Ein Beispiel: Ein Kind hört mit 5 Jahren Erzählungen über Berlin, dass dort unheimlich viele Verbrechen geschehen, vielleicht noch ein paar Geschichten von Morden oder was auch immer. Ein paar Jahre später sieht es im TV einen Bericht, über die Jahre wahrscheinlich deutlich mehrere, über Verbrechen in Berlin. Irgendwann als Teenie erzählt ihm ein Freund das ein Bekannter in einer Berliner U-Bahn überfallen wurde. Und dann sind da noch jede Menge Informationen allgemein über Verbrechen, Morde, Überfälle usw. Das alles wird zu einem Informations-Komplex der im Grunde ganz ruhig im Bewusstsein dieses jungen Menschen existiert. Aber dann, als er Bescheid bekommt das die einzige Uni auf der er studieren könnte in Berlin ist, entsteht ein Angstgefühl... Und das ist auch nicht derart unbewusst als das er nicht sagen könnte wovor er Angst hat.. eben vor Verbrechen, in Berlin ist man ja nirgendwo sicher... seiner Ansicht nach. Aber woraus diese Angst im Detail besteht, das ist nicht bewusst... Es ist aber zugänglich und nicht mal unbedingt so schwer. Man kann das Prinzip fast ein bisschen mit Wikipedia vergleichen. Ein Hauptartikel über Verbrechen in Berlin und jede Menge "Verlinkungen" in den einzelnen Themen die dahinter existieren, die wiederum "Verlinkungen" enthalten. Und m.A.n. muss ein großer Teil dieses Komplexes aufgedeckt werden, damit eine massive Angst sich wirklich löst.
Das Berlin-Beispiel nahm ich übrigens, weil es einem Bekannten von mir so ging oder auch noch geht.
Nette Geschichte, und ich glaube, ich kann jetzt eines besser formulieren, vielleicht nicht für Dich

In genau diesem Beispiel gehst Du von fixen Beispielen aus, das Kind "hört" (von wem wird es das wohl

)
Und genau dies ist nicht der Fall, denn das Kind hört dies von Bezugspersonen, die dabei zu 90% Meta-Kommunikation und Emotion verpackten.
Dem Kind ist eigentlich vollkommen egal WAS es hört, es geht nur darum WIE es das hört.
(ist übrigens der Grund, warum ich HIER nicht auf Etikette achte, gell

)
Es geht sogar soweit, dass das Kind diese Information möglicherweise über Delmenhorst gehört hat und nicht über Berlin, es aber im Laufe der Zeit diese anfängliche Meta-Kommunikation mit Berlin verlinkt.
Bevor Du dies alles anzweifelst beschäftige Dich bitte mit moderner Psychologie

(Ach ja, hast Du Dich eigentlich mal mit Karl Popper beschäftigst? Ich meine nicht damit Du mir wieder vorwirfst, was ich eigentlich Deiner Meinung nach meinen müsste

)
Beides bedingt sich. Da ist zum einen eine rein körperliche Emotion die objektiv bedeutungslos sein könnte, aber gedanklich interpretiert wird... Gedanke plus Emotion sind dann das wirkliche Gefühl, etwa Traurigkeit. Und die körperlichen Emotionen können sehr subtil sein, obwohl sie ständig ablaufen. Zweifel etwa... das ist nicht nur rein gedanklich. Fast jeder wertende Gedanke, d.h. jeder Gedanke dem wir Bedeutung beimessen, hat auch einen körperlichen Aspekt. Manches nehmen wir z.B. fast nur im Gesichtsfeld wahr... das ist wirklich subtil, aber wenn man mal darauf achtet ist es leicht zu erkennen.
Dies Aussage ist aber auch sehr subtil

Also Gedanke plus Emotion (=Gefühl) sind also Gefühl?
Siehst Du C.: das meine ich, werde Dir einmal über Deine eigenen Definitionen klar.
Und körperliche Emotionen sind subtil?
Genauer: Sie sind in der Regel unbewusst.
Auch hier wäre die die Forschung der letzten 50 Jahre nicht schlecht, oder?
Die Reihenfolge bedingt sich ebenfalls... Eines lässt das andere entstehen, bzw. man kann auch sagen das es parallel abläuft. Auf jeden Fall gehört es zusammen.
Also es gibt eine Reihenfolge, obwohl es parallel abläuft?
die diversen Schutzfunktionen sind gleichzeitig auch Ketten. Meistens haben sie mit dem Selbstbild zu tun, bzw. einem Idealbild das man nicht wirklich auszufüllen in der Lage ist, aber das trotzdem nach außen präsentiert wird.
Es ist genau anders herum: die Schutzfunktion ist genau dies: eine Strategie um Schutz zu finden, die aber aus dem Ruder läuft.
Menschen sind i.d.R. reaktive Wesen.....
Und es ist auch diese Distanz zwischen Status Quo und Ideal, die, je größer sie ist, umso unglücklicher macht. Das einzige Glück was Menschen mit einer großen Distanz dazwischen kennen, liegt in der Zeit.. aber auch nur, wenn sie zuversichtlich sind ihr Ideal erreichen zu können. Diese Zuversicht schwindet aber meistens mit der Zeit. Wer dann nicht zumindest vor sich selbst aufrichtig wird, landet in Depressionen. Gleichzeitig ist es so, dass die Aufrichtigkeit und das "Frieden schließen" mit dem Status Quo der wesentlichste Schritt zu dessen Überwindung ist. ............
Das ist Deine Geschichte.....
Und nun ist's genug
Das ist wie bei sehr guten Büchern. Wenn man sie versteht, hätte man sie eh nicht gebraucht. Diejenigen die sie nötig hätten, verstehen sie nicht.
VG,
C.
Moment noch

. Jetzt hör aber auf mit diesem Vergleich, der ist gut, aber das sag ich ja immer
