postkoitale Depression

Jössas. Gibts was Schlimmeres als die Frage "War ich gut?".
...und ich sach noch: mach EMOTICONS, aber nein... :)


Sex und Liebe gehören nicht zwangsläufig zusammen. Wozu auch? Sex und Vorspielen von Gefühlen - das ist arg. Oder der eigenen Moral zuwiderhandeln. Das führt natürlich zu einem "Kater".

Allerdings habe ich den Verdacht, dass alle, die meinen, dass Sex ohne Liebe nichts bringt, es noch nie ausprobiert haben. Es ist ... anders ... als mit Liebe. Aber nicht schlechter. Solange man ehrlich bleibt.
...Du hast hier nun schon (nachzähl) 3 Stolperfallen bei Sex ohne Liebe aufgereiht (nach meiner Ansicht treffen die aber auch auf Sex mit Liebe, wenn nicht gar auf alle Handlungen im allgemeinen zu), wen wundert's da, dass ziemlich viele Menschen daran scheitern?
Ich kann nur sagen, bei mir ist der Prozentsatz an Erfahrungen, die genau auf diese Weise ins Stolpern geraten sind, bei "Sex ohne Liebe" derart höher, dass ich durchaus auch dazu neige, ihn für eine zumindest weniger wünschenswerte Variante zu halten.

Mh, Du hattest auch schon weniger verallgemeinernde Phasen, was ? :)
 
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...und ich sach noch: mach EMOTICONS, aber nein... :)



...Du hast hier nun schon (nachzähl) 3 Stolperfallen bei Sex ohne Liebe aufgereiht (nach meiner Ansicht treffen die aber auch auf Sex mit Liebe, wenn nicht gar auf alle Handlungen im allgemeinen zu), wen wundert's da, dass ziemlich viele Menschen daran scheitern?
Ich kann nur sagen, bei mir ist der Prozentsatz an Erfahrungen, die genau auf diese Weise ins Stolpern geraten sind, bei "Sex ohne Liebe" derart höher, dass ich durchaus auch dazu neige, ihn für eine zumindest weniger wünschenswerte Variante zu halten.

Mh, Du hattest auch schon weniger verallgemeinernde Phasen, was ? :)


Ja, ich war schon klarer. ;)

Kann sein, dass ich mich davor drücke, wirklich persönlich zu werden. Aber so einiges ist sehr deutlich zwischen den Zeilen. :D

Ok, also bei mir funktionierts. Jetzt sehr persönlich: Weil ich ehrlich zu mir selbst bin. Zu mir und zum anderen. Weil ich weiss, dass ich nicht sonderlich auf der moralischen Seite bin, weil ich weiss, was mir gut tut und was ich besser sein lasse. Weil ich mich schwer verliebe, aber nicht zur Kasteiung neige (hehe, auch Frauen haben Bedürfnisse). Weil ich an einen Partner hohe Ansprüche stelle, aber nicht unbedingt an einen Lover (nun ja, da auch... andere :D).

Aber das Rausfinden, was man selbst braucht, das kann einem keiner abnehmen. Wenn man dagegen handelt wirds schmerzhaft. Ich bin dafür, jeden unnötigen Schmerz (nicht den, an dem man wächst) zu vermeiden. So lebe ich. Immer wieder mit blutiger Stirn, weil ich mal wieder durch eine undurchdringliche Wand wollte. Immer wieder überrascht, welche Türen sich doch auftun. Kompromisslos im Selbstversuch solang kein anderer verletzt wird.

Warum ich das öffentlich der Meute zum Frass vorwerfe?e Mir ist danach.
 
auch, wenn ich's nicht so ernst gemeint hatte: naja, Schlafstörung als Versuch, dann etwas zu tun, wenn sich nichts verändern lässt, Schläfrigkeit als die Weigerung, etwas zu tun, wenn sich etwas verändern ließe.

Aber passt das jetzt auf die Titel-Depression?
Ja, ich denke schon, dass es passt...ich denke das ist sogar der Schlüssel, um das Problem zu lösen.

Denn was kann ICH TUN, wenn sich nichts verändern "lässt"...?

Genau!

;)

Caya
 
heute präcoitale Depression gehabt, weil es gar nicht erst DAZU gekommen ist. Oder ist die dann ebenfalls postcoital?

Mal so gesehen: wenn tatsächlich ein Coitus stattgefunden hat, dann ist ja auch kein Grund zur Depression. Aber da wir Coitus ja nur energetisch erleben und nicht wie ein (S)tier, haben wir da im Hirne Nachschleifen von Reibungselementen.

Das Innen des Körpers spüren ist Liebe, Freude und Glück, hier ist Geborgenheit und Ich Allein ein Gott, wenn der Stecker dann herausgezogen ist, ist alles leer, furchtbar, warum nur usw. Man wünscht sich ein Nie-Verlassen-Werden, denn man fürchtet ja den Tod, die Trennung vom Partner und jeder Coitus gibt einem die Gelegenheit zu erkennen: jetzt ist es vorbei. :escape:
 
heute präcoitale Depression gehabt, weil es gar nicht erst DAZU gekommen ist. Oder ist die dann ebenfalls postcoital?

Hee das ist eine gute Frage! Ähnlich wie beim prä- und postmenstruellen Syndrom. Wo hört das eine auf und wo fängt das andere an?
In Bezug auf Sex kommt es sicher zumindest genauso, wenn nicht häufiger vor, dass jemand prä-Depris hat als post-, wenn die Körper entspannt in Liebe beieinander liegen und das All fühlen können - so sie denn in love einander zugewandt sind.

Mal so gesehen: wenn tatsächlich ein Coitus stattgefunden hat, dann ist ja auch kein Grund zur Depression. Aber da wir Coitus ja nur energetisch erleben und nicht wie ein (S)tier, haben wir da im Hirne Nachschleifen von Reibungselementen.

Trixi-Wortschmied, um diesen Absatz verstehen zu können, definiere bitte das Wort "Nachschleifen"!
- Haarschleife, Warteschleife?
- i.S.v. Nachbearbeiten
Das Innen des Körpers spüren ist Liebe, Freude und Glück, hier ist Geborgenheit und Ich Allein ein Gott, wenn der Stecker dann herausgezogen ist, ist alles leer, furchtbar, warum nur usw. Man wünscht sich ein Nie-Verlassen-Werden, denn man fürchtet ja den Tod, die Trennung vom Partner und jeder Coitus gibt einem die Gelegenheit zu erkennen: jetzt ist es vorbei. :escape:

Ja, so erscheint es mir auch.
Wenn ich beim Arbeiten die alten Menschen erlebe, die vielfach in einer Leere und in der Warteschleife zum Unvermeidlichen gefangen sind und auch Sätze wie "... und wir hatten uns doch noch so viel vorgenommen... *seufz* " von sich geben, dann kann ich nur jedem raten: Macht was aus Euren Sehnsüchten, dass Ihr später nicht ohne wundervolle Erinnerungen in dieser tristen Zwischenwelt dahinvegetieren müsst!

Ich hoffe, ich erlebe noch die Zeit, wo auch in der geriatrischen Pflege sexuelle Bedürfnisse als ein so normales Bedürfnis anerkannt werden, dass ich den alten Menschen abends vor dem Verpacken in sein Inkontinenzmaterial diskret fragen kann, ob er denn noch ein wenig "unverpackt" Zeit im Bett genießen möchte und ich später nochmal wiederkommen soll zum Absichern einer von Urin trockenen Matratze.
Das würde mit Sicherheit viele Nachtmedikationen (Schmerz- und Schlafmittel, Antidepressiva) vermeiden helfen.

Meinen part sehe ich hierbei, dass in Gesprächen mit Kollegen das Thema nicht tabu ist und ich Anstoß gebe, über die Situation einzelner Heimbewohner auch hinsichtlich Pflegeplanung, Unterpunkt "sich als Mann/Frau fühlen" nachzudenken und eigene sexuelle Handlungsmöglichkeiten des Bewohners an sich selbst zu ermöglichen und zu respektieren, ohne in diese albernen "Ooooh Gott o Gott"-Rufe zu verfallen, als sei es etwas Widernatürliches, obwohl grade diese gespielt-erschütterten Ausruferinnen zu Hause selbst einen Partner haben, der nur wartet, dass sie nach Hause in seinen Arm kommen..., und was sie da dann tun... ist komischerweise nicht "oh Gott" oder "igitt".

Is schon komisch mit den Menschlein...
Hupps, ganz schon abgeschweift.

... sinnierende Grüße von Nachtschwester Romaschka
 
Hee das ist eine gute Frage! Ähnlich wie beim prä- und postmenstruellen Syndrom. Wo hört das eine auf und wo fängt das andere an?
In Bezug auf Sex kommt es sicher zumindest genauso, wenn nicht häufiger vor, dass jemand prä-Depris hat als post-, wenn die Körper entspannt in Liebe beieinander liegen und das All fühlen können - so sie denn in love einander zugewandt sind.

Du versuchst zwei Dinge zu vereinen sind, die sich ausschließen. Die körperliche Liebe ist profan, oberflächlich, weltlich, sinnlich, im Endeffekt leidvoll und egoistisch. Das All dagegen ist übernatürlich, göttlich. Du wirst das Göttliche nur erreichen, wenn du alles Weltliche ablegst. Wenn du versuchst, beides zu vereinen, bekommst du allenfalls eine blasse Ahnung, nämlich in den 10 Sekunden des Orgasmusses, wie das Göttliche beschaffen ist. Und dann versinkst du wieder ins Weltliche. Die Energie, die dich ins Göttliche tragen könnte, hat einmal kurz aufgeblitzt. Danach hat die Depression dich wieder voll im Griff. Es war nur eine kurze Flucht.
 
Ich hoffe, ich erlebe noch die Zeit, wo auch in der geriatrischen Pflege sexuelle Bedürfnisse als ein so normales Bedürfnis anerkannt werden, dass ich...

Ich kann nur vermuten, dass das, was du sagst, deiner eigenen inneren Unzufriedenheit entspringt. Aber du läufst so was von in die falsche Richtung, dass ich irgendwie sprachlos bin. Ich müßte zu viele Worte gebrauchen, um zu beschreiben, was ich meine. Also fasse ich mich kurz und sage einfach, dass du die innere Fülle, den inneren Reichtum, bestimmt nicht durch die Sexualität findest.
 
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Du versuchst zwei Dinge zu vereinen sind, die sich ausschließen. Die körperliche Liebe ist profan, oberflächlich, weltlich, sinnlich, im Endeffekt leidvoll und egoistisch. Das All dagegen ist übernatürlich, göttlich. Du wirst das Göttliche nur erreichen, wenn du alles Weltliche ablegst. Wenn du versuchst, beides zu vereinen, bekommst du allenfalls eine blasse Ahnung, nämlich in den 10 Sekunden des Orgasmusses, wie das Göttliche beschaffen ist. Und dann versinkst du wieder ins Weltliche. Die Energie, die dich ins Göttliche tragen könnte, hat einmal kurz aufgeblitzt. Danach hat die Depression dich wieder voll im Griff. Es war nur eine kurze Flucht.

Lieber Opti,

dazu kann ich dir jetzt sagen, dass ich persönlichst einen Menschen kenne, der sehr viel meditiert, von dem ich auch weiß, dass er das Reich Gottes bereits erblicken durfte.............................aber den weltlichen Genüßen ist er trotzdem nicht abgetan, hin und wieder mal.........................alles hat seine Zeit und seine Berechtigung...........................

LG:)
Tanja
 
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