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Guest
Solange einer ein gewöhnlicher Mensch ist, tritt Lust auf, wenn es zu Berührungen mit dem anderen Geschlecht kommt, sogar wenn nur der Geruch des anderen Geschlechts wahrgenommen wird, dann
können Lust und Leidenschaft daraus erwachsen. So ist es in der ganzen Welt. Wir sind Sklaven der Sinnesobkekte, wir sind Sklaven unserer Natur, Sklaven unserer Einbildungen, Sklaven der Sinnesgrundlagen und wir bekommen es ständig vor Augen geführt. Verwirklichte hingegen haben solche Probleme nicht, da sie nie von Lust ergriffen werden.
In Kreisen der Yogis hat man die Ansicht, daß die Lust kontrolliert werden muß, damit sie sich nicht auf irgend etwas richtet. Wenn keine Lust auf irgendetwas sinnlich Erfahrbares aufkommt, kann sich nichts anstauen und Probleme verursachen, bis schließlich ein Samenerguß erfolgt. Yogis üben sich in der Kontrolle der Lust. Ist der Geist stark genug, um den keuschen Lebenswandel (brahmacariya) mit rechter Sammlung, mit rechter Geistesentwicklung zu betreiben, so kommt es zu keinem Samenerguß. Die im Samen enthaltene Energie, wird in etwas umgewandelt das ocha genannt wird. Dieses ocha ernährt das Gehirn, es nährt das Herz, es speist das Aufsteigen von Energie und bewirkt im Nervensystem Seligkeit und Wohlgefühl.
Die Schulung in Sinneszügelung und Selbstkontrolle soll der Lust nicht gestatten, sich zu erheben, soll genügend Achtsamkeit, Weisheit und klare Wahrnehmung erbringen, damit keine Lust verursacht wird, wann immer Kontakt stattfindet oder wir etwas sehen, das die Basis von Lust darstellt. Wenn ihr in euren Bemühungen um Geistesgegenwart bei der Ein- und Ausatmung erfolgreich seid, so werdet ihr über genügend Achtsamkeit, Weisheit, Wissensklarheit und Sammlung verfügen, die schnell genug sind, die Lust zu kontrollieren, wenn die Augen eine Form sehen, die Ohren einen Ton hören, die Nase Gerüche riecht, die Zunge Aromen schmeckt, Haut und Körper Berührungen spüren oder wenn der Geist denkt und sich erinnert.
Dann gibt es kein Problem, weil keine Lust aufsteigt und sich irgendwie anstaut, wie sie es sonst zu tun pflegt. So wird man zum arya (ein Edler) und hört auf, ein Weltling zu sein, der mit Befleckungen und anderen Dingen, die den Blick verschleiern, bedeckt ist. Ich hoffe, ihr seht nun noch klarer, daß die Sinnesobjekte reine Einbildungen sind, die der Geist durch die Macht von Unwissenheit und Anhaften geschaffen hat. Geht also nicht hin und verehrt die Sinnesobjekte oder verneigt euch vor den Sinnesgrundlagen und schuftet euch für sie beinahe zu Tode, Monat um Monat, Jahr um Jahr, nur um dafür einen faulen Scheck zu erhalten.
Das sollte man ändern, weniger werden lassen, sich davon lösen; man sollte voranschreiten und sich darüber erheben, bis man das Problem ganz transzendiert hat. Als Mönche sollten wir hier in der Lage sein, zu erkennen, daß, sobald wir Sklaven der Sinnesobjekte sind, die Befleckungen geboren werden. In Lust schwelgen, wann immer wir bekommen, was unser Herz begehrt, in Zorn geraten, wann immer wir nicht das erhalten, was wir begehren und der Täuschung zu erliegen, wann immer wir nicht recht wissen, was zu tun ist.
Ich kann euch unumstößlich versichern, sobald die Einsicht bis zur Ebene der Unkonditionierbarkeit fortgeschritten ist, dann gibt es keine der verrückten, irren Sinnesobjekte mehr; es werden keine geistigen Bilder mehr erschaffen, nichts geschieht mehr von dem, das die Probleme schafft, die wir rund um uns sehen. Bitte weckt euer Interesse für die Ausübung von konzentrierter Geistesentfaltung; werdet nicht mutlos, gebt nicht auf. Wenn ihr die Sinnesobjekte noch nicht völlig ausschalten könnt, so verringert sie doch so viel wie möglich und reduziert dadurch einen großen Teil der Probleme, dann wird es viel weniger Leid in eurem Leben geben.
Betrachten wir nun wieder die gewöhnlichen, allgemeinen Sinnesobjekte: Formen, Töne, Gerüche, Geschmäcker, Berührungen, das sind alles materielle Dinge. Wenn die Augen mit Formen in Kontakt kommen, kann die Form nicht in unsere Herzen eindringen. Daher kann eine Rose nicht in unsere Herzen gelangen, wir müssen sie vorher mental durch ihre Wertigkeit Schönheit abbilden. Wenn nun in der Vorstellung ein Bild der Rose entsteht, dann kann es eindringen und das Herz der betreffenden Person ergreifen. Das Gleiche ist es mit Tönen, etc., auch sie müssen erst in Vorstellungen umgesetzt werden. Bloße Licht- oder Schallwellen einer bestimmten Wellenlänge können das Herz nicht ergreifen, sie sind zu materiell.
Vergeßt nicht, daß nichts, egal wie lieblich, befriedigend oder wunderschön es sein mag, in den Geist eindringen und Macht über ihn erlangen kann, wenn es nicht in Form einer geistigen Vorstellung erscheint. Dann bleibt es draußen. Hütet euch also vor den Sinnesobjekten, die der Geist hervorbringt, sie sind ganz unglaublich besitzergreifend. Können wir aber den Geist kontrollieren, dann kann er sie nicht erschaffen und die Unwissenheit kann keine täuschenden Illusionen mehr erzeugen. Und genau darin unterscheiden sich der Weltling und der ariya (Edle). Einer lebt gefangen im Käfig der Vorstellungen, vegetiert im Keller der Welt, der andere steht über und jenseits von all dem, er ist über die Welt hinausgegangen. Je klarer ihr den Unterschied erkennt, desto mehr wird sich euer Geist ganz von selbst dem höheren Weg zuneigen.
Wenn wir das nicht sehen, führt unser Weg nach unten, ohne daß es uns bewußt wird. Dann wird man ungeachtet dessen, was einem andere erklären oder lehren, dem keinen Glauben schenken. Daher kommen all die Narren, die voller Befleckungen, Begehren und Selbstsucht sind. Wenn wir davon frei sein wollen, dürfen wir uns nicht länger von der Welt der Illusionen täuschen lassen. Dann werden wir die erfrischenden Früchte ernten, über und jenseits aller Formen von Leid stehen. Mit Unkonditionierbarkeit können wir jede Art von Sinnesobjekten lachend abwehren. Je mehr wir davon haben, um so beständiger und sicherer sind wir. Das ist natürlich nicht so leicht zu erreichen und sicher nicht möglich, wenn man nur für zehn Tage Meditation übt. Wenn ihr jedoch ernsthaft daran interessiert seid, diese Einsichten zu gewinnen und nacheinander, Schritt für Schritt, in die Wahrheiten der Natur einzudringt, um sie wirklichkeitsgemäß zu erkennen, dann habt ihr eine gute Chance gegen die Sinnesobjekte.
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können Lust und Leidenschaft daraus erwachsen. So ist es in der ganzen Welt. Wir sind Sklaven der Sinnesobkekte, wir sind Sklaven unserer Natur, Sklaven unserer Einbildungen, Sklaven der Sinnesgrundlagen und wir bekommen es ständig vor Augen geführt. Verwirklichte hingegen haben solche Probleme nicht, da sie nie von Lust ergriffen werden.
In Kreisen der Yogis hat man die Ansicht, daß die Lust kontrolliert werden muß, damit sie sich nicht auf irgend etwas richtet. Wenn keine Lust auf irgendetwas sinnlich Erfahrbares aufkommt, kann sich nichts anstauen und Probleme verursachen, bis schließlich ein Samenerguß erfolgt. Yogis üben sich in der Kontrolle der Lust. Ist der Geist stark genug, um den keuschen Lebenswandel (brahmacariya) mit rechter Sammlung, mit rechter Geistesentwicklung zu betreiben, so kommt es zu keinem Samenerguß. Die im Samen enthaltene Energie, wird in etwas umgewandelt das ocha genannt wird. Dieses ocha ernährt das Gehirn, es nährt das Herz, es speist das Aufsteigen von Energie und bewirkt im Nervensystem Seligkeit und Wohlgefühl.
Die Schulung in Sinneszügelung und Selbstkontrolle soll der Lust nicht gestatten, sich zu erheben, soll genügend Achtsamkeit, Weisheit und klare Wahrnehmung erbringen, damit keine Lust verursacht wird, wann immer Kontakt stattfindet oder wir etwas sehen, das die Basis von Lust darstellt. Wenn ihr in euren Bemühungen um Geistesgegenwart bei der Ein- und Ausatmung erfolgreich seid, so werdet ihr über genügend Achtsamkeit, Weisheit, Wissensklarheit und Sammlung verfügen, die schnell genug sind, die Lust zu kontrollieren, wenn die Augen eine Form sehen, die Ohren einen Ton hören, die Nase Gerüche riecht, die Zunge Aromen schmeckt, Haut und Körper Berührungen spüren oder wenn der Geist denkt und sich erinnert.
Dann gibt es kein Problem, weil keine Lust aufsteigt und sich irgendwie anstaut, wie sie es sonst zu tun pflegt. So wird man zum arya (ein Edler) und hört auf, ein Weltling zu sein, der mit Befleckungen und anderen Dingen, die den Blick verschleiern, bedeckt ist. Ich hoffe, ihr seht nun noch klarer, daß die Sinnesobjekte reine Einbildungen sind, die der Geist durch die Macht von Unwissenheit und Anhaften geschaffen hat. Geht also nicht hin und verehrt die Sinnesobjekte oder verneigt euch vor den Sinnesgrundlagen und schuftet euch für sie beinahe zu Tode, Monat um Monat, Jahr um Jahr, nur um dafür einen faulen Scheck zu erhalten.
Das sollte man ändern, weniger werden lassen, sich davon lösen; man sollte voranschreiten und sich darüber erheben, bis man das Problem ganz transzendiert hat. Als Mönche sollten wir hier in der Lage sein, zu erkennen, daß, sobald wir Sklaven der Sinnesobjekte sind, die Befleckungen geboren werden. In Lust schwelgen, wann immer wir bekommen, was unser Herz begehrt, in Zorn geraten, wann immer wir nicht das erhalten, was wir begehren und der Täuschung zu erliegen, wann immer wir nicht recht wissen, was zu tun ist.
Ich kann euch unumstößlich versichern, sobald die Einsicht bis zur Ebene der Unkonditionierbarkeit fortgeschritten ist, dann gibt es keine der verrückten, irren Sinnesobjekte mehr; es werden keine geistigen Bilder mehr erschaffen, nichts geschieht mehr von dem, das die Probleme schafft, die wir rund um uns sehen. Bitte weckt euer Interesse für die Ausübung von konzentrierter Geistesentfaltung; werdet nicht mutlos, gebt nicht auf. Wenn ihr die Sinnesobjekte noch nicht völlig ausschalten könnt, so verringert sie doch so viel wie möglich und reduziert dadurch einen großen Teil der Probleme, dann wird es viel weniger Leid in eurem Leben geben.
Betrachten wir nun wieder die gewöhnlichen, allgemeinen Sinnesobjekte: Formen, Töne, Gerüche, Geschmäcker, Berührungen, das sind alles materielle Dinge. Wenn die Augen mit Formen in Kontakt kommen, kann die Form nicht in unsere Herzen eindringen. Daher kann eine Rose nicht in unsere Herzen gelangen, wir müssen sie vorher mental durch ihre Wertigkeit Schönheit abbilden. Wenn nun in der Vorstellung ein Bild der Rose entsteht, dann kann es eindringen und das Herz der betreffenden Person ergreifen. Das Gleiche ist es mit Tönen, etc., auch sie müssen erst in Vorstellungen umgesetzt werden. Bloße Licht- oder Schallwellen einer bestimmten Wellenlänge können das Herz nicht ergreifen, sie sind zu materiell.
Vergeßt nicht, daß nichts, egal wie lieblich, befriedigend oder wunderschön es sein mag, in den Geist eindringen und Macht über ihn erlangen kann, wenn es nicht in Form einer geistigen Vorstellung erscheint. Dann bleibt es draußen. Hütet euch also vor den Sinnesobjekten, die der Geist hervorbringt, sie sind ganz unglaublich besitzergreifend. Können wir aber den Geist kontrollieren, dann kann er sie nicht erschaffen und die Unwissenheit kann keine täuschenden Illusionen mehr erzeugen. Und genau darin unterscheiden sich der Weltling und der ariya (Edle). Einer lebt gefangen im Käfig der Vorstellungen, vegetiert im Keller der Welt, der andere steht über und jenseits von all dem, er ist über die Welt hinausgegangen. Je klarer ihr den Unterschied erkennt, desto mehr wird sich euer Geist ganz von selbst dem höheren Weg zuneigen.
Wenn wir das nicht sehen, führt unser Weg nach unten, ohne daß es uns bewußt wird. Dann wird man ungeachtet dessen, was einem andere erklären oder lehren, dem keinen Glauben schenken. Daher kommen all die Narren, die voller Befleckungen, Begehren und Selbstsucht sind. Wenn wir davon frei sein wollen, dürfen wir uns nicht länger von der Welt der Illusionen täuschen lassen. Dann werden wir die erfrischenden Früchte ernten, über und jenseits aller Formen von Leid stehen. Mit Unkonditionierbarkeit können wir jede Art von Sinnesobjekten lachend abwehren. Je mehr wir davon haben, um so beständiger und sicherer sind wir. Das ist natürlich nicht so leicht zu erreichen und sicher nicht möglich, wenn man nur für zehn Tage Meditation übt. Wenn ihr jedoch ernsthaft daran interessiert seid, diese Einsichten zu gewinnen und nacheinander, Schritt für Schritt, in die Wahrheiten der Natur einzudringt, um sie wirklichkeitsgemäß zu erkennen, dann habt ihr eine gute Chance gegen die Sinnesobjekte.
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