Magie und Mystik

Im Grunde geht es doch darum, dass wir in Rollen hineinwachsen, weil man uns dazu zwingt. Das heißt aber NICHT, dass man sich dieser Rolle nicht bewusst ist. Nicht jedes Kind funktioniert nach theoretischen Modellen, oder weil man Erfahrungen in der scheinbaren Übereinstimmung seiner theoretischen Modelle mit dem Verhalten des Kindes hat. Ich finde es eher bedauerlich, wie hier mit sog. fachlicher Kompetenz um sich geworfen wird von sekundär und tertiär und trallala. So etwas finde ich abschreckend.
 
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Später, als heranwachsender und dann als erwachsener, kann man differenzieren, von mir aus stellung beziehen und feststellen, was nicht richtig gelaufen ist. Man kann sein handeln dann auch entsprechend anpassen, konsequenzen ziehen, etc..
Ja genau, doch dies ist das Verhalten des Erwachsenen auf der Erwachsenen-ich-ebene.
Hierzu eine frage, die mich bewegt: Warum bleibt dieses kind-ich, das wir zweifellos in uns tragen über diese zeit hinweg doch weiter aktiv, dass es weiterhin eine stimme behält? Es also schaffen kann, rationale überlegungen, die man jetzt in der lage ist anzustellen, dennoch zu übertönen, zu beeinflussen?
Weil es eine sehr starke Kraft ist. Die Persönlichkeit ist ein Ganzes. Und wenn verschiedene Persönlichkeitsschichten miteinander uneins sind, gewinnt langfristig immer die stärkere. Die Erwachsenenschicht ist eigentlich sehr schwach, weil sie schon in sich selbst meist nicht geeint ist. Erwachsen rational weiß ich, dass Rauchen schädlich ist, doch hat das noch keinen Raucher zum Aufhören bewegt. Es braucht schon stärkere Motive, zb die Liebe zum ungeborenen Kind, oder wenn das "schädlich" drastisch vor Augen geführt wurde. Und selbst dann kann es nicht ausreichen, weil der Wille nicht stark ist.

Und das Kind-ich schöpft aus einer noch viel tieferen Quelle, nämlich die der himmlischen Liebe. Das Erwachsenen-ich hingegen hat sich im Normalfall weit von dieser Quelle entfernt und ist dementsprechend eigentlich sehr schwach im Umsetzen vernünftiger Verhaltensmuster, hat dafür aber stets zahlreiche Rechtfertigungen...
 
Im Grunde geht es doch darum, dass wir in Rollen hineinwachsen, weil man uns dazu zwingt.
Aha, Zwang und Rebellion als Thema?
Das heißt aber NICHT, dass man sich dieser Rolle nicht bewusst ist.
Ok, nur die Frage WIE bewusst. Wirkliche Bewusstheit kann man zu nichts zwingen. Also klar, man kann sich einer aufgezwungenen Rolle bewusst sein, aber kann man sie auch ablegen? Das wäre in meiner Sicht die Wirkung von Bewusstsein.

Nicht jedes Kind funktioniert nach theoretischen Modellen, oder weil man Erfahrungen in der scheinbaren Übereinstimmung seiner theoretischen Modelle mit dem Verhalten des Kindes hat.
Gebetsmühlensartige Wiederholungen sind kein Ersatz für Argumente. Bislang hast du eine Behauptung aufgestellt (nicht jeder Kind...), wie wäre es mal mit Beispielen oder Argumenten, dass man nachvollziehen kann was du meinst.

Ich finde es eher bedauerlich, wie hier mit sog. fachlicher Kompetenz um sich geworfen wird von sekundär und tertiär und trallala. So etwas finde ich abschreckend.
Entschuldige bitte die Wortwahl. Ich werde mich noch umgangssprachlicher ausdrücken.
 
Schattenwächter;4492117 schrieb:
Ich weiß nicht...

Man muss auch die Fähigkeit haben, Verantwortung tragen zu können und das verlangt Stärke.

Und wie sich Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit gegenseitig bedingen sollen, wie erklärst du dies, wenn Kinder oder Tiere das Opfer von Misshandlungen sind?

Die Fähigkeit zur Stärke ergibt sich aus der Erkenntnis, dass es eben nicht nur Ordnung, Gerechtigkeit, Liebe geben kann, sondern dass die Gegenteile davon in dieser Welt enthalten sind, sie sind real.

Da die Einsichtsfähigkeit vieler Menschen begrenzt ist gibt es Gesetze. Allerdings hält kaum ein Gesetz jemanden davon ab Unrecht zu tun.

Wer Tiere oder Kinder misshandelt handelt verantwortungslos, denn jemand der Verantwortung für sein Leben übernimmt, handelt verantwortlich und würde das nicht tun.

So gesehen entsteht Leid aus der Schwäche heraus mit Verantwortung umzugehen.
 
ach, Du meine Güte. WEIL DU es so festgelegt hast u. es allgemein gültig ist, bin ICH komisch *lach Nun gut. Fragt sich, wer hier welchen Horizont hat. Sorry, das ist mir viel zu oberflächlich! Ciao ;)

Dein zweimaliges Verabschieden von mir und dennoch immer weiterschreiben und auf meine Beiträge bezugnehmen hat schon was unklares... Typisch für Muster, in denen man gefangen ist.

Das andere, wo du hörst, dass DU komisch bist, ist auch so ein Kind-ich-Mechanismus. Ich hatte gefragt, ob du DEIN VERHALTEN nicht komisch findest. Das Kind-ich kann nicht trennen zwischen ICH und VERHALTEN.

Wenn dich der Thread zu sehr triggert, würde ich empfehlen, fernzubleiben. Abwertungen in Form von "das ist mir viel zu oberflächlich" sind da hilfreich. Oder auf die Humorebene gehen mit *lach... schafft auch Distanz. Also wenn es dir hilft, ja, natürlich ist das hier viel zu oberflächlich.

Es ist ja ein heißes Pflaster, auf dem ich mich hier bewege. Klar ist, dass ein Forum kein Ort ist, um direktemang Traumatherapie zu machen. Also was kann ich hier bringen? Ich kann den Einstieg in eine Traumatherapie liefern.
Ich sehe Traumatherapie wie eine OP an. Und man fängt ja auch nicht auf dem Küchentisch an, eine Herz-OP durchzuführen. Aber wie bei einer guten OP braucht man eine Aufklärung. Das ist Schritt 2 in der Traumatherapie. Schritt 1 ist übrigens Stabilisierung. Die Aufklärung findet auf der Erwachsenenebene statt, und sie sichert die Kooperation des Erwachsenen-ichs.

Und in dieser Phase, im Schritt 2, kann man jederzeit ohne Schaden aussteigen, darf abwehren, zweifeln, projizieren, abwerten, soweit es für die eigne Stabilität erforderlich ist.

Wenn man genau hinhört, stecken in diesen sich da zeigenden Mustern schon weitere Wegweiser drin. Dir ist es zu oberflächlich, das ist die Sehnsucht nach der Heilung, das ist eine starke positive Kraft. In einer Therapie würde ich das noch verstärken, zb in der Form von "so viele Jahre, und immer noch kein Ende. Und jetzt, endlich, soll sich doch etwas verändern." Oder: "wie schnell dürfte es sich denn ändern? was denken Sie, brauchen Sie Minuten oder Wochen oder noch ein paar Jahre?"

Und ich weiß, dass das, was ich hier schreibe, paradox ist. Einerseits gehe ich nicht in den Therapiemodus, andererseits natürlich doch, auch wenn ich nur so tue als ob. Und genau diese Doppelbotschaft von Realität und Virtualität fängt das Erwachsenen-ich auf sowohl in seiner Realitätsbezogenheit wie auch in seinen die Realität auflösenden Zweifeln und erzeugt ein magisches Volt, einen Spannungsraum.
 
hey m290 :)
schreib dein buch, bitte.
wie kann ich mehr über die archetypischen muster und auf welchen chakren sie beheimatet sind lernen - in buchform?
gibts schon was in der richtung?

grüessli!

kona

Dazu kenne ich nichts in Buchform. Meine Erkenntnisse auf diesem Gebiet sind hauptsächlich in meiner praktischen Arbeit an mir selbst und an meinen Patienten gewachsen und wachsen immer noch weiter, ich finde das total spannend und habe das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen. Andererseits, wenn ich hier davon schreibe, merke ich doch, dass ich fortgeschrittener bin...

Also zur Wurzel, dem Baby-ich. Da gibt es einen einzigen Lebenssinn: Wachse, werde erwachsen. Dieses Ziel hat jedes Kind natürlicherweise. Durch frühe Traumatisierungen kann das Ziel aber auch verlorengehen. Und dennoch... Unbewusst verfolgt es weiter dieses Ziel. Bin ich erst erwachsen, habe ich meine Kindheit überlebt, kann ich immer noch alle meine Wunden lecken und gesundpflegen. Diesem unbewussten Ziel opfert das Kind, wenn es sein muss, alles. Die eigene Gesundheit, die Intelligenz, die Gefühlswelt, selbst die Entwicklung und/oder Integrität der Persönlichkeit und der Weltsicht.

Im Wachsen steckt übrigens das Wachsein drinne als Möglichkeit. Ich kann aus der Unbewusstheit in das helle Licht des Bewusstseins erwachen. Als Baby komme ich mit dem vollen Maß der himmlischen Liebe auf diese Welt, das ist meine Kraft. Was noch fehlt, ist die Bewusstheit. Im Läufe der Entwicklung zum Erwachsenen geht die Fähigkeit zur Resonanz mit der himmlischen Liebe immer weiter verloren, anstelle dessen tritt die sinnliche Liebe zu dieser physischen Welt. Siehe das Märchen "Hänsel und Gretel", die Hexe und ihr Haus dabei als die Welt des Sex.
Und es entwickelt sich ein Bewusstsein für die Dinge dieser Welt.
Körperlich werden wir also alle erwachsen, doch seelisch und geistig sieht es anders aus. Da kann man auch bis ins hohe Alter im Kind-ich verharren.
 
Dazu kenne ich nichts in Buchform. Meine Erkenntnisse auf diesem Gebiet sind hauptsächlich in meiner praktischen Arbeit an mir selbst und an meinen Patienten gewachsen und wachsen immer noch weiter, ich finde das total spannend und habe das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen. Andererseits, wenn ich hier davon schreibe, merke ich doch, dass ich fortgeschrittener bin...

Also zur Wurzel, dem Baby-ich. Da gibt es einen einzigen Lebenssinn: Wachse, werde erwachsen. Dieses Ziel hat jedes Kind natürlicherweise. Durch frühe Traumatisierungen kann das Ziel aber auch verlorengehen. Und dennoch... Unbewusst verfolgt es weiter dieses Ziel. Bin ich erst erwachsen, habe ich meine Kindheit überlebt, kann ich immer noch alle meine Wunden lecken und gesundpflegen. Diesem unbewussten Ziel opfert das Kind, wenn es sein muss, alles. Die eigene Gesundheit, die Intelligenz, die Gefühlswelt, selbst die Entwicklung und/oder Integrität der Persönlichkeit und der Weltsicht.

Im Wachsen steckt übrigens das Wachsein drinne als Möglichkeit. Ich kann aus der Unbewusstheit in das helle Licht des Bewusstseins erwachen. Als Baby komme ich mit dem vollen Maß der himmlischen Liebe auf diese Welt, das ist meine Kraft. Was noch fehlt, ist die Bewusstheit. Im Läufe der Entwicklung zum Erwachsenen geht die Fähigkeit zur Resonanz mit der himmlischen Liebe immer weiter verloren, anstelle dessen tritt die sinnliche Liebe zu dieser physischen Welt. Siehe das Märchen "Hänsel und Gretel", die Hexe und ihr Haus dabei als die Welt des Sex.
Und es entwickelt sich ein Bewusstsein für die Dinge dieser Welt.
Körperlich werden wir also alle erwachsen, doch seelisch und geistig sieht es anders aus. Da kann man auch bis ins hohe Alter im Kind-ich verharren.

Ok, danke, das ist spannend zu lesen.
Dann wart ich auf dein buch...
 
...
Das ist Schritt 2 in der Traumatherapie. Schritt 1 ist übrigens Stabilisierung. Die Aufklärung findet auf der Erwachsenenebene statt, und sie sichert die Kooperation des Erwachsenen-ichs.

Und in dieser Phase, im Schritt 2, kann man jederzeit ohne Schaden aussteigen, darf abwehren, zweifeln, projizieren, abwerten, soweit es für die eigne Stabilität erforderlich ist.

Wenn man genau hinhört, stecken in diesen sich da zeigenden Mustern schon weitere Wegweiser drin. Dir ist es zu oberflächlich, das ist die Sehnsucht nach der Heilung, das ist eine starke positive Kraft. In einer Therapie würde ich das noch verstärken, zb in der Form von "so viele Jahre, und immer noch kein Ende. Und jetzt, endlich, soll sich doch etwas verändern." Oder: "wie schnell dürfte es sich denn ändern? was denken Sie, brauchen Sie Minuten oder Wochen oder noch ein paar Jahre?"

Und ich weiß, dass das, was ich hier schreibe, paradox ist. Einerseits gehe ich nicht in den Therapiemodus, andererseits natürlich doch, auch wenn ich nur so tue als ob. Und genau diese Doppelbotschaft von Realität und Virtualität fängt das Erwachsenen-ich auf sowohl in seiner Realitätsbezogenheit wie auch in seinen die Realität auflösenden Zweifeln und erzeugt ein magisches Volt, einen Spannungsraum.
Das Leben besteht eben NICHT aus Konzeptschritten und nicht jedes Kind passt da hinein und deshal bist es völlig überflüssig, hier irgendwelche Pseudokompetenzen vorzuführen. Wie kompetent ist das denn, wenn man noch nicht mal diesen differenzierenden Satz "nicht bei jedem Kind ist das so", stehen lassen kann??
 
Ich bin doch nur neugierig, wie es denn bei den Kindern ist nach deiner Erfahrung, bei denen es nicht so ist? Wie ist es denn dann?
 
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Dazu kenne ich nichts in Buchform. Meine Erkenntnisse auf diesem Gebiet sind hauptsächlich in meiner praktischen Arbeit an mir selbst und an meinen Patienten gewachsen und wachsen immer noch weiter, ich finde das total spannend und habe das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen. Andererseits, wenn ich hier davon schreibe, merke ich doch, dass ich fortgeschrittener bin...

Also zur Wurzel, dem Baby-ich. Da gibt es einen einzigen Lebenssinn: Wachse, werde erwachsen. Dieses Ziel hat jedes Kind natürlicherweise. Durch frühe Traumatisierungen kann das Ziel aber auch verlorengehen. Und dennoch... Unbewusst verfolgt es weiter dieses Ziel. Bin ich erst erwachsen, habe ich meine Kindheit überlebt, kann ich immer noch alle meine Wunden lecken und gesundpflegen. Diesem unbewussten Ziel opfert das Kind, wenn es sein muss, alles. Die eigene Gesundheit, die Intelligenz, die Gefühlswelt, selbst die Entwicklung und/oder Integrität der Persönlichkeit und der Weltsicht.

Im Wachsen steckt übrigens das Wachsein drinne als Möglichkeit. Ich kann aus der Unbewusstheit in das helle Licht des Bewusstseins erwachen. Als Baby komme ich mit dem vollen Maß der himmlischen Liebe auf diese Welt, das ist meine Kraft. Was noch fehlt, ist die Bewusstheit. Im Läufe der Entwicklung zum Erwachsenen geht die Fähigkeit zur Resonanz mit der himmlischen Liebe immer weiter verloren, anstelle dessen tritt die sinnliche Liebe zu dieser physischen Welt. Siehe das Märchen "Hänsel und Gretel", die Hexe und ihr Haus dabei als die Welt des Sex.
Und es entwickelt sich ein Bewusstsein für die Dinge dieser Welt.
Körperlich werden wir also alle erwachsen, doch seelisch und geistig sieht es anders aus. Da kann man auch bis ins hohe Alter im Kind-ich verharren.
Es ist wohl eher so, dass Du dir deine Wahrnehmung in deine Konzepte packst, damit es alles schön spannend bleibt*g Das ist so nicht richtig: Die Bewusstheit kann gar nicht fehlen, denn sie ist IMMER da!
Was durch Erwachsenwerden in diesem Gesellschaftszwang geschieht, ist ein Rollenaufbau, Personenaufbau und der Kontakt zum Bewusstsein, das Erkennen dessen, geht in den Hintergrund, aber nicht verloren!
Das Bewusstsein für die Dinge dieser Welt geht eher in den Hintergrund und die Einordnung in Konzepte bestimmt das Leben. Man bewegt sich auf einer Bühne und spielt Theater! Manche gut, mancher weniger.
Ja, Entwicklung ist eben genau das Ablegen der Rolle, das Erkennen der Rolle und die Verbindung mit dem Bewusstsein, das Erkennen der Bewusstheit, die nie verloren war! Ich kann auch nicht erkennen, dass jedes Kind unbedingt erwachsen werden will. Das Wachstum des Körpers geschieht einfach und die Vokabeln, die es für die jeweilige Zeit braucht, lernt es nebenbei. Erfahrung ist der Antrieb, SEIN, fühlen, spielen.

Mag ja sein, dass deine Beobachtungen auf viele zugetroffen haben. ABER.. dennoch kann es nicht sein, dass Konzepte, wie Menschen sind, eine Grundlage sind für therapeutisches Vorgehen. Therapie ist genau das Gegenteil: Einlassen auf das, was gerade ist. Einen schönen Tag die Damen*g
 
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