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http://www.focus.de/politik/deutsch...-absichtlich-getaeuscht-haben_aid_616646.html
Wer glaubt jetzt noch an das Comeback eines überführten Lügners und Betrügers?
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Erdbeben +Tsunami + AKW-Unglück in Japan, Krieg in Libyen...
Politisch ist der Atomstreit und selbst der "Umbruch" in der FDP wichtiger.
An mich selbst habe ich da jetzt nicht gedacht.
Ich denke nach wie vor, dass es möglich und auch wahrscheinlich ist. In kurzer Zeit kratzt das keinen mehr.
Sehe ich anders. Guttenberg setzt ja noch einen drauf und will die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse durch die Uni Bayreuth per Anwalt unterbinden. Und das bricht ihm endgültig das Genick. Dies vergißt keiner, schon gar nicht die Presse, die ihn nahezu geschlossen als Betrüger und Lügner attackiert. Bei einem Comeback-Versuch würde ihm immer und immer wieder dieses Dreierpaket: 1.bewußt getäuscht/ 2.mehrfach gelogen in seinen Pressekonferenzen/ 3. Unterdrückung der Wahrheit mit Anwaltsmitteln
aufs Butterbrot geschmiert. Ich glaube, du unterschätzt die nicht auch zuletzt durch die "vierte Gewalt" (Internet) etablierte dauerhafte Gedächtnisfähigkeit der Gesellschaft. Vielleicht hätte es in den 60/70ern noch geklappt, aber heutzutage nicht mehr.
Abgesehen davon, daß die Merkel, nach allem Mist, den sie verzapft hat, sich wohl kaum einen derartigen Minister leisten kann, der dann auch weiterhin unter Dauerbeschuss stünde und über den massenweise Witze in der breiten Medienlandschaft verbreitet würden, egal was er dann machen würde.
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Da staunt nicht nur die Universität über diesen Antrag der Rechtsvertreter Guttenbergs sondern jeder, der das hört und liest. Haben sein strahlendes Auftreten als Medienstar und seine ständigen Unschuldsbeteuerungen und danach die scheibchenweisen Entschuldigungen des Barons zu Guttenberg die Menschen so täuschen können? Wohl schon, aber das war peinlich, verlogen und unangebracht. Bleibt nur noch festzustellen, dass die Bürger jetzt offensichtlich aufgewacht sind, bei der Atompolitik sieht man das gerade sehr deutlich beim ständig wachsenden Widerstand.
Es ist zu hoffen und zu wünschen, dass die Menschen in Deutschland sich nicht weiter täuschen lassen von irgendwelchen Versprechungen, Lügen und Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg von denen, die dieses Land gerade regieren, auch wenn sie noch so gewandt, galant und mediengerecht auftreten können. Man sieht, was dabei herauskommt!
Guttenbergs seltsamer Kampf
Plagiatsaffäre zweiter Teil: Karl-Theodor zu Guttenberg schaltet im Streit über den Abschlussbericht der Bayreuther Prüfungskommission seine Anwälte ein. Warum tut der Ex-Minister sich das an? Die Attacken werden seiner Glaubwürdigkeit nur weiter schaden.
Es ist ein höchst eigentümlicher Vorgang, der sich in diesen Tagen in Bayreuth, in München und Berlin abspielt. Es kann für niemanden, der auch nur einen flüchtigen Blick auf die gemeinschaftlich erstellte Kopier-Dokumentation Guttenplag-Wiki geworfen hat, der leiseste Zweifel darüber bestehen, dass Karl-Theodor zu Guttenberg seine Doktorarbeit aus den unterschiedlichsten Quellen zusammenkopiert hat, großzügig.
Noch einmal die nackten Zahlen: Dem Gemeinschaftsprojekt gründlicher Internetnutzer zufolge finden sich auf über 94 Prozent der Seiten der Dissertation Guttenbergs abgeschriebene Fragmente. Fast 64 Prozent, fast zwei Drittel des gesamten Textes bestehen demnach aus Abgeschriebenem. Dass diese Zahlen nicht erfunden sind, kann jeder selbst nachprüfen, Klick für Klick, Quelle für Quelle. Dass Guttenberg noch immer auf der Position beharrt, all das sei "nicht bewusst" geschehen, spricht mindestens für Chuzpe.
Thesen am Rande des Realitätsverlusts
Wie sonst wäre zu erklären, dass er die Einleitung seiner Arbeit aus der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" übernahm, dass er viele Seiten aus einem von ihm selbst angeforderten Bericht des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags kopierte? Die einzige Erklärung, die außer Absicht für Art und Ausmaß der plagiierten Stellen in Frage käme, wäre fortgesetzte geistige Umnachtung beim Schreiben, eine Lesart, die sicher nicht im Sinne des Autors wäre.
Vor diesem Hintergrund muten die Scharmützel, die Guttenbergs Rechtsvertreter sich nun mit der Universität Bayreuth liefern, seltsam an. Der Anwalt des ehemaligen Verteidigungsministers, Alexander von Kalckreuth, kritisiert Medien, die vorab über das ohnehin unvermeidliche Verdikt der Bayreuther Prüfungskommission berichten, mit dem Hinweis, das Gremium habe seinen Prüfbericht ja noch gar nicht fertig, sein Mandant werde vorverurteilt. Guttenberg habe gegenüber der Kommission umfassend Stellung genommen und "schlüssig" belegt, dass er nicht bewusst getäuscht habe. Die Belege für diese erstaunlichen Thesen würde man gern sehen.
Die Universität hat mittlerweile widersprochen. Man habe keine offizielle Stellungnahme abgegeben, also auch niemanden vorverurteilt. Wozu auch?
"Vollkommener Widerspruch"
Der Universität zufolge versuchen die Anwälte des Ex-Ministers womöglich auch, die Veröffentlichung des fertigen Berichts zu verhindern. Warum? Weil dann noch ein letztes Mal dokumentiert würde, was ohnehin schon jeder wissen kann, der es wissen will? Der "Bild am Sonntag" sagte Anwalt Kalckreuth: "Ob unser Mandant einer Veröffentlichung des Berichts seine Zustimmung gibt, ist nicht abschließend entschieden."
Als er Anfang März zurücktrat, hatte Guttenberg noch beteuert, es sei ihm ein "aufrichtiges Anliegen", an der Aufklärung aller Vorwürfe mitzuwirken. Schon damals klang das hohl, denn welchem Missetäter ist an Aufklärung gelegen? Das Vorgehen seiner Anwälte lässt diese Beteuerung nun als pure Heuchelei erscheinen. Universitätspräsident Rüdiger Bormann sagte dem "Tagesspiegel", er sehe darin einen "vollkommenen Widerspruch" zur Rücktrittsrede.
Über die Motivation für dieses Vorgehen, das Guttenbergs verbliebener Glaubwürdigkeit weiter schaden wird, kann man nur spekulieren. Der Staatsanwaltschaft Hof, die sich SPIEGEL-Informationen zufolge wegen über hundert Strafanzeigen gegen Guttenberg brennend für den Bericht aus Bayreuth interessiert, wird man ihn mit solchen Winkelzügen ohnehin nicht vorenthalten können.
Vielleicht geht es darum, die historische Festschreibung der Schummelei in einem offiziellen Dokument wie dem Bericht der Kommission zu verhindern? Oder darum, diese historische Festschreibung künftigen politischen Gegnern nicht als schlagendes, stets greifbares Anti-Guttenberg-Argument an die Hand zu geben? Fest steht: Ein nicht-öffentlicher Prüfbericht könnte dem Baron ja wenigstens nicht in Debatten vorgehalten werden, wenn er einst auf die politische Bühne zurückkehrt.
Momentan aber bewirken die Bemühungen Guttenbergs das Gegenteil: Je größer sein Widerstand, desto größer wird das öffentliche Interesse an dem, was er da tut.
Wir werden sehen.
Nach wie vor finde ich den Titel des Threads genial.
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