Danke für deine ausführliche Antwort. Habe sie mir schon etliche Male durchgelesen und bin positiv überrascht, was du trotz so einer kurzen Fragestellung alles siehst.
Leider weiß ich aber nicht, ob ich meine Frage klar genug formuliert habe, denn ich habe bei meiner Anfrage an dich als Thema "Geliebter" genommen und dann weiter unten die Frage formuliert. Ich hoffe, es war trotz der allgemein gehaltenen Fragestellung verständlich, dass ich verheiratet bin und einen Freund habe.
Aber unabhängig von der ev. anderen Ausgangslage bin ich echt verplüfft.
Zitat: Welcher Sinn verbirgt sich hinter Connys Partnerschaft?
Kann die Fragestellung so bleiben, trotz eines ev. Irrtums. Oder kann es dadurch passieren, dass Mann und Freund verwechselt werden?
Die Sicht:
Liebe Conny, als erstes sehe ich eine Schwäche, die nicht aus dir kommt. Dein Partnerschaftsgefüge ist dergestalt, dass du mit den Begriffen: Schwäche, Ohnmacht, Passivität und Devensive, etwas anfangen kannst. Es ist, als wäre die Partnerschaft nicht von dieser Welt, so, als schautest du durch den Partner hindurch,- als könntest du nichts tun. Ohnmacht eben.
Ja, durch das jahrelange Hin und Her bin ich schon ziemlich kraftlos, schwach, oft sogar schon richtig krank. Manchmal kann ich auch gar nichts mehr tun, warte nur was passiert. Und wenn ich gar keinen Ausweg mehr sehe, dann ziehe ich mich zurück. Habe sogar schon manchen Streit provoziert, in der Hoffnung, dass sich mein Freund sich von mir zurückzieht. Was ich aber im Grunde genommen sicher nie wollte.
Zitat: Es scheint sich um eine Abhängigkeit zu handeln. Ihr Beide versucht, euer Glück über den anderen zu finden. Jeder erwartet vom Anderen, dass er zum Lieferanten für die Liebe wird. Geben kann Jeder nur solange, wie er auch zurückbekommt, und im Moment scheint die Partnerschaft eher wie ein Tauschgeschäft zu sein. Du liebe Conny stehst unter dem Druck, den du dir selbst geschaffen hast, dass du dich entscheiden musst.
Stimmt, ich muss einfach etwas ändern. Ich habe das Gefühl, mich entscheiden zu müssen, denn ich möchte wissen wohin und zu wem ich gehöre. Ja, den Druck habe ich mir eindeutig selbst geschaffen, denn so wie es jetzt aussieht, würden beide Männer das Spiel noch ewig mitmachen. Nur finde ich, dass so etwas unfair ist und auch deshalb muss ich etwas ändern.
Zitat: Das quält dich sehr, denn wie immer du dich auch entscheidest, das Opfer scheint dir zu groß. Deinen Partner sehe ich als einen Menschen, der mit einer Behinderung zu kämpfen hat. Das muss durchaus nicht im Pysischen sein, ich sehe ihn, als wären seine Flügel gebrochen. Er möchte fliegen, aber nein, er bewegt sich in der Partnerschaft zäh und lahm. Er tritt auf der Stelle. Vermutlich gibt er dir die Schuld für seine Stagnation, spricht davon, wie lebendig er vorher war.
. Mein Freund hat mir gesagt, dass er noch nie zu einer Frau so eine intensive Beziehung gehabt hat wie zu mir.
Vielleicht war es von Vorteil, dass ich verheiratet bin, dMein Freund hat lt seinen Aussagen ein Beziehungsproblem und deshalb sind wir dort wo wir sind. Ich wollte bis jetzt auch außer ihn noch keinen und deshalb ist es auch so schwierig, dass genau dieser Mann ein Beziehungsproblem hat und wahrscheinlich deshalb nicht ganz mit mir zusammen sein will.
Kann sein, dass es dadurch verursacht wurde, weil ihn seine Mutter als Kleinkind (glaube so mit 3-4 Jahren) verlassen hat. Sein Vater hat angeblich alle Frauen immer schlecht gemacht und auch in seiner Anwesenheit schlecht behandelt und manchmal auch geschlagena wir uns dadurch langsam näher gekommen sind, obwohl wir gewusst haben, dass es nicht sein soll. So haben wir auch gemerkt wie sehr wir miteinander harmonieren und uns lieben. Und irgendwie kommt es mir auch so vor, als ob wie uns schon ewig kennen und kannten. Auch wenn es blöd klingt, irgendwie karmisch. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt, obwohl er vom Aussehen her überhaupt nicht mein Typ ist, aber die Verbundenheit war vom erstenTreffen an da.
Zitat: Du fragst wie das Hin und Her aufhören kann. Den Rat den ich empfange ist, dass du genau bei dir schauen musst, dass in dir eine Konkurrenz entstand. (Zeigt sich vielleicht in Eifersucht im weitesten Sinne), und dass du durch ihn irgendwie aufgewertet wirst. Denkst du. Das heißt, dass er durch sein Dasein in der Partnerschaft dich mehr zur Geltung bringt. Demnach ist der Rat, mit ganzem Herzen dich selbst zu fragen, was du durch ihn bekommst. Durch diese Partnerschaft konstruktiv zu gehen fordert von dir zu überprüfen, wo du deinen eigenen Wert siehst. Er könnte Probleme haben, seine sehr lang aufgestaute Wut zum Ausdruck zu bringen, fühlt sich vielleicht als Hänschen klein, und unbewältigter Zorn mit seiner Mutter, projeziert er auf dich?
Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber er ist der erste Mann in meinem Leben, bei dem ich eifersüchtig bin.
Meine vorige Antwort beschreibt genau das was du siehst. Du bist einfach genial, dass mit der Mutter ist wirklich sehr beeindruckend.
Aber kann das heißen, dass seine Beziehungsängste wegen der ihn verlassenden Mutter vorhanden sind und ich deshalb darunter leiden muss?
Er möchte angeblich selbst diese Ängste verlieren, nur meint er eine professionelle Hilfe bringt nichts. Und da er ziemlich sturr ist, konnte ich ihn davon auch nicht überzeugen. Und seine Ängste sind immer noch da und wie es aussieht werden sie auch bleiben.
Zitat: Ihr Beide habt die Aufgabe, eurer Beziehung eine neue Wertigkeit zu verleihen. Ihr müsst investieren, mit ganzem Herzen, kein Tauschgeschäft. Ja und nocheinmal, Treue und Selbstwert sind Themen, die ihr durch die Partnerschaft bearbeiten könntet. Wenn Beide mitziehen.
Vielleicht empfindest du diese Verbindung als ein großes Schauspiel. Eine große Bühne und du erkennst, dass du etwas lebst, das dir einfach vererbt, einverleibt wurde. (Was ich eingangs beschrieben habe). Dein Partner kann durch dich, im übertragenen Sinne, seine Schwingen zurückerhalten. Ihr Beide ordnet durch diese Beziehung eure Abläufe eures Lebens. Ursache und Wirkung- das erkennt ihr aneinander.
Tut mir leid, diese Erklärung verstehe ich im Moment noch nicht richtig. Werde dir aber antworten, wenn ich damit zurecht komme.
Zitat:Wie du dem Hin und Her entkommen kannst? Es ist eine Bewusstseinsaufgabe. Die Spielchen erkennen lernen, durchschauen, jetzt nicht mehr im Sinne von durch den Partner durchschauen - sondern Transparenz zu erlangen.
Wenn du die Spielchen meinst, dass keiner von beiden zu viel von sich preisgeben will, nur damit der andere ihm nicht zu sehr weh tun kann, dann habe ich diese Erklärung verstanden.
Soll dass dann heißen, dass ich immer ehrlich meine Gefühle und Empfindungen sagen und zeigen soll, ohne Angst davor zu haben, wie er darauf reagiert. Ich war auch sonst ihm gegenüber ziemlich verschlossen, weil ich einfach Angst habe zu sehr verletzt zu werden, wenn es endgültig aus ist.
Nur vergehen damit seine Ängste und könnte sich dann eine normale Zweierbeziehung entwickeln? :
Zitat:Konnte ich dir hiemit irgendwie helfen? Ich wünsche es dir!
Liebe Iseeyou, du konntest mir insofern helfen, dass du in mir Fragen aufgeworfen hast, an die ich noch nie gedacht habe. D.h. dass sich meine bisherigen Fragen die Beziehung betreffend immer wiederholt haben. Jetzt durch deine Antwort, werde ich die Situation einmal anders betrachten. Vielleicht hilft es mir.
Würde mich sehr freuen, wenn du mir mitteilst, ob ich es bis jetzt richtig verstanden habe.
Alles Liebe und viele Grüße
Conny