Es scheint durchaus einen Unterschied zu machen, ob der Körper selbst verstoffwechselt oder Formaldehyd künstlich dem Körper zugeführt wird.
Beurteilen kann ich das nicht, den Unterschied begründen, wieso das eine Vergiftung ist und das andere natürlich ebensowenig.
Was eine "unschgemäße Anwendung" zur Vergiftung macht, und das andere zum normalen Stoffwechselprodukt ist ganz einfach: Hauptsächlich die Menge und möglicherweise auch die Region im Körper, wo es hingelangt.
Es ist schon lustig, wie vereinfachend die Impfgegner hier rumbrüllen: "Das ist Gift!" Obwohl es ihnen hier von Targaban und Garfield schon mehrfach korrekt erklärt wurde.
Und auch die Unterscheidung, das eine wäre der natürliche Stoff und das andere von außen hinzugeführt, ist immernoch arg vereinfachend.
Es ist bei fast allen Stoffen so, dass die eine letale Dosis haben. Auch z.B. Wasser ist giftig. Wenn man innerhalb kurzer Zeit etwa 10 Liter davon trinkt, bricht der Elektrolyt-Haushalt im Körper zusammen und man stirbt. Ebenso zuviel davon in der Lunge ist mit dem Leben nicht mehr vereinbar. D.h. Wasser kann man als Gift betrachten. Auf der anderen Seite ist es aber auch Lebensnotwendig.
Weitere Beispiele: Reiner Sauerstoff ist giftig. Die meisten Vitamine sind in zu hohen Dosen giftig, und gleichzeitig bekommt man Mangelerscheinungen, wenn man sie nicht zu sich nimmt.
Damit will ich jetzt NICHT sagen, es wäre lebensnotwendig Formaldehyd dem Körper zuzuführen - das nur, falls aus diesen Ausführungen ein Strohmannargument gebastelt werden sollte. Der Punkt ist nur der, dass es unterhalb einer gewissen Schwelle unbedenklöich ist, und dass solche Schlagworte a la: "Das ist Gift, also darf es nicht zugeführt werden!!!!" schlicht sachlich falsch sind.