Nun
@Enndlin, wenn man über Saturn spricht, legt man meistens den Fokus auf seine dunklen Seiten. In der alten Astrologie wird Saturn tatsächlich als Übeltäter angesehen. Aber nicht nur pauschal. Wenn zum Beispiel Saturn in einem Radix in seinem eigenen Zeichen steht, Steinbock oder Wassermann (in der modernen Astrologie betrachtet man Uranus als den Herrscher von Wassermann), dann befindet er sich in seinem eigenen Domizil und hat viel Würde! Hier kommt seine Schokoladenseite zum Vorschein.
Dasselbe gilt für Saturn, wenn er in Waage steht, weil er sich dort in seiner Erhöhung befindet. Im Fall ist er in Widder und im Exil in seinen Oppositionszeichen Krebs und Löwe. Das gilt in der klassischen Astrologie für jeden Planeten. In seinem Domizil- und Erhöhungszeichen zeigt er seine guten Seiten, im Exil und im Fall zeigt er uns seine weniger guten Seiten.
Ich kenne natürlich die Schattenseiten von Saturn auch in meinem Leben, aber auch seine Sonnenseiten, weil mein Geburtssaturn im Steinbock in seinem eigenen Domizil steht und dazu noch am MC. Er ist somit der stärkste Planet in meinem Radix, gefolgt von Mars. Oscar Hofman meinte einst zu mir, es sei eine Ermessensfrage, ob jetzt Saturn oder Mars stärker stehe bei mir.
Du hast die negativen Seiten Saturns oben gut benannt. Seine guten Seiten sind Konzentration, Verantwortungsbewusstsein, Ausdauer, Pflichtgefühl, Struktur und Tiefgang. Saturnphasen haben auch positive Aspekte, nach dem Motto: Was mich nicht umbringt, macht mich nur stärker!

Saturn gilt auch als der Hüter der Schwelle. Es können nur diejenigen die Schwelle überschreiten, welche reif genug sind und die vorgeschriebenen Prüfungen bestanden haben.