Rache/Rachegefühle

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Mit menschlich stimme ich zu.....aber in jedem???? Nein, sicher nicht.



Hääää??????

Also ich lade Dich zum essen ein, dann kommt von Dir die Gegeneinladung.

Das könnte ich evtl.unter Ausgleich verstehen.

Aber Rache?????
Kann der Ausgleich doch nur sein...du hast mir weh getan, also mach ich das auch, damit du spürst wie das ist.

Und das ist für Dich nicht böse?

Wenn mir jemand mit so vielen ??????????????????? und !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! kommt, kommt da bei mir in der Regel nicht mehr viel.

Aber dennoch ...


"Rache ist eine Handlung, die den Ausgleich von zuvor angeblich oder tatsächlich erlittenem Unrecht bewirken soll."

http://de.wikipedia.org/wiki/Rache


"Ausgleich - ein Gleichgewicht zustande bringen; Aufheben von Unterschieden durch Anpassung beider Seiten."

http://de.wiktionary.org/wiki/Ausgleich
 
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Nun, meine Erfahrungen mit Traumata sind eben andere. Denn, als ich ein Trauma aus einem Vorleben bearbeitet hatte, kam auch schon die Änderung meines Verhaltens.
Dabei glaubte ich noch nicht mal an Vorleben. Sondern sie tauchten überraschend in in den Sitzungen auf. Also ist deine Theorie, dass eben fest Glauben hilft, bei mir nicht zutreffend.

Deine Erfahrungen sind für Dich wichtig und auch wohl richtig.
Letztendlich kannst nur Du entscheiden was für Dich der erfolgreichste Weg ist.

Meine Aussage zur Psychotherapie war, dass sie eben nicht immer erfolgreich ist. Was im Umkehrschluss heißt, dass sie sehr wohl Erfolge aufweisen kann.
Nur, will man im Internet die Erfolgsquoten der verschiedenen psychotherapeutischen Methoden recherchieren, stellt man erstaunt fest, dass es keine wirklichen Zahlen dazu gibt.

Heiler? Ist ein blödsinniger Begriff. Was möglich ist, ist einem Menschen einen Weg zu zeigen, der ihn in die Lage versetzt, dass er sich selbst heilt. Darüber sollte sich Jeder klar sein, der in diesem Gebiet arbeitet. Und noch besser ist es, wenn sich dieser Pfadfinder erfolgreich selbst mit seiner Methode geheilt hat.

Aber viele Menschen erkennen diesen Weg nicht, deshalb denke ich das Psychotherapie sehr wichtig ist.

Aber auch Psychotherapie kann nur was bewirken, wenn Patient mitarbeitet.

Selbst in der Schulmedizin ist es nicht anders.
Konnte nach einer schweren Operation nach 8 Tagen das Krankenhaus verlassen, andere mussten wegen pipifax 2 mal so lange bleiben.
Meine Erfahrung....liegt eben alles an einem selbst, dem eigenen Willen.
 
Wenn mir jemand mit so vielen ??????????????????? und !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! kommt, kommt da bei mir in der Regel nicht mehr viel.

Aber dennoch ...


"Rache ist eine Handlung, die den Ausgleich von zuvor angeblich oder tatsächlich erlittenem Unrecht bewirken soll."

http://de.wikipedia.org/wiki/Rache


"Ausgleich - ein Gleichgewicht zustande bringen; Aufheben von Unterschieden durch Anpassung beider Seiten."

http://de.wiktionary.org/wiki/Ausgleich

Also ist für Dich Ausgleich

Auge um Auge....Zahn um Zahn


Oder....Wie Du mir...so ich Dir.

Na wenn Dich dabei wohl fühlst.
 
Also ist für Dich Ausgleich

Auge um Auge....Zahn um Zahn


Oder....Wie Du mir...so ich Dir.

Na wenn Dich dabei wohl fühlst.

Ich kann das nicht so verallgemeinern oder verpauschalisieren. Manchmal habe ich das Bedürfnis oder Verlangen danach, etwas 'abtragen' zu wollen oder müssen, dann tue ich etwas, was auch immer, manchmal nicht. Ich kann nicht sagen, was der genaue Hintergrund ist, ob es mit einer Art kosmischen Ausgleich zu tun hat, mit eigenen Verletzungen, oder auch mit beidem oder allem zusammen.

Gefühle weisen uns in dem Sinne ja auch den Weg.
 
Gibt es konkrete Ursachen?
Ich glaube nicht!

Wenn man versucht, eine oder zwei Ursachen herauszufinden - findet man meist das, was grad paßt - morgen sieht diese Attribution schon wieder ganz anders aus :).

Z.B. "ich habe dieses Gefühl, weil meine Eltern mich nicht (entsprechend ... wie auch immer) behandelt haben" - KÖNNTE auf 100% aller Gefühle und Menschen zutreffen.

"meine Hormone spielen verrückt" - paßt bei ca. 50% aller Gefühle und Menschen.

"ich habe damals mal eine ganz schlimme (welche auch immer) Erfahrung gemacht" trifft auf ca. 70% aller Gefühle und Menchen zu.

usw. usw. usw.

Dabei sind die Schweregrade und die Überschneidungen noch nicht mal berücksichtigt ...

Nein, es gibt IMMER einen "guten Grund", meist auch mehrere und an unterschiedlichen Tagen unterschiedliche - eine mehr als müßige Beschäftigung.


"


Also mir hilft es schon sehr, rauszufinden, wo die Ursachen von den jeweiligen Gefühlen sind, deswegen führe ich auch das Gefühlstagebuch.
Dadurch sehe ich, daß die Gefühle einen Anfang und auch wieder ein Ende haben, daß sie nicht aus der Luft kommen wie Bakterien, sondern manche Dinge sich so und andere so auswirken.
Vorher hab ich mich den Gefühlen gegenüber sehr hilflos gefühlt, sie waren plötzlich da und haben mich überfallen und so lange verwirrt, bis ich den Grund dafür gefunden habe, danach waren sie für mich verständlich.
Hat mir geholfen, für mich selbst Verständnis zu entwickeln.

Seither reisst es mich nicht mehr so herum wie vorher.
Wenn ich weiß, daß ein Gefühl durch die Hormone hervorgerufen worden ist oder weil mich irgendwas erinnert hat an was ungutes, dann kann ich damit auch ganz anders umgehen und einordnen, es auch nicht mehr so ernst nehmen. Bedeutet für mich schon eine ziemliche Erleichterung.

Wenn ich zum Beispiel wütend bin wegen meinen Eltern, dann ist es mir auch lieber, wenn ich weiß, daß es davon kommt, als wenn ich nur wütend bin und nicht weiß, warum, wenn der Grund nicht ersichtlich ist, dann kann die Wut auch jemanden treffen, der nichts dafür kann, weil ich sie sonst nirgendwo festmachen kann und glaube, daß ich wegen demjenigen wütend bin, dabei hat er mich vielleicht nur erinnert und sonst nichts gemacht.
 
:thumbup:
Sehe ich absolut auch so.

:umarmen:

Selbst die ganze Psychotherapie ist weitgehend davon weg, wenn es denn nicht um eindeutige Trauma-Erlebnisse geht.


Ja, das ist schlimm, hab ich selber erlebt, nicht mal mehr mit Therapeuten kann man über traumatische Erlebnisse reden, die wollen das alle nicht hören. Das kann sehr verletzend sein, wenn man extra deswegen hingeht und darum bittet. :(
 
Rache kann wirklich böse sein, bis hin zu Mord (Blutrache).

Rachegedanken schmerzen niemand, nur dem, der permanent diese Gedanken lebt/spürt.

Rache ist einfach nur sinnlos....wem bringt es was?
Anderen Leid zufügen um sich selbst besser fühlen zu können?
Für mich ist das einfach nur krank.


Sehe ich ähnlich.

Obs krank ist, wage ich nicht zu beurteilen.
Die Frage ist, ob man sich dann wirklich besser fühlt, wenn man anderen auch Leid zufügt.
Wirklich wissen tut mans wahrscheinlich erst, wenn mans ausprobiert hat..alles andere ist "Trockentraining" bzw. Diskussionen, die nicht wirklich was bringen...:D

Rachegefühle sind menschlich, Rache auszuüben ist unmenschlich...so würde ich es für mich definieren.

Wobei ich niemanden verurteile, der es für sich anders sieht. Ich spreche nur für mich. :)

lg Sunny
 
Ich kann nur sagen: Ich kann mich nicht daran erinnern, es mir jemals irgendwann vorher oder auch nachher ausgesucht zu haben, wen ich liebe und wen ich hasse. Also ich hab mir nicht gesagt, ok, den lieb ich jetzt und alternativ dazu könnte ich den anderen hassen.

Wenn sich Hass wandelt, hat das für mich mehr mit einer Entwicklung und einem Prozess zu tun.

Genauso könnte das auch sein, wenn ich aufhöre jemanden zu lieben.


Klar, und je fortgeschrittenener der Prozess, desto mehr bin ich Frau im eigenen Haus....heisst, ich bin frei zu wählen, je nach Situation und Mensch kann das dann auch mal richtig einfach gehen.
 
Sehe ich ähnlich.

Obs krank ist, wage ich nicht zu beurteilen.
Die Frage ist, ob man sich dann wirklich besser fühlt, wenn man anderen auch Leid zufügt.
Wirklich wissen tut mans wahrscheinlich erst, wenn mans ausprobiert hat..alles andere ist "Trockentraining" bzw. Diskussionen, die nicht wirklich was bringen...:D


Tja, das ist die Frage...solange sich jemand so gerne immer wieder selber bestätigt wissen will mit irgendwelchen Wikipediaartikeln und Zitaten, sind die Zweifel möglicherweie berechtigt.:rolleyes::)
 
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Ich verbinde mit dem Lebendig-sein oder dem Leben auch Gefühle haben, Gefühle die ...

Ich versuch's mal einem Beispiel zu beschreiben:
Wenn dir jemand auf dein Knie haut, fühlst du einen Schmerz und hast vielleicht auch das Verlangen danach zu schreien oder "Aua" zu sagen. - Da kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dass jemand daherkommt und sagt, "weshalb sollte ich da jetzt einen Schmerz fühlen und sogar 'Aua' sagen, bringt ja nichts?!". Das Fühlen läuft meines Erachtens auf einer ganz anderen Ebene ab, also nicht auf der Kopfebene. Deshalb suche ich mir ja auch nicht aus, in wen ich mich verliebe, außer ich bin mehr ein Zweck-Mensch und rede mir das dann ein.

Ich weiß nur nicht, ob das Beispiel jetzt überhaupt gut oder sinnvoll ist/war.


Ja, ist mir soweit klar, was du damit verbindest. Aber Menschen sind nun mal unterschiedlich veranlagt und funktionieren unterschiedlich, weil sie unterscheidlich geprägt werden.

Aus Erfahrung weiss ich, es gibt auch durchaus rationalere Menschen, die haben auch Gefühle und fühlen sich auch lebendig.:) Und Bougainvailla hat ja geschrieben, dass sie durchaus Gefühle habe und diese auch lebt. Nur kennt sie eben eben keine Hass-oder Rachegfühle. Heisst für mich, es gibt Menschen, die ticken eben anders, ihr ganzer Gefühls-und Gedankenhaushalt ist ein anderer. Deshalb würd ich das nicht als nicht lebendig interpretieren.
Letzendlich finde ich, ist das nämlich eine Wertung, auch wenn du schreibst "das liest sich für mich". UNd damit habe ich Mühe.
 
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