Die Frage ist, ob das Kind zu viel sich selbst überlassen wird oder nicht. Und ich sehe viele Kinder, die ab acht, neun Jahren viel zu viel alleine gelassen werden.
Und ich sehe auch, dass gerade Jugendliche einen Halt brauchen und jemand, der ein Zuhause bildet, damit sie zuhause eben nicht zu viel alleine sind- gerade heute.
Ich hingegen sehe da eine Einspurigkeit im Denken, silja. Einen Halt bekommen Kinder nicht durch Quantität, sondern durch Qualität.
Mein Jüngster war viel alleine. Ab dem Schulalter. Sehr viel sogar. Er sagte, Mama, bitte ich kann allein bleiben, mit den Babysittern muß ich immer so blöde Babyspiele spielen, ich mag das nimmer
Er ist derjenige, an dem die anderen sich jetzt, an der Schwelle zum Erwachsenwerden, orientieren. Der einen Halt hat, den ich anderen nur wünschen würde. Der als ERSTER in seiner Klasse einen fixen Lehrplatz hatte. Von dem mir Geschäftsführer, Personalchef und zukünftiger Lehrherr begeistert sagten, so einen Jugendlichen hätten wir gern öfter. An dem sich die ältere Halbschwester ein Beispiel nimmt, weil er ein Ziel vor Augen hat.
Irgendwas stimmt an deiner Rechnung nicht. Das Leben ist keine Einbahnstraße, und es gibt mehr als eine Kausalkette im Leben.
Hast du eigentlich schon ein einziges Mal in Erwägung gezogen, daß eventuell NICHT ein vergangenes Leben deiner Tochter die Ursache sein könnte für das, was ihr angetan wurde? Daß es auch "karmische Unfälle" gibt? Oder daß irgendein Umstand, der in deiner Resonanz steht, sich auf sie ausgewirkt hat? Kommt auch vor...
Deine Einspurigkeit führt an die Wand, silja. Weil sie Dinge in ein vorgefertigt falsches Licht rückt anstatt sie wirklich zu beleuchten. Wäre es anders, du müßtest nicht ununterbrochen verbal um dich beißen, auf alle und jede Gegenmeinung so weithin erkennbar aggressiv werden.
Gruß
Kinny