Ich habe da auch noch einige Informationen, wie das Palästinenserproblem entstand. Es begann nämlich bereits vor der eigentliche Gründung Israels am 14. Mai 1948:
Großbritanien gab 1947 sein Mandat über das palästinensische Gebiet ab und legte es in die Hände der damals neu gegründeten UN (United Nation). Die UN verabschiedete im November 1947 den Teilungsbeschluss zwischen Israel und den Palästinensern. Doch schon im Vorfeld begannen jüdische Milizen die palästinensische Bevölkerung zu terrorisieren. Sie wollten damit ein Klima der Angst schaffen, damit die Palästinenser aus ihrer Heimal fliehen. Am 9. April 1948 überfielen die Soldaten der Irgun, eine zionistische Miliz, das Dorf "Deir Yassin" unter dem Kommando von Menachim Begin, dem späteren israelischen Prmierminister. Die Irgun war eine von 1931 bis 1948 bestehende rechtsradikale zionistische Terrororganisation in Palästina vor der israelischen Staatsgründung. Die Gruppe führte terroristische Anschläge gegen die britische Mandatsmacht, aber auch gegen die Palästinenser durch. Innerhalb weniger Stunden töteten die Milizen der Irgun etwa 350 Männer, Frauen und Kinder. Dieser Überfall war besonders perfide, weil "Deir Yassin" ein kooperatives Dorf war, welches versucht hatte, sich mit der größer werdenden jüdischen Präsenz in Palästina zu arrangieren.
Jaques de Reynier vom internationalen Roten Kreuz berichtete: "Hier hat man die (ethnische) "Säuberungsaktion" mit Maschinengewehren, dann mit Handgranaten durchgeführt. Dann wurde sie mit Messern zu Ende gebracht. Überall war es der gleiche schreckliche Anblick. Das Dorf hatte ürsprünglich etwa 400 Einwohner. Etwa 50 davon waren geflohen. Alle übrigen wurden planmäßig und kaltblütig abgeschlachtet. Das hatte ich selber beobachten können. Die Milizen waren hervorragend diszipliniert und handelten nur nach Anweisungen."
Zwei Wochen später warfen Zionisten am 21. April 1948 eine 30-Kilo-Sprengbombe aus 300 Meter Höhe auf das überfüllte arabische Viertel von Haifa, der drittgrößten israelischen Stadt in Nord-Israel. Innerhalb einer Woche wurde dann die Hafenstadt Jaffa, die als Teil des palästinensischen Staates vorgesehen war, völlig zerstört und entvölkert. So wurde versucht, die Palästinenser einzuschüchtern, zu vertreiben und die palästinensischen Dörfer zu belagern und zu bombadieren. Häuser wurden in Brand gesetzt und die Ruinen vermint. Damit wollte man die Rückkehr der Bewohner verhindern.
Die Vereinten Nationen (UN) schickten den Vermittler Graf Folke Bernadotte, den Präsidenten des schwedischen Roten Kreuzes, in die Region, um den UN-Teilungsplan durchzusetzen. Als dieser Zeuge der systematischen Vertreibung und Terrorisierung der palästinensischen Bevölkerung wurde, versuchte er diese Schreckenstaten öffentlich zu machen und wurde deshalb von der zionistischen Miliz "Stern Bande" (benannt nach ihrem Gründer Avraham Stern) ermordet.
Aus Angst vor dem zionistischen Terror flohen 700.000 bis 900.000 Palästinenser. Ihr Eigentum wurde nach dem Gesetz über "aufgegebenes Eigentum" von Dezember 1948 enteignet und versteigert. Die Spuren der Existenz der Palästinenser sollten durch Verwischen und Verschwindenlassen ihrer Dörfer und ihrer Geschichte, ergänzt durch den schnellen und massiven israelischen Siedlungsanbau auf palästinensischem Gebiet, erfolgen. Dies alles konnte nur geschehen, weil die zionistische Doktrin davon ausging, dass Gott Palästina dem jüdischen Volk versprochen habe und deshalb kein anderes Volk dort leben könne. (Wieder einmal ein Beweis dafür, welche verheerenden Einflüsse die sogenannten "Heiligen Schriften", in diesem Fall der Tanach, haben können.) Dies führte zur Verleugnung der Palästinenser und zu einer chauvinistischen (aggressiv überzogenen nationalistischen) Denkweise, denn um die Palästinenser zu vertreiben, musste man den einfachen Soldaten nur einreden, dass die Palästinenser kein Recht hätten, dort zu leben.
Die ehemalige israelische Ministerpräsidentin Golda Meir, sagte dann auch, dass es so etwas wie die Palästinenser nicht gebe. Und der ehemalige Premierminister Begin führte aus, dass die Palästinenser "zweibeiniges Ungeziefer" seien. Der ehemalige Chef des Generalstabs der israelischen Streitkräfte Rafael Eitan erklärte, die Palästinenser seien "betäubte Kakerlaken in einer Flasche" und der ehemalige israelische Prmierminister Shamir sagte in einer Rede zu jüdischen Siedlern: "Die Palästinenser sollten wie Heuschrecken zermalmt werden, ihre Köpfe sollten an Felsen und Mauern zerdrückt werden." (New York Times, 1. April 1988) Auch heute noch hält sich unter Juden hatnäckig die Legende, dass es die Palästinenser nie als ein eigenständiges Volk, dass es Palästina nie als eine eigenständige geografische Einheit gegen hätte und dass Palästina leer gewesen sei.