Schattenwächter;4493227 schrieb:
Für mich hört sich das alles weich und schwelgend an...
Ein fließend lassen wie Wasser..
dann guck doch nochmals im anderen thread nach - der, doch ziemlich bewusst gemachte, bruch von gewohnten verhaltensmustern (hihi, ich wollt grad mu
sster mit zwei s schreiben), meinen wie MUFinternen, war nicht sonderlich weich und schwelgend. und heilsam. (ich hoffe aber wirklich ich hab niemandem zu sehr weh getan damit)
zum thema (un)gerechtigkeit und regelbrechen ist mir heute folgende stelle in friedrich weinrebs "innenwelt des wortes im neuen testament" begegnet:
"kann dieser mensch, kann diese welt noch gerettet werden? sie läuft blind auf den abgrund zu. nur gott kann helfen, indem er selber zeigt, ein durchbruch durch die gesetzmässigkeit
ist möglich. dazu kommt eine neue geburt in die welt, im menschen deshalb auch im flusse der zeit. der name jeho-schua, der herr, das sein
ist diese rettung. es zeigt euch als mensch, als ben adam, als sohn vom menschen, vom adam, der ihr doch auch alle seid, die gnade, wenn auch alles so aussieht, als stürze es in den abgrund. jeho-channan, johannes also kommt und erzählt durch sein leben: der herr, das sein, das immer gegenwärtige, ist gnade. er rechnet nicht kausal wie ihr. auch der sünder kann auf gerechtigkeit bauen. und dann, fast gleichzeitig, kommt die gnade durch die rettung, kommt jehoschua, in der der welt geläufigen sprache jesus.
und das alles hat mit der dem menschen eingeprägten kausalität, mit den bekannten gesetzmässigkeiten, nichts zu tun. als mensch sollte man doch einsehen können, dass auch das unmögliche kommen und alles gewohnte mit einer neuen geburt durchbrechen kann.
jesus zeigt nun: wie alle gehe auch ich in den tod. aber ihr werdet es selber sehen und erleben, ich werde vom tod aufgeweckt und ich werde wieder in der welt sein, dann aber, wie bei der geburt, alle gesetzmässigkeit durchbrechend. ich werde am dritten tag auferstehen, in zukunft also, und eine neue welt, ein neues leben mitbringen. dann wird der grosse trost kommen. alle vor leid und ungerechtigkeit weinenden werden einsehen, dass nur die sicht der schlange, des nichtgönners, massstäbe gebracht hat, die allein die welt des äusseren, der gesetzmässigkeiten berücksichtigen."
die vollständigste heilung liegt meiner meinung nach in dieser, einer völlig anderen idee.
auch wenn das sich-schützen, bannen von mir aus, das zentrieren, das gelassen sein und alles, sicherlich praktisch ist und ich es auch übe - im hier zitierten abschnitt schimmert mir ein völlig anderer weg durch, so was wie ein seitenausgang in eine parallelwelt...
kann s nicht besser sagen.
grüsse!
kona