Schönen Abend an alle von euch
Ich bin erstaunt - mit so vielen Antworten habe ich nicht gerechnet.
Nachdem ich die Beiträge durchgelesen habe, konnte ich feststellen, dass einige unter euch, mich für einen trotzigen Jammerlappen halten, der in der Kindheit stecken geblieben ist. Mal ehrlich - wie ist es möglich einen Menschen, den man nicht kennt via "Ferndiagnose" so runter zu machen.
Übrigens - ich habe weder ein Frage gestellt noch um Hilfe gebeten.
Für alle, die Verständnis für meinen Beitrag hatten
ohne zu werten - DANKE
Stellt euch mal vor, ein wirklich labiler Mensch hätte das alles gelesen.
Alles Liebe von einem gottlosen Menschen

Adastin
Die so schön beschriebene Ferndiagnose geht sehr gut. Natürlich würde das jeder abstreiten und natürlich ist dem was du hier schreibst nun nicht soviel zu entnehmen um dir genau zu sagen wo deine ganzen Probleme liegen.
Aber dass dein Verhalten, dein Gejammer einem Kind in der Trotzphase gleicht ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Und ganz ehrlich, manchmal benehme ich mich auch so, aber zuhause für mich alleine um damit wieder an den Punkt zurück zu kommen an dem ich gescheitert bin um dort von neuem anzusetzen, meine Fehler zu erkennen und anzunehmen, damit ich daraus lernen kann.
Aber in dem Moment wo ich mich gezwungen sehe in diesem Forum mein Verhalten so öffentlich zu machen, in dem Moment ist das ein Hilfeschrei! Es sagt "ich habe doch immer... und es hat nichts geholfen... ich bin am Boden zerstört...Ich habe nichts mehr, mir ist nichts geblieben... Was soll ich jetzt tun???...so helft mir doch!"
Ob das nun Bewusst oder Unbewusst so ist, ist hier nicht die Frage, fakt ist dass es so ist und wenn du nicht bereit bist das auch nur ein kleines Stück weit einzusehen dann hat der Hilfeschrei seine Wirkung verfehlt. Denn es bedeutet dass du gar nicht sehen willst was dir hier geschrieben wird.
Es gibt eine kleine Meditation an die mich das erinnert. Es geht dabei um Entscheidungen und Neuorientierung.
"
Stell dir vor, du wärst der Affe, der nichts hört, nichts sieht und nichts sagt, weil er sich seine Hände vor Ohren, Augen und Mund hält, der sich seinen Problemen völlig verschließt. Wie fühlst du dich dabei? Das Leben geht weiter, es läuft an dir vorbei. Du nimmst nicht daran teil, weil du unfähig bist, längst fällig gewordene Entscheidungen zu treffen. Du fühlst dich ausgeliefert. Jetzt entscheidest du, deine Hände von den Augen wegzunehmen. Das was du siehst gefällt dir nicht. Du nimmst deine Hände von den Ohren - auch das gefällt dir nicht besonders. Endlich machst du deinen Mund auf, beziehst Stellung, sprichst eine Entscheidung. Du hast es geschafft."
Heilende Engelsymbole von Ingrid Auer Seite 47.
Dieser kleine Text entspricht genau der Situation in der du dich hier im Forum zeigst. Es bedeutet nicht dass du dauerhaft oder generell dieses Problem hast, es bedeutet nur dass du dich hier so verhälst. Und das Verhalten gibt den Menschen schon lange Aufschluss darüber was in anderen Vorgeht, wenn auch nur bis zu einem gewissen Grad.
Ich bilde mir ein Urteil über dein Verhalten, ich ziehe daraus Schlüsse was in deinem inneren vor sich geht aber dass heißt nicht dass ich dich deswegen für ein in der Kindheit stecken gebliebenen Jammerlappen halte. Ich halte dich für einen Menschen dem etwas ziemlich stark mißfällt und der sich gerne einmal trotzig verhalten will und dabei auch mal jammert aber nur deswegen weil er nicht mit dem eigentlichen Problem umzugehen weiß und sich des eigentlichen Problemes vielleicht gar nicht Bewusst ist. Jeder verhält sich hin und wieder so, nur das ausmaß ist unterschiedlich und wie bewusst es einem ist.
Ich sage nicht dass meine Worte alle richtig sein müssen, es ist nur meine Sichtweise aber ich denke es ist auf jedenfall etwas dran worüber du nachdenken solltest. Warum ich dir das schreibe? Weil ich weiß wie es sich anfühlt und weil ich den Hilfeschrei gesehen habe. Etwas in dir sehnt sich nach Hilfe der andere Teil streitet alles ab, ist zu stolz und zu eigensinnig und trotzig. Welchem Teil gehst du nach?
Und ich schreibe es dir vor allem deshalb weil ich weiß, dass der Hilfeschrei nur ein erster Höhepunkt des nicht Klarkommens mit der Situation ist, danach verrennt man sich ganz leicht in alles mögliche wenn man nicht bereit ist diesen Hilfeschrei auch als solchen zu erkennen und mal nachzuschauen was da eigentlich los ist. Meine Worte sollen nur einen Anreiz dazu sein die Augen zu öffnen und sich vor seinen Problemen nicht zu verschließen.
Liebe Grüße,
Anakra