Kann man Kinder mit zuviel Bestätigung kaputt machen?

Kindererziehung Heute


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Wo ist das Problem sein Kind festzuhalten? Das hier ist doch genau das Beispiel elterlicher Bequemlichkeit, weil Schläge effektiver zu sein scheinen. Dann muss Mutti viel weniger mit dem eigenen Kind reden, weniger zuhören, sich weniger Mühe geben.

Schläge aus elterlicher Faulheit nenne ich das. :rolleyes:

LG
Any


Ich gehe mal davon aus das du keine eigenen Kinder hast .
 
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Da brauchst Du nichts zerquetschen, mal abgesehen davon, dass eine gute Mutter das Verhalten ihres Kindes und seine Impulsivität schon kennen sollte, bevor es laufen kann. ;)

Aber ich sag doch: Bequemlichkeit. Kind wird vor dem Fernseher geparkt, in der Kita geparkt, wird mit Süßigkeiten ruhiggestellt und materiellen Dingen, hat Befehlsgehorsam zu leisten, damit Mutti nicht aufpassen muss, damit Mutti ihr Gehirn nicht benutzen braucht, welche anderen Lösungen es geben könnte außer mal eben eine zu klatschen. Und natürlich damit es nicht anstrengend wird, weil man sein Kind mal einen Moment auf den Arm nehmen soll oder den Buggy mitnehmen, wo ein Kind naturgemäß nicht einfach spontan rausspringen und flüchten kann.

Also ich nenne so ein Verhalten dumm, faul und armselig. Für die Papis gilt das natürlich auch.

Warum sich gerade solche Leute Kinder anschaffen ist mir aber schon oft schleierhaft gewesen. :D

LG
Any


Wird hier ganz deutlich , kleien Kinder neigen oftmals dazu ihren Kopf durchzusetzen und da ists scheißegal ob du in einer Fußgängerzone bist oder an einer stark frequentierten Ampel . Die winden sich einfach aus der sie haltenden Hand heraus , und vorallem dann da man ja dem kleinen Patsche händchen nicht wehtun möchte man die Kinder nicht so stark festhält .

Und das man das Verhalten seines Kindes kennt hat nichts damit zutun das man verhindern kann das es sich losreißt weil es irgendetwas interessantes endteckt , nur so nebenbei . ;)
 
Nein Sage, genau die 3 jährigen sind, denen du gut Sachverhalte erklären kannst und voralem vorleben kannst, genau da immitieren sie die Eltern sehr stark.
Ich find es sehr erstaunlich wie wenig Intellekt du einem Kind in dem Alter zutraust, es erschreckt mich fast.


Mich erschreckt es vielmehr wie sehr kleinen Kindern zugetraut wird sich in einer Welt zurecht zufinden in der nicht mal viele oder die meisten der Erwachsenen zu recht kommen . Also ich finde das äußerst erstaunlich .

Der Mensch lernt am besten durch Erfahrungen und zwar am besten so das mit jeder Erfahrung eine Emotion verknüpft ist .

Am besten vorstellen --> Kind was ist heiß ? Erklärst du die Hitze ? und bist du dir dann sicher das das Kind das schnallt ? Ich sag dir das Kinf chekts nicht .
 
:D
Ich habe im Bücherschrank ein Ratgeber-Buch "Die Mutter und ihr erstes Kind" aus dem Jahre 1965.
Meine Mutter hat es gekauft.

Der Inhalt besagt im Grunde genommen das Gegenteil heutiger Erkenntnisse:

Kinder dürfen auf keinen Fall "verwöhnt" werden, müssen als Säuglinge lange in separaten Zimmern schlafen. Zuviel Spielen und Schmusen schadet und ist bei alltäglichen Verrichtungen (Essen, Baden, Anziehen) kontraindiziert.
Die Kinder sollen ruhig ab und zu Schmerzen spüren und ansonsten kann sich die Mutter ja auch mal emotional abwendenund das Kind ignorieren.
Säuglinge kann man ruhig (als Lerneffekt, was absurd ist!) schreien lassen ...
...
Sowas will (hoffentlich) keiner wieder zurück (???)


Du weißt aber schon das das erste was Babys lernen ist :

Wenn ich schreie kommt jemand und kümmert sich um mich .
Und Babys schreien manches mal aus Langeweile und manchesmal weil sie ihre Stimme gerne hören und mit ihr spielen . Das hat nichts mit Lerneffekt oder emotional abwenden zu tun wenn man mal Baby einen Augenblick sich slebst überlässt . Maß und Ziel ist alles .
 
Hallo ihr Lieben,
ich bin in der Kinderbetreuung tätig und was ich so die letzten Jahre beobachte ist einfach nur erschreckend.
Ich bin auf der Suche nach der Ursache vom Verhalten unserer Kleinen.

Vom Gesetz aus ist Prügelstrafe verboten, also darf keiner mehr ein Kind mit Klaps und Co zurechtweisen.
Eltern die aber zum Klaps keine Alternative kennen sind hier überfordert, das Kind bemerkt das natürlich und weiss nun, dass ihm nichts passieren kann, das bisschen auf den Stuhl sitzen und warten als pädagogische Massnahme in den Kitas, usw. sitzen die nach dem dritten mal leicht ab.
Zu Hause vielleicht ein Fernsehverbot für ein-zwei Tage oder Zimmerarrest usw.
Es schreckt sie nicht ab. Gestern hab ich von einem 6 Jährigen gesagt bekommen, auf eine Korrektur:"was kümmert mich das."

Die meisten Kinderleins kommen arrogant und selbstherrlich rüber, überschätzen sich und ihr Können und die Gewaltbereitschaft und freche Antworten waren noch nie so extrem.

Viele haben bereits eigene Meinungen mit 3-4 Jahren und setzen sie stur durch, oder versuchen es, zu Themen die zu meiner Zeit frühstens in der Pubertät aufkamen.

Eine meiner Theorien ist, dass sie, durch zu viel Bestätigung einfach keine Grenze der eigenen Fähigkeit mehr wahrnehmen und keine Bedrohung mehr sehen und sich so falsch entwickeln, es bremst sie keiner mehr aus.

Ein gesundes Maas an Grenzen setzen und das auch mal mit einem Klaps oder laut werden ist, meiner Meinung nach für Eltern einfach nötig um den Kindern diese Grenze aufzuzeigen. Eltern die selber nie gelernt haben zu Reden lassen ihre Kinder verwahrlosen indem sie sie nicht mehr zurechtweisen weil sie glauben da Schläge verboten seinen, müssen sie immer freundlich mit dem Kind umgehen.
Oder Eltern die geschlagen wurden (ich meine richtig, nicht nur mal nen Klaps) wollen es besser machen, schlagen nicht mehr und lassen die Kinder alles machen was diese wollen und wissen auch nicht was und wie denn anders.

Dieses Gesetz hat nur Verwirrung gebracht, statt erst Aufklärung und obligatorische Erziehungskurse sind Eltern nun damit allein und die Erziehung muss in den Kitas , den Kindergärten und den Schulen statt finden, was einfach zu viel wird.

Ist grad etwas lang geworden und ich weis nicht ob ich es so formuliert habe, dass es richtig verstanden wird, nicht dass jetzt jemand denkt ich sein FÜR die Prügelstrafe, aber so wie es jetzt läuft stimmt etwas einfach nicht mehr.

Wie ist eure Erfahrung mit Kindern und eurem Grenzen setzen?
nein Waldweg, 'Bestätigung' und 'kaputt' gehen natürlicherweise nicht zusammen. Sie korrelieren erst nach einem gravierenden Eingriff. (Schlicht gesagt: Du kannst fast jeden Menschen soweit bringen, dass ihn Gutes lähmt und Schlechtes antörnt. Wenn er es nicht merkt und dann noch Danke sagt, geht das in Richtung Perversion.)
Die zweite Möglichkeit liegt im Auge des Betrachters (und seiner Vergangenheit), er sieht in einem zufälligen Zusammentreffen einen Zusammenhang.


Zusätzlich: Ein Kind ahmt das nach was es umgibt. Was sonst.

Wenn du dich darüber wunderst wie deine Kinder agieren - beobachte ihre Umgebung. Du wirst jede Facette wiederfinden können.
 
Ich denke, es gibt niemals eine Patentlösung.
Seit ewigen Zeiten glauben Eltern bevor sie ein Kind haben, daß sie alles ganz anders und besser machen, als ihre Eltern oder auch als andere.
Wenn das oder die Kinder dann da sind, sieht es ganz anders aus.
Jeder hat mal einen schlechten Tag - auch die Eltern. Und Kinder können die Nerven auch schon mal auf eine harte Zerreißprobe stellen.

Ich bin absolut nicht für Prügelstrafen - noch nicht mal für einen Klaps.

Und dennoch - ich kann aus dem Stehgreif mindestens 10 Geschichten erzählen, wo ein einziger Klaps - (z.B. ein leichter Klaps auf die Hand mit einem energischen "Nein", wenn das Kind zum x-ten Mal versucht den Tisch mit einer auslandenen Bewegung abzuräumen) - monatelange Diskussionen sofort beendet.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Kind danach einen lebenslangen Schaden davon trägt.

Nein, ich denke nicht, daß selbst ein kleiner Klaps eine Patentlösung ist;
ebenso wenig, wie schreien.

Allerdings, wenn eine liebevolle Mutter, die sich sehr viel Mühe mit ihrem Kind gibt und meistens bemüht ist, ihm alles zu erklären und die Ruhe im Normalfall bewahrt, tatsächlich mal aus der Haut fährt, dann sollte sie auch nicht gleich wie eine Kindesmißhandlerin dargestellt werden.

Die Gesetze sind einerseits gut, da die Prügelstrafen gesetzlich verboten sind -
aber andererseits verunsichern sie auch - vor allem die Eltern, die sich liebevoll um ihre Kinder bemühen.
 
Ich denke, es gibt niemals eine Patentlösung.
Seit ewigen Zeiten glauben Eltern bevor sie ein Kind haben, daß sie alles ganz anders und besser machen, als ihre Eltern oder auch als andere.
Wenn das oder die Kinder dann da sind, sieht es ganz anders aus.
Jeder hat mal einen schlechten Tag - auch die Eltern. Und Kinder können die Nerven auch schon mal auf eine harte Zerreißprobe stellen.

Ich bin absolut nicht für Prügelstrafen - noch nicht mal für einen Klaps.

Und dennoch - ich kann aus dem Stehgreif mindestens 10 Geschichten erzählen, wo ein einziger Klaps - (z.B. ein leichter Klaps auf die Hand mit einem energischen "Nein", wenn das Kind zum x-ten Mal versucht den Tisch mit einer auslandenen Bewegung abzuräumen) - monatelange Diskussionen sofort beendet.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Kind danach einen lebenslangen Schaden davon trägt.

Nein, ich denke nicht, daß selbst ein kleiner Klaps eine Patentlösung ist;
ebenso wenig, wie schreien.

Allerdings, wenn eine liebevolle Mutter, die sich sehr viel Mühe mit ihrem Kind gibt und meistens bemüht ist, ihm alles zu erklären und die Ruhe im Normalfall bewahrt, tatsächlich mal aus der Haut fährt, dann sollte sie auch nicht gleich wie eine Kindesmißhandlerin dargestellt werden.

Die Gesetze sind einerseits gut, da die Prügelstrafen gesetzlich verboten sind -
aber andererseits verunsichern sie auch - vor allem die Eltern, die sich liebevoll um ihre Kinder bemühen.

Diesen Text finde ich sehr tröstlich. :thumbup:

Mütter sind keine Übermenschen, bloß weil sie Kinder geboren haben.

Ich habe meine 3 Kinder sehr jung bekommen, in ziemlich geringem Abstand.

Ich habe sie natürlich geliebt, aber Kinder können die Nerven schon auch sehr strapazieren. Das kann jeder bestätigen, der Kinder hat.

Dann hat man vielleicht auch noch Sorgen existenzieller oder partnerschaftlicher Art...das ganz normale Leben halt....da ists doch nur menschlich, wenn einem auch mal die Nerven durchgehen.

Ja, meine Kinder bekamen mal nen Klaps, und geschrien hab ich auch des öfteren, weil sie meist auf Durchzug geschaltet haben...:D

Es ging mir danach meist ziemlich schlecht und das hab ich ihnen auch gesagt, hab sie in den Arm genommen und oft auch geheult...

Mit dem Wissen von heute und der Abgeklärtheit des Alters sehe ich natürlich auch vieles anders, dennoch lasse ich mir kein schlechtes Gewissen einreden, was ich nicht alles falsch gemacht habe als Mutter. Ich habs so gut gemacht, wie ichs eben konnte und wie es mir in meiner damaligen Lage möglich war.

Ob meine Kinder einen Schaden davongetragen haben, weiss ich nicht. Ich habe jedenfalls bis heute ein sehr inniges und liebevolles Verhältnis zu ihnen.

Mein Sohn sagte sogar einmal, er hätte eine Kindheit gehabt wie im Paradies.
Ein schöneres Kompliment können Eltern wohl nicht bekommen .....:)
 
Wird hier ganz deutlich , kleien Kinder neigen oftmals dazu ihren Kopf durchzusetzen und da ists scheißegal ob du in einer Fußgängerzone bist oder an einer stark frequentierten Ampel . Die winden sich einfach aus der sie haltenden Hand heraus , und vorallem dann da man ja dem kleinen Patsche händchen nicht wehtun möchte man die Kinder nicht so stark festhält .

Wäre da nicht ein Brustgeschirr mit einem ordentlichen Griff hinten dran sinnvoll um Ausrückversuche im Keim zu ersticken wo sie gefährlich oder sonstwie unmöglich sind?
 
Und Babys schreien manches mal aus Langeweile und manchesmal weil sie ihre Stimme gerne hören und mit ihr spielen . Das hat nichts mit Lerneffekt oder emotional abwenden zu tun wenn man mal Baby einen Augenblick sich slebst überlässt . Maß und Ziel ist alles .

Ja, die kleine Nichte eines guten Freundes hatte ihre Eltern mit Gebrüll perfekt dressiert... :D
 
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Du weißt aber schon das das erste was Babys lernen ist :

Wenn ich schreie kommt jemand und kümmert sich um mich .
Und Babys schreien manches mal aus Langeweile und manchesmal weil sie ihre Stimme gerne hören und mit ihr spielen . Das hat nichts mit Lerneffekt oder emotional abwenden zu tun wenn man mal Baby einen Augenblick sich slebst überlässt . Maß und Ziel ist alles .

Ich schreibe auch nicht von einem AUGENBLICK.
Ich schreibe von ganz bewußtem Schreienlassen.

Für Säuglinge ist alles, was aus dem Blickfeld ist: weg.
Und wenn sie mit der Zeit wissen, daß bei ihrem Schreien jemand kommt gibt das Sicherheit, das erste Urvertrauen kann sich ausbilden und das Schreien wird immer weniger.

Es wird natürlich auch weniger, wenn sie die Erfahrung machen, daß es eh umsonst ist - der Grundstein für eine spätere Störung ist gelegt.

Mit der Zeit erkennt jedes Elternteil, um was für eine "Art Schreien" es sich handelt und Stimmerprobungen hören sich ganz anders an als echtes Schreien und "Langeweile" kann für ein Baby mitunter echte Not bedeuten.

Damals (und darauf bezog sich Deine Antwort) wurden Kinder oft lange in separate Zimmer abgestellt, auch ganz bewußt, um ihr Schreien nicht zu hören.

Heute gibt es so etwas i.d.R: nicht mehr - fast in allen Haushalten gibt es einen Tragesack/ ein Tragetuch/ den Maxicosi/ die Wiege/ die Krabbeldecke in dem Zimmer, in dem sich auch die Eltern aufhalten.
Oft reicht ein beruhigender Blick, eine kurze Ansprache um dem Baby zu signalisieren: ich bin ja ganz in der Nähe, kann Dich hören und achte auf Dich.
 
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