Protestmail gegen Walfang

...und was ist mit Walen die von Nicht-Japanern getötet werden? :confused: Wurscht, oder?
Sorry, aber da die Protestmails ausschließlich an Japan gerichtet sind kann ich mich des Rassismus-Verdachtes nicht erwehren. Gegenargumente wären gefragt....


Nein, es ist nicht wurscht sondern Wal.
Es ist eben jetzt gerade Japan, ich kaufe z.B. auch wenn möglich nichts aus Dänemark, weil die die Robbenjagd unterstützen.
Was wissenschaften denn die Japaner an Walen?
Wenn ein Volk, das abgeschnitten von jeglicher Zivilisation einen Wal erlegt und sich von dessen Fleisch ernährt, sein Tran für Lampen nutzt etc ist es ja ok.
Aber eine Nation, die technisch sehr hoch entwickelt ist, sich nach außen immer als einwandfrei, modern und doch traditionsbewußt und moralisch unantastbar darstellt, mit brutalen Methoden 100e von Walen elendig verecken läßt, dann darf und muß man mal nachhaken und nicht locker lassen.
Zumindest haben sie ja jetzt die Thronfolge durch einen Jungen gesichert, denn Mädchen dürfen ja nicht, das ist auch richtig so, schließlich wollen wir ja keine Rassisten sein.


Sage
 
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Hallo Pelisa

Ich denke es geht darum, das sich Japan mit, meiner Auffassung nach, fadenscheinigen Argumenten (Forschung) über das Moratorium hinwegsetzt:



Pacta sunt servanda*... und da haben die Feinschmecker eben keinen Bock drauf, also forschen sie eben, wie Zwergwal mit roter Sosse, mit Sauce Hollandaise oder als Sushi schmeckt.

Wehret den Anfängen.
Wenn es so einfach ist internationale Abkommen zu unterlaufen und niemand interessiert sich dafür, dann wird dasselbe auch bei Klimaschutz oder Atomwaffenkontrollvertrag oder was auch immer, passieren.

Liebe Grüße

Bonobo

*lat.="Verträge müssen eingehalten werden"


Pacta sunt servanda ist mir ein Begriff, ich staune allerdings, dass Umweltschützer so juristisch denken. Es hängt im Endeffekt also davon ab, welche Regierung sich der besseren Juristen bedient? Einspruch gegen das Moratorium plus Waljagd ist demnach ok, Genehmigung aus wissenschaftlichen Gründen plus Walfang ist böse, weil undurchsichtige Gründe.
Das ist übrigens sowieso die einfachste Art, mit internationalen Verträgen umzugehen: unterschreiben, aber dort, wo`s wichtig wäre, einen Vorbehalt machen. Schau dir mal die EMRK (Menschenrechtskonvention) an und wer wogegen einen Vorbehalt gemacht hat. Amnesty international lässt sich von solchen Spielchen wenig beeindrucken: Todesstrafe bleibt Todesstrafe.

So, wer hat denn nun Einspruch erhoben? Japan (bis 1988) und Norwegen.

Und wer erteilt wissenschaftliche Genehmigungen? Island, Japan, Südkorea, Norwegen

In Island wird das Fleisch der aufgrund wissenschaftlicher Zwecke gejagten Wale ebenfalls (wie in Japan) verkauft.

(Quelle ist Wiki)

Noch immer kein Grund, nur gegen Japan vorzugehen, oder?
 
Wikipeda ist eine freie Enzyklopädie, zu der jeder mit seinem Wissen? beitragen kann.
Die Autoren sind freiwillige, unbezahlte Leute.
Es kann jeder, der einen Artikel schreiben möchte, diesen bei W. veröffentlichen, d.h. die Beiträge sind daher mit Vorsicht zu genießen, da sie die Meinung des Autors widerspiegeln.
Demnach könnte theoretisch auch "uns Blaublut" seine erwünschten Fakten faken, indem er bei Wikipeda Artikel postet.
Es ist sicherlich keine schlechte Infoquelle, aber man sollte sich nicht ausschließl. auf W. verlassen, sondern noch andere Quellen hinzuziehen.

Sage
 
Pacta sunt servanda ist mir ein Begriff, ich staune allerdings, dass Umweltschützer so juristisch denken. Es hängt im Endeffekt also davon ab, welche Regierung sich der besseren Juristen bedient? Einspruch gegen das Moratorium plus Waljagd ist demnach ok, Genehmigung aus wissenschaftlichen Gründen plus Walfang ist böse, weil undurchsichtige Gründe.
Das ist übrigens sowieso die einfachste Art, mit internationalen Verträgen umzugehen: unterschreiben, aber dort, wo`s wichtig wäre, einen Vorbehalt machen. Schau dir mal die EMRK (Menschenrechtskonvention) an und wer wogegen einen Vorbehalt gemacht hat. Amnesty international lässt sich von solchen Spielchen wenig beeindrucken: Todesstrafe bleibt Todesstrafe.

So, wer hat denn nun Einspruch erhoben? Japan (bis 1988) und Norwegen.

Und wer erteilt wissenschaftliche Genehmigungen? Island, Japan, Südkorea, Norwegen

In Island wird das Fleisch der aufgrund wissenschaftlicher Zwecke gejagten Wale ebenfalls (wie in Japan) verkauft.

(Quelle ist Wiki)

Noch immer kein Grund, nur gegen Japan vorzugehen, oder?


Hallo Pelisa

Ich sehe auch keinen Grund nur gegen Japan vorzugehen.Es gibt aber auch keinen Grund, nicht gegen Japan vorzugehen, weil andere Walliebhaber ebenso das Moratorium unterlaufen.

Entsprechend der Vorschrift zur weitestmöglichen Verwertung wird das Walfleisch anschließend verkauft, die Nachfrage nach Walfleisch ist in Japan jedoch sehr gering.

Offensichtlich sinkt ja auch der Bedarf.Aus welchen Gründen sollten die Japaner denn dann weiterjagen?

Geht es nur darum, ein paar hundert Arbeitsplätze zu erhalten?

Die japanische Wirtschaft wird wahrscheinlich auch ohne Walfang überleben, oder?

Also das Argument, das es die anderen ja auch machen, zieht für mich nicht.Walschlachten ist insgesamt unnötig, deshalb sehe ich keinen Grund, das Unterlaufen des Moratoriums, zu dulden.Weder in Japan noch sonst wo.

Meine Frage nach der Notwendigkeit ist bisher auch noch nicht beantwortet worden.

Walfang durch Einspruch legitimiert ist für mich dasselbe, wie mit "wissenschaftlicher Genehmigung".Offensichtlich hat sich die Völkergemeinschaft noch nicht dazu durchgerungen konsequenter zu verfahren und solche "wir machen da einfach nicht mit "Optionen" aus dem Katalog zu streichen.MMn geht es hier und auch in anderen Bereichen regelmäßig um Lobbyisten, die an der, von ihnen vertretenen Haltung, Geld verdienen und ihren Einfluss auf nationaler Ebene geltend machen.

Aber immerhin gibt es schon mal ein Moratorium und vielleicht wird es ja auch in absehbarer Zeit von allen eingehalten.Das eine solche Diskussion überhaupt möglich ist, halte ich schon für einen weltgeschichtlichen Fortschritt.

Das gilt auch für andere Themen, wie Schadstoffemissionen, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit usw.

Vor hundert Jahren waren solche weltweiten Diskussionen noch utopisch, jetzt werden diese Themen zumindest angegangen und Mißstände angeprangert.

Pacta sunt servanda ist mir ein Begriff, ich staune allerdings, dass Umweltschützer so juristisch denken.

Pelisa, warum teilst du die Welt in "Umweltschützer" und "Juristen" ein?
Vielleicht gibt es ja auch "Juristen", die Walfang unnütz und schlecht finden und "Umweltschützer", die nicht jede neue ökologische Idee, unreflektiert übernehmen?

Das erinnert mich ein wenig an einen anderen User, der die Welt pauschal in "Physiker" und "Nicht Physiker" einteilt. (Wobei natürlich die Physiker diejenigen sind, die 100% der Wahrheit besitzen, während der Rest überhaupt keinen Plan hat)

Um auf deine Frage zurück zu kommen:
Noch immer kein Grund, nur gegen Japan vorzugehen, oder?

Richtig, es sollte genauso gegen die anderen verbliebenen Walfangnationen vorgegangen werden.

Der Königsweg ist aber immer noch der, der Aufklärung. Wenn keiner mehr Wal haben will, dann wird auch das Jagen aufhören.


Liebe Grüße

Bonobo
 
@Bonobo:
Ich stelle mir die Frage, wieweit ich einer Organisation trauen kann, die nur gegen Japan Dampf macht und nicht gegen alle Walfang-Länder. In dem Thread gehts ja um eine ganz bestimmte E-Mail-Aktion, auf die beziehe ich mich. Und an der Art, wie diese Aktion gemacht wird, habe ich einiges auszusetzen. Zuviel, um selbst mitzumachen - deswegen möchte ich es aber anderen nicht vermiesen. Ich schau mir halt auch die Organisation an, die ich mit einem Protest indirekt unterstütze, meiner Erfahrung nach kommt es nicht nur auf die Sache an. Auch bin ich von der Sache nicht 100% überzeugt...

Ich teile die Welt auch nicht in Umweltschützer und Juristen. ;) Ich meine nur, dass es jemanden, der gegen Walfang ist, eigentlich egal sein sollte, ob eine Nation gegen das Moratorium Einspruch gemacht hat und deswegen juristisch korrekt jagt oder wissenschaftliche Genehmigungen erteilt und deswegen jagt (gibts überhaupt eine juristische Möglichkeit, diese Genehmigungen zu überprüfen?) oder aus welchem Grund auch immer - faktisch kommt es aufs Gleiche raus, oder?

@sage
Ja klar ist Wiki offen. Aber dass der Baron Wiki manipuliert? Geh bitte, das ist doch zu weit hergeholt. Außerdem: ich denke schon, dass sich Umweltschutzorganisationen Artikel wie den über Walfang ansehen, Falschinfos würden sich nicht lange halten. Tun sie in Wiki generell nicht. Die User kontrollieren sich gegenseitig.
 
Es gibt aber auch keinen Grund, nicht gegen Japan vorzugehen, weil andere Walliebhaber ebenso das Moratorium unterlaufen.
Japan unterläuft kein Moratorium. Hast nichts verstanden.
Oder willst nichts verstehen.

Das Moratorium bedeutet kein generelles Verbot des Walfangs.

Walfang auf Grundlage des Walfangabkommens gibt es aus drei verschiedenen Gründen weiterhin:

1. Walfang durch indigene Bevölkerung zum örtlichen Verbrauch.
2. Staaten können eigenständig Sondergenehmigungen für Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken erteilen.
3. Staaten die Einspruch gegen das Moratorium erhoben haben und aufrechterhalten, sind nicht daran gebunden.

Quelle: Na?

Was ist daran unverständlich?

Offensichtlich sinkt ja auch der Bedarf.Aus welchen Gründen sollten die Japaner denn dann weiterjagen?
Sagen sie doch: aus wissenschaftlichen Gründen.

Nein? Dann widerleg diese Behauptung!

Aber bitte geh mich wech mit "internationalen Tierschutzorganisationen".


Ein wissenschaftliches Forschungsergebnis des Japanischen ICR

unter vielen:

Japan's scientific study has also revealed that whales consume some 500 million tonnes of fish resources per year (up to six times total human consumption). The bulk of this is consumed by non-endangered whale species. This knowledge is useful in helping to plan ways to sustainably feed the world's population. Fishing will become increasingly important in this task (particularly given the environmental problems caused by the massive amounts of land clearing and deforestation going on to produce red meat). With about 35% of the world's fishery resources already over-exploited and another 25% exploited to their fullest extent, the role of whales in the ecosystem should be carefully considered.

Stimmt nicht? Widerleg sie doch!

Walschlachten ist insgesamt unnötig, ...
"Unnötig" ist eine subjektive Wertung und nicht qualifizierbar.

Ob dadurch "nur sekundäre Bedürfnisse" befriedigt
werden, steht dir nicht zu zu beurteilen. Woher willst
du meine Bedürfnisse kennen und wie kommst du
dazu, mir deren Befriedigung verbieten zu wollen?

Wer bist du überhaupt?

***beleidigende Aüßerungen entfernt. Bitte an die Forumsregeln halten***

**Folgende Textzeilen auf Wunsch von Le Baron nachträglich eingefügt**
Deine Haltung verbinde ich aus persönlichen Gründen
sehr unangenehm mit Kuba. Dort hab ich mitbekommen,
wie eine selbstgerechte Führung den notleidenden
Menschen vorschreibt, was denn nun für diese
"nötig" sei oder nicht.

Zur Not heisst es dann eben auch mal, Seife sei nicht
"nötig". Reicht nicht blosses Wasser, um sich zu waschen?
Was meinst du?

Also was ist "nötig"? Wer hat das zu bestimmen?
Du? Castro? Eine "Weltregierung"?


In diesem Sinne
Le Baron
 
so leid es mir tut, dein Gefühl trügt dich.
Aha! Dachte mir doch, dass du gern ich wärst. :D

Soweit ich bis jetzt verstanden habe töten nicht nur die Japaner Wale. Protestiert wird aber nur gegen Japan. Das halte ich erstens für eigenartig und zweitens für sinnlos. Also, warum gerade Japan? Weils so hübsch weit weg ist?
Weil man die zahlenden Greenpeace-Mitglieder in
Norwegen usw. nicht vergraulen will? :confused:

Die Begründung Japans für den Walfang halte ich
bis zum Beweis des Gegenteils für plausibel.

Zur Walforschung muss man auch - aber natürlich
nicht nur - Wale erlegen.

Wie soll man sonst die Nahrungsgewohnheiten und
- quantitäten erforschen, d.h. ohne in die Mägen
reinzuschauen? Sorry, aber da fällt mir ad hoc kein
anderes Verfahren ein. Dir? Wär aber kein Job für mich. :stickout2

Dieses japanische ICT, hat international einen guten Ruf,
selbst bei Walfangkritikern. Und trotz der Kritik auf
Wikipedia, die ich inhaltlich auch nicht nachvollziehen
kann, wenn man sich die ICT-Webseite mal anschaut.

Dass die gefrässigen Meeressäuger dem Menschen
Konkurrenten um Fischnahrung sind, hat mir auch
noch niemand glaubhaft widerlegt. Der von Tommy
zitierte Greenpeace-Text zum Thema zeigt eine
Kombination aus Ignoranz und Allmachtsphantasie,
die wirklich kaum zu überbieten ist.

Schlag dortselbst mal nach. #kopfschüttel#

Fühl dich herzlich gegrüsst von

Le Baron
 
Aha! Dachte mir doch, dass du gern ich wärst. :D

Auch dein Denken ist trügerisch. :D
Nur aus Interesse: warum sollte ich du sein wollen? Mir fällt auf die Schnelle kein vernünftiger Grund ein.

Weil man die zahlenden Greenpeace-Mitglieder in
Norwegen usw. nicht vergraulen will? :confused:

Die Begründung Japans für den Walfang halte ich
bis zum Beweis des Gegenteils für plausibel.

Zur Walforschung muss man auch - aber natürlich
nicht nur - Wale erlegen.

Wie soll man sonst die Nahrungsgewohnheiten und
- quantitäten erforschen, d.h. ohne in die Mägen
reinzuschauen? Sorry, aber da fällt mir ad hoc kein
anderes Verfahren ein. Dir? Wär aber kein Job für mich. :stickout2

Dieses japanische ICT, hat international einen guten Ruf,
selbst bei Walfangkritikern. Und trotz der Kritik auf
Wikipedia, die ich inhaltlich auch nicht nachvollziehen
kann, wenn man sich die ICT-Webseite mal anschaut.

Dass die gefrässigen Meeressäuger dem Menschen
Konkurrenten um Fischnahrung sind, hat mir auch
noch niemand glaubhaft widerlegt. Der von Tommy
zitierte Greenpeace-Text zum Thema zeigt eine
Kombination aus Ignoranz und Allmachtsphantasie,
die wirklich kaum zu überbieten ist.

Schlag dortselbst mal nach. #kopfschüttel#

Fühl dich herzlich gegrüsst von

Le Baron

Japan begründet den Walfang mit Wissenschaft. Die Kritiker zweifeln das an. Könnte ich bitte nochmals die Argumente für diesen Zweifel haben? Denn auch IIsland verkauft Walfleisch. Nochmals auch die Frage, auf welche Weise Japans wissenschaftliche Tätigkeit geprüft wird? Hmmm... ich tendiere erstmal zur Unschuldsvermutung.

Zu deiner Forschungsfrage: keine Ahnung.

So, nächste Frage: Warum dürfen die Japaner kein Walfleisch essen, hingegen aber Angehörige folgender Nationen:
Dänemark (Grönland), Kanada, Russland/UdSSR, USA, St. Vincent und die Grenadinen
Hier gilt nämlich folgende Begründung: Walfang durch indigene Bevölkerung zum örtlichen Verbrauch
Ich sags nochmal: Japaner njet, indigene Völker bittesehr. Wenn das nicht Rassismus ist... oder zumindest erklärungsbedürftig.
 
Japan begründet den Walfang mit Wissenschaft. Die Kritiker zweifeln das an. Könnte ich bitte nochmals die Argumente für diesen Zweifel haben? Denn auch IIsland verkauft Walfleisch. Nochmals auch die Frage, auf welche Weise Japans wissenschaftliche Tätigkeit geprüft wird? Hmmm... ich tendiere erstmal zur Unschuldsvermutung.
Ich auch. Ist das nicht allgemein üblich?

Prüfung der wiss. Tätigkeit:

Artikel VIII

(1) Ungeachtet anderer Bestimmungen dieses Übereinkommens kann jede
Vertragsregierung einzelnen ihrer Staatsangehörigen eine
Sondergenehmigung erteilen, die es ihnen erlaubt, zu Zwecken der
wissenschaftlichen Forschung Wale in beschränkter Zahl und unter den
von ihr für angemessen erachteten Bedingungen zu erlegen, zu fangen
und zu verarbeiten; das Erlegen, Fangen und Verarbeiten der Wale nach
diesem Artikel bleibt von der Anwendung des Übereinkommens
ausgenommen. Jede Vertragsregierung meldet der Kommission sofort alle
von ihr erteilten Genehmigungen. Jede Vertragsregierung kann eine von
ihr erteilte Sondergenehmigung jederzeit widerrufen.

(2) Alle auf Grund dieser Sondergenehmigungen gefangenen Wale
werden so weit wie möglich verwertet, und der Erlös wird nach Weisung
der Regierung, welche die Genehmigung erteilt hat, verwendet.

(3) Jede Vertragsregierung übermittelt einer von der Kommission
bezeichneten Stelle so weit wie möglich und in Abständen von nicht
mehr als einem Jahr die ihr zur Verfügung stehenden
wissenschaftlichen Informationen über Wale und den Walfang,
einschließlich der Ergebnisse der nach Absatz 1 dieses Artikels und
nach Artikel IV durchgeführten Forschung.


(4) In der Erkenntnis, daß die ständige Sammlung und Auswertung
biologischer Daten im Zusammenhang mit dem Betrieb von
Walfangmutterschiffen und Landstationen für eine vernünftige und
konstruktive Regelung der Walfangtätigkeiten unerläßlich sind, werden
die Vertragsregierungen alle praktisch durchführbaren Maßnahmen
treffen, um solche Daten zu erhalten.


Quelle: Internationales Übereinkommen zur Regelung des Walfangs

Juristisch kannst du das besser bewerten als ich, bei Interesse.
Ich persönlich empfinde die Regelungsdichte dieses Abkommens
als so hoch, dass sie kaum noch weiter zu erhöhen ist.

Sonst kapiert man gar nix mehr. :lachen:

Details lassen sich bei Interesse sicherlich von der IWC ("Kommission") ermitteln.

Mir reicht jedoch zunächst mal die sehr ordentliche Webseite des jap. ICT (s.o.)

Gruss
LB
 
Werbung:
Moratorium (vom lateinischen mora, der "Verzug") bezeichnet allgemein die Übereinkunft, eine bestimmte Sache aufzuschieben oder vorläufig zu unterlassen. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Aufschub, Verzögerung (lateinisch morari: "verzögern, aufschieben").

Da steht nix von Ausnahmegenehmigungen, was die Bedeutung des Wortes "Moratorium" anbelangt, oder?

Also noch mal zum begreifen::weihna1

Moratorium heißt das etwas vorläufig unterlassen wird.

Was die wissenschaftlichen Zwecke angeht hier ein Statement des neuseeländischen Umweltministers, falls der durchgeht.

Der neuseeländische Umweltminister kritisierte die japanische Regierung heftig für die Fortführung der Waljagd. "Der Großteil der internationalen Gemeinschaft akzeptiert, dass es nicht notwendig ist, Wale zu töten, um Walpopulationen zu studieren. Dennoch tut Japan das weiterhin", sagte Chris Carter. "Wissenschaftlicher Walfang ist nur legal, weil die Regelungen in der internationalen Walfangkonvention modernen Naturschutzansätzen hinterherhinken", fuhr er fort und fügte hinzu, Neuseeland bemühe sich, diesen Missstand zu beheben. "Waljagd ist vergleichbar mit der Jagd auf Tiger oder Gorillas", so Carter.

Das gibt auch in etwa meine Meinung wieder.

Die Japaner "zählen" die Wale, um dann aufgrund ihrer Zählungen in den folgenden Jahren, noch mehr Meeressäuger abschlachten zu können.

The role of whales in the ecosystem should be carefully considered.

Die forschen da nix, was man auch nicht so wissen könnte, ohne die Tiere zu töten.

Also noch mal meine Meinung:

Walschlachten ist insgesamt unnötig, ...

"Unnötig" ist eine subjektive Wertung und nicht qualifizierbar.

Was verstehst du unter "qualifizierbar"

"Unnötig" ist ist die Verneinung von "nötig"

nö|tig <Adj.> [mhd. nœtic, n&#333;tec, ahd. n&#333;tag, zu: &#8594; Not]: (für etw.) erforderlich

un|nö|tig <Adj.>: a) nicht nötig, entbehrlich, verzichtbar: eine -e Maßnahme;

Wo steht also geschrieben, das "unnötig" eine subjektive Wertung ist.

Es ist unnötig, zu wissenschaftlichen Zwecken, Wale zu jagen und zu töten.

Ob dadurch "nur sekundäre Bedürfnisse" befriedigt
werden, steht dir nicht zu zu beurteilen. Woher willst
du meine Bedürfnisse kennen und wie kommst du
dazu, mir deren Befriedigung verbieten zu wollen?

Da ich in einem freien Land lebe, beurteile ich die Dinge, nach den mir vorliegenden Informationen und bilde mir dann eine Meinung.

Ich kann mir nicht vorstellen, das ausgerechnet du mir dies verbieten willst, wo du doch selbst schon erlebt hast, wie unangenehm das sein kann, wenn man diktiert bekommt, welche Meinung man haben darf und was für einen nötig ist.

Ich persönlich finde Walfang unnötig und grausam.
Deshalb bin ich dagegen.

Ich habe dir auch nicht verboten Walfleisch zu essen oder Walforschung toll zu finden.Ich spreche mich lediglich dagegen aus, das weiter Wale gejagt werden.

Wie soll man sonst die Nahrungsgewohnheiten und
- quantitäten erforschen, d.h. ohne in die Mägen
reinzuschauen? Sorry, aber da fällt mir ad hoc kein
anderes Verfahren ein. Dir? Wär aber kein Job für mich

Wie wäre es mit Hochrechnungen?

Dafür würde ein Wal reichen.Die genauen Populationen können sowieso nicht exakt erfasst werden, oder?

Dass die gefrässigen Meeressäuger dem Menschen
Konkurrenten um Fischnahrung sind, hat mir auch
noch niemand glaubhaft widerlegt

Die Schuld an der Verknappung der Fischbestände trägt die Überfischung durch den Menschen.
Die Walepopulationen haben sich von der kommerziellen Bejagung der letzten Jahrhunderte noch nicht erholt.

Das heißt eine viel geringere Gesamtanzahl an Walen, soll nun dem Menschen die Nahrung aus dem Meer streitig machen, zumal sich die meisten Wale von Krill ernähren oder in abgelegenen Gebieten, in bis zu zweitausend Meter Tiefe, Tintenfische jagen.Bartenwale z.B fressen vor allem Krill und Plankton, Zahnwale oft Fischarten, die nicht kommerziell genutzt werden.
Auch wenn also mehr Wale getötet werden, erholen sich die Fischbestände nicht zwangsläufig.Ökosysteme sind viel komplizierter und noch von vielen anderen Faktoren beeinflusst.
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Wer bist du überhaupt?

Du würdest gut daran tun, dich an die Beiträge zu halten und diese zu beurteilen, zu widerlegen oder deine Meinung dazu zu sagen, anstatt persönlich zu werden.

Ich kann deine Beweggründe für deinen Umgangston auch nicht nachvollziehen.Für mich sind persönliche Diffamierungen, Beleidigungen u.ä. ein Zeichen für fehlende Reife. #kopfschüttel#

In diesem Sinne

Bonobo
 
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