Magische energie und der angstdämon

Hey,

sag mal, könntest du das näher erläutern, bitte? Falls es hier den Rahmen sprengt auch gerne per P.M.

*treudoof glotz*:D

:)
Ich unterscheide Ethik von Moral. Moral sind sozialintendierte Handlungsanweisungen innerhalb eines kulturellen Konzeptes, Ethik greift darüber hinaus, ist sozusagen die Summe aller Moral plus dem Willen der ganzen Natur z.B. und steht damit 'darüber'. Eine ethische Entscheidung muß somit nicht unbedingt einen direkten oder indirekten menschlichen Vorteil bringen, kann 'unmenschlich' (was es letztlich nicht gibt, da wir Teil der Natur sind) sein/scheinen.
 
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Ich versuche mich an der Unterscheidung... schon eine ganze Weile. Moral hatte ich etwa so verstanden, wie du es auch aufzeigst... was man so macht eben... fängt wahrscheinlich irgendwo bei Tischmanieren an und geht bis, meinetwegen, es ist okayer Arbeit zu haben und damit Umwelt zu zerstören als umgekehrt, beispielsweise.

Wenn ich dann über Ethik nachdenke, praktisch jetzt, kam ich echt zu dem Schluss der Gleichgültigkeit... was so ziemlich das Einzige ist, worauf ich da komme...:(
 
Sind es nicht eine Art Programme die sich verselbständigen, weil sie immer neu geschrieben werden und neu abgegleicht werden mit der Summe der Erfahrung (anderer Programme). Das heisst widerum solche Muster sind eigentlich Grundprogramme die ablaufen. Je stärker die Verletzung desto tiefer dringen sie ins System und schlussenlich sind sie sowas wie im Bios und können nur noch ganz schwierig entfernt werden. Also eine Art, fehlfunktionierende seltbständig gewordene Programme im menschlichen Hirn.
lg
Cyrill

Klar sind sie das, und eben wie Programme eine Arbeitsanweisung:

z.B. ganz banal und bei allen Primaten: Schlange=Angst

Schwieriger wird es bei den selbst erworbenen. Die neigen sich zu vererben, in Familien, selbst in ganzen Völkern
 
Ich versuche mich an der Unterscheidung... schon eine ganze Weile. Moral hatte ich etwa so verstanden, wie du es auch aufzeigst... was man so macht eben... fängt wahrscheinlich irgendwo bei Tischmanieren an und geht bis, meinetwegen, es ist okayer Arbeit zu haben und damit Umwelt zu zerstören als umgekehrt, beispielsweise.

Wenn ich dann über Ethik nachdenke, praktisch jetzt, kam ich echt zu dem Schluss der Gleichgültigkeit... was so ziemlich das Einzige ist, worauf ich da komme...:(

Gleich Gültigkeit ist doch gar nicht so verkehrt.
 
Ich unterscheide Ethik von Moral. Moral sind sozialintendierte Handlungsanweisungen innerhalb eines kulturellen Konzeptes, Ethik greift darüber hinaus, ist sozusagen die Summe aller Moral plus dem Willen der ganzen Natur z.B. und steht damit 'darüber'. Eine ethische Entscheidung muß somit nicht unbedingt einen direkten oder indirekten menschlichen Vorteil bringen, kann 'unmenschlich' (was es letztlich nicht gibt, da wir Teil der Natur sind) sein/scheinen.

Finde ich eine gute erklärung.
Habe den begriff ethik immer mit oberstem prinzip oder einem höchsten gesetz gleichgesetzt, das für alle geltung hat, aber nicht direkt wirkt.
Indirekt soll die ethik aber pos. wirkung entfalten.

Liebe ist ethik. Jetzt würde ich den satz noch besser verstehen.:)
 
Wenn ich dann über Ethik nachdenke, praktisch jetzt, kam ich echt zu dem Schluss der Gleichgültigkeit... was so ziemlich das Einzige ist, worauf ich da komme...:(

Jupp, widerspricht dem ja nicht. Wobei Gleichgültigkeit immer noch die perspektivische Sicht ist. Ethik ist ja auch praktische Entscheidung. Nur eben nicht unbedingt eine zum Vorteil des Menschen, also letztlich ein individualutilitaristischer Glaubenssatz, wenn man das so nennen mag.
Ethik ist ja ein debattischer Begriff aus der Philosophie, der moralische Arten der Entscheidung umschließt, aber ich denke eben, dass Ethik in der Magie Platz hat, genau wenn - und das ist paradox an dieser Stelle - es um die effektive Durchsetzung des Einzelnen geht.
 
Das Unbewusste... hab ich eben einiges zu gesagt. Lies noch mal nach. Und damit Du verstehst, schau Dich v.a. selbst an und ob Dir die Basis all Deines Handelns vollkommen bewusst ist oder Dir bewusst machen kannst.

ist Dir eigentlich möglich eine Antwort ohne Beleidigung zu geben?
Deine Antwort:
so etwas???

Weil Du in dem Moment handeln wirst, ohne Dir des Motivs wirklich bewusst zu sein. Das läuft prinzipiell ständig ab, aber es gibt zwei Richtungen: Hinein ins Unbewusste und damit ins Leid, oder die Gegenrichtung... bewusster werden was dann auch bedeutet mehr und mehr die Wahl zu haben.


DAS soll eine Antwort sein? Ich habe Dich gefragt was das Unbewusste sein soll und Du antwortest damit, das die Richtung "Hinein ins Unbewusste" und "damit ins Leid"?
Ohje...

Dir ist absolut nicht klar, was das Unbewusste ist, noch was die Buddhisten unter Bewusstheit verstehen (das zudem eine interpretierende Übersetzung ist).
Als Beispiel wähle ich mal folgendes Zitat von Dir:
Vom Gefühl her ist es vergleichbar mit einem Ruhepunkt, insofern trifft es "Sein"... wenn man das Ideal erreicht das ich meine, was ich bisher nie dauerhaft geschafft habe, dann ist es ein Wahrnehmen aus der vollkommenen und unverletzlichen Ruhe heraus. Und obwohl es auch gleich-gültigkeit ist, ist es trotzdem auch ein machtvoller Zustand, da das "Ich-Muster" (Deine Persönlichkeit), obwohl es Inhalt ist und nicht selbst dieser "Ruhepunkt" ihn sich zu eigen machen kann. Daraus entsteht dann ein paradoxer Zustand, weil diese Macht persönlichen Belangen untergeordnet werden kann, obwohl sie vollkommen unpersönlich ist.

(Liebe ist das Gesetz. Liebe unter Willen)

Wie ich schrieb SEIN ist nicht IST. Du beschreibst IST und untermauerst es noch mit ACs Zitat.

Dann antworte ich Dir: Das Khabs ist im Khu, nicht das Khu im Khabs

Welche Buddhisten...
Buddhisten streben die Auflösung, das Nirwana an. Wenn Du Dir deren "Mittel" oder Weg dazu anschaust, den achtfachen Pfad, wirst Du sehen dass alle dieser 8 Bedingungen einer einzigen unterliegen: Bewusst-zu-sein (frag einfach, falls Definitionsbedarf besteht). Bewusst zu sein führt zu dem was ich "ausagieren" nenne. Schau Dir irgendein Problem an das Du derzeit hast, etwas das Dich belastet. Da sind zwei Komponenten die aufeinander reagieren: Empfinden/Gefühl und Gedanken. Wenn Du darauf achtest wie Du gedanklich mit Ablehnung Deinen inneren Widerstand ausdrückst, wirst Du erkennen können, dass genau das wiederum ein negatives Gefühl auslöst. Wenn Du Dir die Gründe bewusst machst, warum Du mit Widerstand reagierst, wird sich der Widerstand in dem Moment lösen in dem Du nicht mehr von der Objektivität (Definition: unabhängig existierend/wahr) dieser Gründe überzeugt bist. Du wirst in dem Moment nicht mehr von der Objektivität dieser Gründe überzeugt sein, wenn Dir klar wird, dass es sich um einen Kreislauf handelt der durch Unbewusstheit am laufen gehalten wird und Unbewusstheit erhält, immer wieder ins Unbewusste zieht...

Was Du beschreibst ist die Praxis in Dharma und Sangha für den Fellower.

Das hat mit der Buddha-Natur wenig zu tun, denn:
Das Khabs ist im Khu und nicht das Khu im Khabs

Und noch mal: Damit ist gemeint, dass Dir die Gründe für Dein Handeln (auch mentales "Handeln") nicht vollkommen bewusst sind.

VG,
C.

Und auch von mir nochmal: Wenn Du damit das Unbewusste meinst, dann ist das schlicht Blödsinn. Ehrlich gesagt Deiner nicht würdig.

Meine Antworten auf Deine Fragen:

1. Ja, habe ich und weiss ich
2. Damit andere das nachlesen können (habe ich auch schon öfter mal geschrieben )
 
Wobei Ethik wiederum unterteilt ist. Eigentlich wäre ja dann nur die Bioethik etwas was man als gegeben nehmen kann. Moral wird anerzogen und ist je nach Individium individuell, hängt von der Erziehung und vom Eigeninteresse des Individiums ab. Wobei aber die Bioethik eigentlich den gesetzlichen Rahmen definiert.
lg
Cyrill
 
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