wenn ich ALLES anzweifle, weiss ich nach vorlage sämtlicher beweise GENAU so viel wie vorher - also komme ich nicht voran. es bringt mir nichts, zu glauben, dass alles möglich ist. da sag ich dann "ja, möglich", egal was mir der andere erzählt, aber fange mit diesen informationen nichts an.
Nein... Das muss nicht so sein. Ich glaube wir definieren "etwas anzweifeln" vielleicht anders. Ich meine damit nicht, die Existenz von etwas anzuzweifeln, sondern lediglich das Absolute... Es heißt für mich erst mal nichts außer: "Es muss vielleicht nicht so sein... es könnte auch anders sein." Und das kann sehr wohl weiterbringen. Und gerade wenn die Realität so ist, wie ich überzeugt bin das sie ist, nämlich einem Traum eines Bewusstseins vergleichbar, dann macht das sehr viel Sinn. Mir ist klar, dass das jetzt wieder eine Eso-Überdosis für jemanden der v.a. wissenschaftlich denkt, sein könnte. Aber wenn Du Dir mal für einen Moment vorstellst, das Du einen Traum haben kannst, in dem alle möglichen Gesetze existieren, die sich immer wieder bestätigen... sie könnten total verrückt sein, aber in dem Traum sind sie Deiner Meinung nach absolut... und sie werden am laufenden Band bewiesen... Die einzig richtige Herangehensweise wäre, das man sie zumindest in Zweifel zieht. Das es so scheint, als seien sie wahr, ist teilweise offensichtlich. Aber warum sie es sind, ist kein bisschen geklärt. Und wenn es so ist, wie ich überzeugt bin das es ist, dann gibt es kein absolutes Gesetz, das außerhalb des Bewusstseins über das Bewusstsein "herrscht". Das Bewusstsein selbst ist das Gesetz. Wobei ich jetzt nicht meine... Das "Ich" im Körper. Ich meine das was alles beobachtet, das worin Deine Persönlichkeit existiert. Aber... das führt jetzt zu weit. Das einzige was ich eigentlich sagen wollte ist, das die Einstellung erst einmal nichts als absolut wahr anzunehmen, einen sehr wohl weiterbringen kann.
Dura schrieb:
da hat er recht, der hamster
Das kann man als Beispiel nehmen... Ich sage nicht, das er unrecht hat weil es auf keinen Fall so ist, wie er sagt. Aber ich sage, das es nicht so sein muss wie er sagt.
natürlich kann man sich daran festbeißen ob es sowas wie empirische erkenntnisgewinnung im eigentlichen sinne gibt.
nur wenn das der fall wäre (@condemn: ich glaube da haben wir auch schon mal bissl diskutiert), und man von vornherein sagt: alles ist möglich,jeder hat recht, wissenschaft und erkenntnisgewinnung hat keinen wert weil es keinen wirklichen beweis für garnichts gibt, dann säßen wir wohl jetzt noch in der höhle und könnten uns nicht an computern via inet unterhalten.
Mir geht es vielmehr darum, die wirkliche Ursache von etwas zu begreifen. Nimm mal die Medizin... Du hast irgendein Symptom, Du bekommst ein Medikament, das Symptom verschwindet. Daraus ziehst Du vielleicht den Schluß, das Medikament sei die Ursache für die Heilung. Mein Ansatz ist lediglich zu sagen: Das muss nicht so sein, vielleicht gibt es eine tiefere und elegantere Lösung. Und wenn Du mal die Augen offenhälst, dann wirst Du überall ein bestimmtes Muster entdecken... Und das ist die Verwechslung von Ursache und Wirkung. Da werden Wirkungen miteinander in Zusammenhang gebracht und eine davon zur Ursache der anderen gemacht. Beispiel: Wenn jemand Amok läuft und man weiß das er aggressive Musik hörte und Ego-Shooter spielte... Dann wird daraus sehr schnell ein Ursache-Wirkung-Prinzip gemacht. Er ist Amok gelaufen, weil er diese Spiele spielte und diese Musik hörte... Das alles nur Wirkungen sind, die Idee haben offensichtlich nicht all zu viele. Das war nur ein kleines Beispiel von unendlich vielen. Überall ist dieses Muster zu finden.
Und das was ich meine ist lediglich, das man so etwas nicht zu schnell übernimmt, und zwar auch da nicht wo es erst einmal sehr gut belegt, sogar bewiesen aussieht.
also ... irgendwann, irgendwo muss man anfangen
und das in unserer welt der begriff beweis ein sehr breites spektrum einnimmt ist auch klar.
aber irgendwo muss man ansetzen.
Ja... Das kann man ja auch. Das einzige was daraus folgt, wenn man weiter zweifelt ist, das man alles genauso macht, aber sich in jedem Moment "offen-hält" für Erkenntnisse die das über den Haufen werfen was man zuerst dachte. Das Problem ist wirklich bei sehr vielen, das sie an einer bestimmten Punkt gar nicht mehr wollen, das es anders ist als sie glauben, selbst wenn es eine einfachere und bessere Variante gäbe. Sie wollen das es so ist, wie sie glauben. Der Witz bei sehr vielen die sich Realisten und pragmatisch nennen ist nämlich, das ihnen die eigene Person, das eigene Selbstbild überdimensional wichtig ist. Recht haben kommt lange vor einer guten Lösung. Und da dieser Ansatz, den ich für richtig halte, rein gar nichts ausschließt und man sich damit kein bisschen begrenzt, aber weiterhin für vieles andere offenhält, denke ich das es obwohl als "esoterisch" oder wegen mir auch "träumerisch" oder was auch immer angesehen werden kann... sehr viel pragmatischer ist, als alles was kühl und objektiv gedacht aussieht, in ein paar Jahren dann aber wiederrufen werden muss.
VG,
C.