Österreich NR-Wahl 2013 - wen wählt Ihr?

Österreich NR-Wahl 2013 - wen wählt Ihr?

  • BZÖ

    Stimmen: 0 0,0%
  • Christliche Partei

    Stimmen: 0 0,0%
  • EU-Austrittspartei

    Stimmen: 1 3,4%
  • FPÖ

    Stimmen: 3 10,3%
  • Grüne

    Stimmen: 6 20,7%
  • KPÖ

    Stimmen: 3 10,3%
  • Männerpartei

    Stimmen: 0 0,0%
  • NEOS

    Stimmen: 3 10,3%
  • ÖVP

    Stimmen: 0 0,0%
  • Piraten

    Stimmen: 0 0,0%
  • Sozialistische LinksPartei (SLP)

    Stimmen: 0 0,0%
  • SPÖ

    Stimmen: 3 10,3%
  • Team Stronach

    Stimmen: 0 0,0%
  • Wandel

    Stimmen: 1 3,4%
  • Ich wähle ungültig

    Stimmen: 2 6,9%
  • Ich geh gar nicht hin

    Stimmen: 7 24,1%

  • Umfrageteilnehmer
    29
  • Umfrage geschlossen .
:umarmen:

Naja war eher demotivierend weil es von Woche zu Woche weniger Demonstranten wurden . Gebracht hat es auch nichts ...

mfg


Wahrscheinlich, weil es nichts gebracht hat. Irgendwie bringt gar nichts was, die machen sich das sowieso untereinander aus, äußerlich wird gestritten, aber in Wahrheit sind die alle gar nicht so, eine Großtante von mir hat geputzt dort und erzählt, wie alle miteinander feiern und einander gut sind, wenn die Kameras weg sind. Uns Wählern wird nur was vorgespielt.
 
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Der Gottfried Küssel? Nichts rechtfertigt eine Freundschaft mit so einer Nazidrecksau:


:eek: tja, dann sieht die sache anders aus...
Ich hatte da ganz andere Infos. Hab nicht gedacht, dass die sowas noch aufnehmen und auf youtube veröffentlichen. Schrecklich und dumm sowas!
Dann sind 9 Jahre eigentlich zu wenig...

Loop schrieb:
Aber Programm ist das eine, was umgesetzt wird, oft was ganz anderes. Ich gebe zu, ich hab einmal die SPÖ gewählt, weil die versprochen haben, daß die Studiengebühren wieder abgeschafft werden, wenn sie wieder an die Macht kommen. Dreimal darfst Du raten, was passiert ist, die SPÖ ist an die Macht gekommen und auf einmal waren die Studiengebühren doch nicht mehr ganz so schlecht.
Versprochen und gebrochen wird viel, wenn nicht eh fast alles.
Das ist ja das Dilemma, kaum sind sie gewählt, wissen sie von den Versprechen vorher nichts mehr. Die SPÖ wird auch diesmal wieder nichts verändern. Sie ist absolut unwählbar geworden. Wenn man´s genau nimmt, ist keine Partei wirklich fähig/willig etwas zu verändern.
 
Küssel hat glaub ich 9 Jahre bekommen und das ist meiner Meinung zuviel, wenn man bedenkt, dass Kinderschänder (darunter viele Priester) teilweise straffrei bleiben.
Ich kenn die ganzen Fälle die du aufgezählt hast nicht im Detail, doch bleiben wir bei den Fakten: Strache läuft frei rum. Hätte er nachweislich eine Wiederbetätigung ins Leben gerufen, dann würde auch er schon im Knast sein.
Mir ist es relativ egal, ob er rechtskräftig verurteilt ist oder nicht.
Ich stelle mir da mal eine Frage: Was hat HC Strache für ein Interesse, sich so intensiv mit solchen Leuten zu umgeben? Die FPÖ ist die stärkste rechte Partei in Österreich, er braucht nicht extra hingehen zu diesen Leuten und mit ihnen Paintballspielen, die würden ihn auch so wählen. Das ist keine Art zielgerichteter Wahlwerbung für ihn, er macht das aus persönlicher Überzeugung. Ich halte jede Diskriminierung aufgrund von Herkunft für verfehlt, aber ich sage eines: Zwischen dem jugendlichen FPÖ-Wähler an der Bushaltestelle, der mir erklärt er findet Strache gut, weil er es hasst wie sich die Ausländer in seinem Viertel benehmen und weil er will, dass Österreich wieder den Österreichern gehört auf der einen Seite, und einem überzeugten Neonazi auf der anderen Seite, der im Wirtshaus darüber singt, wie er Juden verprügelt (sehr eingängige Melodie übrigens, Choronzon), liegen für mich trotzdem Welten.

Und um das ganze noch weiter zu treiben möchte ich nochmals auf Norbert Burger eingehen, der für Strache gerade in frühen Jahren ein extremer Einfluss und enger privater Vertrauter gewesen ist (er war auch mit seiner Tochter verlobt). Dieser Mann hat in Italien Sprengstoffattentate geplant und ausgeführt, weil er sich als "Befreiungskämpfer" für die Deutschen in Südtirol sah. Dabei starben vier Menschen. Wir haben es hier mit einem rechtsextremen Terroristen zu tun, den Strache als Vaterersatz bezeichnet hatte. Und so sage ich jetzt weiter: zwischen einem verqueren Ewiggestrigen, der in einem Gasthaus antisemitische Lieder singt und darüber schwadroniert, wie unter Hitler alles noch besser war und jemandem, der diese Ideologie in tatsächliche Gewalt gegen andere umsetzt, liegen für mich nochmal Welten. Aber Strache hat Beziehungen zu allen diesen Formen von Rechtsradikalismus, und das offensichtlich aus persönlicher Überzeugung heraus. Dieser Mann ist damit für mich ein Neonazi, und mit dem Kühnengruß hat er sich auch als solcher zu erkennen gegeben. Übrigens: Bevor ihm die Ausrede mit den "drei Bier" eingefallen ist, hat er zuerst eine andere Ausrede gehabt - es handle sich um einen Gruß von "Südtiroler Freiheitskämpfer". Setzt man das in Relation zu seiner engen Beziehung zu Norbert Burger und dessen "Aktivismus", wirkt diese Ausrede geradezu grotesk.

Und jetzt muss man sich vor Augen führen, dass dieser Mann in Österreich als Kanzlerkandidat gehandelt wird und heute eine Partei, die wegen einer Reihe von Korruptionsskandalen vor einigen Jahren noch am Boden lag zu einer Großpartei gemacht hat, die öffentliche Meinung so manipuliert hat, dass er OBWOHL jeder Österreicher über diese Kontakte Bescheid weiß trotzdem von 22% der Bevölkerung gewählt wurde. Und du glaubst, die "Bankenmafia" wäre unser größtes Problem?
Und wer ernsthaft glaubt, dass schwarz eine größere Bedrohung darstelle als blau, der muss doch gegen ne Wand gelaufen sein.
Diese FPÖ ist nicht einfach eine national-liberale Partei mit leicht rassistischen Tendenzen.
Sie ist das salonfähig polierte Front-End für ein Netzwerk aus blanken Neonazis.
 
und einem überzeugten Neonazi auf der anderen Seite, der im Wirtshaus darüber singt, wie er Juden verprügelt (sehr eingängige Melodie übrigens, Choronzon)
Danke, aber ich hab sie nicht geschrieben. Die Aufnahme stammt aus einer Dokumentation über Neonazis ("Wahrheit macht frei") und ist mir wegen ihres so offensichtlich und dreist nazistischen Inhalts in Erinnerung geblieben.
 
Mir ist es relativ egal, ob er rechtskräftig verurteilt ist oder nicht.
Ich stelle mir da mal eine Frage: Was hat HC Strache für ein Interesse, sich so intensiv mit solchen Leuten zu umgeben? Die FPÖ ist die stärkste rechte Partei in Österreich, er braucht nicht extra hingehen zu diesen Leuten und mit ihnen Paintballspielen, die würden ihn auch so wählen. Das ist keine Art zielgerichteter Wahlwerbung für ihn, er macht das aus persönlicher Überzeugung. Ich halte jede Diskriminierung aufgrund von Herkunft für verfehlt, aber ich sage eines: Zwischen dem jugendlichen FPÖ-Wähler an der Bushaltestelle, der mir erklärt er findet Strache gut, weil er es hasst wie sich die Ausländer in seinem Viertel benehmen und weil er will, dass Österreich wieder den Österreichern gehört auf der einen Seite, und einem überzeugten Neonazi auf der anderen Seite, der im Wirtshaus darüber singt, wie er Juden verprügelt (sehr eingängige Melodie übrigens, Choronzon), liegen für mich trotzdem Welten.

Und um das ganze noch weiter zu treiben möchte ich nochmals auf Norbert Burger eingehen, der für Strache gerade in frühen Jahren ein extremer Einfluss und enger privater Vertrauter gewesen ist (er war auch mit seiner Tochter verlobt). Dieser Mann hat in Italien Sprengstoffattentate geplant und ausgeführt, weil er sich als "Befreiungskämpfer" für die Deutschen in Südtirol sah. Dabei starben vier Menschen. Wir haben es hier mit einem rechtsextremen Terroristen zu tun, den Strache als Vaterersatz bezeichnet hatte. Und so sage ich jetzt weiter: zwischen einem verqueren Ewiggestrigen, der in einem Gasthaus antisemitische Lieder singt und darüber schwadroniert, wie unter Hitler alles noch besser war und jemandem, der diese Ideologie in tatsächliche Gewalt gegen andere umsetzt, liegen für mich nochmal Welten. Aber Strache hat Beziehungen zu allen diesen Formen von Rechtsradikalismus, und das offensichtlich aus persönlicher Überzeugung heraus. Dieser Mann ist damit für mich ein Neonazi, und mit dem Kühnengruß hat er sich auch als solcher zu erkennen gegeben. Übrigens: Bevor ihm die Ausrede mit den "drei Bier" eingefallen ist, hat er zuerst eine andere Ausrede gehabt - es handle sich um einen Gruß von "Südtiroler Freiheitskämpfer". Setzt man das in Relation zu seiner engen Beziehung zu Norbert Burger und dessen "Aktivismus", wirkt diese Ausrede geradezu grotesk.

Und jetzt muss man sich vor Augen führen, dass dieser Mann in Österreich als Kanzlerkandidat gehandelt wird und heute eine Partei, die wegen einer Reihe von Korruptionsskandalen vor einigen Jahren noch am Boden lag zu einer Großpartei gemacht hat, die öffentliche Meinung so manipuliert hat, dass er OBWOHL jeder Österreicher über diese Kontakte Bescheid weiß trotzdem von 22% der Bevölkerung gewählt wurde. Und du glaubst, die "Bankenmafia" wäre unser größtes Problem?
Und wer ernsthaft glaubt, dass schwarz eine größere Bedrohung darstelle als blau, der muss doch gegen ne Wand gelaufen sein.
Diese FPÖ ist nicht einfach eine national-liberale Partei mit leicht rassistischen Tendenzen.
Sie ist das salonfähig polierte Front-End für ein Netzwerk aus blanken Neonazis.
Das hast du gut geschrieben. Ich habe Strache nicht gewählt. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass mir davon nicht alles bekannt war. Ich hab ihn aus einem Gefühl heraus nicht gewählt.
Doch kann ich mir trotzdem nicht vorstellen, selbst wenn er Kanzler wäre, dass er dann tun kann was er will?
 
Es klingt ja fast so, Mr. Tarbagan, als ob du da quasi überall "Augen" und Ohrenzeuge gewesen wärst.


Warum ? man braucht nur aufmerksam die News verfolgen . Und so Sachen wie der Kühnengruß erfährt man wenn man die 3 Bier Story unter die Lupe nimmt .

Zu deinem link :

Er ist zu einseitig . Ich habe weder was über Haiders außerordentlicher Arbeitspolitik im 3ten Reich gelesen , noch über Strache . vondaher nicht wirklich relevant .
 
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Doch kann ich mir trotzdem nicht vorstellen, selbst wenn er Kanzler wäre, dass er dann tun kann was er will?
Politik im Sinne Küssels und ähnlicher Verbrecher könnte er wahrscheinlich tatsächlich nicht machen und im Gegensatz zur NPD scheint die FPÖ auch keine Nazipartei zu sein. Wenn sie allerdings Nazis in ihren Reihen duldet und ihr Vorsitzender mit Nazis befreundet ist, ist es nicht nur legitim, sondern zwingend erforderlich, ihre vorgeblich hehren Motive in Frage zu stellen. Welche Vorteile, muss man sich fragen, kann mir eine Partei bieten, die mit einer der mörderischsten Ideologien des vergangenen Jahrhunderts flirtet?

Ich verstehe den Wunsch, nicht von Sozialisten regiert zu werden, seien sie nun links oder bürgerlich, ich wehre mich gegen Bevormundung, Fortschrittsfeindlichkeit und populäre Pseudowissenschaften und ich sehe durchaus die Notwendigkeit, aggressive mittelalterliche Ideologien wie den Islam in ihre Schranken zu verweisen, aber die Partei, die ich wähle, muss dies im Rahmen einer freiheitlichen, individualistischen Ausrichtung vertreten, und Nazismus und verstockter Konservativismus sind damit ebensowenig kompatibel wie die dystopischen Feuchtträume linksgrüner Mensch*innen.
 
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