ist der kranke schuld an seiner krankheit?

Da schreibst Du was ganz wichtiges, meines Erachtens nach einer der Hauptgründe, warum viele Esoteriker sich so an die Schuldfrage klammern, weil damit das Leben berechenbarer wird und sie besser mit ihrer Angst, daß ihnen was passiert oder daß sie krank werden, umgehen können.

Mit der Ungerechtigkeit des Lebens umzugehen ist auch nicht leicht, ein Kind wird in einer liebevollen Familie im Luxus geboren, ein anderes im Krieg, die Eltern werden ermordet und das Kind dann im Flüchtlingslager missbraucht.
Manche Kinder haben nie einen Schnupfen, andere werden krank geboren und haben jeden Tag Schmerzen.

Ich spür die Hilflosigkeit auch, und Wut über die Ungerechtigkeit. Wahrscheinlich haben die Menschen auch aus diesem Grund irgendwann Religionen erfunden, um Antworten zu bekommen und Anweisungen, wie sie sich richtig verhalten können, um ein bißchen das Gefühl von Gerechtigkeit zu bekommen und die Hilflosigkeit zu vermindern.

Wenn der Karmagedanke einem persönlich hilft oder Gedanke an den Himmel oder ein Paradies bei "guter Führung", dann ist das in meinen Augen auch völlig in Ordnung, aber anderen Menschen diesen Glauben überzustülpen ist eine andere Sache, damit kann man die sehr verletzen, das ist auch sehr grausam.
Eben, wenn man einem anderen, der krank ist oder der in schwierigen Lebensumständen lebt, die Schuld daran gibt.

:thumbup:

Ich stimme Dir zu und blick nicht mehr durch:

Zum einen scheint komplett ausgeblendet zu werden, daß es 95% der Weltbevölkerung schlechter geht als Deutschen, Österreichern und anderen Bürgern westlicher Kulturen (95% selbst schuld (?) und dann sind die Westler auch noch schuld an ihren Zivilisationskrankheiten und Erkrankungen, die mit der extrem hohen Lebenserwartung einhergehen ... (?) = immer alle schuld (?), bis auf ein paar wenige Ausnahmen, die völlig gesund ein hohes Alter erreichen und ggfs. auch noch die passenden Gene über Generationen dazu haben ... ich raffs einfach nicht).

Zum anderen wird hier Psychosomatik mit allen möglichen esoterischen Ideen durcheinandergeworfen ... .

:confused:
 
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Warum soll sie einen schwächen, wenn es eine Chance ist?


Warum soll jemand, der ein Haus schief gebaut hat, nicht die Chance erhalten, dies zu korrigieren?

Das Haus ist nun einmal schief gebaut worden, weil der Erbauer nachlässig war. Wir haben ein Haus alle mal schief gebaut, hätten wir keine Korrekturmöglichkeit, was man auch als Gnade bezeichnet, wäre das in meinen Augen grausam!


..

Wie machst du denn aus einem schiefen Haus ein gerades?

Das Leben bietet nun mal nicht immer eine 2. oder 3. Chance. Das magst du als grausam empfinden, dennoch ist es Realität. Um diese anzuerkennen, brauche ich keinen Gott und kein Leben nach dem Tod. Wenn es dennoch einen Gott und ein Leben nach dem Tod gibt- gut, ok- d.h. aber noch lange nicht, dass ich zu schwach bin, die Realität hier anzuerkennen. Wsa hätte ich denn von einer Verleugnung? Ich würde mir dann nur einreden, es gäbe einen strafenden Gott- und falls ich an einen gebunden sein sollte, würde das meine Liebe zu ihm empfindlich stören.
Und mal ehrlich, darüber hinaus: wir jammern hier in Mitteleuropa echt auf hohem Niveau.
 
Wie machst du denn aus einem schiefen Haus ein gerades?

Das Leben bietet nun mal nicht immer eine 2. oder 3. Chance. Das magst du als grausam empfinden, dennoch ist es Realität. Um diese anzuerkennen, brauche ich keinen Gott und kein Leben nach dem Tod. Wenn es dennoch einen Gott und ein Leben nach dem Tod gibt- gut, ok- d.h. aber noch lange nicht, dass ich zu schwach bin, die Realität hier anzuerkennen. Wsa hätte ich denn von einer Verleugnung? Ich würde mir dann nur einreden, es gäbe einen strafenden Gott- und falls ich an einen gebunden sein sollte, würde das meine Liebe zu ihm empfindlich stören.
Und mal ehrlich, darüber hinaus: wir jammern hier in Mitteleuropa echt auf hohem Niveau.

:thumbup:
 
Das würde aber Bewusstsein über Zusammenhänge von Verhalten und Krankheit voraussetzen. Und ich wage mal die These, dass sich die wenigsten darüber vollumfänglich im Klaren sind.

LP

Darum wurde wohle diese Thema eröffnet. Und sich viele daran Anstoßen, wegen des fehlenden Bewußten und sich im getrennten zu fühlen.
 
Warum, sollte es als Unglück oder Ungerechtigkeit gesehen werden? Weil sich die Betroffene Angehörige sich nicht ändern wollen ihn ihrem Verhalten?

Ich hab mein Hashimoto auch schon als Strafe empfunden. Andererseits heisst es auch, dass Schilddrüsenerkrankungen, diese, auch mit Unterdrückung usw. zu tun haben kann - was von meiner Seite auch passen könnte. - Inwiefern das Verhalten ändern? Um die Krankheit loszuwerden meinst du?

Ungerechtigkeit in dem Sinne, weil sich ein Mensch auch fragen kann, warum haben manche etwas und andere nicht.
Unglück, weil es auch Leid sein kann - und ist.
 
***Zitat gelöscht***
Siriuskind

Anevay schrieb:
Ah, Du bist also mehr für Abhängigkeit und Fremdverantwortung?

Die Formulierung der Frage - vor allem das Wort "also", was für eine Schlöussfolgerung steht - zeigt, dass Du denkst, irgendwie aus Irelands Post würde hervorgehen, sie wäre für mehr Abhängigkeit. Das hat sie nirgendwo geschrieben.

D.h. Deine Frage ist mehr als nur eine Frage, sondern sie beinhaltet schon eine Vermutun, die aus Irelands Beiträgen allerdings absolut nicht nachvollziehbar ist.

Es ist so, als wenn ich Dich jetzt fragen würde: "Ah, Du schlägst also kleine Kinder?" Du hast nirgendwo etwas darüber geschrieben, noch legt irgendeine Deiner Formulierungen auch nur ansazweise nahe, dass Du kleine Kinder schlagen würdest.

Das ist nicht nur eine normale Frage, ohne Vorannahmen, worauf Du Dich jetzt hier zurückziehen willst.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Warum soll ich mich deiner Meinung anpassen? Hast du ein Blick auf deine Geist-seelische Ebene?
Was ist der Mensch? Warum hat Gott den Menschen Erschaffen? Warum haben wir Krankheiten? Wie weit versteht Ihr euch selbst? Kannst du hinter den Kulissen schauen?

Du, deine geistige Welt muss nicht automatisch auch meine geistige Welt sein. Deine sagt dir halt, was du wissen willst- und ganz offenbar bekommst du da eine Menge Bestätigung für deine Ansichten. Das freut mich insofern für dich, als dass es dir dabei gut geht. Möge das so bleiben.
Von Anpassen habe ich kein Wort geschrieben, kannst gern nochmal nachlesen. Frag doch deine Geistwelt bei Bedarf, wie ich das gemeint habe. :)
 
Ich hab mein Hashimoto auch schon als Strafe empfunden. Andererseits heisst es auch, dass Schilddrüsenerkrankungen, diese, auch mit Unterdrückung usw. zu tun haben kann - was von meiner Seite auch passen könnte. - Inwiefern das Verhalten ändern? Um die Krankheit loszuwerden meinst du?

Ungerechtigkeit in dem Sinne, weil sich ein Mensch auch fragen kann, warum haben manche etwas und andere nicht.
Unglück, weil es auch Leid sein kann - und ist.

Nicht unbedingt los werden, doch vll. Linderung oder lernen mit dem zu Leben um dadurch vll. ein Teil der Lebensqualität zurück zu bekommen. Habe es schon oft erlebt das einige sagten: Danke, auch wenn ich nicht Gesund geworden bin. Habe ich durch die Behandlung gemerkt wie ich mit ihr Umgehen kann. Und dadurch meine Lebensqualität sich verbessert hat. Ja, es gibt Erkrankungen die nicht geheilt werden können. Jeder kann lernen mit der Krankheit umzugehen, und diese nicht mehr in seinem Mittelpunkt zu stellen. Trotz der Erkrankung am Leben teil haben, und sich dessen nicht zu schämen.
 
Du, deine geistige Welt muss nicht automatisch auch meine geistige Welt sein. Deine sagt dir halt, was du wissen willst- und ganz offenbar bekommst du da eine Menge Bestätigung für deine Ansichten. Das freut mich insofern für dich, als dass es dir dabei gut geht. Möge das so bleiben.
Von Anpassen habe ich kein Wort geschrieben, kannst gern nochmal nachlesen. Frag doch deine Geistwelt bei Bedarf, wie ich das gemeint habe. :)
Ist schon ok, ich sehe auch das jeder für sich entscheiden kann was einer annehmen will oder nicht.
 
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Und wenn man sagt, das Kind habe keine Schuld an seiner Krankheit, also wenn man keinen kausalen Schluss zieht, was wäre das dann?

Wäre das nicht Unglück oder Ungerechtigkeit?



..

Vielleicht ist es bei uns Menschen auch so, wie in der Natur, wenn es keinen seelischen Hintergrund gibt.
Bäume, ein Apfelbaum, der auch einen "Schaden" hat - ohne erkennbaren Grund? (Verbunden mit der "Vielfalt" oder auch was "Buntem", bunt gemischt.*)

*Dann wäre ein "Schaden" auch kein "Schaden" mehr.

Kausaler Schluss klingt etwas angenehmer als Schuld, find ich.
 
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