Persönlichkeitsmerkmale und dessen Wertschätzung

Nu ja, Du wolltest offenbar weiterdiskutieren:



Ja, ich war die mit der Wortklauberei. Alles meine Schuld ....
 
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Wobei mein Augenmerk liegt eher auf die Inhalte. ;)
Ich mag Menschen die authentisch sind. Worte sind für mich nur Schall und Rauch, wenn ich diese nicht im Handeln oder im Verhalten wiederfinden kann.
Ich kriege auch immer Schmerzzucken bei falscher Grammatik, was wohl daran liegt, dass ich mal Germanistik/Romanistik studiert habe und Deutsch Leistungskurs hatte.
Obwohl mir hier auch Flüchtigkeitsfehler passieren, die mich dann ärgern, weil die Hände nicht so schnell schreiben können, wie der Kopf denkt.
Es hat wirklich damit zu tun, welchen Bezug man zur Sprache hat.

"Mein Augenmerkt liegt eher auf den Inhalten" heißt es z.B. wenn ich nochmal verbessser darf:unsure: - oder war das jetzt Absicht?
☺️
In Süddeutschland gibt es diese (für mich) Unsitte, dass es bei Vergleichen immer nur "Wie" gibt und nicht auch "Als".
Es heißt nicht nur "das ist das gleiche Blau wie das meiner Jacke" sondern auch "Ich bin ja viel größer wie du" , und das tut mir jedes Mal richtig weh...:D

Zurück zum Thema: Was ich gestern noch vergessen hatte: Natürlich HUMOR!
Ohne den könnte man/könnten wir ja alle komplett einpacken.
 
1. Welche Charaktereigenschaft schätzt Du bei anderen (nicht User bezogen) oder auch bei Dir selbst von Wert und warum?

Ich glaube nicht, dass wir Menschen andere Menschen stark aufgrund ihrer Charaktereigenschaften schätzen oder ablehnen. Vielmehr glaube ich, dass wir den Menschen, die wir aus welchen Gründen auch immer schätzen, positive Charaktereigenschaften zusprechen, und den Menschen, die wir ablehnen, schreiben wir negativ konotierte Eigenschaften zu. So wird dann ein und die selbe Person von verschiedenen Menschen teilweise vollkommen unterschiedliche beschrieben. Jemand, der für den einen humorvoll, gewitzt und ehrlich ist, wird von jemandem anderen als langweilig, unlustig, peinlich-vorlaut und falsch beschrieben.

Welche Charaktereigenschaftden der Mensch dann wirklich hat, steht auf einem anderen Blatt und hat mit den Selbst- und Fremdwahrnehmung nicht unbedingt viel zu tun.

Ich mag Humor und Ehrlichkeit, auf dass ich weiß, woran ich bin und nicht befürchten/grübeln muss, ob die andere Person ihre Freundlichkeit nur vorheuchelt.

Ich bewundere Menschen, die es schaffen mit anderen Menschen locker in Kontakt zu kommen, und die dabei in den meisten Fällen den anderen Menschenzuerst sympathisch sind. Ein Freund von mir ist so ein People-Magnet, und ich frage mich immer, wie er das macht. Ein Umstand dabei ist wohl, dass er keine Angst vor anderen Menschen und deren möglichen auch vielleicht ablehnenden Reagktionen hat, was bei mir durch eine latente Sozialphobie gebremst ist.

2. Welche fehlenden Wertvorstellungen (Mangel) sind Deiner Ansicht nach für ein gutes Miteinander kontraproduktiv und warum?

Ich halte es für wichtig, zu versuchen, die Welt auch aus der Sicht anderer Menschen gedanklich zu betrachten... sich in die Lebenslage anderer Menschen rein zu denken und ggf. auch reinzufühlen.

Und ich schätze Intelligenz, Wissen, Bildung etc. ziemlich hoch. Die Welt wird damit zwar zum einen komplexer - zumBeispiel nur selten in "nur gut" und "nur böse" aufteilbar - aber auch nur so wirklich einigermaßen verstehbar ohne in vereinfachenden aber verfälschenden Populismus zu verfallen.

3. Welche alten Werte werden heutzutage noch gelebt oder passen noch in unsere Zeit, oder auch nicht mehr und warum?

Auch als Atheist finde ich das, was "christliche Werte" genannt wird, durchaus schön und wichtig - aber bitte losgelöst von der Religion. Nächstenliebe bedeutet dann beispielsweise auch, dass auch ein Moslem ein "Nächster" ist.
 
Was nun aber nicht bedeutet, dass Menschen, die auf Grammatik achten, die Inhalte vernachlässigen oder weniger authentisch wären. Ganz im Gegenteil, Menschen die auf gute Sprache und dabei auch auf ihre Wortwahl achten, sind meist auch allgemein achtsamer und feinsinniger - also auch mit ihren Inhalten und deren Umsetzung.

Dass Worte Schall und Rauch wären, ist eine alte, längst überholte Redewendung. Heute weiß man, wie kraftvoll und wirksam Worte sind und was man damit auslösen und bewirken kann.
Damit Du nicht leer aus gehst @Frl.Zizipe hier kommt meine Antwort: "Gelesen!"
 
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