Geistige Dimensionen - Sophia

Das Glanzgewand der gnostischen Pistis Sophia

Ohne den naiven Maler angreifen zu wollen - denn er wusste ja nicht was er tat, als seiner Hand dieses nackte Weib mit dem Schwert in der linken und dem mit einem Pfeil durchstochenen Apfel in der rechten entsprang...doch ich kann dieses als 'Glanzgewand der gnostischen Pistis Sophia' bezeichnete Bildnis in keiner Weise, und das heisst auch metaphorisch nicht nachvollziehen.

Zwar kann ich mir vorstellen, was dieser Künstler damit aussagen wollte im Detail:
z.B. die Reinheit durch Nacktheit versinnbildlicht, das Schwert, als Unterscheidung
von wahr und unwahr, der duchstochene Apfel als Zeichen, dass dieses Kapitel zuende ist, was auch das Skelett unter ihren Füssen hervorhebt mit der bösen Schlange...die Krone als Zeichen ihrer Himmelsgöttlichkeit, die Kette um den Hals mit einem Symbol, oder ist da Jesus abgebildet? Und weshalb Fussbekleidung, sie schwebt ja über der Erdkugel? Das ist nicht konsequent, da sie ja sogar das Feigenblatt in der Hand hält, und ihre Scham entblösst ist - und recht dunkel wirkt, sowie auch ihre Flügel - dazu dann noch die Trompete des jüngsten Gerichts...
Was hier dargestellt wurde, ist keine ätherische Lichtgestalt mit dem entsprechenden Glanzgewand, sondern eine fleischliche Frau mit puppenhaft wirkenden Gesichtszügen und desproportionierten Unterschenkeln noch dazu.
Was soll die Taube über ihr mit dem Lorbeerblatt im Schnabel?
Wozu dieses zusätzliche Symbol, wenn sie, Sophia ja den heiligen Geist
in sich trägt? Aber es geht ja nicht um sie selbst, sondern um ihr strahlendes goldenes Glanzgewand, das Gewand ist ätherisch, nicht sie - wie das?
Genausowenig, wie man sich von Gott kein Bildnis oder Gleichnis schaffen soll, so auch nicht von Sophia oder Christus.

Falls dieses phantasievolle 'Abbild' der Pistis Sophia im Mittelalter entstanden ist, was ich annehmen möchte, da im Hintergrund eine Burgenlandschaft zu sehen ist, so könnte ich ein gewisses Verständnis
aufbringen für diese Art der Darstellung. Obwohl - das Schwert ist so oder so ein männliches Symbol und hat in ihrer Hand nichts zu suchen -
diese Aufgabe hat nun schonmal Erzengel Michael übernommen...

tut mir echt leid, doch nach einigem Zögern habe ich rausgelassen, was
ich beim Anblick dieses Bildes empfand.
 
Werbung:
Wäre so eine Inkarnation eine leidvolle, wie würde eine Wiedergutmachung aussehen ?
Es gibt viele leidvolle Inkarnationen, aber keine allgemeingültigen Antworten. Jeder, der dies erlebt, kann sich nur selbst diese Frage stellen und im Inneren im Kontakt mit seiner eigenen Seele eine Antwort suchen.

Wiedergutmachung kann ich nur von mir selbst erwarten. Wer dies von anderen erwartet, der hat kein Vertrauen in die Gerechtigkeit des Schicksals. Ich gehe davon aus und habe das Vertrauen, dass Saturn, der Verantworter des Schicksals gerecht ist
.
 
Wenn in jedem das Licht der Liebe stecken würde, also auch in den Eltern dieser 'süssen' Babys und in deren Eltern rückwirkend bis zur Erschaffung oder Entstehung des Menschen, dann wäre diese Welt ein Ort der Liebe, denn es käme ja kein schlechter Einfluss auf die Kinder zu durch die Erwachsenen.
Ich sehe das genau umgekehrt.
Wenn kein schlechter Einfluss von den Erwachsenen auf die Kinder kommen würde, würde die Liebe, mit denen die Kinder geboren werden, ein Leben lang anhalten und später von ihnen ausstrahlen
.
 
Diese Welt war und ist kein Ort der Liebe - wäre sie es, so gäbe es weder Geburt noch Tod. Wer will denn immer noch nicht wahrhaben, dass diese Welt eine Scheinwelt ist, sollten Krishna, Buddha, Platon und Jesus sich geirrt haben und auch Sophia?

Diese Scheinwelt hat keinen Auftrag, ausser den aus ihr zu verschwinden ohne Wiederkehr, was leider nicht so einfach ist...der Hüter der Schwelle, Saturn, das Prinzip von Ursache und Wirkung lässt so leicht keinen entrinnen, solange noch ein Schatten an ihm klebt.
Ja, diese Welt ist eine Scheinwelt. Die wahre Welt des Seins ist die unvergängliche Welt des liebenden, verstehenden und gemeinsam Eins-seienden Miteinanders.
Und ohne den Menschen wäre diese Welt so, wie sie es vor 12000 Jahren war, gottgeschaffen und nur durch die Naturkräfte in der Evolution bewegt und verändert. Erst als der Mensch sich die Welt, die Natur und den Mitmenschen untertan gemacht hat, hat das Übel begonnen.

Aber ich bin sicher, jedes von uns Geistwesen hat selbst gewollt, hier auf Erden zu inkarnieren, niemand ist gezwungen worden, es war freier Wille.
Erst der Egoismus des Macht-, Haben- und Grösser-als-andere-sein-wollens hat zu Unterdrückung, Habgier und Grössenwahn geführt.

Es kann nur darum gehen, selbst nicht in diesem Egoismus gefangen zu sein und keine Schuld auf sich zu laden. Und genau dabei hilft Sofia, die zuerst gemeint hat, ohne den Einklang mit Christus im 5.Äon des Egoismus zu leben und dann das Übel hervorgebracht hat.
Durch ihre Abkehr vom Egoismus, durch ihre Katharsis im Einklang mit der Erlösung durch Christus ist sie zur Weisheit des 12.Äons gelangt, ein Vorbild für den Menschen.
Deshalb tun wir Menschen gut daran, im Einklang mit der Schöpfung, mit Gott und mit unserem eigenen Selbst zu sein und zu leben
.
 
Ohne den naiven Maler angreifen zu wollen - denn er wusste ja nicht was er tat, als seiner Hand dieses nackte Weib mit dem Schwert in der linken und dem mit einem Pfeil durchstochenen Apfel in der rechten entsprang...doch ich kann dieses als 'Glanzgewand der gnostischen Pistis Sophia' bezeichnete Bildnis in keiner Weise, und das heisst auch metaphorisch nicht nachvollziehen.

Zwar kann ich mir vorstellen, was dieser Künstler damit aussagen wollte im Detail:
z.B. die Reinheit durch Nacktheit versinnbildlicht, das Schwert, als Unterscheidung
von wahr und unwahr, der duchstochene Apfel als Zeichen, dass dieses Kapitel zuende ist, was auch das Skelett unter ihren Füssen hervorhebt mit der bösen Schlange...die Krone als Zeichen ihrer Himmelsgöttlichkeit, die Kette um den Hals mit einem Symbol, oder ist da Jesus abgebildet? Und weshalb Fussbekleidung, sie schwebt ja über der Erdkugel? Das ist nicht konsequent, da sie ja sogar das Feigenblatt in der Hand hält, und ihre Scham entblösst ist - und recht dunkel wirkt, sowie auch ihre Flügel - dazu dann noch die Trompete des jüngsten Gerichts...
Was hier dargestellt wurde, ist keine ätherische Lichtgestalt mit dem entsprechenden Glanzgewand, sondern eine fleischliche Frau mit puppenhaft wirkenden Gesichtszügen und desproportionierten Unterschenkeln noch dazu.
Was soll die Taube über ihr mit dem Lorbeerblatt im Schnabel?
Wozu dieses zusätzliche Symbol, wenn sie, Sophia ja den heiligen Geist
in sich trägt? Aber es geht ja nicht um sie selbst, sondern um ihr strahlendes goldenes Glanzgewand, das Gewand ist ätherisch, nicht sie - wie das?
Genausowenig, wie man sich von Gott kein Bildnis oder Gleichnis schaffen soll, so auch nicht von Sophia oder Christus.

Falls dieses phantasievolle 'Abbild' der Pistis Sophia im Mittelalter entstanden ist, was ich annehmen möchte, da im Hintergrund eine Burgenlandschaft zu sehen ist, so könnte ich ein gewisses Verständnis
aufbringen für diese Art der Darstellung. Obwohl - das Schwert ist so oder so ein männliches Symbol und hat in ihrer Hand nichts zu suchen -
diese Aufgabe hat nun schonmal Erzengel Michael übernommen...

tut mir echt leid, doch nach einigem Zögern habe ich rausgelassen, was
ich beim Anblick dieses Bildes empfand.

Es handelt sich um ein nachkoloriertes Werk („Die Braut Christi“) des flämischen Künstlers Hieronymus Wierix, das im Wonderboeck (Buch der Wunder) des Anabaptisten David Joris enthalten ist. Hier ist der Link zur Buchseite, die das Bild enthält: https://2.bp.blogspot.com/-2xJGEwDbm-U/WGE4K-6qC1I/AAAAAAAAajg/wcN_12cGS2w7yJXmzj60_Rk5E7tAFrZWwCLcB/s1600/twonderboeck+editie+1595.jpg

Wierix ist übrigens ein fantastischer und schaffensfreudiger Künstler, der viele inspirierenden Werke geschafft hat. Den kann ich nur empfehlen. Hier ein Link dazu: https://art.famsf.org/hieronymus-wierix

Ich kann nachvollziehen, dass es Dich stört, wie Wierix die Braut Christi dargestellt hat, aber ich finde nichts Anstößiges dabei. Das lasse ich unter dem Stichwort Künstlerfreiheit durchgehen. Man soll dem Wierix die Freiheit, sich die Braut Christi so vorzustellen, wie er sie am Besten als Künstler des 16. Jahrhunderts mit seinen geistigen Augen gesehen hat. Auch mit Schwert, warum nicht: Als Braut Christi, der das Schwert gebracht hat (Mt 10,34), passt ein Schwert ihr ganz gut, auch wenn man bedenkt, dass sie nicht wenige Feinde hatte :) Übrigens: Das ist kein Apfel, sondern ein Herz.

P.S. Ich bin trotzdem nach wie vor der Meinung, dass Sophias Paargenosse nicht Christus war.
 
Wenn in jedem das Licht der Liebe stecken würde, also auch in den Eltern dieser 'süssen' Babys und in deren Eltern rückwirkend bis zur Erschaffung oder Entstehung des Menschen, dann wäre diese Welt ein Ort der Liebe, denn es käme ja kein schlechter Einfluss auf die Kinder zu durch die Erwachsenen.
Babys können stundenlang schreien und zwar auch recht wütend. Ausdruck ihrer Liebe? Oder Ausdruck ihres hilflosen Begehrens?

Diese Welt war und ist kein Ort der Liebe - wäre sie es, so gäbe es weder Geburt noch Tod. Wer will denn immer noch nicht wahrhaben, dass diese Welt eine Scheinwelt ist, sollten Krishna, Buddha, Platon und Jesus sich geirrt haben und auch Sophia?

Diese Scheinwelt hat keinen Auftrag, ausser den aus ihr zu verschwinden ohne Wiederkehr, was leider nicht so einfach ist...der Hüter der Schwelle, Saturn, das Prinzip von Ursache und Wirkung lässt so leicht keinen entrinnen, solange noch ein Schatten an ihm klebt.

So klar und doch will (fast) niemand dies so sehen - da wehrt sich das Ego dann eben doch und bestellt sich lieber eine Pizza...
Ich sehe es auch so. Das ist eine fremde Welt, die nichts mit dem Ewigen Geist zu tun hat, und als solche dem Untergang geweiht. Einige nicht aufmerksame Kommentatoren stempeln diese Vision als "untröstlich" und "nihilistisch" ab und sind nicht in der Lage, die andere viel erfreulichere und hoffungsvollere Seite zu sehen. Nämlich, dass es eine viel schönere und von göttlichem Licht erfüllte geistige Region gibt (Pistis Sophia: die Schatzkammer des Lichtes), der gegenüber diese Welt wie ein Friedhof aussieht (Thomasevangelium, Logion 56 „Wer die Welt erkannt hat, der hat eine Leiche gefunden“)
 
Werbung:
Ich sehe es auch so. Das ist eine fremde Welt, die nichts mit dem Ewigen Geist zu tun hat, und als solche dem Untergang geweiht. Einige nicht aufmerksame Kommentatoren stempeln diese Vision als "untröstlich" und "nihilistisch" ab und sind nicht in der Lage, die andere viel erfreulichere und hoffungsvollere Seite zu sehen. Nämlich, dass es eine viel schönere und von göttlichem Licht erfüllte geistige Region gibt (Pistis Sophia: die Schatzkammer des Lichtes), der gegenüber diese Welt wie ein Friedhof aussieht (Thomasevangelium, Logion 56 „Wer die Welt erkannt hat, der hat eine Leiche gefunden“)
Der Schöpfer will sich selbst erfahren und so ist sein Weg unser aller Weg.
 
Zurück
Oben