mitleidlose liebe

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Ich bin zwar kein Tribut, kein Mediziner bzw. Student und kein Asthmatiker, würde mich aber trotzdem gerne kurz einmischen.
Wenn ich Tribut richtig verstanden habe, so behauptete er ja nur, daß Mitfühlen einen Chirurgen bei der Arbeit eher hindert als ihm dabei hilft.
Meinst du es anders, Ireland?

Ein Beispiel.
Erfahrener Chirurg, Onkologe, operiert junge lebensfrohe Frau, kaum über 20, die wegen dem Verdacht auf <...> eingeliefert wurde. Vorherige Untersuchungen bzw. Biopsie ergaben nichts eindeutiges. Er schneidet auf, und sieht....................... (so erzählte er später), daß er es eigentlich... gleich wieder zunähen könnte. Für ihn als Chirurgen ist hier nichts mehr zu machen. Er operiert natürlich trotzdem, irgendwie... als ob. Gleich drauf der nächste Patient. Am nächsten Morgen hätte er einen Routinebesuch abstatten müssen, um die Befunde bzw. Prognosen mit den Patienten zu besprechen. Das Übliche halt.
Er hat an diesem Morgen nicht geschafft aus dem Bett aufzustehen. Er hat sich nichtmal dazu gebracht, anzurufen um sich krank oder was auch immer zu melden. Wobei es ja nur um die eigene Ohnmacht ging.
Dazu aber noch einen Anspruch auf sein Mit-gefühl zu erheben würde ich also auch durchaus... daneben(?) finden.

*mein genetisches Material einpack* und
Gute Nacht


Du bist ein wachsam Auge:D:)
 
Btw: Ich finds witzig wie Tribut euch auf die feine englische Art verarscht hat.:D

Deine Wahrnehmung.

Meine war folgende:
Tribut hat versucht, zu verarschen, hat sich äußerst trivialer Kommunikationsmuster -und Methoden dazu bedient (diese Art von "andere verarschen" und "cool tun" zum Zwecke der Aufwertung des eigenen, noch instabilen, ängstlichen, unsicheren Selbstbilds kenne ich von Jugendlichen bis ungefähr 16/ 17, - es gibt aber auch manche ältere Herrschaften, die bei gefühlt subjektiver Begrenzung/ Bedrohung in diese Schien zurückfallen).
Ich lasse mich nicht darauf ein und andere Erwachsene hier offensichtlich auch nicht.

Es gibt einen feinen Unterschied zu herrlichem, gern auch rabenschwarzen Humor und peinlicher Rumagiererei - verstehste?
 
Deine Wahrnehmung.

Meine war folgende:
Tribut hat versucht, zu verarschen, hat sich äußerst trivialer Kommunikationsmuster -und Methoden dazu bedient (diese Art von "andere verarschen" und "cool tun" zum Zwecke der Aufwertung des eigenen, noch instabilen, ängstlichen, unsicheren Selbstbilds kenne ich von Jugendlichen bis ungefähr 16/ 17, - es gibt aber auch manche ältere Herrschaften, die bei gefühlt subjektiver Begrenzung/ Bedrohung in diese Schien zurückfallen).
Ich lasse mich nicht darauf ein und andere Erwachsene hier offensichtlich auch nicht.

Es gibt einen feinen Unterschied zu herrlichem, gern auch rabenschwarzen Humor und peinlicher Rumagiererei - verstehste?

Ne, verstehe ich nicht, da ihr euch darauf eingelassen habt.;)
Und btw: genau das was du hier beschreibst wurde von nizuz, Fuchs und Tany sowie dir praktiziert. Meine Wahrnehmung.
Die Erwachsenen haben somit da gar nicht mitgeredet, da haste recht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich bin zwar kein Tribut, kein Mediziner bzw. Student und kein Asthmatiker, würde mich aber trotzdem gerne kurz einmischen.
Wenn ich Tribut richtig verstanden habe, so behauptete er ja nur, daß Mitfühlen einen Chirurgen bei der Arbeit eher hindert als ihm dabei hilft.
Meinst du es anders, Ireland?

Ein Beispiel.
Erfahrener Chirurg, Onkologe, operiert junge lebensfrohe Frau, kaum über 20, die wegen dem Verdacht auf <...> eingeliefert wurde. Vorherige Untersuchungen bzw. Biopsie ergaben nichts eindeutiges. Er schneidet auf, und sieht....................... (so erzählte er später), daß er es eigentlich... gleich wieder zunähen könnte. Für ihn als Chirurgen ist hier nichts mehr zu machen. Er operiert natürlich trotzdem, irgendwie... als ob. Gleich drauf der nächste Patient. Am nächsten Morgen hätte er einen Routinebesuch abstatten müssen, um die Befunde bzw. Prognosen mit den Patienten zu besprechen. Das Übliche halt.
Er hat an diesem Morgen nicht geschafft aus dem Bett aufzustehen. Er hat sich nichtmal dazu gebracht, anzurufen um sich krank oder was auch immer zu melden. Wobei es ja nur um die eigene Ohnmacht ging.
Dazu aber noch einen Anspruch auf sein Mit-gefühl zu erheben würde ich also auch durchaus... daneben(?) finden.

*mein genetisches Material einpack* und
Gute Nacht

So etwas kann jedem jederzeit in seiner Arbeit passieren und das ist völlig ok.

Wenn es ständig passiert ist es nicht mehr ok.

Wenn das Gegenteil passiert ist Hopfen und Malz verloren.
Mit Gegenteil meine ich z.B. den Rettungsassi, der sich lautstark damit brüstet heute schon den 3. Ex (Patient verstorben) gefahren zu sein und zu demonstrieren, wie beinhart er doch ist; den Arzt der seine Kollegen, die nach einer mißlungenen OP niedergeschlagen sind, eben deswegen heruntermacht usw..

Und weil man das weiß wird von den Krankenhausleitungen in Supervision, Reflektionsrunden, Teambesprechung usw. und Schulungen der Vorgesetzten investiert.

Lange Rede kurzer Sinn: ohne eine deutliche Definition von Mitleid können wir noch etliche Seiten füllen in dem Bemühen, dem anderen zu "beweisen", daß es dovch - irgendwie - anders sei. :rolleyes:
Macht keinen Sinn.
 
Ne, verstehe ich nicht, da ihr euch darauf eingelassen habt.;)
Und btw: genau das was du hier beschreibst wurde von nizuz, Fuchs und Tany sowie dir praktiziert. Meine Wahrnehmung.
Die Erwachsenen haben somit da gar nicht mitgeredet, da haste recht.

Du möchtest also mitmischen? :D

Aber Du hast recht, über subjektive Wahrnehmungen kann nicht gut streiten - ohne gegenseitiges Wohlwollen (zumindest ein klitzekleines bißchen) kann man jede Diskussion sofort beenden. :)
 
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