Meditation und Enthaltsamkeit

Hast du dir denn jemals die Mühe gemacht, hinter all diese Götterbilder anders als geringschätzig zu schauen?
Die Geringschätzigkeit sieht er ja nicht nur in den Götterbildern, sondern überall.

Nur er ist der einzige Gott, der dank seinem Knoten im unteren Chakra die absolute Erleuchtung erlangt hat, die dadurch sogar Buddha und ähnliche in den Schatten stellen. :liebe1:
 
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Die Geringschätzigkeit sieht er ja nicht nur in den Götterbildern, sondern überall.

Nur er ist der einzige Gott, der dank seinem Knoten im unteren Chakra die absolute Erleuchtung erlangt hat, die dadurch sogar Buddha und ähnliche in den Schatten stellen. :liebe1:
Der Vergleich Optis von Dubai mit Ägypten ist ganz so ohne nicht. Moderne Archetypen, für welche sich tausende Arbeiter völlig freiwillig versklaven sind heute bekannt als Shareholder Value und Aktienkurs. Sie tragen Namen wie "IBM", "Deutsche Bank", "Coca Cola", "Greenpeace", "Manchester United". Nicht zu selten tragen sie auch heute noch den Namen einer Nation. Man könnte durchaus ägyptische Herrscher und Götter jener Zeit als archetypische Figuren betrachten und den Vergleich wagen.
Dennoch hat Kinnaree natürlich völlig Recht und Opti versucht hier bloss ein paar Reaktionen zu provozieren. Dass sein Verriss der kulturellen Umstände jener Zeit völlig unqualifiziert und daher eigentlich nicht der Rede wert ist, weiss er selbst so gut wie wir.
 
Der Vergleich Optis von Dubai mit Ägypten ist ganz so ohne nicht. Moderne Archetypen, für welche sich tausende Arbeiter völlig freiwillig versklaven sind heute bekannt als Shareholder Value und Aktienkurs. Sie tragen Namen wie "IBM", "Deutsche Bank", "Coca Cola", "Greenpeace", "Manchester United". Nicht zu selten tragen sie auch heute noch den Namen einer Nation. Man könnte durchaus ägyptische Herrscher und Götter jener Zeit als archetypische Figuren betrachten und den Vergleich wagen.
Dennoch hat Kinnaree natürlich völlig Recht und Opti versucht hier bloss ein paar Reaktionen zu provozieren. Dass sein Verriss der kulturellen Umstände jener Zeit völlig unqualifiziert und daher eigentlich nicht der Rede wert ist, weiss er selbst so gut wie wir.

Ist doch genial, wie du Greenpeace, IBM, Deutsche Bank und Coca Cola in einen Topf schmeißt. Das wiederum halte ich für völlig unqualifiziert. Aber du bist ja nicht der einzige, der Greenpeace offenbar nicht mag. Le Baron mag sie offenbar genau so wenig. Oder sollten...

Was will ich wohl mit meiner Kritik an der altägyptischen Kultur andeuten? Diese sogenannte "Hochkultur" fand in Wirklichkeit so gut wie gar nicht statt. Es gab einige wenige ausgewählte Privilegierte, die sich diesen Luxus gönnten, welcher Art auch immer, sei er religiös, spirituell oder kulturell. Die große Mehrheit der Bevölkerung lebte als Analphaten ein ärmliches Leben und hatte so gut keinerlei Zugang zur Kultur.

Ich hatte ja immerhin noch meine Töpferscheibe. Aber wenn heute von der hochstehenden altägyptischen Kultur die Rede ist, muss ich immer ein wenig schmunzeln. Dann setze ich mich ganz still an meine Töpferscheibe und denke mir, baut ihr mal eure Pyramiden, träumt von der altägyptischen Mythologie, von der von den alten Ägyptern allerdings niemand sprach, denn die opferten gerade ihr Leben irgendwo in einem sinnlosen Krieg oder unterlagen der Fron des Pyramidenbaues. Baut also ruhig eure Traumschlösser, während meine Hände den Ton modellieren.
 
Ist doch genial, wie du Greenpeace, IBM, Deutsche Bank und Coca Cola in einen Topf schmeißt. Das wiederum halte ich für völlig unqualifiziert. Aber du bist ja nicht der einzige, der Greenpeace offenbar nicht mag.
Du solltest dich mal ganz genau über die Organisation informieren. Ich gehörte früher lange Zeit zu jenen, die eine durchwegs positive Meinung dieser Organisation hatten. Das hat sich mittlerweile gründlich geändert.
Was will ich wohl mit meiner Kritik an der altägyptischen Kultur andeuten? Diese sogenannte "Hochkultur" fand in Wirklichkeit so gut wie gar nicht statt. Es gab einige wenige ausgewählte Privilegierte, die sich diesen Luxus gönnten, welcher Art auch immer, sei er religiös, spirituell oder kulturell. Die große Mehrheit der Bevölkerung lebte als Analphaten ein ärmliches Leben und hatte so gut keinerlei Zugang zur Kultur.
Na also, das ist doch mal eine qualifizierte Kritik. Aber wenn wir schon mit heute vergleichen, dann gilt das leider auch heute noch. Vielleicht nicht gerade Analphabetismus in diesem Ausmass, aber beim Zugang zu Gesundheitsinfrastruktur, höherer Bildung, Trinkwasser etc. da hapert's gewaltig.
Ich hatte ja immerhin noch meine Töpferscheibe. Aber wenn heute von der hochstehenden altägyptischen Kultur die Rede ist, muss ich immer ein wenig schmunzeln. Dann setze ich mich ganz still an meine Töpferscheibe und denke mir, baut ihr mal eure Pyramiden, träumt von der altägyptischen Mythologie, von der von den alten Ägyptern allerdings niemand sprach, denn die opferten gerade ihr Leben in einem sinnlosen Krieg oder unterlagen der Fron des Pyramidenbaues. Baut also ruhig eure Traumschlösser, während meine Hände den Ton modellieren.
Und das ist wiederum unqualifiziert.
 
Auch wenn du es noch so gerne möchtest, du kannst nicht die ägyptische Hochkultur beiseitewischen mit einer Handbewegung, nur weil du glaubst, daß die dort keine Enthaltsamkeit gekannt haben. (Haben sie, so vermute ich, unter anderem auch...) Hast du dir denn jemals die Mühe gemacht, hinter all diese Götterbilder anders als geringschätzig zu schauen?

Du hast recht, dass auch die alten Ägypter, die Enthaltsamkeit bereits kannten. Aber eben nur einige wenige "heidnische" Priester. Du kannst dich vielleicht daran erinnern, die hatten so ihre eigene Art, die Enthaltsamkeit zu praktizieren. So ist uns die Weihe der Ehelosigkeit heidnischer Priester bekannt, sowie ihre freiwillige Entmannung als Ausdruck der Götzenhuldigung und ihres priesterlichen Götzenkultes:

»Damit sie nicht durch Geschlechtsverkehr befleckt würden, sondern reine und heilige Mittler zwischen den Menschen und dem Gott oder der Göttin sein könnten, haben sich viele heidnische Priester entmannt. Kultische Entmannung findet sich z.B. in Babylonien, im Libanon, in Phönizien, auf Cypern, in Syrien, beim Artemiskult in Ephesus, im Osiriskult in Ägypten, im phrygischen Kybele-Attiskult, der sich im Morgen- und Abendland weit verbreitete. . . «

Sind die Pyramiden, der Goldschmuck und die Götzenbilder nicht eigentlich ein Ausdruck der Unterdrückung, der Ausbeutung und Entrechtung der Massen der Völker, damit sich einige sich gottgleich wähnende Pharaonen ein Denkmal für die Zukunft setzen konnten? Würden sie heute leben, dann hätte man sie vermutlich in die Wüste gejagt.
 
Du hast recht, dass auch die alten Ägypter, die Enthaltsamkeit bereits kannten. Aber eben nur einige wenige "heidnische" Priester. Du kannst dich vielleicht daran erinnern, die hatten so ihre eigene Art, die Enthaltsamkeit zu praktizieren. So ist uns die Weihe der Ehelosigkeit heidnischer Priester bekannt, sowie ihre freiwillige Entmannung als Ausdruck der Götzenhuldigung und ihres priesterlichen Götzenkultes:

»Damit sie nicht durch Geschlechtsverkehr befleckt würden, sondern sein könnten, haben sich viele heidnische Priester entmannt. Kultische Entmannung findet sich z.B. in Babylonien, im Libanon, in Phönizien, auf Cypern, in Syrien, beim Artemiskult in Ephesus, im Osiriskult in Ägypten, im phrygischen Kybele-Attiskult, der sich im Morgen- und Abendland weit verbreitete. . . «

Andere Methoden, aber die gleichen Ziele wie heute, oder?

Reine und heilige Mittler zwischen den Menschen und dem Gott oder der Göttin

:clown:
 
Du hast recht, dass auch die alten Ägypter, die Enthaltsamkeit bereits kannten. Aber eben nur einige wenige "heidnische" Priester. Du kannst dich vielleicht daran erinnern, die hatten so ihre eigene Art, die Enthaltsamkeit zu praktizieren.
Ja. Das ist mir bekannt. Ich hab 1982 eine Hausarbeit über die altägyptische Religion und ihre staatstragende Bedeutung abgegeben.
Sind die Pyramiden, der Goldschmuck und die Götzenbilder nicht eigentlich ein Ausdruck der Unterdrückung, der Ausbeutung und Entrechtung der Massen der Völker, damit sich einige sich gottgleich wähnende Pharaonen ein Denkmal für die Zukunft setzen konnten? Würden sie heute leben, dann hätte man sie vermutlich in die Wüste gejagt.
Parallel dazu sind der Mailänder Dom und die St.Lorenzkirche und der Stephansdom Symbole der Ausbeutung der schwerarbeitenden Bevölkerung. Was hatte denn schon ein armer Maurer von der Religion, die ja eigentlich nur in den Köpfen der paar privilegierten Priester stattfand, diktiert von einem noch privilegierteren Papst, der sich selbst unfehlbar erklärt hatte. Die drin abgehalteten Messen hat das arbeitende Volk nie zu sehen bekommen, und wenn, dann hat sie sie nicht verstanden, denn sie wurden lateinisch gehalten, und das arme arbeitende Volk konnte kein Latein. Also folgere ich jetzt in opti-malem Gedankengang kühn, die gesamte christliche Kultur fand in Wirklichkeit so gut wie gar nicht statt.

Sag ist es deiner geschätzten Aufmerksamkeit tatsächlich entgangen, daß die Leistungen ägyptischer Hochkultur nicht ausschließlich im Bau der weithin sichtbaren und deshalb auch so publikumswirksamen Pyramiden bestanden?
 
Zumal Drunvalo in seinen Werken - wie ich finde - sehr eindrucksvoll beschreibt, dass diese Pyramiden ursprünglich nicht als Gräber gedacht waren, sondern Initiationsstätten waren und zwar in dem Maße, die von hohem spirituellen Wissen zeugen :) ;) ...

Und ist es denn heut noch anders - wirklich - als damals - wo ein paar Reiche den Rest der Welt für sich schuften lassen ?
 
... dass diese Pyramiden ursprünglich nicht als Gräber gedacht waren, sondern Initiationsstätten waren ...
... auf solche Feinheiten kann ich mich mit Opti nicht einlassen, das würde voraussetzen, daß er sich einmal wirklich ernsthaft mit der altägyptischen Dingens befaßt hätte, hat er aber nicht, sonst würde er nicht solche ...Wiesoiisogn... drüber in die Tastatur bringen...
 
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Sag ist es deiner geschätzten Aufmerksamkeit tatsächlich entgangen, daß die Leistungen ägyptischer Hochkultur nicht ausschließlich im Bau der weithin sichtbaren und deshalb auch so publikumswirksamen Pyramiden bestanden?

Wie definierst du denn Kultur? Ich hatte immer gedacht, dass zur Kultur auch so etwas wie Bildung, wie der Besuch von Schulen und das Vermitteln von Grundfertigkeiten, wie Lesen, Rechnen und Schreiben gehört. Und davon kann doch wohl im alten Ägypten überhaupt nicht die Rede sein.

Gehören zur Kultur nicht mindestens auch Ansätze von Demokratie? Wehe dem, der im alten Ägypten auch nur einmal dieses Wort aussprach. Ich weiß gar nicht, welchen qualvollen Tod der arme Mensch sterben durfte, wenn er es wagte, so etwas auch nur zu denken.

Im christlichen Europa gab es ja zumindest Ansätze davon, wenn auch sehr bescheidene. Die wirklich großen Fortschritte wurden wohl auch erst in den letzten Jahrhunderten, speziell seit der französischen Revolution, gemacht. Aber davon zu sprechen, dass es im alten Ägypten so etwas wie Kultur gab, stellt die Realität der damaligen Verhältnisse doch etwas auf den Kopf.

Aber manch ein Esoteriker, der sich sein Idealbild von der altägyptischen Kultur malt, schaut dann lieber nicht so genau hin, und schwärmt dann vom Glanz der altägyptischen Hochkultur. Das erinnert mich immer ein wenig an manche schöngeistige Theaterbesucher, die sich einmal ein sozialkritisches Stück anschauen und dann ganz betroffen das Theater verlassen.
 
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