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Gefühle - haben oder nicht haben, wollen oder nicht wollen

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von the_pilgrim, 27. April 2018.

  1. the_pilgrim

    the_pilgrim Guest

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    Hallo Ihr,

    das Thema Gefühle beschäftigt mich schon seit Ewigkeiten und immer noch entdecke ich Neues. Aus aktuellem Anlass würde mich mal interessieren wie Ihr das seht:

    Ist es eine Meisterschaft Herr oder Herrin über die eigenen Gefühle zu sein oder ist das eher mäh?

    Meine Erfahrung dazu ist: jede*r hat alle Gefühle. Sie zu erleben ist nur dann schön, wenn keine Altlasten damit verbunden sind, sprich es gibt nichts mehr in der Vergangenheit an verdrängten Gefühlen, die noch aufgearbeitet werden müssen.

    Ich stelle jetzt mal die wilde Behauptung in den Raum, dass jemand, der*die immer nur glücklich ist, sich so weit in sich selbst zurückgezogen hat, dass er*sie unantastbar ist. Ich zweifle nicht, dass das möglich ist, nur für mich wäre das auf Dauer zu langweilig und zu einsam.

    Dieser Fred soll eine Ergänzung zum Fred "Erkenntnis des Tages" sein.

    LG,

    the_pilgrim
     
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  2. the_pilgrim

    the_pilgrim Guest

    Enttäuschung

    Es ist wie eine Lawine über mich gekommen, als mir klar wurde, dass Enttäuschungen zum Leben dazu gehören. Alle meine mir nicht eingestandenen Enttäuschungen sind krach-wumm auf mich eingeprasselt - war ganz schön heftig und mir sehr, sehr peinlich. Das Gute ist: ich darf jetzt auch mal enttäuscht sein. Es schmerzt auf andere Weise, es ist willkommen, denn ich spüre mich und mein ich dadurch. Ich kann meine Enttäuschung in Worte fassen ohne sie in verquerer Form an anderen auslassen zu müssen - was ich in der Vergangenheit getan habe und mir durch die lange "Übung" im Verdrängen immer noch gelegentlich passiert. Wer das jemals abgekriegt hat: es tut mir Leid.
     
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  3. the_pilgrim

    the_pilgrim Guest

    Mitleid

    Es ist ja sehr verpönt Mitleid zu haben. Mitleid ist schließlich Selbstmitleid - und das ist sogar NOCH verpönter. Der Kompromiss ist Mitgefühl.

    Mein Kommentar dazu: ja, nee! Auch, aber reicht nicht.

    Wenn ich nicht nur distanziertes Mitgefühl habe sondern in der Lage und bereit bin mitzuleiden, kann das für beide Seiten sehr heilsam sein. Wer z.B. einen schmerzhaften Verlust zu betrauern hat, dem*der ist nicht mit einem distanzierten "ich weiß, wie du dich fühlst" geholfen. Was wirklich hilft, ist gemeinsam mit jemandem zu weinen, der*die in einer ähnlichen Lage ist. Das heilt den Schmerz, weil gemeinsames Mitleiden einfach sehr tröstlich ist.

    Deswegen sind Selbsthilfegruppen auch so heilsam. Ich tendiere inzwischen dazu Selbsthilfegruppen besser zu finden als Therapie. Hat beides seinen Platz, ohne Frage, aber müsste ich meinen Weg noch einmal gehen, würde ich wohl eher weniger Therapie machen und notfalls eine Selbsthilfegruppe gründen, wenn es bei mir keine passende gäbe.
     
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  4. Mrs. Jones

    Mrs. Jones Guest

    Meine Erfahrung mit Selbsthilfe ist eben die: "ich weiss, wie du dich fühlst."
    Das Problem ist, dass dieser Satz sonst oft gesagt, aber eben nicht so gefühlt wird. Derjenige, der nun den Schmerz empfindet, spürt also entweder echte Anteilnahme oder den Versuch einer eben solchen. Man kann keinem etwas vorgaukeln, das ist ja auch gut so.
     
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  5. the_pilgrim

    the_pilgrim Guest

    Und das ganz ohne Worte oder Gesten :love:
     
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  6. Kontemplator

    Kontemplator Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2014
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    Hallo Du,

    Ich würde nicht behaupten wollen, dass ich meine Gefühle beherrsche oder dass es meinem Gefühlen gefallen würde beherrscht zu werden. Ich bevorzuge den Weg, alle meine Gefühle kennen- und liebenzulernen. Kommt ja ab und zu mal vor, dass sich irgendwie ein neues Feeling einstellt, was man so noch nicht kannte.

    Richtig, jeder trägt alle Gefühle die er mal erlebt hat in sich. Im Hirn sind dann auch immer passende Erinnerungen zu dem Gefühl gespeichert. Wenn wir unangenehme Situationen nicht verarbeitet haben, dann bleiben sie halt emotional belastend und werden immer wieder neu erlebt und gefühlt.

    Das ist vielleicht ein wenig zu wild behauptet. Wenn man in seiner Mitte ist, dann sehe ich das wie eine positive Depression. Du fühlst ja nichts in der Mitte. Aber du kannst völlig frei in alle Gefühlsbereiche pendeln. Ist halt der kürzeste Weg aus der Mitte heraus. Das was du unantastbar nennst ist die Kenntnis deiner Gefühle. Wenn du vorher schon weißt, wie du in bestimmten Situationen reagieren wirst, was soll dann schon passieren.

    schöne Ergänzung :)
     
  7. Mrs. Jones

    Mrs. Jones Guest

    Doch, natürlich - das Herz. Es ist halt leiser als laute Emotionen, jedoch ist es eindeutig DA.
     
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  8. Kontemplator

    Kontemplator Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2014
    Beiträge:
    2.620
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    Berlin
    Genau, das Herz oder andere nennen es die inner Stimme. Jeder wie er möchte. :)
     
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  9. Mrs. Jones

    Mrs. Jones Guest

    Ah ok, dann war`s ein Kommunikationsproblem. :)
     
  10. Xonolil

    Xonolil Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2009
    Beiträge:
    3.312
    Ort:
    Wien
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    *lol*

    wenn ich meine Gefühle (die von irgendwo aus der realen Welt kommen) kennen und beherrschen würde...

    ... dann wäre ich ein mächtiger Magier!


    btw. heute musste ich abbrechen, da meinte Gegenteilige Kraft völlig mich zu vereinnahmen mich zu versuchte. Ich finde sowas gehört verboten...

    ... mit Magie die Identität zu verändern. Oder wie seht ihr das? Das sollte doch strafbar sein.
     
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