Was auch nicht korrekt wäre, weil Du dann differenzieren musst, dass in den Ballungsgebieten mal eben 20 Flüchtlinge auf 80 kommen und an anderen Orten gar keine.
Nun, es wäre etwas schwierig geworden, im Bild vom Haus mit seinen 80 Bewohnern, den einen Flüchtling darin ungleichmäßig zu verteilen...

Und die Quote von 20 zu 80 halte ich für ziemlich abenteuerlich, wo hast du die her? So etwas kann es geben, wenn einem kleinen Dorf, in dem es zufällig ein leerstehendes Tagungshotel oder so etwas gibt, 100 Geflohene und Asylsuchende zugewiesen werden. In einem Ballungsraum wird das schwierig. Köln z.B. müsste 250.000 Menschen aufnehmen, um auf ein Verhältnis von 20:80 zu kommen.
Aber bevor du jetzt versuchst, mich in irgendwelche Rechenspielchen hineinzuziehen - mir ist schon klar, dass sich der Ausländeranteil beliebig erhöhen lässt, wenn man den Radius um so eine Flüchtingsunterkunft nur klein genug wählt.
Die Waffe ist dann übrigens tatsächlich die Entwicklung, dass Wohngebiete im sozialen Status massiv abbauen und die Leute, die es sich leisten können, einfach umziehen - oder auswandern.
Ist das so? Woher hast du das, aus den Beiträgen vom GrauenWolf?

Hast du irgendwelche Belege dafür, dass das ein flächendeckendes Problem ist, das tausende von deutschen Häuslebauern in den Ruin und/oder aus ihrer Wohngegend, gar aus dem Land treibt?
Dem Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland liegen keine Daten vor, die einen Wertverlust durch Heimeröffnungen belegen würden. Auch der Immobilienverband IVD, die bundesweite Interessenvertretung der Makler, kann für die Ängste der Eigentümer keine sachlichen Belege anführen. Noch deutlicher äußert sich der Wertermittlungsausschuss des Immobilienverbandes Berlin-Brandenburg. Er hält Ängste vor einem Wertverlust für "subjektive Eindrücke". Zwischen der Eröffnung einer Unterkunft und der Immobilienpreisentwicklung gebe es keinen Zusammenhang.
Quelle:
http://www.wissen.de/unbeliebte-nac...egen-fluechtlings-unterkuenfte-im-faktencheck
Aber darum geht es dir ja gar nicht. Flüchtlingsunterkünfte - und damit ihre Bewohner - sollen mal wieder mit Dreck und Kriminalität in Verbindung gebracht werden, mehr nicht. Wenn du etwas gegen den Wertverlust von Immobilien tun willst, dagegen, dass manche Wohngegenden mehr und mehr verkommen, dann mach doch ein Thema auf, das sich mit der Zersiedelung durch Einkaufzentren und Baumärkte an den Stadträndern befasst, wodurch viele Innenstädte sterben. Oder damit, warum die Kommunen so viele Sozialwohnungen an private Konzerne verkauft haben, die nur auf kurzfristige Gewinne aus sind, statt auf den Erhalt der Häuser. Auch die Steuervorteile für internationale Internet-Versandhändler, durch die der Fach- und Einzelhandel vor Ort platt gemacht wird, weil er preislich nicht mehr mithalten kann, könnte man dort diskutieren. Aber dabei könnte man ja kein Flüchtlingsbashing betreiben, nicht wahr?
Einen größeren Schaden kannst du einem Land nicht zufügen, als die sozialen Strukturen zerfallen zu lassen.
Die zerfallen schon seit mindestens 30 Jahren zusehends, das kann man kaum den Flüchtlingen anlasten. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob man einem Land noch Schaden zufügen kann, das aus Angst vor einem möglichen Wertverlust von Immobilien Menschen abweist, die vor Krieg und Terror fliehen. Einem so asozialen Land nutzen meiner Meinung nach auch die besten "sozialen Strukturen" nichts mehr.
