Richtig, das ist das Prinzip. Was zwischen den Zeilen steht, ist aber ebenfalls offensichtlich: sie bekämpfen den Patienten. Das ist für mich ethisch fragwürdig.
Na, ja, wenn du Todesangst hast....machst du einfach alles was Dir empfohlen wird.
Kürzlich hatte ich einen Patienten mit PankreasCa. Ihm wurde ein
halbesJahr gegeben. Er wurde nicht mehr operiert.
Er erhielt Chemo...was und wieviel weiss ich nicht.
Und ihm ging es gut darunter.
Ein Jahr später kommt es zu uns wegen hohem Fieber nach Chemo..manche Chemos haben so eine Auswirkung...nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass der Krebs, der zeitweise zum Stillstand kam und sich sogar zurückgebildet hatte an anderen Stellen massiv auftaucht.
Der ganze Pankreaskopf ist voll, genauso die Leber und die Lungen.
Er wußte von Anfang an was es bedeutet, da auch er vom Fach ist.
Sein Ergebnis war: wenigsten habe ich dem Tod noch ein Schnippchen schlagen können...von wegen ein halbes Jahr.
Daraufhin hat er die Chemo abgebrochen da sie ihm zu viele Beschwerden bereitet.
Weiß nicht, ob sie eine andere Chemo für ihn in betracht gezogen haben, da ich dann frei hatte....
Ich sehe viel Tote, trotz Chemo, doch die Überlebensrate ist doch deutlich gestiegen.
Es muss jeder für sich entscheiden und auch hinter der Entscheidung stehen könne. Also sich nicht überreden lassen, dann ist es gut so.
Lg
Lumen