Siriuskind
Sehr aktives Mitglied
Korrekt spricht man ohnehin von Unterarten, nicht von Rassen. Im übrigen wird es m.M.n. aus politischen Gründen vermieden, bei Menschen von Unterarten Homo sapiens ssp. zu reden. Das gäbe nämlich einen entsetzten Aufschrei der Empörung, denn nicht sein kann, was nicht sein darf.
Tatsächlich wäre das durchaus gerechtfertigt. Zwischen Inuit und Tuareg bestehen durchaus mehr als deutliche physiologische Unterschiede. Das periphere Kreislaufsystem, der Metabolismus und die Körpergestalt der Inuit ist z.B. an große Kälte angepaßt, während manche Wüstenvölker beginnende biologische Anpassung als Wassersparer zeigen (wenig Harn, der hochkonzentriert). Bei Wölfen (von denen vertehe ich nun mal am meisten, daher müssen sie als Referenz herhalten) redet man z.B. von Unterarten, obgleich die sich teilweise so nahestehen, daß Laien keinen Unterschied erkennen können resp. die Unterschiede geringer sind als zwischen o.a. Völkern.
Noch einmal: Die Vermeidung des Begriffes Unterart ist m.M.n. politisch impliziert.
Ich verstehe auch beim besten Willen nicht, was an so einer systematischen Unterteilung verwerflich wäre, da sie nichts anderes als umweltbedingte Anpassungen aufzeigt.
Solange man oberhalb des "genetischen Flaschenhalses" bleibt, ist das völlig irrelevant.
Du sagst ja selber, dass es bei den verschiedenen Unterarten der Wölfe kaum Unterschiede gibt.
Genetisch sind bei den verschiedenen Arten der Menschen auch kaum Unterschiede, morphologisch halt schon aufgrund der klimatischen Anpassungen des Körpers.
Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden. Wenn diese Aussagen aber dazu genutzt werden, eine "Art/Rasse ( wie auch immer )" besser als die andere "Art/Rasse" darzustellen, zu sagen, rein Weisse sind besser entwickelt, halt sowieso das Nonplusultra hier auf Erden, dann ist wohl klar, dass man so einen Unsinn nicht pseudowissenschaftlich darbieten kann. Und deshalb ist politisch dann der Aufschrei gross, weil mit dieser Ideologie schon mal viel Leid verursacht wurde.
Jemand, der wie @Thorwald so verblendet ist, zu sagen, dass Juden eine Rasse sind, ist schon traurig genug. Das Judentum ist eine Religion, die Angehörigen dieser Religion leben ausser in Israel in vielen Ländern dieser Erde und haben sich auch mit den jeweils dort Einheimischen vermischt, sonst würden sie überall gleich aussehen, was sie ja nicht tun. Und dieses dumme, idiotische Denken verführt dazu, auf andere Menschen herabzublicken und sie als Folgeschritt auch zu töten.
im übrigen ist das wort menschenrasse ja kein schimpfwort...natürlich gibt es auch unter den menschen verschiedene rassen...ich glaube man denkt bei dem wort immer gleich an rassismus..