Lasst uns mal über die AFD reden

Meinung zur AFD

  • Als reine Anti-Euro Partei fand ich sie gut

    Stimmen: 6 10,7%
  • Ohne Lucke find ich sie besser

    Stimmen: 1 1,8%
  • Gehört vom Verfassungsschutz beobachtet

    Stimmen: 16 28,6%
  • Gehört verboten

    Stimmen: 8 14,3%
  • Muss in die Regierung

    Stimmen: 11 19,6%
  • Nicht wählbar

    Stimmen: 33 58,9%

  • Umfrageteilnehmer
    56
Apropro Gewalt: Andererseits wurde ja vor kurzem auf einen Plakatankleber aus einem Auto heraus geschossen, nur weil der ein Plakat der AFD ankleben wollte (und noch nicht mal der AFD nahe stand) Der Täter ist ein linker Autonomer. Ist dieser Mordversuch zu entschuldigen oder nachfühlbar, weil dies einem politisch gerade in den Kram passt?
Nein, das ist nicht zu entschuldigen. Ebenso wie Wohnstätten anzünden, unentschuldbar. Da darf es keine zweierlei Maße geben.
 
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Ich denke, da machst du dir es zu einfach. Die Wut auf Andersdenkende ist fast immer im eigenen (vergangenen) Leben zu suchen und zwar, weil der Wütende selber einmal zu dem Kreis der Ausgestossenen/Minderheiten gehörte und jetzt durch die Flüchtlingskrise getriggert wird und all die erfahrenen Zurückweisungen (welche auch die Flüchtlinge erfahren) wieder an die Oberfläche schwappen. Eigentlich ist es die Wut, die sich in längst vergangenen Zeiten angesammelt hat und nun über jene ausgeschüttet wird, denen man es als Ausgleich mal „so richtig geben möchte“; es ist quasi eine Ersatzhandlung des nicht bewältigten Schmerzes aus der Jugend/Kindheit.



Falls du von der AFD sprichst: die ist zugelassen und hat in ihren Statuten auch keine un-demokratischen Forderungen stehen. Wäre dies so, würde unser Verfassungsschutz greifen. Was so mancher der Parteivorsitzenden so faselt, ist natürlich oft dummes Zeug, allerdings wurde das mit dem „erschießen“ stets aus dem Zusammenhang gerissen. Soviel ich weiß, hat die Petry gesagt, dass man seine Grenzen notfalls mit Waffengewalt schützen muss, so wie es im Grundgesetz als Schutz vorgesehen ist. Dies handhaben übrigens alle Länder so. Oder glaubst du, dass z.B. Großbritannien am Ärmelkanaltunnel nicht von seinen Waffen Gebrauch machen wird, falls ihre jetzt geschlossenen Grenzen gewaltsam überrannt werden sollten? Oder die von Dänemark? Allerdings bezweifle ich doch sehr stark, dass gerade die BRD zu solchen Maßnahmen greifen wird. Doch nicht unser Weichei-Staat…..

Apropro Gewalt: Andererseits wurde ja vor kurzem auf einen Plakatankleber aus einem Auto heraus geschossen, nur weil der ein Plakat der AFD ankleben wollte (und noch nicht mal der AFD nahe stand) Der Täter ist ein linker Autonomer. Ist dieser Mordversuch zu entschuldigen oder nachfühlbar, weil dies einem politisch gerade in den Kram passt? Diese Frage über das demokratische Verständnis sollte sich jeder selbst beantwortet. Nach Möglichkeit ehrlich.

Im Großen und Ganzen herrscht hier vielfach eine riesige Hysterie, einige agieren m.E. in höchstem Maße unangemessen und geben sich ganz ihrer Paranoia hin. Nun gut. Muss man sich ja nicht antun, tue ich auch immer seltener.

Urajup

Die Statuten der AfD muss man genau lesen: Dann wird unaussprechlich Unerhörtes und Unfassbares deutlich...
 
aber gerade wegen dem
ja leider,
sollte man dagegen halten

Das lässt aber die Probleme, Sorgen und Ängste, die die Menschen haben, nicht verschwinden.
Die erwarten sich von der Politik, dass man sich ihrer annimmt, sie ernst nimmt, ihnen ein Ohr schenkt.

Neulich sagte bei einer Diskussion im österr. TV ein Politologe, dass gerade die Tatsache, dass es in Ö die FPÖ gibt, mit ein Grund ist, dass es hier im Gegensatz zu D vergleichsweise wenig Anschläge auf Flüchtlingseinrichtungen gibt.
Klingt paradox, hat aber möglicherweise was....Die FPÖ ist gewissermaßen das Sammelbecken der Unzufriedenen. Die geben Strache ihre Stimme und haben das Gefühl, gehört zu werden.
Mehr brauchts vielleicht auch gar nicht....denn wenns in Ö wirklich 30 % stramme Nazis gäbe, dann gäbe es sehr viel mehr gewalttätige Ausschreitungen.
 
Die Statuten der AfD muss man genau lesen: Dann wird unaussprechlich Unerhörtes und Unfassbares deutlich...
Schon der Tabubruch der Frauke Petry & Storch mit ihren Schusswaffensätzen war kein Zufall, sondern kühl kalkuliert.
Die AfD-Strategen testen seit Langem die Grenzen des demokratischen Diskurses aus.
Schon vor Monaten hatte AfD-Chef Marcus Pretzell, in Nordrhein-Westfalen (Petrys Lebensgefährte), die Verteidigung der Grenzen mit Waffengewalt als Ultima Ratio, als "Selbstverständlichkeit" bezeichnet.

& wie ich gelesen habe, waren auch aus Sicht der Partei Petrys & Storchs Sätze erfolgreich, weil sie ein Maximum an Aufmerksamkeit produzierten. Die Öffentlichkeit geht auf ihre Thesen ein, egal wie radikal diese sind.
Wie verrückt ist das eigentlich, wenn plötzlich seriöse Journalisten lange Texte recherchieren, in denen steht, dass es juristisch so einfach dann doch nicht ist mit dem Erschießen von Flüchtlingen?
Wie angemessen ist es, wenn sich Spitzenpolitiker aller Parteien an einer Gewaltfantasie rechter Provokateure abarbeiten?
So wird das, was nicht gesagt werden sollte, plötzlich sagbar.
Wenn man so möchte, dann tappen auch derartige Threads (egal ob Pro oder Kontra) in die AfD-Falle.
 
Das lässt aber die Probleme, Sorgen und Ängste, die die Menschen haben, nicht verschwinden.
Die erwarten sich von der Politik, dass man sich ihrer annimmt, sie ernst nimmt, ihnen ein Ohr schenkt.

Neulich sagte bei einer Diskussion im österr. TV ein Politologe, dass gerade die Tatsache, dass es in Ö die FPÖ gibt, mit ein Grund ist, dass es hier im Gegensatz zu D vergleichsweise wenig Anschläge auf Flüchtlingseinrichtungen gibt.
Klingt paradox, hat aber möglicherweise was....Die FPÖ ist gewissermaßen das Sammelbecken der Unzufriedenen. Die geben Strache ihre Stimme und haben das Gefühl, gehört zu werden.
Mehr brauchts vielleicht auch gar nicht....denn wenns in Ö wirklich 30 % stramme Nazis gäbe, dann gäbe es sehr viel mehr gewalttätige Ausschreitungen.
ja schon, aber D und Ö kann man nicht wirklich vergleichen...zumal mit afd es trotzden anschläge gab..die linken bekamen aber auch stimmen aus unzufriedenheit
 
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ja schon, aber D und Ö kann man nicht wirklich vergleichen...zumal mit afd es trotzden anschläge gab..die linken bekamen aber auch stimmen aus unzufriedenheit

Naja, man muss schon sagen, die AfD ist in D ja noch nicht wirklich etabliert im Parlament. Da sind wir Euch mit der FPÖ weit voraus. :DDie gibts schon viele Jahrzehnte.
Andererseits fehlt bei uns eine wirklich liberale Partei ähnlich der FDP, sodass Protestwähler, die mit den Grünen nichts am Hut haben, dann halt FPÖ wählen.
Das erklärt z.T. dann auch ihren hohen Wähleranteil.
 
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