Wenn man sich heute das Israelische Gemetzel in der West Bank ansieht - die Angriffe auf palästinensische Krankenwagen u. Sanitäter/Ärzte, Angriffe auf Journalisten, das Abknallen palästinensicher Kinder 'nur so zum Spaß' (so Chris Hedges, früherer Kairo-Chefredakteur der 'New York Times'), das Zusammentreiben aller palästinensischen Männer zwischen 15 u. 50 (wobei man ihnen Handfesseln anlegt u. ihnen die Augen verbindet, ja ihnen sogar Nummern- schilder um die Handgelenke bindet), das wahllose Foltern von Gefangenen, das Abschneiden der Zivilbevölkerung von Essen, Wasser, Elektrizität u. medizinischer Versorgung, die ungezielten Luftangriffe auf palästinensiches Wohngebiet, das Mißbrauchen von Zivilisten als 'menschliche Schutzschilde', das Bulldozern von Gebäuden (manchmal mitsamt ihren Bewohnern) - wenn man sich das alles so ansieht, kommt einem unwillkürlich die Idee, daß die Israelische Armee den Ratschlag jenes Offiziers sehr wörtlich genommen hat. Elie Wiesel - Chefsprecher der 'Holocaust-Industrie' - hat Israel seine uneingeschränkte Solidarität ausgesprochen. Er betont die "schweren Leiden und Ängste", dieser vandalisierenden Israelischen Soldaten. Kritik lehnt er als 'antisemitisch' ab ('Reuters' vom 11. April; CNN vom 14. April).
Der Portugiesische Literaturpreisträger Jose Saramago hingegen spricht im Zusammenhang mit Israels momentanen Horrortaten vom 'Ausschwitz-Geist'; ein Belgischer Parlamentarier stößt in das gleiche Horn, indem er sagt, Israel verwandele die "West Bank in ein Konzentrationslager" ('The Observer', 7. April 2002). Israelis aus allen politischen Lagern schreien auf ob dieser Vergleiche. Meine Meinung ist aber die: wenn die Israelis sich nicht als Nazis angeklagt sehen wollen, dann sollten sie endlich aufhören, sich wie Nazis zu benehmen.
Orginalartikel: First the Carrot, Then the Stick: Behind the Carnage in Palestine