Generell ist Mitgefühl und "Hitze" nicht unbedingt ein Widerspruch.
Einmal sind sich Leute eben nicht notwendig einig für wen und welche Situation man eher Mitgefühl haben sollte, zumindest im Zweifel nicht.
Darf sich Israel zum Beispiel verteidigen um weiteren Terror und Massaker in Zukunft zu verhindern (Mitgefühl mit den Terroropfern), oder sollen sie dass in Kauf nehmen, weil man Mitgefühl mit den Palästinensern hat, und sicherlich auch zurecht davon ausgeht, dass zumindest ein Teil (sicherlich Kinder) nicht mittragen, dass die Hamas die Vernichtung Israels (und wohl der Juden, vor Ort zumindest) will?
Insofern, es mag teilweise vorgeschoben sein, aber es gibt da tatsächlich ethische Konflikte. Dass beide Seiten motiviert dadurch sind, dass die Welt besser aussehen soll, aber sie sind sich dennoch nicht einig. Die Realität sieht nicht notwendig so aus, dass (d)eine Seite gut ist, und die andere Seite sich in Wirklichkeit als die Bösen sieht, und moralische Motivation nur vorgibt. Häufig gibt es schlicht politischen und ethischen Konflikt, weil beide denken, dass ihre Position die Welt oder das Land besser macht. Die meisten sind Helden ihrer eigenen Story.
Zweitens kann auch ein Krieg dazu geeignet sein die Weltsituation zu verbessern. Streitet jemand ab, dass es eine gute Idee war die Nazis hier zur Kapitulation zu zwingen, statt sofort Frieden mit ihnen zu machen, sobald man die Oberhand bekam?
Warnendes Beispiel dafür, dass es nicht besser ist kategorisch immer Gewaltlosigkeit und Frieden zu fordern:
en.wikipedia.org
Reif ist es viel mehr, dass man in der Lage und willens ist sich und andere im Zweifel zu verteidigen.