Schon der Tabubruch der Frauke Petry & Storch mit ihren Schusswaffensätzen war kein Zufall, sondern kühl kalkuliert.
Die AfD-Strategen testen seit Langem die Grenzen des demokratischen Diskurses aus.
Schon vor Monaten hatte AfD-Chef Marcus Pretzell, in Nordrhein-Westfalen (Petrys Lebensgefährte), die Verteidigung der Grenzen mit Waffengewalt als Ultima Ratio, als "Selbstverständlichkeit" bezeichnet.
& wie ich gelesen habe, waren auch aus Sicht der Partei Petrys & Storchs Sätze erfolgreich, weil sie ein Maximum an Aufmerksamkeit produzierten. Die Öffentlichkeit geht auf ihre Thesen ein, egal wie radikal diese sind.
Wie verrückt ist das eigentlich, wenn plötzlich seriöse Journalisten lange Texte recherchieren, in denen steht, dass es juristisch so einfach dann doch nicht ist mit dem Erschießen von Flüchtlingen?
Wie angemessen ist es, wenn sich Spitzenpolitiker aller Parteien an einer Gewaltfantasie rechter Provokateure abarbeiten?
So wird das, was nicht gesagt werden sollte, plötzlich sagbar.
Wenn man so möchte, dann tappen auch derartige Threads (egal ob Pro oder Kontra) in die AfD-Falle.