Liebe dich selbst und es ist ...

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Hm, in wen verliebst Du Dich denn und warum? In der Regel beginnt es mit dem Äußeren. Jemand wirkt unheimlich ansprechend auf einen. - Sind da nicht schon der Kopf, oder zumindest die Körperchemie dabei?

Beginnt es nicht mit dem Äußeren, so sind es vielleicht Dinge, die ein anderer sagt oder schreibt, die faszinieren. Man stimmt gedanklich überein, oder man driftet total auseinender - beides kann einen großen Reiz darstellen.

Und so geht es weiter. Man verliebt sich ja nicht in jemanden, den man nicht kennt (es sei denn, daß Äußere ist soooooo toll, daß man diese Person nicht mehr vergessen will. Aber das hatten wir ja eben, ist es dann Liebe, wenn die Hormone verrückt spielen?). Selbst in Tagträumen stellt der Idealpartner etwas dar, sieht er so und so aus....

Ich überlege gerade, wie das bei mir meist war ... im Grunde war es dann der gesamte Mensch, der mich faszinierte, das Wesen, die Art, das Verhalten, aber auch die gepflegte Erscheinung, der Stil - da war dann auch so eine gewisse Anziehung. Und ja, oft genügt es schon, die Art wie jemand schreibt oder etwas sagt ... andererseits, kann sich das dann auch noch wandeln, wenn man sich zuvor noch nicht gesehen hat und sich dann trifft, was die "Chemie" angeht. Aber na ja, da kann man jetzt irgendwie auch sehr weit ausholen ...

Jedenfalls verstehe ich diese Aussage "Liebe dich und..." in der Weise, daß man weiß, was man möchte, es sich selbst erfüllt (nicht auf andere abwälzt) und sich eben auf sich verläßt. Dann ist es tatsächlich fast egal, mit wem man zusammen ist. Den auch hier wieder die interesante Frage; warum ist man eigentlich mit jemanden zusammen? Oft stecken ja doch Bedürfnisse dahinter, die abgedeckt werden. Und das wird dann Liebe genannt.

Den Anfang finde ich auch gut soweit, nur im Endeffekt lande ich dann wieder bei der Frage, warum sich jeder von uns immer nach seiner anderen/besseren Hälfte sehnt oder gesehnt hat? Wenn es doch eigentlich fast egal ist, mit wem man zusammen ist ... Ich meine schon, dass es da auch so etwas Tiefes in jedem von uns gibt, was das Pendant angeht, diese Sehnsucht danach.

Aber vielleicht irre ich auch und hab mich ewig in etwas verrannt. Inzwischen finde ich es auch gar nicht mehr so wichtig. :)
 
Den Anfang finde ich auch gut soweit, nur im Endeffekt lande ich dann wieder bei der Frage, warum sich jeder von uns immer nach seiner anderen/besseren Hälfte sehnt oder gesehnt hat?

wer sehnt sich nach etwas und vorallem nach was..?!....Sehnsucht ist ja gerade etwas was entsteht wenn man sich nicht selber ist und im anderen sucht, diese Sehnsucht verschwindet sobald man sich selber ist und wer sich selber ist benutzt den anderen nicht mehr, er liebt ihn dann so wie er ist und braucht ihn nicht um seine eigene Leere auszufüllen, also eine ganz andere Ebene der Beziehung als reine Bedürfnissbefriedigung...
 
Das eine sind Emotionen - Chemie ect.
Das andere ist das Elexier des Lebens

Natürlich geht das eine Weile auch zu zweit - aber dann müßte man schon sehr identisch sein.
In 98 % aller Fälle wird Liebe mit allem möglichen verwechselt

Die anderen?
sie sind Götter - genau, wie Du
Götter, die ihre Erfahrungen machen.
Liebe ist keine Emotion:)

Ist Liebe das Elexier des Lebens für dich? Aber hat Liebe nicht dennoch auch etwas mit Emotionen zu tun?

Ich fühlte es auch in mir, Liebe in mir, wie gesagt, in jeder Faser meines Körpers ... in einigen wenigen Momenten meines Lebens.
 
wer sehnt sich nach etwas und vorallem nach was..?!

Nicht jeder von uns? ... irgendwann mal im Leben, manche vielleicht auch ein Leben lang.

Das Sehnen nach dem Pendant meine ich.

Sehnsucht ist ja gerade etwas was entsteht wenn man sich nicht selber ist und im anderen sucht, diese Sehnsucht verschwindet sobald man sich selber ist und wer sich selber ist benutzt den anderen nicht mehr, er liebt ihn dann so wie er ist und braucht ihn nicht um seine eigene Leere auszufüllen, also eine ganz andere Ebene der Beziehung als reine Bedürfnissbefriedigung...

Sehnsucht ... ich fand das, was ich von Anselm Grün mal gelesen habe stimmig.

Sehnsucht ist unser Antrieb, der Motor. Sehnsucht ist für Anselm Grün der Anfang von allem ...

"Bleib deinen Träumen auf der Spur: Buch der Sehnsucht"
 
PS: Liebe ist der Leim des Universums, der alles zusammenhält. stimmts edda:) das zwischenmenschliche ist eher anziehung... (auch net schlecht)

Wer ist eigentlich Edda? :)

Du schreibst, Liebe ist der Leim, der alles zusammenhält ... hat Anziehung damit nicht auch etwas zu tun?

Ich denke schon. Wenn keine Liebe vorhanden ist, dann auch keine Anziehung. Oder?
 
Liebe und Anziehung ist ein Unterschied.

Anziehung ist - wenn Du mich liebst, lieb ich Dich.
Wenn da einer rausfällt, dann hat es sich - zumindestens von einer Seite mit der Anziehung.
Liebe - allumfassende - ist nicht vergänglich und sie beschränkt sich auch nicht nur auf eine Person oder Situation, sondern auf das Leben.

Mit "Leim" meinte oobe123 wohl die Tatsache, daß unsere Moleküle noch nicht auseinandergeflogen sind, daß wir (unser Körper) zusammenhält und alle winzigen Einzelteile wunderbar miteinander harmonieren.
Alles ist an seinem Platz und erfüllt einen bestimmten Zweck - alles ist gut so, wie es ist.

Das, was wir als Liebe bezeichnen ist Anziehung , Sexualität, Erotik, gebraucht werden und gebrauchen, gut funktionierende Zweckverbände, sogar Eifersucht, Romantik ect. ect.
 
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...nur im Endeffekt lande ich dann wieder bei der Frage, warum sich jeder von uns immer nach seiner anderen/besseren Hälfte sehnt oder gesehnt hat? Wenn es doch eigentlich fast egal ist, mit wem man zusammen ist QUOTE]

Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber der Titel des Buches kann ich schon irgendwie verstehen.

Ich denke, dass eben oft der Fehler gemacht, wird, dass man zuviel erwartet von einem Partner. Wenn man bspw. unglücklich ist, wird nicht selten der Partner dafür verantworltich gemacht. Ist die leidenschaftliche Erotik nicht mehr so wie am ersten Tag, wird der Partner dafür verantwortlich gemach oder sonst etwas.....Und es gibt tausend andere Beispiele.

Hingegen, wenn ich glücklich bin, und auch etwas mit mir anfangen kann, ohne Parnter - mich also von dieser Illusion der anderen/bessern Hälfte distanziere, kann ich irgendwie los lassen. Und somit kann ich den Partner auch viel besser akzeptieren und ein harmonisches Zusammenleben führen, im Wissen, dass er mir eben in keinser Weise gehört. So könnte man das Ziel erreichen, gemeinsam in Freiheit zu leben.:)
 
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