Martadada
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matrix84 schrieb:Sehr richtig. Da ich Lehramt studiere, haben ich einen kleinen Einblick in die angestrebten Veränderungen im Schulwesen.
Die Tendenz geht hin zu handlungsorientiertem, selbständigem Lernen. Aber bis sich das durchgesetzt hat vergehen sicher noch Jahre. Zu 90% wird an den Schulen nach wie vor Frontalunterricht praktiziert.
Ich kann, sucht man für sein Kind eine Schule ohne den üblichen Leitungsdruck mit Sitzenbleiben als Konsequenz Rudolf Steiner Schulen oder Montessorieschulen empfehlen.
lg matrix
Hallo Matrix!
Ich will dich ja nicht desillusionieren, aber du kannst den Professoren gerne mal ausrichten, dass die Marta vor 10 Jahren auch auf Lehramt studiert hat und diese Zukunftsglocken von der Offenen Schule vernahm... leider hört man diese Glocken nur an der Uni. Und selbst da nur halbherzig (zu meiner Zeit jedenfalls).
Leider gibt es zu wenig Steiner- oder Montessorischulen. Die Montessorischule in meiner Stadt ist zudem noch extrem Teuer. Da geht ein halbes Monatsgehalt drauf.
Ich frage mich immer: Was muss noch passieren, bis die Leute es kapieren? Aber egal, nach oben gucken und warten, dass es Gold regnet, bringt leider nichts. Die Kinder müssen selbst damit fertig werden, so gut es geht. Mitleid bringt niemanden weiter. Kinder sind oft stärker, als man glaubt.
Schade ist es, dass die Diskussion über ein anständiges Bildungswesen überschattet wird von dieser ADS-Panik. Drastisch gesagt: Statt zu sagen, "die Schule ist scheisse", nimmt man sich die Kinder vor und sagt "guckt mal, eine Krankheit, und es werden immer mehr..." Lösung: Ritalin und den Rest untern Teppich kehren. Es muss was passieren. Aber es passiert schon jeden Tag...???
lg
Marta