M
Mondauge
Guest
Und damit kommen wir zu meinem Hauptgedanken, ich würde nämlich sagen, Gefühle sind der Motor des Lebens. Positive Gefühle sind die Möhre, der wir nachjagen. Aber auch Hass kann ein Motor sein. Gefühle treiben uns an und bestimmen unseren Weg den wir gehen. Und wenn wir uns verkriechen, zurückziehen etc dann ist auch wieder ein Gefühl verantwortlich, nämlich Angst. Ich gehe davon aus, dass jede Aktion, alles was wir tun immer ein bestimmtes Gefühl als Ausgangspunkt hat. Gefühle entscheiden darüber was wir tun und wie wir es tun. Und es kann durchaus sein, dass die entsprechenden Gefühle dem Fühler gar nicht bewusst sind.
Gefühle sehe ich nicht als das was entscheidet, sie sind einfach da, sie kommen in uns auf, einmal aus uns selbst in unserem Inneren und einmal auch durch das, was von Außen uns erreicht.
Entscheiden tut der Geist welcher dem Körper sagt, was zu tun ist.
Ganz simpel und automatisch, dem Motor des Lebens uns ergebend: wenn wir Hunger verspüren sehen wir zu was zu essen, wenn uns friert, ziehen wir uns was an.
Ich denke nicht dass ein Zurückziehen von Angst gezeichnet ist oder sein muss, sondern auch der Geist seine Finger im Spiel hat, haben kann, wenn Gefühle überhandnehmen, es Zeit braucht deren Ursprung zu finden, damit der physische Körper damit zurechtkommen kann.
Tut ers nicht, haben Emotionen freie Bahn.
Und auch hierfür haben wir so unseren Geist zur Verfügung:
Salz wird einem Essen nur in sehr geringer Menge zugesetzt, etwas mehr und schon kann es keiner mehr essen.
Ist der Mensch in Trauer und es schmeckt salzig, kann der Geist "Gegenmaßnahmen anordnen". Dieser Geist kann bewusst dem Körper sagen, geh raus und schau auf die Schönheit der Natur, oder meditiere, mach was, was dir Freude bereitet, damit sich das Salz verteilt.
Ich hadere mit dem Begriff "negatives Gefühl".
Hier nochmal, wenn wir großen Hunger verspüren ist das unangenehm, aber es zeigt uns, dass wir etwas unternehmen müssen, was essen.
Wenn Gefühle von Hass, Neid, Eifersucht im Menschen aufkommmen, ist auch das nicht negativ, wenn der Geist sich dadurch mit einem selbst beschäftigt. Erst dann wird es negativ, wenn wir den Hass in uns nähren, der nur uns selbst zerstört, selbst dann wenn er auf andere - vermeintlich - ausgeschüttet wird.
Wie ist es mit dem Gefül von Schmerz, von Trauer, von Leid? Auch dies sehe ich nicht als negativ, denn es zeigt an, wo was nicht im Fluss in uns ist und birgt eben über den Geist das Potential, sein Leben zu verändern, dass es in eine angenehme oder erträgliche Richtung sich entwickelt.
Alles was "negativ" empfunden, mag sehr gern weggemacht werden, doch je mehr das gewollt, umso mehr Beachtung diese Gefühle von uns erhalten, umso intensiver wird es einen tiggern.
Das Leben besteht nicht nur aus Freude und das annehmen, dass es beides gibt, dass beides sich einander bedingt und sich diese Zeiten abwechseln, könnte einen gelassener werden lassen.
Und wenn Menschen etwas Bedrückendes erfahren, sollten sie darüber reden dürfen, über Schmerzen, über Trauer, auch über Hass, damit sie nicht innerlich versalzen und so nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere ungenießbar werden.
Und wenn man meint es gehe keinen was an, dürfte man recht Angst bekommen, sich zurückzuziehen, dabei mit sich selbst versauern. Aber das ist auch bedingt durch eine verbreitete Haltung von Außen, "es geht mich nichts an".
Und dennoch könnte es anders sein:
Wenn es mich selbst was angeht, wie andere Menschen fühlen, wird es auch Menschen für mich geben, die es was angeht, wie ich fühle.So ist es, so erschaffen wir Menschen unsere Welt,
Manchmal scheint mir, wartet Mensch darauf, dass es beim anderen beginnen möge..