicht immer angebracht und bedarf viel Fingerspitzengefühl. Manche erzählen dir gleich ihre ganze Lebensgeschichte, die ja auch nicht immer jeder hören will.
Was angebracht ist, wo und wann nicht, das ist in der Tat ein sehr spannendes Thema.
 
Was angebracht ist, wo und wann nicht, das ist in der Tat ein sehr spannendes Thema.

stimmt,
vor allem hat wohl jeder einzelne eine andere Sichtweise oder Einstellung was *angebracht ist*.
*was macht man wohl* und *was darf man wohl*

wer * gibt das vor?

Natürlich, die Erziehung und die Moralbegriffe die jeder einzelne übernommen hat.
 
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