Ist Religion gleichgeschaltete Magie?

Mönch-David

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Beim Lesen im Magie Unterforum frage ich mich inwieweit ich mich selbst als ein Magier bezeichnen könnte. Ich versuche mein Sein durch mein Bewusstsein, meinen Glauben und mein Denken zu verbessern. Dabei nehme ich durch Glauben die Unterstützung Gottes an. Dies ist auch eine Art von Magie. Wie kommt Magie zustande? Durch das Bewusstsein, Erkenntnis, Willen und gottgegebener eigener Schöpfermacht.

Wenn jetzt Millarden von Menschen das Gleiche glauben, ist das nicht dann wirkende kombinierte Magie?
 
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Macht über andere zu haben widert mich an (Ausnahme ist Krieg), aber Macht über mich selber und mein Sein und mein Schicksal zu haben, das interesiert mich sehr.
 
Macht über andere zu haben widert mich an (Ausnahme ist Krieg), aber Macht über mich selber und mein Sein und mein Schicksal zu haben, das interesiert mich sehr.
Ich bin zwar kein Magier aber
Magie hat nichts mit Macht über andere zu tun.
Wer Magie nur ausübt, um Macht über andere zu erlangen, hat die Magie nicht wirklich verstanden.
Magie bedarf doch auch nicht gottgegebene Schöpfermacht.
ich glaub auch nicht, dass für Magie nur Wille und Erkenntnis ausreicht
Da gehört auch schon einiges an Wissen und Experimentierfreude dazu

Aber was weiß ich schon, ich bin ja kein Magier
 
Beim Lesen im Magie Unterforum frage ich mich inwieweit ich mich selbst als ein Magier bezeichnen könnte. Ich versuche mein Sein durch mein Bewusstsein, meinen Glauben und mein Denken zu verbessern. Dabei nehme ich durch Glauben die Unterstützung Gottes an. Dies ist auch eine Art von Magie. Wie kommt Magie zustande? Durch das Bewusstsein, Erkenntnis, Willen und gottgegebener eigener Schöpfermacht.

Im Prinzip ist das pantheistische Universum/Bewusstsein ein oder der Magier.

Konkret würde man jemanden (Individuum) aber nur als Magier bezeichnen, wenn der/diejenige bewusst Veränderung in der Welt hervorruft/manifestiert, ohne dabei normale Mittel (Hände und Körper allgemein) zu verwenden. Insofern müssen paranormale Effekte bewusst und mehr oder weniger reproduzierbar (wenn jemand mal zufällig den Ball korrekt trifft ist er auch kein Fußballspieler zum Beispiel) hervorgerufen werden.

Telepathie gilt, sofern es nicht nur passiv ist (aber sollte nicht zu schwer sein, das auch aktiv zu tun im Zweifel), und man selbst dafür verantwortlich ist. Selbst wenn wir annehmen (bin skeptisch, aber akzeptieren wir es mal hypothetisch), wie du behauptest, dass du real mit Gott und der verstorbenen Frau telepathierst, so würdest du nicht sagen, dass es von dir ausgeht, nehme ich an. Du kannst es wohl nicht mit anderen Personen reproduzieren. In dem Fall bist du kein Magier.

Wenn jetzt Millarden von Menschen das Gleiche glauben, ist das nicht dann wirkende kombinierte Magie?

Gruppenbewusstsein ist real, und Synchronizität bei Ritualen und Gebeten in Kontemplation mit identischem Fokus hilft die Bewusstseine zu überlagern/verbinden. Das wird dann als die Anwesenheit Gottes in einem Gebetshaus missinterpretiert. In Wirklichkeit sind es "nur" alle zusammen. Weiß ich, weil ich Gruppenbewusstsein selber erzeugen konnte/kann.

Ich würde nicht sagen, dass alle Gläubigen weltweit ein Gruppenbewusstsein konstruieren, aber jeweils Anwesende in einer Kirche zum Beispiel schon (nicht notwendig immer, aber gut möglich). Beten sie zusammen für etwas, könnte das eine paranormale Wirkung entfalten, die über das Talent des Einzelnen hinausgeht. Selbst wenn sie sich Gott als Hilfsmittel bedienen. "Gott" könnte dann wie ein Zauberstab wirken, auch wenn er personal so nicht existiert.

Nun, darum sind sich auch einige so sicher, dass ihr Gott speziell real ist. Was anderes ist aber real, Bewusstseine sind in einem Bewusstseinsnetz verbunden. Und man spürt die Präsenz der anderen gemeinsam, wenn man in Resonanz mit ihnen ist.

Das muss aber nicht auf spirituelle Gruppen begrenzt sein. Meditation und Gebetstrance helfen zwar, aber kann auch bei einer Sport und Musikveranstaltung zum Beispiel passieren.

P.S: Natürlich sind menschliche Magier und Gruppenbewusstseine bei weitem nicht so mächtig, wie man es von einem allmächtigen Gott erwartet. Insofern kommt de facto meistens nicht dabei heraus, was gewünscht war. Aber fair, wenn da Hundert Leute zusammen für jemanden beten mag es besser sein als nichts, auch wenn "Gott" so nicht existiert.

Und noch was: Ich bin Individualist, aber Gleichschaltung/Synchronisierung eines Gottesdienstes ist tatsächlich vernünftig um die Leute zu verbinden. Gleiche Haltung, gleicher Fokus, gleiche mentale Inhalte (wie Gebetsinhalte). Und ist aber sonst völlig egal an wen man glaubt, bzw. idealerweise würde sich wohl eher jeder selbst als Magier sehen, als als schwacher Bittsteller, aber hilft ja oft nichts. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Magische Effekte hervorzurufen macht einem nicht direkt zu einem Magier, genau so wenig wie es aus niemanden einen Radrennfahrer macht, nur weil er hin und wieder hobbymäßig seine Runden dreht.

Die Magie hat viele verschiedene Ansichten und Aspekte und diese hängen oft von den praktizierenden Magiern selbst ab. Ich würde allerdings meinen, dass Glaube im religiösen Sinne, nicht den Kern der Magie darstellt, sondern eher in Richtung Okkultismus und Religiosität selbst geht. Religiosität schließt ja Spiritismus und geistige Arbeit nicht aus, nur macht das aus einem auch kein Magier.

Die Magier mit denen ich zu tun hatte und wie ich auch selbst zur Magie gekommen bin, sind alle "ungläubisch" und nehmen die Dinge selbst in die Hand, natürlich einschließlich der Risiken aber auch der Erfolge und daran wächst man als Magier.
Details dazu und wieso Glaube in der Magie sehr schnell schwierig werden kann, stehen hier https://www.esoterikforum.at/threads/was-ist-denn-nun-magie.243586/post-7465100

Allerdings schließt es sich nicht völlig aus, Gläubig zu sein und ein Magier zu sein, es gibt auch viele Naturwissenschaftler die religiös sind, obwohl sie mit harten Fakten (teils inhaltlich widersprüchlichen zur Bibel) erfolgreich arbeiten.

Der nächste Punkt - anhand des Beispiels der katholischen Kirche - ist ja was einem Magier und Priester unterscheidet. Grundsätzlich ist ein Priester auch ein Magier der anhand kultureller oder rechtlicher Umstände das Amt öffentlich inne hat. So, nun ist ein Pfarrer grundsätzlich auch ein Magier, wenngleich ein konfessioneller Magier, man würde ihn nur niemals so bezeichnen. Nur auch dieser Pfarrer hat im Zuge seiner Ausbildung bis hin zu seiner Initiierung (Priesterweihe) viele notwendige Erkenntnisse erlangen müssen und qualifiziert sich - wenn auch für eine eher dogmatische Variante - der Magie die von ihm erwartet wird. Sakramente = Ritualistik.

Nun stellt sich die Frage, ob ein Priester im Allgemeinen genau so Magier ist oder nicht. Es stellt sich die Frage wie der persönliche Anspruch darin positioniert ist und inwiefern eine grundsätzliche Freiheit (eben, ohne Dogmen) für einen modernen Magier notwendig ist um ihn als solchen zu betrachten. Ich habe mit einigen Pfarrern darüber gesprochen und sie sind sich selbst uneinig, einer verwies bei der Frage: Magier oder nicht? Direkt auf Exorzisten und meinte, die haben da eine ganz andere Ausbildung obendrauf auf die Priesterweihe. Also auch dort scheint man sich nicht wirklich einig zu sein, wie das nun aussieht.

Ich würde aber meinen, dass der moderne freie Magier, das ist was man unter ernsthafte Magie versteht. Sobald die Sache religiös wird, kann das in viele verschiedene Richtungen gehen w.o.a. es muss ja nicht der Begriff Magier sein, vor allem da dieser eben sehr methodisch arbeitet und Glauben im Allgemeinen eine untergeordnete Rolle hat. Wie bei einem Handwerker, der jetzt auch nicht an Gott glauben muss während er sein Werkzeug verwendet. Wenn Geister oder andere Wesen in der Magie gerufen werden, dann nicht aus Glauben heraus, sondern aus Kenntnis, da kannst du jeden Beschwörer fragen, oder andere die viel mit Geistwesen arbeiten, wie auch Schamanen, für den ist das keine Glaubensfrage, genauso wenig wie es für mich eine ist, wenn ich vor einem roten Auto stehe und mir überlege, ob es rot ist. Ja ist es, da brauche ich nichts glauben. In der modernen Magie geht es darum Dinge zu wissen, die andere nur glauben..

Das wäre mein Querschnitt/Senf dazu und

ich zeichne mit besten Grüßen,


Der Magier
 
Ich bin zwar kein Magier aber
Magie hat nichts mit Macht über andere zu tun.
Wer Magie nur ausübt, um Macht über andere zu erlangen, hat die Magie nicht wirklich verstanden.
Magie bedarf doch auch nicht gottgegebene Schöpfermacht.
ich glaub auch nicht, dass für Magie nur Wille und Erkenntnis ausreicht
Da gehört auch schon einiges an Wissen und Experimentierfreude dazu

Aber was weiß ich schon, ich bin ja kein Magier

Das sind schöne Werte für ein Nichtmagier!
 
Ich glaube schon es gibt so "Ursuppenrituale" und steinzeitliche (?) Erklärungsversuche von Phänomenen, die im Laufe der Geschichte immer komplexer wurden und aus denen sich sowohl Religionen als auch Magische Schulen entwickelt haben.

Ich denke das ist auch enger verknüpft als gerne öffentlich dargestellt wird, weil Menschen sich ähnlicher sind, als sie möchten.

Shintoismus finde ich ein gutes Beispiel für die Kombination aus beidem. Da wird Alltag und "Aberglaube" viel selbstverständlicher in die Religion eingebaut als bei den Christen.

Aber Bibellesen zur Erkenntnis von so Zusammenhängen wie Körper=Tempel z.b. ist schon hilfreich finde ich.

Ich denke Yantras z.b. sind derselbe Hinweis, Religionen und die damit verwobene Magie haben eine Art gemeinsame Essenz, die kulturell bedingt unterschiedlich ausgeprägt ist und unterschiedlich kommuniziert wird.

Aber mit offenem Herzen versteht man schon viel "Fremdes" beim zwischen den Zeilen lesen als ähnlicher als man zuerst dachte.

Magie ist ja die Lenkung von Energie in ihren unterschiedlichsten Formen und das praktiziert jede Religion und jeder Normalsterbliche eigentlich auch sekündlich im Alltag, nur eben unbewusster als Leute die sich bewusst viel damit beschäftigen (Praktiken lernen).
 
Aus dem anderen Thread:

Hat mit Magie aber nichts zu tun.
Tätest du sagen, du wärst jetzt ein Magier, wäre es Magierlästerung.

Nur weil man etwas für magisch hält, ist es ja noch lange nicht Magie
Ja ich selber sehe mich nicht als Magier, sondern als Mönch. Ich lasse die Finger von Magie, das ist nix für mich, aber ich frage mich, ob am Schluss nicht die gleichen Mächte hinter Magie und Glauben dahinter stecken.
 
Aus dem anderen Thread:


Ja ich selber sehe mich nicht als Magier, sondern als Mönch. Ich lasse die Finger von Magie, das ist nix für mich, aber ich frage mich, ob am Schluss nicht die gleichen Mächte hinter Magie und Glauben dahinter stecken.

Meine Gedanken dazu, aus: https://www.esoterikforum.at/thread...agiern-fuer-magier.243562/page-7#post-7464403

"Theoretisch hätte der Hase nun die Chance die Realität aus seiner Perspektive zu überschreiben, und den Fuchs zum Beispiel psychokinetisch auf die Nase fallen zu lassen. ;) Das wäre im engeren Sinne Magie. Praktisch ist sowas offensichtlich kompliziert. Eine Harry Potter Realität haben wir nicht.

Oder aber dem Subjekt aus der Hasen-Perspektive geht quasi ein Licht auf, wie im Klartraum, dass es eigentlich nicht mit dem Hasen identisch ist. Ok, das ist auch gut, denn jetzt ist der Hase erleuchtet, und haftet nicht mehr an dieser Existenz an. Praktisch allerdings auch nicht exakt einfach, und kann aus eigenem Wissen nicht sagen, ob man erleuchtet werden kann. Es reicht auch nicht das intellektuell zu wissen, solange es trotzdem weh tut."

Hase 1 ist der Magier, der sein Bewusstsein quasi erweitert zugunsten des individuellen Ich.
Das ist auch was man den linkshändigen Pfad nennt.

Und Hase 2 ist der Mystiker, der die Anhaftung an sein individuelles Ich (Ego) aufgibt.
Welches dann der rechtshändige Pfad ist.

In beiden Fällen wird jedenfalls die Identifikation mit einem individuellen Ich in diesem unserem Welt-Traum reduziert, bis man davon auf einem höheren Bewusstseinslevel (als es ursprünglich als pantheistischer Gott zu Anfang der Fall war) befreit ist. Wobei das nicht komplett sein kann, denn sonst würde ja unser Universum nach Milliarden Jahren aufwachen. Insofern dürfte es sich weiter auf eine individuelle Ebene beschränken.

Man sollte aber nicht unbedingt denken, dass das ganz unterschiedliche Pfade sind. Magiern wird die eigene individuelle Perspektive wohl immer unwichtiger erscheinen, und der Mystiker wird wiederum erkennen, dass er sowieso immer magisch wirkt.

Am Ende kommt es wohl auf das selbe raus. Individuelles Bewusstsein beendet die Unwissenheit (Avidya), erkennt die illusionäre (vom Bewusstsein manifestierte) Natur der Realität, und gut ist...

...vielleicht hoffentlich. :D
Ich bin ja nicht erleuchtet, aber kann aus meiner Position zumindest ein paar Ideen formulieren.

Aber würde dem zustimmen, dass es "erlaubt" ist in dem Kontext sowohl Magier als auch Mönch zu sein, im Sinne dass es vermutlich zum Erfolg führt. Ist aber entscheidend, dass einem eins klar ist, das Bewusstsein steht im Zentrum, und ist der Schlüssel, es ist und war immer singulär die Macht hier. Irgendwelche Zaubersprüche aufsagen oder Götter beknien ist hingegen sinnloser Zeitvertreib (wenn es ohne ernsthafte Beschäftigung mit dem Bewusstsein selbst passiert).
 
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Aus dem anderen Thread:


Ja ich selber sehe mich nicht als Magier, sondern als Mönch. Ich lasse die Finger von Magie, das ist nix für mich, aber ich frage mich, ob am Schluss nicht die gleichen Mächte hinter Magie und Glauben dahinter stecken.
Was denkst du was der Glaube, zum Beispiel des Christentums bewirkt oder bewirken soll, wenn Magie dahinter steckt?
 
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