http://www.youtube.com/watch?v=sBCHsgi0968
Widerlich... Wenn man auf Kosten der arbeitenden Gesellschaft lebt, kann man jedenfalls in öffentlicher Arbeit etwas zurückgeben. Natürlich ist es immer wünschenswert, dass Arbeitslose bald wieder eine reguläre Arbeitsstelle erhalten, aber solange sie Steuergelder empfangen, sollten sie sich initiativ zeigen und auch Qualifikationen anstreben.
Schätzchen, guck mal! Ich arbeite seit ich 16 war. Das tat ich (abgesehen von einer Ausbildung zwischendurch, die das Arbeitsamt gesponsert hatte) durchgängig bis ich 30 wurde. Mein eigentlich sicherer Job wurde wegrationalisiert und ich wollte mich nicht damit zufriedengeben, jetzt nix mehr zu machen. Also hab ich mich kurzerhand selbstständig gemacht. Nach acht Jahren Selbstständigkeit, bzw. Freiberuflichkeit war jedoch mein eigentlich erarbeiteter Anspruch auf Alg I erloschen und ich rutschte stehenden Fußes in Hartz 4, weil ich ja von irgendwas meine Miete zahlen musste. Der Ort, in dem ich wohnte, hatte die höchste Arbeitslosenquote in ganz Bayern. Heute auch noch.
Ich hab acht Jahre lang brav Steuern weitergezahlt und wo blieb danach mein Recht? So ist das aber, wenn man das Risiko eingeht, aus eigener Kraft was zu initiieren. Für Otto-Normal-Jobs bin ich als Journalistin überqualifiziert. Das hab ich nicht nur einmal gemerkt. Dennoch wollte ich nebenher freiberuflich weiterarbeiten und versuchen, mit dem Allerwertesten wieder an die Wand zu kommen. Nach einem Jahr kam dann aber die Arge an und meinte, ich solle doch bitteschön meine Selbstständigkeit komplett aufgeben, weil das nun nicht mehr möglich wäre. Was anderes war aber auch nicht möglich.
Tja...und nun? Ich werde mich wieder selbstständig machen, weil es für mich keine andere Alternative gibt und ich die auch nicht will. Diesmal bin ich auch schlauer. Nur hab ich in den letzten Jahren gelitten wie ein Vieh, weil ich mich unnütz und völlig unterfordert gefühlt habe. Ein paar andere Sachen kamen noch hinzu, die mich nicht mehr wirklich haben gut schlafen lassen.
Du argumentierst jedenfalls aus einer S(ch)icht heraus, die nicht auf Augenhöhe ist. Daher solltest du besser einen Schritt zurücktreten, damit das mit der Klarsicht besser passt. Oder eine Karriere in der FDP anstreben

Westerwave hat bestimmt Verwendung für Frischblut mit derartiger Einstellung.
Ich kenne mehr als genug Menschen aus einer pseudo-abgesicherten Gesellschaftsschicht, die meinen, mitdiskutieren oder am besten gleich verurteilen zu müssen. Ich weiß, dass jeder Mensch seines eigenen Glückes Schmied ist, doch wenn man einmal in den Fängen der Argen und JobCenter ist, ist man kein Schmied mehr. Nur noch das Vieh, das beschlagen wird.
Was Gemeinnützigkeit und Bock auf Arbeit angeht: Berlin in Winter war das beste Beispiel dafür, wie hinderlich Bürokratie sein kann, was praktisch angebotene Hilfe von Arbeitslosen angeht. Die wollten und durften nicht. Das war ein echten Possenspiel. Gemacht haben sie aber trotzdem...
LG, v-p