Kann man Kinder mit zuviel Bestätigung kaputt machen?

Kindererziehung Heute


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:D Kenne ich. Und von den "Alten" gab es den Rat: Schreien lassen, das kräftigt die Lungen. :tomate:

Ich kann noch nicht mal meine Katze schreien hören. :D

Nein, nein.....ich hatte A gesagt, also mußte ich auch B sagen. Und da ich selber wohl ein sehr lebhaftes Kind mit Einschlafproblemen war - laut Aussage meiner Familie - mußte ich da eben auch durch, quasi als "Entschädigung"....;)



LG
Juppi
 
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Vor allen Dingen stand da nichts drinnen, dass es Nächte mit dem Säugling gibt, die man - Kind auf dem Arm - kilometerweit einsam durch das Haus läuft. Von der Küche ins Wohnzimmer, vom Arbeitszimmer ins Kinderzimmer. Stundenlang. Nach dieser Zeit hatte ich eine Schuhgrösse mehr.;)

LG
Juppi


Dann wird es aber mal Zeit für ein ECHTES Buch über das Leben mit Kindern, wo genau solche Dige drinstehen. :rolleyes:
 
Na sowieso. ;)


Aber auch Nichteltern waren mal Kinder und können sagen, daß Schläge nicht gut getan haben, daß man dadurch nur Gewalt gelernt hat und das Recht des Stärkeren, daß man auf Schwächere draufhauen darf, daß man gelernt hat, sich ohnmächtig zu fühlen und das Vertrauen zu den Eltern verloren hat. :rolleyes:

Ja, das sind die Effekte der Prügelpädagogik. Aber das können sich natürlich die nicht vorstellen, die, sagen wir mal, ein wenig einfach gestrickt sind, so nach dem Motto: Ich brauche keine Literatur, draufhauen und dann ist gut.

Es sind ja noch nicht einmal allein die physischen Schläge, sondern die mentalen und emotionalen Folgen, die nachhaltig sind:

Gewalt gegen Kinder zerstört Vertrauen in Erwachsene, in sich selber, in die Welt. Sie macht ängstlich und aggressiv, führt zu Schulversagen, lässt neue Gewalt aufkommen und zeitigt häufig traumatische Störungen mit erheblichen Folgen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/gewalt-gegen-kinder-mehr-als-nur-ein-klaps/6338538.html

Wer sich das klar macht, was er langfristig dabei seinen Kindern antut, dem ist die Lust am Prügeln vergangen.
 
Prügeln und auch Klapse sind meist Ausdruck von Schwäche.
Ich habe auch schon Klapse verteilt als man mit den Kindern noch nicht diskutieren konnte.
Und ich bin nicht stolz drauf. ich habe mich einfach hilflos gefühlt.
Erziehung führt einen immer wieder an seine eigenen Grenzen. Man muss einen Weg finden autoritär zu sein und gleichzeitig das Kind nicht zu unterdrücken.
 
Ja, das sind die Effekte der Prügelpädagogik. Aber das können sich natürlich die nicht vorstellen, die, sagen wir mal, ein wenig einfach gestrickt sind, so nach dem Motto: Ich brauche keine Literatur, draufhauen und dann ist gut.

Es sind ja noch nicht einmal allein die physischen Schläge, sondern die mentalen und emotionalen Folgen, die nachhaltig sind:



http://www.tagesspiegel.de/meinung/gewalt-gegen-kinder-mehr-als-nur-ein-klaps/6338538.html

Wer sich das klar macht, was er langfristig dabei seinen Kindern antut, dem ist die Lust am Prügeln vergangen.

Ich bin 1951 geboren. Und damals gehörten Schläge durchaus zu den legitimen Erziehungsmitteln.

Meine Erkenntnis daraus war, dass meine Kinder keine körperliche Gewalt erleiden müssen.

Was auch gelungen ist.

Es wurde aber auch schon mal laut. Denn, wenn Kinder ihre Grenzen austesten, dann können sie schon mal recht ätzend werden.

Und noch eins: Kinder lernen am Meisten an dem Beispiel, das die Eltern geben.
 
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Mein Vater wurde als Kind sehr viel geschlagen. Er entsprach halt nicht dem Ideal eines Hitler-Jungen, das sein Vater vor Augen hatte. Die psychischen Schäden, die mein Vater davon getragen hat - extrem große Angst vor Autoritäten, sehr starke Religiösität - blieben ein Leben lang, und ich bewundere ihn für all die Leistungen, die er trotz dieser Schwierigkeiten hinbekommen hat.

Vor einiger Zeit habe ich mal eine Szene im Bus miterlebt, die mich ziemlich betroffen gemacht hat. Eine Mutter stieg mit ihrer etwa vier-jährigen Tochter ein. Das Kind war aufgewckt, blickte neugierig in die Welt und stellte irgendwann eine Frage: "Was ist das?" Dabei zeigte sie auf das Schild, welches den Platz für Menschen mit Behinderungen anzeigte. Die Mutter blaffte das Kind an: "Da setzt Du Dich nicht hin! Das ist für Behinnerte. Oder bist Du etwa behinnert?" Das Kind war total eingeschüchtert danach. Was sind das für Eltern, die den Wissensdurst der Kinder schon so unterbinden?

Ich bin froh und dankbar darüber, dass meine Eltern - trotz der streng religiösen Erziehung - mich und meine Geschwister nie geschlagen haben und meine Neugierde und Interessen niemals derart unterbunden haben. Um mal einen Standard-Satz der Klaps-Fraktion umzukehren: Es hat mir nicht geschadet, nicht geschlagen worden zu sein.
 
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