ist der kranke schuld an seiner krankheit?

Klar gab es zu allen Epochen solche Leuts (Platon war auch ein gaaaanz früher Konstruktivist - es soll auch andere Denkweisen als den Konstruktivismus geben, da gelten dann andere ... ;) ).

Aber man muß Erkenntnisse schon operationalisieren, um sich darüber auszutauschen, sie zu erforschen und dann ggfs. auf sie aufzubauen.
Stell Dir vor, jeder müßte für sich allein aus Erfahrung lernen, was sämtliche Philosophen/ Denker/ Forscher mal so gedacht/ erkannt/ weiterentwickelt haben ... :eek:.

Das mit dem Apfelsaft ist bei genauerem Betrachten so einfach nu wieder nicht ... . :)

Das mit dem Apfelsaft ist so einfach.

Apfelsaft als Metapher für 'es ist, wie es ist' und die Ettikettierungen für das, was Mensch interpretiert... :D


Begriffe dienen (können:D) der Verständigung dienen....

Die Arbeit ruft - mehr evtl. später... :kiss4:
 
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merkwürdig.. die Naturgesetze sehen das nämlich anders, hier kann man am besten ausprobieren, wie gut es wäre, zwischen Richtig u. Falsch unterscheiden zu können...


Bitte ein Beispiel :)



aha... und dein Kommentar hat nicht etwa den Hintergrund der Bewertung eines anderen Kommentars? :D:rolleyes:

Wo siehst Du da eine Bewertung?

Wenn jemand sagt, schreibt, was z.B. Du schreibst (s. auch oben) denke ich nicht, dass das falsch ist. Ich akzeptiere, dass Du es so bewertest - frage evtl. nach, wie, genau, Du es erkennst.

Ich kann etwas erkennen, verStEHEN, was ein anderer sagt, schreibt,... und es gleichzeitig anders verStEHEN... :)
 
Das mit dem Apfelsaft ist so einfach.

Apfelsaft als Metapher für 'es ist, wie es ist' und die Ettikettierungen für das, was Mensch interpretiert... :D


Begriffe dienen (können:D) der Verständigung dienen....

Die Arbeit ruft - mehr evtl. später... :kiss4:

... mit der entsprechenden Intention/ Motivation :D

(und das ist nu wieder ein laaanges Thema für sich)

Viel Spaß beim Schackern :kiss4:
 
Danke für die Antwort. Und jetzt sag ich dir gerne, was mich an deiner Aussage "der Gesunde sei ja auch Schuld an seiner Gesundheit" so gestört hat.

Grundsätzlich sehe ich das so:
Ich habe - wie gesagt - kein Problem mit dem Karmagedanken, und schon gar nicht damit, Dinge in größeren Zusammenhängen zu sehen.
Solange man dies mit gesunder Demut tut und seine Erkenntnisse darüber ausschließlich auf sich SELBST anwendet, statt andere damit zu schubladisieren.

Es geht mir also ganz konkret um diese eine Aussage von dir. So, wie es formuliert wurde, läuft es gewissermaßen auf folgende Gleichung hinaus:

Nach medizinischen Richtlinien gesund = Der Mensch ist HEIL
Nach medizinischen Richtlinien kränklich oder krank = Der Mensch ist UNHEIL


Es könnte leicht der Eindruck entstehen, die Kranken machen ganz viel falsch und die Gesunden machen alles richtig. Und dem ist lange nicht so. Ich will dir nicht unterstellen, dass du das so siehst, aber ich weiß dass es einige immer wieder so sehen.

Das hast du schön gesagt, Nithi.:kiss4:

Menschen in "heil" oder "un-heil" nur aufgrund von Krankheiten einzuteilen, ist herzlos und hochmütig dazu ......(oder gar krank?;))

Das Ganze erinnert mich an die Ausgrenzung von angeblich "schlechtem Blut", welches "un-arisch" und somit in jedem Fall schlecht war und sich nicht mit "reinem" Blut vermischen durfte.......:rolleyes:

Hmmmm ja, un-erquickliches Thema. Am besten Thread schließen. Er wird sonst nämlich jede Menge Menschen verletzen.

Liebe Grüße
Juppi
 
Zuletzt bearbeitet:
Die anderen sollen lernen, damit dein Konzept stimmig wird? Wieso verabschiedest du dich nicht eher von Konzepten, die solche Unterschiede deklarieren?

Warum soll ich mich deiner Meinung anpassen? Hast du ein Blick auf deine Geist-seelische Ebene?
Was ist der Mensch? Warum hat Gott den Menschen Erschaffen? Warum haben wir Krankheiten? Wie weit versteht Ihr euch selbst? Kannst du hinter den Kulissen schauen?

@ Niuiz:
https://www.google.de/search?q=krebs...2tGsLjO9uhgZAE

wie haben diese kleinen Racker bloß die ganzen 'Energien' und 'Disharmonien' in sich rein gekriegt (Kinder können ja sowas von gierig sein)

Und erst das Unbewußte von denen....da muß der Teufel los sein.

Zum Glück ist dieses Forum voller kluger unglaublich spiritueller Menschen, die genau wissen, wie man sowas wieder rauskriegt.
__________________
Findest du gut das Leid der Kinder in einem Öffentlichen Raum zu stellen? Hast du die Kinder gefragt? Oder willst du Mitleid erregen? Was ich als daneben sehen. Kein Kranker will Mitleid, er hofft auf Hilfe und Zuwendung.

@Babylon:
Wenn Eltern ständig vor ihren Kindern sich streiten und ihr Unzufriedenes Leben vor ihnen ausleben, dann kann es schon mal geschehen das die Kinder sich Verantwortlich fühlen für die Situation. Da Chaos in der Seele des kleinen Menschen herrscht, und sich auch nicht vll. äußern kann oder nicht gehört wird, kann es auch so sein das das Kind das auslebt, was die Eltern nicht können, in ihrer Blindheit.

Nicht nur immer das eine sehen. Sich vorstellen als wenn man eine Kugel wäre und sich denken alles was in der der Kugel und auf der Kugel staatfindet zu erfassen. So ähnlich ist es auch mit zwischenmenschlichen Bereiche. Sich einfühlen und fragen stellen was ist im Umfeld mit dem Betroffen los. Oder wie ist die Sensibilität des Menschen? Wenn du einen Stein beschaust siehst im ersten Moment nur den Stein. Doch wenn du dich mit den Stein genauer beschäftigt, findest du immer mehr von diesem Stein heraus, bis du auf einmal merkst der Stein besteht aus Atomen die mit Neutronen umgeben sind und sich bewegen. So ist der Stein mehr als im ersten Moment. So ist es auch mit dem Menschen und deren Erkrankungen. Mir scheint es so ist es bei vielen mehr Schein als Sein vorherrscht.
 
Ich persönlich finde dieses Schuldprinzip problematisch; in allem und für alles ständig irgendeinen Schuldigen zu suchen. Schuld und Strafe liegen dicht beieinander. Sieht man auch, wenn Karma interpretiert wird, wie häufig Karma als Strafe angesehen wird. Es ist eine Wertung, die den Menschen in seinem Inneren schwächen und unfrei machen kann.

Warum soll man (laut einigen Beiträgen) nur mit Schuld Verantwortung übernehmen? Heisst das, dass man ohne Schuld, aus eigener Kraft keine Verantwortung übernimmt? Braucht es da im Inneren "irgendjemanden", der einen "klein macht", weil man Verantwortung vermeintlich selbst nicht schafft?

Ein Fehlen von Schuld geht nicht zwangsläufig mit Fehlen von Verantwortungsbewusstsein einher. Meine Meinung.



Nein, keine Unterstellung. Eine berechtigte FRAGE, weil du Rose2 nicht nur in diesem Thread darauf hinweist, dass es ja sowas schon mal gegeben hat, sondern ihr auch noch ins Allgemeine U-Forum nachrennst. Irgendwas wird dich ja dazu bewogen haben.

LP

Warum soll sie einen schwächen, wenn es eine Chance ist?


Warum soll jemand, der ein Haus schief gebaut hat, nicht die Chance erhalten, dies zu korrigieren?

Das Haus ist nun einmal schief gebaut worden, weil der Erbauer nachlässig war. Wir haben ein Haus alle mal schief gebaut, hätten wir keine Korrekturmöglichkeit, was man auch als Gnade bezeichnet, wäre das in meinen Augen grausam!


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Und wenn man sagt, das Kind habe keine Schuld an seiner Krankheit, also wenn man keinen kausalen Schluss zieht, was wäre das dann?

Wäre das nicht Unglück oder Ungerechtigkeit?



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Und wenn man sagt, das Kind habe keine Schuld an seiner Krankheit, also wenn man keinen kausalen Schluss zieht, was wäre das dann?

Wäre das nicht Unglück oder Ungerechtigkeit?



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Warum, sollte es als Unglück oder Ungerechtigkeit gesehen werden? Weil sich die Betroffene Angehörige sich nicht ändern wollen ihn ihrem Verhalten?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Roti schrieb:
Warum, sollte es als Unglück oder Ungerechtigkeit gesehen werden? Weil sich die Betroffene Angehörige sich nicht ändern wollen ihn ihrem Verhalten?

Das würde aber Bewusstsein über Zusammenhänge von Verhalten und Krankheit voraussetzen. Und ich wage mal die These, dass sich die wenigsten darüber vollumfänglich im Klaren sind.

Musikuss schrieb:
Und wenn man sagt, das Kind habe keine Schuld an seiner Krankheit, also wenn man keinen kausalen Schluss zieht, was wäre das dann?

Wäre das nicht Unglück oder Ungerechtigkeit?

So lange du der Meinung bist, alles bewerten, beurteilen, verurteilen; einteilen in gut und böse usw. zu müssen, so lange wirst du in der "Unglücks-, Ungerechtigkeits-, Schuld-, Strafe-, Sühne-Schleife hängen. ;) Unglück und Ungerechtigkeit sind auch nichts anderes als Wertungen. Weil der Schritt zu der Frage "warum muss ausgerechnet mir das passieren?" winzig ist. Und damit ist die Verantwortung schon wieder wo anders, nur nicht bei mir. Bei Krankheit (ausser selbst leichtfertig verursacht) würde ich mit derartigen Bewertungen sehr vorsichtig sein.

Musikuss schrieb:
Warum soll sie einen schwächen, wenn es eine Chance ist?

Weil Chancen oft nicht erkannt werden? Weil dann Gott, das Schicksal, was weiss ich wer noch *schuld* an der Misere ist (auch wenn sie selbst verursacht wurde)? Weil viele Menschen einfach in der Opferrolle hängen, unter dem Motto "ich kann ja nix dafür?
Sobald ich in einer misslichen Lage die Chance erkenne, etwas zu verändern/verbessern, und diese Chance ergreife, bin ich in meiner Eigenverantwortung. Und dazu braucht es kein Schulddenken.

Musikuss schrieb:
hätten wir keine Korrekturmöglichkeit, was man auch als Gnade bezeichnet, wäre das in meinen Augen grausam!

Gnade? Wird uns ununterbrochen und jede Menge zuteil. Um die Gnade der Korrekturmöglichkeit zu nutzen, braucht es kein Schuldprinzip.

Ich nehme mich da gar nicht aus, es war ein langer Weg, zu erkennen, dass Schuld-Strafe-Sühne-Prinzip nicht nötig ist.

LP
 
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