Heimkehr ins Lichtreich der Unvergänglichkeit

Gegen die Religion zu sein ist nicht weniger eine Form der Neurose. Radikal aufs Himmelreich bezogen ist jegliches Festhalten an oder gegen eine Form krank. Was hält die Form fest? Das Urteil.
Ich denke, es ist schon eine Neurose, überhaupt gegen etwas zu sein. Es ist doch viel sinnvoller, `für` seine Überzeugungen einzutreten.
Dass das Festhalten an einer Form `krankhaft` sei, ist mir neu, kann es auch nicht nachvollziehen. Das Festhalten an der Form wird als `die Haltung` bezeichnet, der persönliche `habitus`, die Gewohnheit im Denken, Wollen und Handeln. Der abgewogene Habitus zeichnet den Menschen aus, das Urteil zerstört ihn.
LG ELi
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Ich denke, es ist schon eine Neurose, überhaupt gegen etwas zu sein. Es ist doch viel sinnvoller, `für` seine Überzeugungen einzutreten.
Dass das Festhalten an einer Form `krankhaft` sei, ist mir neu, kann es auch nicht nachvollziehen. Das Festhalten an der Form wird als `die Haltung` bezeichnet, der persönliche `habitus`, die Gewohnheit im Denken, Wollen und Handeln. Der abgewogene Habitus zeichnet den Menschen aus, das Urteil zerstört ihn.
LG ELi
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Wenn Du „für“ etwas bist, bist Du logischerweise auch „gegen“ etwas.Du urteilst.
Du musst mich in Gänze lesen. Radikal vom Himmelreich aus gesehen ist das Festhalten (wohlgemerkt das Festhalten, nicht die Form als solche) krank.

Mit Deinen „Idealen“ entfernst Du Dich vom Himmelreich, was Dir viel viel viel näher ist als ein Ideal, zu dem Du strebst, Du also meinst eine Strecke bewältigen zu müssen.
Nein, musst Du nicht.
Das Himmelreich ist inwendig in Dir, näher gehts nicht. Es ist kein Ideal, es ist Dein Wesen.
 
Das Himmelreich ist inwendig in Dir, näher gehts nicht. Es ist kein Ideal, es ist Dein Wesen.

ja eben und um dieses Innere Himmelreich zu erkennen, wahrzunehmen zu empfinden muss der ganze Ballast, der darauf liegt weg geräumt werden und genau das meint und macht @ELi7 mit seiner Arbeit an sich selber.

Sieh die Menschen die Gott als Märchen betiteln, sie beginnen ebenso ihren Unrat wegzuräumen, wer gegen Gott und den Glauben an ihn ist, ist sogar sehr verbunden damit, manchmal näher als Gläubige....

Allgemein ist es besser mit Gott über Menschen zu sprechen als mit Menschen über Gott, viele Leute wollen mit Gott und Co nichts zu tun haben, als wüssten sie was sie da ablehnen, aber es ist der Beginn sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen, da ist nämlich eine Faszination da, sonst würden sie gar nie über Gott reden wollen.


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ja eben und um dieses Innere Himmelreich zu erkennen, wahrzunehmen zu empfinden muss der ganze Ballast, der darauf liegt weg geräumt werden und genau das meint und macht @ELi7 mit seiner Arbeit an sich selber.

Sieh die Menschen die Gott als Märchen betiteln, sie beginnen ebenso ihren Unrat wegzuräumen, wer gegen Gott und den Glauben an ihn ist, ist sogar sehr verbunden damit, manchmal näher als Gläubige....

Allgemein ist es besser mit Gott über Menschen zu sprechen als mit Menschen über Gott, viele Leute wollen mit Gott und Co nichts zu tun haben, als wüssten sie was sie da ablehnen, aber es ist der Beginn sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen, da ist nämlich eine Faszination da, sonst würden sie gar nie über Gott reden wollen.


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Der eine ist sich des Himmelreichs mehr gewahr als der andere. Oder umgekehrt formuliert: Je komplizierter ein Mensch ist, um so kompliziertere Dinge meint er tun zu müssen, um sich des Himmelreiches gewahr zu sein, weil da so viel Ballast zu liegen scheint, der weggeräumt werden müsse. Es scheint also bis in ferne Zukunft viel getan werden zu müssen. Hier und Jetzt ist sozusagen weit weg:clown:
 
Freud bezeichnete die Religion als eine universelle Zwangsneurose

Freud war der Meinung: wer seelisches Wachstum erfahren will, muss erstmal seine Neurosen kurieren: die hat man uns im Kindesalter beigebracht. Und zu dem psychischen Gepäck, das unsere Mütter und Väter unkontrolliert an uns weitergegeben haben, gehört auch jene – wie Freud sie bezeichnet – „Kindheitsneurose der Menschheit“, die Religion in allen ihren Formen:
Freuds größter Irrtum bestand darin, dass er in seinen Analysen von sich auf andere schloss. Deshalb würde ich eher C.G. Jung den Vorzug geben.

Jung war durch seine Arbeit in der Traum- und Tiefenanalyse zwangsweise zu der Erkenntnis gekommen, dass für die Menschen die Spiritualität von großer Bedeutung sei. Jungs Vater war Pfarrer und schon in der Kindheit Carl Gustavs entstand zwischen den beiden eine ambivalente Haltung zu den religiösen Grundsätzen.

Sein Vater mahnte seinen Sohn häufig damit, dass man in Sachen Religion nicht denken, sondern glauben soll. Er vertrat aber gegenüber seinem Vater die Meinung, dass man diese Dinge erfahren und wissen müsse. Später beschrieb er dann Gott als das Ursymbol eines persönlichen und kollektiven Selbst (das ultimative Über-Ich).

Ich denke also, dass die Spiritualität nicht nur von Bedeutung für die Menschen ist, sondern ein Grundbedürfnis darstellt. Mit ihr hatte der Mensch begonnen über die Welt, aber auch über sich selbst nachzudenken.

So wurde die Spiritualität zum Motor, unserer evolutionären Entwicklung. Ja und in diesem Zusammenhang muss man auch die Religionen verstehen. Jeder trägt also dieses ultimative Über-Ich in sich – egal, wie er es nun benennen oder ausgestalten mag.


Merlin
 
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