TopperHarley
Sehr aktives Mitglied
Die Schlachter2000 Übersetzung drückt es so aus:
Joh 9,2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, so daß dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern?
Ich weiche einer Antwort nicht aus, vielleicht habe ich mich nicht klar ausgedrückt, also:
Ich könnte mir das so erklären, abgesehen von der Erbsünde die jeder Mensch mit in die Wiege gelegt bekommt, daß Gott schon weiß bevor wir überhaupt noch das Licht der Welt erblicken, was unser Leben bringen wird, sodaß er uns in bestimmte Umstände bzw. Umfelde stellt.
So kann es sein, daß mancher viele Gaben mitbekommt, ein anderer hat Mangel zu leiden. Gewiß ist aber, daß Gott unser Endziel berücksichtigt und dafür immer die beste Lösung für jeden Einzelnen bereitstellt. Handeln müssen wir, so von Gott ins Leben gestellt, selbst. Ebenfalls läßt er uns völlige Entscheidungsfreiheit, wenngleich er uns eine gewisse "Gottesahnung" mit ins Herz legt und nicht zu vergessen, haben wir ebenfalls ein Gewissen mitbekommen
Es gibt auf dieser Welt lt.Studien vermutlich keinen einzigen Menschen der gar keine Religiösität kennt, das sagt doch schon einiges. Wenn wir nur so evolutionsgeformte Ausleseprodukte wären, würde logischerweise die Sache mit Spiritualität und Gewissen ganz anders aussehen.
lg
Schreib!
Deine Argumentation, dass Gott selbst entscheidet welches Schicksal und welche Leiden & Freuden ein Mensch in seinem Leben erleben darf, ist völlig legitim. Sie klärt aber nicht die Frage, um die es hier ging, nämlich ob der Mensch (aus dem Himmel) wieder in einen Körper inkarnieren muss. Du hast gesagt, dass es in der Bibel KEINE Stelle gibt, die das Prinzip der Wiedergeburt belegen würde und ich argumentiere gegenteilig. Um es (das letzte Mal
"Es gibt keine Präexistenz der Seele!"
Das bedeutet nichts anderes, als dass die Seele vor dem physischen Leben nicht existiert hat. Gott schafft quasi den physischen Körper und beseelt diesen im gleichen Moment. Ab dann existiert der Mensch. Und du scheinst ja diese Ansicht zu unterstützen.
Aber da gibt es eben ein logisches Problem mit der Johannes 9,2 ff. Denn der Blinde kann nach der offiziellen Ansicht der Kirche selbst gar nicht vor seiner Geburt gesündigt haben. Er hat ja vorher noch nicht existiert!!?!
Es geht hier nicht um das Schicksal dieses Mannes und darum, warum er nun blind geboren wurde. Es geht darum, warum die Apostel die Frage so formulieren, als hätte der Mann schon vorher existiert " ... hat er gesündigt ... "?
Es geht einfach um die Fragestellung selbst, die die Überzeugung der Apostel wiedergibt. Der Rotstift der Kirche scheint das übersehen zu haben
Ein Vergleich. Wenn ich dich Frage: "Wie alt ist deine Schwester?" ... dann impliziert das, dass ich glaube du hättest eine Schwester. Wir brauchen jetzt nicht darüber zu diskutieren, wie alt deine Schwester tatsächlich ist.
Aus der Perspektive der Logik kann ein Mensch vorher entweder bereits existiert haben (es gibt eine Präexistenz) oder nicht. Und wenn ja, dann scheint das einen Einfluss auf das "Schicksal" des Menschen zu haben ...
Wie auch immer
lg
Topper